Bürgerversammlung

Bürgerversammlung in Schwangau: Kindergarten, B17 und Schulden waren Themen

Ortsdurchfahrt Schwangau wird bald saniert

Eines der großen Projekte der nächsten Jahre: Die Sanierung der B17 durch Schwangau.

Bild: Benedikt Siegert (Archivbild)

Eines der großen Projekte der nächsten Jahre: Die Sanierung der B17 durch Schwangau.

Bild: Benedikt Siegert (Archivbild)

Bürgermeister Stefan Rinke präsentiert gute Zahlen und blickt auf mehrere Projekte. Eines davon kam überraschend und soll Schülern helfen.
21.11.2021 | Stand: 15:45 Uhr

Nachfragen von Bürgerinnen und Bürgern gab es am Donnerstagabend im Schwangauer Schlossbrauhaus keine: Überhaupt kamen mit etwa 20 Personen im Vergleich zu früheren Sitzungen wenig Interessierte zur Bürgerversammlung. Ob das an der verschärften Corona-Lage liegt, kann nur spekuliert werden. Rinke betonte jedenfalls: „Wir wollten ein Angebot machen.“ Und wer nicht vor Ort sei, könne die Präsentation im Nachgang auf der Homepage der Gemeinde einsehen. Außerdem stellte Rinke klar, wer ein Anliegen habe, könne ihn immer auf dem kurzen Weg erreichen und ansprechen.

Folgen der Corona-Pandemie machen sich auch in Schwangau bemerkbar

In seinem Rechenschaftsbericht blickte Rinke auf das Jahr 2020 zurück und konnte wirtschaftlich gute Zahlen präsentieren. Zwar machen sich die Folgen der Corona–Krise auch in Schwangau bemerkbar (beispielsweise ist die Gewerbesteuer massiv eingebrochen), dennoch stehe man wirtschaftlich gut da – unter anderem auch deshalb, weil es Finanzhilfen vom Freistaat und vom Bund gab (1,6 Millionen), betonte der Bürgermeister. Diese erhoffe man sich auch für das laufende Jahr wieder, auf höherer Ebene werde das bereits diskutiert, so Rinke.

Bei einem gesamten Haushaltsvolumen von 17,8 Millionen Euro bildet der größte Posten bei den Ausgaben der Topf für das Personal (3,2 Millionen Euro). Aber auch die Kreisumlage, also Geld, dass Kommunen an den Landkreis abgeben, steige immer weiter – zuletzt um knapp 400.000 Euro. Dennoch entwickle sich die Gemeinde gut: Die Pro-Kopf-Verschuldung in Schwangau sinkt auf zuletzt 479 Euro. Das sei im Vergleich zu andere Kommunen ein guter Wert, kommentierte Rinke. Die Schulden im Haushalt reduzieren sich von 1,7 Millionen Euro auf weniger als 1,6 Millionen – 2011 lagen diese noch bei 6,3 Millionen Euro. Rechnet man noch die anteiligen Schulden, etwa beim Abwasserzweckverband hinzu, belaufen sich die Schulden auf rund zwei Millionen Euro.

Rinke sprach auch die kommenden Projekte an. An erster Stelle stehen dabei der Umbau des Kindergartens St. Tosso und der Einbau der Lüftungsanlage der Grundschule. Für den Kindergarten erwartet die Gemeinde „in den nächsten Tagen“ den Bescheid von der Regierung von Schwaben. Wenn dieser da ist, könne mit den Arbeiten los gelegt werden. Die Arbeiten in der Grundschule könnten zum Jahresende starten. Außerdem steht die Sanierung des Kurparkes (Spielplätze, Kneippanlagen) an, sowie der Innenausbau der Tourist Information. Diese soll voraussichtlich bis Mai dann im Schlossbrauhaus einziehen.

Gymnasium Hohenschwangau: Neuer Geh- und Radweg

Überrascht habe die Gemeinde eine Baumaßnahme des staatlichen Bauamtes an der Staatsstraße 2016 beziehungsweise Colomanstraße. Die Arbeiten seien im nächsten Jahr notwendig, die Gemeinde könne sich daran beteiligen und einen Rad- und Fußweg anbringen. Das Ziel: den Weg für Schülerinnen und Schüler zum Gymnasium Hohenschwangau zu verbessern und sicherer zu machen. Weiterhin sprach Rinke noch die Sanierung der B17 an (ab 2023).

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Bereits im kommenden Jahr wolle die Gemeinde mit Betroffenen und Anliegern ins Gespräch kommen. Um gegen den angespannten Wohnungsmarkt etwas zu tun, läuft auch die Bauleitplanung für das angedachte Baugebiet in Alterschrofen. Wann der „dringend benötigte bezahlbare Wohnraum“ zur Verfügung stehe, ist nach Rinkes Angaben aber noch nicht klar.