Nach 20 Minuten wiederbelebt

Kaum installiert, schon ein Leben gerettet: Zeugen reanimieren Mann mit neuem Defi an der Alpspitze

Der Rettungshubschrauber RK-2 aus Reutte bringt den verunglückten Wanderer ins Klinikum Kempten. Augenzeugen seines Herz-Kreislauf-Stillstands hatten ihn erfolgreich wiederbelebt und dabei auch den bei der Bergstation der Alpspitzbahn angebrauchten Automatischen externen Defibrillator genutzt.

Der Rettungshubschrauber RK-2 aus Reutte bringt den verunglückten Wanderer ins Klinikum Kempten. Augenzeugen seines Herz-Kreislauf-Stillstands hatten ihn erfolgreich wiederbelebt und dabei auch den bei der Bergstation der Alpspitzbahn angebrauchten Automatischen externen Defibrillator genutzt.

Bild: Bergwacht Nesselwang

Der Rettungshubschrauber RK-2 aus Reutte bringt den verunglückten Wanderer ins Klinikum Kempten. Augenzeugen seines Herz-Kreislauf-Stillstands hatten ihn erfolgreich wiederbelebt und dabei auch den bei der Bergstation der Alpspitzbahn angebrauchten Automatischen externen Defibrillator genutzt.

Bild: Bergwacht Nesselwang

Ein 59-jähriger Wanderer erleidet beim Abstieg von der Alpspitze einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Augenzeugen holen ihn zurück ins Leben. Dabei hilft der Defi.
24.06.2022 | Stand: 11:23 Uhr

Kaum installiert, schon das erste Leben gerettet: Wie die Bergwacht Nesselwang mitteilt, ist an der Alpspitze ein Wanderer gerettet worden, der beim Abstieg einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatte. Zeugen des Vorfalls hätten die Situation richtig erkannt und sofort mit der Herzdruckmassage bei dem 59-Jährigen begonnen. Zusätzlich wurde der bei der Bergstation der Alpspitzbahn installierte Defibrillator herbeigeschafft. „Durch die sofortigen Reanimationsmaßnahmen und den schnellen Einsatz des Automatischen externen Defibrillators konnte der Mann nach über 20 Minuten erfolgreich wiederbelebt werden“, heißt es in der Bilanz der Bergwacht.

Defi an der Alpspitze wurde erst vor Kurzem angebracht

Die öffentlich zugänglichen Automatischen externen Defibrillatoren, kurz AED, waren erst vor drei Wochen auf Initiative der Bergwacht Nesselwang im beliebten Ski- und Wandergebiet am Nesselwanger Hausberg angebracht worden. Weitere Standorte neben dem Panoramakiosk bei der Bergstation der Alpspitzbahn sind der Stützpunkt der Bergwacht an der Mittelstation sowie der Eingang des Hauses der Vereine am Fuß der Alpspitze. Finanziert wurde das Projekt durch den Markt Nesselwang und die Alpspitzbahn Nesselwang.

Automatische externe Defibrillatoren retten Leben.
Automatische externe Defibrillatoren retten Leben.
Bild: Julian Leitenstorfer

Automatisierte externe Defibrillatoren sind für den Einsatz durch Laien gedacht, um Herzrhythmusstörungen schnell mit Stromstößen behandeln zu können. Die Nutzer werden vom Gerät durch die Behandlung geführt. Sobald beim Betroffenen Klebeelektroden angebracht wurden, analysiert eine Software den Herzrhythmus des Betroffenen und schaltet bei Bedarf die Defibrillation frei. Da die Überlebenschance Betroffener in jeder Minute ohne Defibrillation um etwa zehn Prozent sinkt, werben laut Online-Lexikon Wikipedia seit Jahren Hilfsorganisationen für den Einsatz von AEDs im öffentlich zugänglichen Raum. Mittlerweile wird bei jedem Erste-Hilfe-Kurs auch ein AED vorgestellt.

Rettungshubschrauber an der Alpspitze: Wanderer wurde ins Krankenhaus gebracht

Zu dem Vorfall in Nesselwang war es laut Bergwacht bereits am vergangenen Montagnachmittag gekommen. Beim Abstieg von der Alpspitze erlitt der Wanderer oberhalb der Lacher Hütte einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Nach der erfolgreichen Erstversorgung des 59-Jährigen durch Augenzeugen übernahmen die Bergwacht Nesselwang und die Besatzung des Rettungshubschraubers RK-2 aus Reutte die weitere Versorgung und den Transport ins Klinikum Kempten.

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