Illegale Entsorgung

Ärger in Eisenberg über Müll und Dauercamper in der Ladezone

Über Nacht haben Unbekannte Müllsäcke und Altglas vor dem Lagerhaus entsorgt. Die illegale Müllentsorgung bereitet in diesem Jahr nicht nur dem Eisenberger Raiffeisenmarkt, sondern auch den Kommunen Ärger und Kosten.

Über Nacht haben Unbekannte Müllsäcke und Altglas vor dem Lagerhaus entsorgt. Die illegale Müllentsorgung bereitet in diesem Jahr nicht nur dem Eisenberger Raiffeisenmarkt, sondern auch den Kommunen Ärger und Kosten.

Bild: Martina Gast

Über Nacht haben Unbekannte Müllsäcke und Altglas vor dem Lagerhaus entsorgt. Die illegale Müllentsorgung bereitet in diesem Jahr nicht nur dem Eisenberger Raiffeisenmarkt, sondern auch den Kommunen Ärger und Kosten.

Bild: Martina Gast

Der Raiffeisenmarkt Eisenberg bleibt auf den Kosten der Abfallentsorgung sitzen. Er ist mit diesem Problem derzeit nicht alleine.
Über Nacht haben Unbekannte Müllsäcke und Altglas vor dem Lagerhaus entsorgt. Die illegale Müllentsorgung bereitet in diesem Jahr nicht nur dem Eisenberger Raiffeisenmarkt, sondern auch den Kommunen Ärger und Kosten.
Von Martina Gast
18.08.2020 | Stand: 17:30 Uhr

Vor kurzem hat Xaver Linder, der Betriebsstellenleiter des Eisenberger Raiffeisenmarktes beim Bahnhalt Weizern-Hopferau bei Arbeitsbeginn, eine unschöne Hinterlassenschaft entdeckt. Ein Unbekannter hatte große Abfallsäcke voll Müll, Unrat und Altglas direkt auf dem Grundstück des Betriebs entsorgt. Auf Nachfrage beim Landratsamtes Ostallgäu erfuhr Linder, dass es möglich wäre, Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei zu erstatten. Da die Chancen auf Aufklärung in solchen Fällen aber sehr gering seien, hätten die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsamtes aber eher davon abgeraten. So blieb der Raiffeisen-Ware Schwaben Allgäu GmbH nichts anderes übrig, als die Entsorgung der stinkenden Abfallbeutel und die anfallenden Kosten zu übernehmen.

Verursacher sind nur schwer zu fassen

Die illegale Müllentsorgung stellt in diesem Jahr, auch durch die vielen Wildcamper, für die Gemeinden im Ostallgäu ein massives Problem dar, denn auch die Kommunen müssen für die Kosten und die Entsorgung aufkommen. Der bayrische Bußgeldkatalog greift nur, wenn man die Umweltsünder auf frischer Tat ertappt oder nachträglich ausfindig machen kann, was sich meistens sehr schwierig gestaltet. Ob der Müll beim Lagerhaus von Wohnmobilbesitzern oder Einheimischen stammt, ist nicht zu ermitteln. Auf dem Parkplatz, der zum Gebäude des Raiffeisenmarktes gehört, und bis zur Haltestelle der Deutschen Bundesbahn reicht, stehen mittlerweile immer öfter über längere Zeiträume Wohnmobile und Dauerparker. Die Ladezone für Zulieferer ist trotz Kennzeichnung regelmäßig von parkenden Pkw blockiert. Einmal musste die Polizei verständigt werden, um einen Dauercamper zu ermitteln.

Reibungslosen Ablauf für Lieferanten und Kunden ermöglichen

Auf polizeiliche Unterstützung wollte Linder im Fall der illegalen Müllentsorgung nun verzichten. Der Raiffeisenmarkt in Eisenberg wird sich andere Maßnahmen überlegen, um einen reibungslosen Ablauf für Lieferanten und Kunden zu ermöglichen, und um weiteren Müllentsorgungen, durch wen auch immer, vorzubeugen.