Corona-Partys im Allgäu

Corona-Partys im Allgäu halten Polizei auf Trab - 13 Personen feiern in kleinem Raum in Eggenthal

Mehrere Corona-Partys im Allgäu hielten die Polizei am Wochenende auf Trab.

Mehrere Corona-Partys im Allgäu hielten die Polizei am Wochenende auf Trab.

Bild: picture alliance / dpa | Jens Kalaene (Symbolfoto)

Mehrere Corona-Partys im Allgäu hielten die Polizei am Wochenende auf Trab.

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Mehrere Corona-Partys haben die Polizei im Allgäu am Wochenende auf Trab gehalten.
Mehrere Corona-Partys im Allgäu hielten die Polizei am Wochenende auf Trab.
Von Allgäuer Zeitung
31.01.2021 | Stand: 13:19 Uhr

"Corona-Krise? Mir doch egal." So oder so ähnlich dachten am Wochenende Gäste auf verschiedenen Partys im Allgäu, die allesamt gegen die derzeit geltenden Corona-Regeln verstießen.

Los ging es bereits in der Nacht zum Freitag, als die Polizei eine Party in Bidingen (Ostallgäu) auflöste. Acht Personen aus sieben Haushalten hatten einen 16. Geburtstag gefeiert.

Doch damit war mit den Corona-Partys im Allgäu noch lange nicht Schluss. Im Gegenteil: Am Samstag und in der Nacht zum Sonntag ging es an mehreren Orten heiß her, wie die Polizei mitteilt.

  • Corona-Party in Eggenthal (Ostallgäu): In der Nacht auf Sonntag feierten mehrere Heranwachsende aus verschiedenen Haushalten eine Party. Laut Polizei Kaufbeuren feierten 13 Personen einen Geburtstag in einem kleinen Raum. Es wurde demnach weder ein Mindestabstand, das Tragen eines Mund-Nasenschutzes noch die geltenden Regelungen zur Einschränkung von Kontakten nach dem Infektionsschutzgesetzt beachtet. Gegen alle Teilnehmer wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.

  • Corona-Party in Neugablonz (Ostallgäu): Am Samstagnachmittag erhielt die Polizei Kaufbeuren einen Hinweis über eine Corona-Party mit mehreren Teilnehmern im Rehgrund. Die Streife traf tatsächlich auch auf insgesamt 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten in einer Wohnung. Die 14- bis 16 - Jährigen tranken Alkohol, hielten weder den Mindestabstand noch die Mund-Nasenschutz-Pflicht ein. Gegen alle wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Auf den 16-jährigen Wohnungsinhaber, der die Party ausgerichtet hatte, wird laut Polizei ein deutlich empfindlicheres Bußgeld als Veranstalter warten.

  • Corona-Party in Hopferau (Ostallgäu) Am Samstagabend erhielt die Polizei einen Hinweis über eine Feier in einem Wohnhaus. Die Beamten trafen auf mehrere Jugendliche, die eine Abschiedsparty veranstalteten. Die veranstaltenden Mädchen und ihre Eltern erwarten nun Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

  • Corona-Party unter freiem Himmel in Lindenberg (Westallgäu): Der Polizeiinspektion Lindenberg wurden am Samstagnachmittag mehrere Jugendliche im Bereich eines Verbrauchermarktes in Lindenberg mitgeteilt, die dort Alkohol konsumierten. Vor Ort stellte die Streifenbesatzung insgesamt vier Personen im Alter von 14 bis 17 Jahren aus vier verschiedenen Haushalten fest. Die Teenager erwartet nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Doch nicht nur Partys wurden gefeiert. Auch diese Corona-Verstöße wurden von der Polizei geahndet:

  • Drei Personen ohne triftigen Grund in Scheidegg unterwegs:

In der Nacht zum Sonntag kontrollierte eine Streife der Lindenberger Polizei in Scheidegg ein Auto. Die drei Insassen - zwei Männer (28 und 47) sowie eine Frau (51) - hatten keinen triftigen Grund, um sich trotz nächtlicher Corona-Ausgangssperre außerhalb ihres Hausstandes aufzuhalten. Nun müssen sie mit einem Bußgeld rechnen.

  • Betrunkener fährt nach 21 Uhr Auto in Baumgärtle

Kurioser Corona-Regelverstoß in Baumgärtle (Unterallgäu): Nach 21 Uhr parkte ein Autofahrer längere Zeit mit eingeschaltetem Fahrlicht auf einem Feldweg. Als sich eine Polizeistreife näherte, flüchtete der 25-jährige Fahrzeuglenker zunächst mit seinem Wagen. Nach kurzer Verfolgungsjagd stellte ihn die Polizei und fand schnell heraus: Er hatte "deutlich dem Alkohol zugesprochen", wie es in einer Mitteilung heißt. Jetzt erwartet ihn eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr, ein längerer Führerschein-Entzug und eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die nächtliche Corona-Ausgangssperre. Er konnte keinen triftigen Grund benennen, warum er sich nach 21 Uhr außerhalb seiner Wohnung aufhielt.

In Kempten randalierte zudem ein 18-Jähriger, der nach 21 Uhr ohne triftigen Grund unterwegs war, auf der Polizeiwache. Wie die Situation eskalierte, lesen SIe hier.

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