Mittelalter

Burgruine Hohenfreyberg bei Eisenberg von Bewuchs befreit

Abholzen

Zwei Tage lang arbeiteten zwölf Männer daran, die Mauern der Burgruine Hohenfreyberg von Bewuchs zu befreien und sie so zu schützen.

Bild: Albert Guggemos

Zwei Tage lang arbeiteten zwölf Männer daran, die Mauern der Burgruine Hohenfreyberg von Bewuchs zu befreien und sie so zu schützen.

Bild: Albert Guggemos

Zweitägiger Großeinsatz von zwölf Mann beugt Schäden am alten Mauerwerk vor
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Von Albert Guggemos
25.11.2021 | Stand: 15:30 Uhr

Der Burgenverein und die Gemeinde Eisenberg haben die Burgruine Hohenfreyberg in einem zweitägigen Großeinsatz mit zwölf Mann von schädlichem Bewuchs befreit. Ganz im Sinn von Burgenforscher Dr. Joachim Zeune wurde so die Zerstörung des Mauerwerks durch Wurzelwerk eingedämmt.

Schweres Gerät, steile Felswand

Der im vergangenen Sommer neu gewählte Vorsitzende des Burgenvereins, Richard Albrecht, hatte zusammen mit Bürgermeister Manfred Kössel die große Arbeitsaktion gestartet. Der Bewuchs mit Haselnusssträuchern und ähnlichen Stauden hatte so überhandgenommen, dass das Mauerwerk gefährdet und nur noch teilweise zu sehen war. Dagegen rückten zwölf beherzte Männer einschließlich der Bauhoftruppe mit schwerem Gerät an. An der steil abfallenden Felsenwand der Südseite konnten die Männer nur mit Seilsicherung und den Motorsägen arbeiten. Großteils wurden die acht bis zehn Meter hohen Sträucher angehängt und vielfach mit doppelter Seilwindenkraft vom Fels weggezogen, auf Hänger verladen und abtransportiert.

Höchste Konzentration verlangt

An der Südost- und Südwestseite waren Stämme mit über 20 Zentimetern Durchmesser zu beseitigen, was höchste Vorsicht und Konzentration verlangte, da hier der Felsenansatz zur Mauer nicht mehr als einen Meter beträgt. Doch auch dieses konnte bewerkstelligt werden. Schließlich wartete noch die rund 100 Meter lange Nordseite der Festung. Hier war es besonders aufwendig, da es hier wenig Platz für die Traktoren mit den Seilwinden gibt. Doch auch diese Arbeit konnte dank der kräftigen und unermüdlichen Helfer bewältigt werden.

Bürgermeister Kössel und Vereinschef Albrecht dankten allen für den großartigen Einsatz. Nun kann die Burgruine Hohenfreyberg wieder in ihrer Einmaligkeit die Besucher erfreuen.