Halblech

Abgestürzter Gleitschirmflieger und Wanderinnen in Not: Bergwacht zieht nach Wochenende Bilanz

Zu zwei Hubschrauber-Einsätzen musste die Bergwacht Steingaden-Peiting in den vergangenen Tagen ins Kenzengebiet ausrücken. Beim ersten Hilferuf handelte es sich um eine Gleitschirmnotlandung.

Zu zwei Hubschrauber-Einsätzen musste die Bergwacht Steingaden-Peiting in den vergangenen Tagen ins Kenzengebiet ausrücken. Beim ersten Hilferuf handelte es sich um eine Gleitschirmnotlandung.

Bild: Matthias Bein, dpa (Symbolbild)

Zu zwei Hubschrauber-Einsätzen musste die Bergwacht Steingaden-Peiting in den vergangenen Tagen ins Kenzengebiet ausrücken. Beim ersten Hilferuf handelte es sich um eine Gleitschirmnotlandung.

Bild: Matthias Bein, dpa (Symbolbild)

Einem abgestürzten Gleitschirmflieger und zwei Wanderinnen mussten die Bergretter in Halblech zu Hilfe eilen. Wie ihre Bilanz der ersten Wandertage ausfällt.
06.06.2021 | Stand: 19:42 Uhr

Eine vorläufige Bilanz der ersten "richtigen" Tage der diesjährigen Wandersaison zieht jetzt die Bergwacht Steingaden-Peiting. Sie war zu zwei Einsätzen im Kenzengebiet bei Halblech alarmiert worden.

Beim ersten Hilferuf handelte es sich um eine Gleitschirmnotlandung oberhalb des Wankerflecks am Firstberg, die von zwei Radfahrern beobachtet wurde. Der Schirm des Piloten war plötzlich zusammengeklappt und so stürzte der Füssener rund 20 Meter ungebremst in einen Baum oberhalb eines steilen Felsabbruchs.

Aufgrund dieser Alarmierung mussten die Bergwachtler vom Schlimmsten ausgehen und forderten auch einen Helikopter mit Notarzt an. Die Rettungsmannschaft fuhr zudem mit zwei Fahrzeugen zur Unfallstelle, stellte dann aber fest, dass der Pilot bereits eigenständig vom Baum und durch das felsdurchsetzte Gelände abgeklettert war. Er hatte nur leichte Verletzungen erlitten.

Der Gleitschirm wurde am nächsten Tag von der Bergwacht geborgen und dem Allgäuer im Tal übergeben.

Zwei Frauen versteigen sich an der Krähe im Kenzengebiet

Beim zweiten Einsatz eilten die Retter zwei Frauen zu Hilfe. Die Wanderinnen hatten beim Abstieg von der Krähe in Richtung Gabelschrofensattel den Weg verfehlt und saßen in sehr steilem Gelände zwischen zwei Schneefeldern fest.

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Eine der beiden Frauen aus dem Raum Augsburg hatte laut Bergwacht eine starke Panikattacke und konnte an der Stelle auf rund 1900 Metern weder vor noch zurück. Daraufhin wurde vom Einsatzleiter der Bergwacht ein Rettungshubschrauber zur Unterstützung angefordert.

Am Einsatzort wurde den beiden Wanderinnen ein spezieller Rettungsgurt angelegt und mit Hilfe der Rettungswinde konnten sie geborgen werden. Zurück am Landeplatz hatten beide dann wieder sicheren Boden unter den Füßen und es erfolgte ein kurzer medizinischer Check.

Im Anschluss wurden die beiden 40-Jährigen noch mit dem Mannschaftsbus zum Kenzenparkplatz transportiert.