TSV Kottern

Der verlängerte Arm des Trainers - Co-Trainer Tobias Hänsle vor dem Saisonauftakt

Kottern vs 1860 II

Tobias Hänsle spielte lange Zeit als Verteidiger, nun ist er Co-Trainer in Kottern.

Bild: Ralf Lienert

Tobias Hänsle spielte lange Zeit als Verteidiger, nun ist er Co-Trainer in Kottern.

Bild: Ralf Lienert

TSV Kottern startet in die Saison mit Tobias Hänsle als Co-Trainer. Dieser erwartet eine spannende Runde. Warum er eventuell wieder auf dem Feld stehen könnte.
24.07.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Seine zehnte Saison begeht Tobias Hänsle nun mit dem Bayernligisten TSV Kottern, Trainer hat er in seiner Spielerlaufbahn schon einige gehabt. Nun steht der 30-Jährige aber selber an der Seitenlinie und gibt als verlängerter Arm von Cheftrainer Matthias Günes Anweisungen an seine Spieler. „Das ist schon eine komplett andere Situation“, sagt Hänsle. Drei Kreuzbandrisse veranlassten ihn vor über einem Jahr kürzerzutreten. Beim Training würde er zwar noch größtenteils mitmachen, Fußballspiele will der Einzelhandelskaufmann allerdings nur noch von außen betrachten („außer es brennt“).

Viele Verletzungssorgen beim TSV Kottern

Mit der Vorbereitung ist er ziemlich zufrieden gewesen. „Wir konnten nicht wissen, wie fit die Jungs aus der langen Corona-Pause zurückkommen. Das haben wir aber ganz gut hingebracht.“ Dennoch plagten den einen oder anderen Spieler kleinere Verletzungen. Auch im ersten Saisonspiel am Sonntag gegen den FC Deisenhofen müssen die Trainer auf einige Akteure verzichten: Stefan Liebert, Sezer Yazir, Julian Feneberg, Tim Buchmann und Nico Beutel sind angeschlagen und werden nicht auflaufen. „Das sind alles Typen für die erste Elf“, sagt Hänsle.

Den Kopf in den Sand stecken, wollen die Trainer aber nicht. „Wir haben einen breiten Kader, da müssen sich dann eben andere Spieler beweisen.“ Nicht umsonst hat sich der TSV Kottern noch auf einigen Positionen verstärkt. Die Neuzugänge hätten sich gut eingefügt, besonders von Nico Beutel und Philipp Meisinger ist Hänsle beeindruckt. „Man muss sich auch mal vor Augen führen, aus welchen Ligen die Jungs nach Kottern kommen.“

Hohe Ambitionen beim TSV Kottern

Aufgrund der Qualität und Breite des Kaders sind die Ambitionen in Kottern hoch. „Unter die ersten Fünf kommen“, geben die Trainer und Verantwortlichen als Ziel aus. Das sei realistisch und entspreche den Erwartungen des Vorjahresfünften, findet Hänsle. Die Vorzeichen für das erste Heimspiel in Kottern stünden trotz einiger Verletzungen auch gut: „Niemand in der Bayernliga fährt gerne nach Kottern. Und verstecken brauchen wir uns auch vor keinem.“

Die Generalprobe im Wettbewerb um den Totopokal ist dem TSV Kottern mit einem knappen 5:4-Sieg beim SV Egg jedenfalls gelungen (wir berichteten). Das haben sie mit den Gästen aus Oberbayern gemeinsam, auch das Team von Trainer Hannes Sigurdsson hat die erste Runde überstanden (7:1-Sieg beim Bezirksligisten FC Penzberg).

Kottern will Revanche für späten Ausgleich im letzten Spiel

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Der FC Deisenhofen reist demnach mit breiter Brust ins Allgäu. Als Vorjahreszweiter verpassten die Oberbayern nur knapp den Aufstieg in die Regionalliga und bei den letzten beiden Duellen entschieden sie das Hinspiel klar mit 2:0 für sich. Im Rückspiel gelang ihnen trotz zweimaligem Rückstand in der Nachspielzeit das 3:3.

Damals zwischen den Pfosten stand Tobias Heiland. Der Kapitän der Kotterner kann es noch gar nicht richtig fassen, dass ab Sonntag wieder Bayernliga-Fußball in der Abt-Arena gespielt wird: „Ich bin gespannt, wie es in den ersten Wochen wird; mit der hohen Intensität an Spielen und den angeschlagenen Spielern. Es wird ein offenes Spiel werden, denn für beide Mannschaften ist es das erste Punktspiel seit langem, da will jeder gewinnen.“

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