Mitgliederversammlung

Arbeitskreis Flüchtlinge Seeg: Asylbewerber führen eigenständiges Leben

Unter anderem beim Fußballverein in Seeg fühlen sich die Asylbewerberkinder wohl und werden gut integriert.

Unter anderem beim Fußballverein in Seeg fühlen sich die Asylbewerberkinder wohl und werden gut integriert.

Bild: Arbeitskreis Flüchtlinge Seeg

Unter anderem beim Fußballverein in Seeg fühlen sich die Asylbewerberkinder wohl und werden gut integriert.

Bild: Arbeitskreis Flüchtlinge Seeg

Der Arbeitskreis blickt auf ein ruhiges Jahr zurück und zieht ein positives Fazit. Ein Problem sei die Wohnungssuche für die Geflüchteten.
06.10.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Alle im Ort untergebrachten Asylbewerber haben eine Arbeit und auch die zweite Generation der neuen Mitbürger integriert sich gut in Schule und Kindergarten. Dieses durchweg positive Fazit zogen die Mitglieder des Arbeitskreises Flüchtlinge Seeg bei ihrer jährlichen Mitgliederversammlung.

Mehr als 30 Flüchtlinge leben in Seeg

„Viele Seeger wären wohl überrascht, dass nach wir vor mehr als 30 Flüchtlinge in der Gemeinde untergebracht sind“, heißt es in einer Mitteilung des Arbeitskreises. Sowohl das Sport Toni Haus als auch der Bauhof dienen nach wie vor als Sammelunterkünfte, zudem gelang es einigen Flüchtlingen, in der Gemeinde Wohnungen zu finden. Im Ort ist es nach Wahrnehmung des Arbeitskreises recht ruhig und kaum ein Ansässiger habe Vorbehalte gegen die Anwesenheit der Asylbewerber aus Eritrea, Syrien und Afghanistan.

Mit Elfi Paulsteiner, Hedwig Langhof, Marion Bruckmaier, der Familie Scherbaum sowie Hausmeister Josef Stocker und Rita Eichinger von der Gemeinde haben die Flüchtlinge gleich mehrere Ansprechpersonen, an die sie sich bei Problemen wenden können. Christina Rinderle und Josef Gast kümmern sich zudem im Hintergrund um alle formellen Angelegenheiten des Arbeitskreises.

Größte Herausforderung ist derzeit die Wohnungssuche, da die Bewohner, die eine Anerkennung und damit dauerhafte Zukunftsperspektive in Deutschland haben, eigentlich aus den Sammelunterkünften ausziehen müssten und auch gerne im Ort bleiben würden. Allerdings steht hierfür aktuell kaum Wohnraum zur Verfügung.

Menschen machen sich Sorgen um ihre Heimat

Sorgen bereitet zudem vielen Flüchtlingen die Situation in den Heimatländern. Nach der Machtübernahme der Taliban bangen die Afghanen um ihre Familien, die zum Teil im Land festsitzen. Auch in Äthiopien flammt erneut Krieg auf und die Eritreer machen sich daher viele Sorgen um die Lage am Horn von Afrika. Versammlungsleiter Tobi Scherbaum hob die Integration der zweiten Generation hervor, die derzeit gut gelingt.

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