Mit Rezept im Artikel

Was Sie bei Hitze essen sollten - und was nicht

Auch bei heißen Temperaturen müssen wir auf unseren Körper hören. Was tut ihm gut und was nicht? Diese Tipps und Tricks hat die Ernährungsexpertin Ulrike Klaas für den Sommer.

Auch bei heißen Temperaturen müssen wir auf unseren Körper hören. Was tut ihm gut und was nicht? Diese Tipps und Tricks hat die Ernährungsexpertin Ulrike Klaas für den Sommer.

Bild: Kantaruk Agnieszka, Imago Images (Symbolbild)

Auch bei heißen Temperaturen müssen wir auf unseren Körper hören. Was tut ihm gut und was nicht? Diese Tipps und Tricks hat die Ernährungsexpertin Ulrike Klaas für den Sommer.

Bild: Kantaruk Agnieszka, Imago Images (Symbolbild)

Eine falsche Ernährungsweise kann im Sommer schnell zu Kreislaufproblemen führen. Mit diesen Tipps zum richtigen Essen bleiben Sie auch bei Hitze cool.
22.07.2022 | Stand: 18:34 Uhr

Besonders bei den heißen Temperaturen müssen wir auf unseren Körper und seine Zeichen achten. Oft haben wir tagsüber wenig bis gar keinen Appetit und am Abend wartet der Grillabend mit Freunden und Familie. Warum wir bei unseren Gewohnheiten aufpassen sollten, verrät die Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Klaas aus Immenstadt.

Was sollte man im Sommer bei Hitze essen?

Frühstück

Gerade bei heißen Temperaturen sei es wichtig, dass wir überhaupt essen. "Das beginnt schon beim Frühstück", so Ulrike Klaas. Viele Menschen trinken morgens lediglich eine Tasse Kaffee oder frühstücken gar nicht. Dafür essen sie beim Mittagessen umso mehr. Eine einzelne große Mahlzeit macht uns müde und belastet unseren Kreislauf. "Empfehlenswert ist es, das Frühstück größer ausfallen zu lassen und auch als Hauptmahlzeit zu sehen", sagt Klaas. Dabei können wir uns an der leichten mediterranen Küche aus dem süd-östlichen Mittelmeerraum orientieren. "Unsere Temperaturen ähneln sich immerhin auch immer mehr." (Die aktuellen Wetteraussichten für das Allgäu finden Sie in unserem 7-Tage-Wetter.)

Ulrike Klaas empfiehlt für die Früh: "Mindestens einen halben Liter trinken. Das muss nicht nur Wasser sein, auch Saft oder Ayran empfehlen sich." Der türkische Ayran sei an sich ein perfektes Getränk für den Sommer. Die Milchsäure des Joghurts in Verbindung mit dem Salz bietet unserem Körper nicht nur wichtige Mineralien, sondern schützt auch vor einer sommerlichen Magengrippe, so Klaas. Neben dem türkischen Superstar seien ein selbstgemachtes Porridge oder Müsli mit frischen Früchten und Joghurt eine gute Wahl.

Für die salzigen Liebhaber empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin weich gekochte Eier wie ein Frühstücksei, ein fluffiges Rührei oder ein nicht ganz durchgebratenes Spiegelei. Dazu Schafskäse, Tomaten und Oliven. Dann darf es auch gerne ein Weizenbrot und ein paar Tropfen gutes Olivenöl sein. "Dies bietet nicht nur eine gute Grundlage für den Tag, sondern füllt auch die fehlenden Salze, die durch das nächtliche Schwitzen verloren wurden, wieder auf", sagt die Ernährungswissenschaftlerin. (Lesen Sie auch: Schlau wie ein Grill-Fuchs: Das kleine Steak-Einmaleins)

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Mittagessen

Ein weiterer Tipp und ernsthaftes Anliegen von Ulrike Klaas ist es, mehrere kleinere Mahlzeiten anstatt zwei großer zu sich zu nehmen. Sie empfiehlt statt einem üppigen Mittagessen lieber einen Tomate-Mozzarella Salat, eine kühlende Gazpacho, einen leichten Linsensalat oder Rohkost mit Dip. "Dabei muss es kein aufwendiger Dip sein. Joghurt mit Salz und Olivenöl ist perfekt und schmeckt sogar Kindern."

Bei der Verdauung von großen und üppigen Mahlzeiten werde das Blut abgezogen. Da sich die Gefäße durch die Hitze jedoch geweitet haben um möglichst viel Hitze abzugeben, bestehe die Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs. "Besonders wenn zuvor zu wenig getrunken wurde", so Klaas. (Lesen Sie auch: Gesund, schnell und lecker kochen? TV-Koch Christian Henze zeigt im Video, wie es geht)

Rezept für einen erfrischenden Linsensalat

Zutaten für den Salat:

  • 500 Gramm gekochte Linsen
  • 1/2 Gurke
  • 2 Tomaten (groß)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Avocado
  • 1 Mango
  • Petersilie

Zutaten für das Dressing:

  • etwas Zitronensaft
  • 1 EL Tahini
  • 2 EL Balsamico
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zutaten für den Salat klein schneiden und in eine Salatschüssel geben. Dann die Zutaten für das Dressing in einem separaten Gefäß mixen und über den Salat geben.

Abendessen

Auch die geliebten deutschen Grillabende seien nicht so gut, wie man denkt. Denn meist essen wir viel zu viel. "Da geht es eher um Appetit als um Hunger", gibt die Ernährungswissenschaftlerin zu bedenken. Die perfekte Zeit für ein Abendessen sei gegen 17 bis 18 Uhr. "Dann hat der Körper noch genügend Zeit um zu verdauen."

Das Problem bei einem zu späten Abendessen bestehe darin, dass der Körper überschüssig aufgenommene Kalorien verheizt - gut für unsere Hüften, aber schlecht für unseren Schlaf. Denn so wird uns in der Nacht noch heißer und wir schlafen schlechter. Doch Grillen sei an sich nichts Schlechtes, sagt Klaas. Sie empfiehlt: Fisch, Gemüse und Schafskäse - in Maßen.

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Was sollte man bei Hitze nicht essen?

Auch bei heißen Temperaturen kommt es nicht darauf an, welche Lebensmittel wir zu uns nehmen, sondern wie diese zubereitet wurden. Denn pauschal können wir alles essen. Verzichten sollten wir allerdings auf schwer verdauliche Kost. Besonders Frittiertes, Paniertes und Gebratenes sollten wir lieber aus unserem Speiseplan streichen, so Klaas.

Auch bei rohem Knoblauch sollten wir lieber vorsichtig sein. An sich sei der Allrounder ein hervorragendes Lebensmittel, da er antibakteriell wirke und vor Magen-Darm-Infektionen schütze. Der rohe Knoblauch senke allerdings den Blutdruck. "Wenn es dann heiß ist und die Leute sowieso schon Kreislaufprobleme haben, dann können drei Zehen Knoblauch im Zaziki bereits zu Schwindel führen", so Ulrike Klaas.

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