Betrüger geben sich als Mitarbeiter der Botschaft aus

Anruferin legt Ostallgäuerin herein: So funktioniert die Masche „Falsche Amtsträger“

Eine Ostallgäuerin ist Opfer eines Telefon-Betrugs geworden.

Eine Ostallgäuerin ist Opfer eines Telefon-Betrugs geworden.

Bild: Jan-Philipp Strobel, dpa (Symbolbild)

Eine Ostallgäuerin ist Opfer eines Telefon-Betrugs geworden.

Bild: Jan-Philipp Strobel, dpa (Symbolbild)

Eine Betrügerin gibt sich als Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft aus und haut eine Ostallgäuerin übers Ohr. Sie prellt die 27-Jährige um viel Geld.
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Von Allgäuer Zeitung
24.11.2022 | Stand: 08:13 Uhr

Um einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag hat eine Betrügerin eine Ostallgäuerin geprellt. Die Anruferin meldete sich laut Polizei am Dienstag bei der 27-Jährigen aus Rückholz (Landkreis Ostallgäu) und gab sich als Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft in Berlin aus. Sie behauptete, dass auf den Namen der Ostallgäuerin ein Konto eröffnet worden war und darüber Drogengeschäfte abgewickelt worden sind.

Wie haben die Betrüger die Ostallgäuerin hereingelegt?

Die Betrügerin forderte die 27-Jährige auf, Guthabenkarten im niederen fünfstelligen Bereich zu kaufen - nur so könne sie einer Haftstrafe von acht Jahren entgehen. Die Frau glaubte die Geschichte, kaufte diese Zahlungskarten und gab die jeweiligen Nummern der Karten an die Anruferin weiter.

Erst später fiel ihr nach Angaben der Polizei auf, dass sie Opfer eines Betruges geworden ist. Sie meldete sich bei der Polizei in Füssen.

Polizei: So funktioniert die Masche „Falsche Amtsträger“

Die Polizei warnt vor dieser Masche „Falsche Amtsträger“: Bei dieser Variante melden sich die Betrüger als angebliche Mitglieder einer Botschaft. Sie behaupten, dass ihre Opfer vermeintlich in illegale Geschäfte verwickelt seien. Um eine Haftstrafe abzuwenden, fordern die Betrüger im weiteren Verlauf die Zahlung von Geldbeträgen mittels Guthabenkarten.

Die Codes der Zahlungskarten sollen dann telefonisch an die Anrufer übermittelt werden. So minimieren die Betrüger das Risiko, entdeckt zu werden. Denn sie brauchen so keinen persönlichen Kontakt zum Opfer herstellen.

Über 1000 Fälle in zehn Monaten: So viele Opfer wurden gemeldet

Durch die Betrugsmasche "Falsche Amtsträger" erbeuten die Täter laut dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West jährlich Hunderttausende Euros. In 2022 Jahr liegt die Schadenssumme bereits bei rund 250.000 Euro. Bis Ende Oktober wurden der Polizei über 1000 Fälle gemeldet - bei 34 fielen die Opfer auf die Betrüger herein.

Die Polizei warnt generell vor den Betrügern am Telefon: "Keine seriöse Firma, Polizeidienststelle, Staatsanwaltschaft oder Gericht verlangt über das Telefon eine Übermittlung von Codes für Zahlungskarten", so die Polizei in einer Mitteilung.

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