FC Memmingen

Wann stößt Timo Gebhart wieder zur Mannschaft?

Der 32-jährige Ex-Profi wird auch im nächsten Spiel gegen die SpVgg Unterhaching fehlen.

Der 32-jährige Ex-Profi wird auch im nächsten Spiel gegen die SpVgg Unterhaching fehlen.

Bild: Olaf Schulze

Der 32-jährige Ex-Profi wird auch im nächsten Spiel gegen die SpVgg Unterhaching fehlen.

Bild: Olaf Schulze

Seit drei Spielen stand Timo Gebhart nicht mehr im Kader des FC Memmingen. Mit einer Rückkehr ist auch bei der Partie in Unterhaching nicht zu rechnen.
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Von Jan-Mirco Linse
17.08.2021 | Stand: 06:27 Uhr

Für Fußball-Regionalligist FC Memmingen lief es zuletzt aus sportlicher Sicht gut: Durch Siege in Pipinsried (2:1) und zuhause gegen Schalding-Heining (3:1) sind die Allgäuer nach durchwachsenem Start an das Tabellenmittelfeld heran gerückt. Derzeit rangieren sie mit acht Punkten aus sieben Partien auf Rang 13 – Tendenz nach oben. Und auch im Pokal wurde die Erstrunden-Hürde bei Stadtrivale DJK Ost problemlos genommen (5:1). Doch eine Sache trübt den Aufschwung vor dem Duell am Dienstagabend bei Drittliga-Absteiger SpVgg Unterhaching (Anpfiff 19 Uhr): In allen drei Begegnungen stand der nominelle Kapitän Timo Gebhart nicht im Kader – und das ohne Angabe von Gründen seitens des Vereins.

Mit der Verpflichtung des 32-jährigen Ex-Profis, der lange in Deutschlands Top-Ligen kickte und auch in der Champions und der Europa League zum Einsatz kam, gelang den Maustädtern vor einem knappen Jahr ein Coup. Der gebürtige Memminger zurück bei seinen Wurzeln: Gebhart wurde umgehend Kapitän, sollte die jungen Mitspieler anführen und dem FCM den Klassenerhalt sichern. Damals sagte Gebhart gegenüber unserer Zeitung: „Jetzt habe ich die Möglichkeit, meinem Jugendklub in der Heimat, dem ich viel zu verdanken habe, endlich etwas zurückzugeben.“

Timo Gebhart soll krank sein

Nur sieben Spieltage in der neuen Saison scheint die Stimmung eine gänzlich andere zu sein. Zuletzt sickerte durch, dass Gebhart nun gar in der zweiten Mannschaft, der U21 in der Landesliga, zum Einsatz hätte kommen sollen. Das zerschlug sich aber kurzfristig – offiziell aufgrund einer Krankheit. Gebhart selbst wollte sich nicht dazu äußern, deutete nur an, ein Comeback gegen Unterhaching sei, krankheitsbedingt, „unwahrscheinlich“.

Auch sein Trainer, Esad Kahric, war nicht zu einem Statement bezüglich der Personalie bereit. Auf Nachfrage, ob Gebhart in den kommenden Wochen wieder ein wichtiger Teil des Teams sein werde, antwortete er aber vielsagend: „Momentan ist er krank, hoffentlich kommt er schnell auf die Beine. Jeder Spieler ist für uns wichtig. Unser Kader für die Landes- und die Regionalliga ist als Gesamtpaket geplant – und jeder einzelne entscheidet mit seiner Leistung und seinem Auftreten selbst, wo er spielt.“

Nächstes Spiel in Unterhaching

Der Fokus liege auf dem Spiel in Unterhaching, das mit Sandro Wagner wohl den schillernsten Trainer-Namen der Regionalliga aufzubieten hat. Die Münchner Vorstädter, die als einer der Meisterschaftsfavoriten gelten, legten einen Fehlstart hin (ein Remis, zwei Niederlagen), holten zuletzt aber vier Siege in Serie und schoben sich bis auf Platz fünf der Tabelle vor (13 Punkte). „Sie werden von Spiel zu Spiel besser. Unterhaching spielt mit viel Einsatz und Struktur, hat starke und erfahrene Leute – wir müssen aufpassen“, sagt Kahric.

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Sandro Wagners Truppe eine Nummer zu groß

Der 62-Jährige ist gewarnt, betont aber auch: „Wir werden gegen jedes Team kämpfen und in dieser Liga kann auch jeder gegen jeden punkten.“ Die jüngsten Siege seien für die Mannschaft „unheimlich wichtig“ gewesen. Daran gelte es anzuknüpfen. Fehlen wird den Memmingern mit Roland Wohnlich der bisher zweitbeste Torschütze (drei Treffer). Der 23-Jährige musste gegen Schalding-Heining verletzt ausgewechselt werden, eine genaue Diagnose steht noch aus. Auch Stürmer Emirhan Baysal steht gegen Unterhaching nicht zur Verfügung.

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