Nesselwang

Die Ganztagesbetreuung in Nesselwang hat zukünftig noch mehr Plätze

Die Klasse 2a tanzt vor den Besucherinnen und Besuchern des Jubiläums der Ganztagesbetreuung in Nesselwang. Für die musikalische Begleitung sorgte dabei Christine Gschwend am Akkordeon.

Die Klasse 2a tanzt vor den Besucherinnen und Besuchern des Jubiläums der Ganztagesbetreuung in Nesselwang. Für die musikalische Begleitung sorgte dabei Christine Gschwend am Akkordeon.

Bild: Fotos: Brigitte Pal

Die Klasse 2a tanzt vor den Besucherinnen und Besuchern des Jubiläums der Ganztagesbetreuung in Nesselwang. Für die musikalische Begleitung sorgte dabei Christine Gschwend am Akkordeon.

Bild: Fotos: Brigitte Pal

Vier Kilo Heißkleber, zehn Fußbälle pro Jahr verschossen und null Mal den Krankenwagen gerufen: Die Ganztagsbetreuung in Nesselwang zieht zum Jubiläum Bilanz.
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Von Brigitte Pal
28.09.2022 | Stand: 10:00 Uhr

„Ein tolles Team und liebe Kinder“ – das waren die lobenden Worte von Martina Linder bei der Feier zum elfjährigen Jubiläum der Offenen Ganztagsbetreuung in Nesselwang. Zusammen mit Heike Wiegand, die bei der Feier verhindert war, bildet Linder die Doppelspitze der Leitung. Freudestrahlend verkündete sie die Erfolgszahlen: Etwa 60 Kinder werden an zwei bis fünf Tagen betreut, seit 2010 sind es über 2000 Betreuungstage und 1999 Stunden an Hausaufgaben-Betreuung. Nicht unerwähnt bleiben sollten außerdem vier Kilo an verbrauchtem Heißkleber, zehn verschossene Fußbälle pro Jahr und, ganz wichtig: Null Mal sei der Krankenwagen gerufen worden. Und: Zukünftig soll es dort noch mehr Betreuungsplätze geben.

Eigentlich wäre das Jubiläum schon vergangenes Jahr gefeiert worden, musste aber coronabedingt auf dieses Jahr verschoben werden. So wurde bei strahlendem Herbstsonnenschein der elfte Jahrestag im Innenhof der Grundschule Nesselwang begangen. Sektempfang und weitere lobende Ansprachen von Bürgermeister Pirmin Joas und dem evangelischen Kurseelsorger Jörn Foth leiteten über zum unterhaltsamen Programm für Kinder und Eltern mit Kaffee, Getränken und Kuchen und einer Verlosung sowie der Möglichkeit, die schön gestalteten Räume der Ganztagsbetreuung im alten Schulhaus zu besichtigen.

Ganztagsbetreuung in Nesselwang: Warum sie eine "Offene" Stelle ist

Im Gegensatz zu einer Gebundenen Ganztagsbetreuung, die auch nachmittags Schulstunden halten müsste, hat die Offene Betreuung einen breiten Gestaltungsfreiraum. So sieht man in den hellen und kreativ eingerichteten Räumen eine ganze Wand mit Bastelmaterial, eine gut ausgestattete Werkstatt mit dem begehrten Heißkleber, eine kuschelige Leseecke, einen bunten Kaufmannsladen und viel Raum zum freien Gestalten. Zudem gibt es Tische für die Hausaufgabenbetreuung. Eine Küchenzeile sorgt für Verpflegung. Das Essen kommt vom Heilig-Geist-Spital.

Die Werkstatt der Kinder der Ganztagsbetreuung.
Die Werkstatt der Kinder der Ganztagsbetreuung.

Die Kinder machten begeistert beim Nachmittagsprogramm mit, ob beim Ezzyroller-Parcours, Kinderschminken, Flechten oder Gestalten eines Buttons. Eine bunte Fotowand zeigte den Besuchern die zahlreichen Aktivitäten der ausgefüllten Nachmittage. Pfarrer Jörn Foth, als Vertreter der evangelischen Kirche Pfronten, die Trägerin der Ganztagsbetreuung ist, betonte in seiner Rede das positive Klima für Mitarbeiterinnen und Kinder. Zu sehen sei dies an der Entwicklung von anfangs 15 auf mittlerweile 60 betreuten Kindern und an der Tatsache, dass die Betreuerin und Leitung der ersten Stunde, Irmgard Erd, immer noch als Mitarbeiterin dabei sei.

Zukünftig noch mehr Plätze für Kinder

Bürgermeister Pirmin Joas gab einen Ausblick: Denn ab 2026 besteht ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter. Um diese Vorgaben für die Gemeinde Nesselwang erfüllen zu können, müsse noch mehr Platz geschaffen werden. Bereits 2017 erfolgte der Umzug der damaligen Mittagsbetreuung in die frisch sanierten Räume des alten Schulgebäudes. Nun werden für eine nochmalige Erweiterung bereits neue Möglichkeiten im denkmalgeschützten Haus geprüft. Ganztagsbetreuung gehöre heute einfach dazu, sagte Joas und betonte, wie viel Herzblut die Betreuerinnen in ihre Arbeit mit den Kindern einbringen würden.