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Heimatgeschichte

Die Römer in Füssen und ein Historiker-Streit

Lechübergang (4)

Immer wieder schwemmt der Lech im Füssener Gebiet Holzstücke mit Resten von Wagenspuren an. Doch lässt sich nur schwer sagen, aus welcher Zeit sie stammen.

Bild: Klaus Wankmiller

Immer wieder schwemmt der Lech im Füssener Gebiet Holzstücke mit Resten von Wagenspuren an. Doch lässt sich nur schwer sagen, aus welcher Zeit sie stammen.

Bild: Klaus Wankmiller

Wo wurde der Lech bei Füssen in der Antike überquert? Über das Für und Wider eines nicht mehr zu lokalisierenden Straßenverlaufs.
28.08.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Seit mehreren Jahrzehnten gibt es Kontroversen über den Verlauf der römischen Staatsstraße Via Claudia Augusta zwischen Pinswang und Füssen und über den Zeitpunkt, wann die Römer auf dem Füssener Schlossberg eine Befestigung errichtet haben. Im soeben erschienen Jahrbuch des Historischen Vereins „Rund um den Säuling“ vermutet Matthias Thalmair, dass die römische Straße auf der rechten, südlichen Lechseite bis Füssen verlief und erst in der Nähe der heutigen Lechbrücke den Fluss überquerte. Der Fund einer Münze aus der Zeit von Kaiser Tiberius lässt ihn zu der Schlussfolgerung kommen, dass Füssen bereits im Jahr 15 vor Christus mit einem Kriegslager („castra“) befestigt wurde, was auf eine 2000-jährige Geschichte des Ortes hinweisen würde. Dem widerspricht nun Magnus Peresson, Vorsitzender des Historischen Vereins Alt Füssen, aufs Heftigste.

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