Schwangau

Die fantastischen Vier des Ostallgäus rocken das Schlossbrauhaus in Schwangau

Daniele Granito rockte im Schlossbrauhaus mit seiner Gitarre Hits aus den 1960er und 70er Jahren.

Daniele Granito rockte im Schlossbrauhaus mit seiner Gitarre Hits aus den 1960er und 70er Jahren.

Bild: Fotos: Martina Gast

Daniele Granito rockte im Schlossbrauhaus mit seiner Gitarre Hits aus den 1960er und 70er Jahren.

Bild: Fotos: Martina Gast

Mit Hits von Pink Floyd, Led Zeppelin oder den Beatles lockt das December Project zahlreiche Besucherinnen und Besucher in das Schlossbrauhaus nach Schwangau.
30.11.2022 | Stand: 13:24 Uhr

Zu einem wahren Gitarrenspektakel kam es beim „Weihnachts-Special“ der Band December Project. „Nach drei Jahren ist es wieder höchste Zeit für unser Weihnachtsgedöns“, fand Wolfgang Sauter. Das fanden auch die vielen Fans, denn das Schwangauer Schlossbrauhaus war zum Bersten voll. Leider wollte der Weihnachtsfunke in den adventlichen Texten Sauters nicht so recht auf die Zuhörerinnen und Zuhörer überspringen. Dafür versetzte die Coverband mit unbändiger Lust am Live-Spielen das Publikum mit Liedern von Jim Croce oder Gordon Lightfood in wortwörtlich leichtfüßige, aber eben absolut Lamettafreie Festivallaune.

Rezeptur der Band December Project aus dem Raum Füssen ist denkbar einfach

Mit einem „Wir ziehen uns kurz um“ schlüpften die vier Vollblutmusiker zwischen den Stücken in die verschiedensten Gitarren, um den richtigen Klang zu kreieren. Den unverwechselbaren, satten December Project Gitarren-Sound. Dabei hört man bei den Cover-Kompositionen stets eine feine Liebeserklärung an die Original-Interpreten heraus. „Wir nehmen unsere Lieblingslieder her und spielen´s auf unsre Art. Gute solide Handarbeit“, erklärt Sauter.

Die Rezeptur ist denkbar einfach: Lieblingshits aus den 1960er, 70er und 80er Jahren werden in einzelne Bestandteile zerlegt, analysiert und auf die Musiker angepasst, also „maßgeschneidert“. Dadurch verleihen die Ausnahmemusiker Klassikern wie „Stairway to heaven“ (Led Zeppelin) oder „Shine on you crazy diamond/Wish you were here“ (Pink Floyd) ihren eigenen Fingerabdruck oder mutieren beim beatleschen „Nowhere Man“ oder „Here Comes the sun“ selbst zu den Fab Four, den fantastischen Vier des Ostallgäus.

(Lesen Sie hier, warum Allgäuer Veranstalter sich ums Publikum sorgen.)

Seit über 20 Jahren spielen Klaus Görne (Gitarre, Gesang), Daniele Granito (Gitarre, Gesang), Wolfgang Sauter (Gitarre, Mundharmonika, Gesang) und Bass-Gitarrist Michael Mike Ostrowski zusammen. Trommler Smuty Brückner kann leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr den Takt angeben. Seit dem kommen die Drums vom Band oder dem „elektronischen Knaben“, wie Sauter verrät.

Im Vorfeld hatte Klaus Görne die Schlagzeugaufnahmen mit passenden Bildern und Filmen verwebt und eine großartige Bilderkomposition erstellt. Per Bildsequenz ging es beispielsweise in die italienische Heimat von Zucchero und Ramazotti. Ein lautes „Bravissimo“ erntete Daniele Granito für seine einfühlsamen Italo-Balladen aus der Menge.

Donnernder Schlussapplaus im Schlossbrauhaus Schwangau

Dass er nicht nur den fast schnulzigen Quotenitaliener kann, sondern auch zur jazzigen Rockröhre taugt, zeigte er eindrucksvoll bei „Black water“ der Doobie Brothers. Nach dem donnernden Schlussapplaus verabschiedete December Projekt die Gäste mit den Hymnenklängen von Barclay James Harvest in die nicht ganz so weihnachtliche Novembernacht. „Das ist der Soundtrack meiner Jugend, den hörst du nirgends mehr live, hoffentlich spielen die bald wieder irgendwo“, strahlte Simone Häusler.