Neue Corona-Fälle an Schulen im Oberallgäu

Etliche Schüler und Lehrer in Isolation - Corona-Todesfall in Klinik Immenstadt

Im Oberallgäu gibt es an mehreren Schulen Corona-Fälle - betroffen sind Schüler und Lehrer, Klassen befinden sich in Quarantäne.

Im Oberallgäu gibt es an mehreren Schulen Corona-Fälle - betroffen sind Schüler und Lehrer, Klassen befinden sich in Quarantäne.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Im Oberallgäu gibt es an mehreren Schulen Corona-Fälle - betroffen sind Schüler und Lehrer, Klassen befinden sich in Quarantäne.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Im Oberallgäu gibt es Corona-Alarm an Schulen, der Unterricht ist eingeschränkt. Außerdem gibt es im Landkreis einen weiteren Todesfall. Alle Hintergründe hier.
Im Oberallgäu gibt es an mehreren Schulen Corona-Fälle - betroffen sind Schüler und Lehrer, Klassen befinden sich in Quarantäne.
Von Allgäuer Zeitung
15.10.2020 | Stand: 10:11 Uhr

Im Oberallgäu sind mehrere Schulen von neuen Corona-Fällen betroffen. Erkrankt sind Schüler und Lehrer, mehrere Personen mussten in Quarantäne, die Kontaktverfolgung läuft.

Außerdem meldet das Landratsamt in Sonthofen einen weiteren Corona-Todesfall. Eine ältere, pflegebedürftige Person sei im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in der Klinik Immenstadt gestorben (Dort sind auch ein Arzt und eine Pflegekraft infiziert, die Hintergründe lesen Sie hier). Drei weitere Personen aus der Familie der verstorbenen Person wurden positiv auf Covid-19 getestet.

Es ist das achte Todesopfer im Landkreis im Zusammenhang mit Corona seit Beginn der Pandemie.

Diese Schulen im Oberallgäu sind aktuell betroffen

Sorgen bereiten den Verantwortlichen derzeit auch mehrere Corona-Ausbrüche an Schulen.

Betroffen sind:

  • Die Grundschule Oberstdorf
  • Das Gymnasium Oberstdorf
  • Die Maria-Stern-Realschule in Immenstadt

An der Grundschule Oberstdorf wurde eine Lehrkraft positiv auf das Virus getestet. Das Gesundheitsamt hat mehrere Personen aus dem Lehrer-Kollegium sowie eine Klasse als Kontaktpersonen ermittelt und isoliert. Weil etliche Lehrer betroffen sind, dürften "Auswirkungen auf den Schulbetrieb" zu spüren sein, heißt es in einer Mitteilung. Eine Schließung der Oberstdorfer Grundschule sei jedoch nicht erforderlich. Weitere Testergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet.

Angesteckt hatte sich die Lehrkraft nach Auskunft der Behörde bei einer "privaten Zusammenkunft". Insgesamt sechs Teilnehmer sind inzwischen positiv getestet worden - darunter ein Schüler des Oberstdorfer Gymnasiums.

Auch dort mussten in der Folge weitere Kontaktpersonen - darunter Lehrer und Schüler - isoliert und getestet werden. Die Ergebnisse stehen noch aus.

An der Maria-Stern Realschule in Immenstadt wurde bei einer Schülerin das Coronavirus nachgewiesen. Die Klasse und die Lehrer, die als Kontaktpersonen gelten, wurden isoliert. Mit den Ergebnissen der PCR-Tests rechnet das Gesundheitsamt in den nächsten zwei Tagen (Lesen Sie hier: Corona-Pandemie: Werden die Winterferien verlängert?).

Mindestens sieben weitere Corona-Fälle nach Nachbarschaftsfeier in Oberstdorf

Besonders betroffen von den neuerlichen Corona-Ausbrüchen im Oberallgäu ist jedoch Oberstdorf. Dort wurden nach einer Nachbarschaftsfeier sieben weitere Personen positiv auf Covid-19 getestet - unabhängig von den Fällen an den Schulen.

Das Gesundheitsamt versucht derzeit noch, alle Kontaktpersonen von der Feier nachzuverfolgen. Die Infektionsketten seien laut Landratsamt allerdings noch nachvollziehbar.

Diese Corona-Fallzahlen meldet das Landratsamt am Mittwochnachmittag

Insgesamt sind derzeit 61 Personen im Oberallgäu und 21 Personen in Kempten mit Corona infiziert.

Wegen der aktuellen Entwicklung ruft das Landratsamt die Bürger dazu auf, die Hygieneregeln zu beachten und Kontakte zu reduzieren. Die Mitwirkung der Bevölkerung sei ein entscheidender Baustein, um die Fallzahlen möglichst niedrig zu halten. Gerade in der kälteren Jahreszeit gelte es laut der Behörde, Solidarität zu zeigen, um stark einschneidende Maßnahmen wie im Frühjahr vermeiden zu können.

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