Hopferau/Ostallgäu

Ein Meilenstein für die Trachtler vom Oberen Lechgau-Verband

Sie waren bei der Vorstellung der neuen Chronik des Oberen Lechgau-Verbandes in Hopferau mit dabei (von links): der stellvertretende Gauvorsitzende Alfred Sieber, Bürgermeister Rudolf Achatz, Günter Frey (Vize-Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes), Landrätin Maria Rita Zinnecker, Konrad Vogel vom Chiemgau-Druck, Max Bertl (Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes) und Walter Sirch.

Sie waren bei der Vorstellung der neuen Chronik des Oberen Lechgau-Verbandes in Hopferau mit dabei (von links): der stellvertretende Gauvorsitzende Alfred Sieber, Bürgermeister Rudolf Achatz, Günter Frey (Vize-Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes), Landrätin Maria Rita Zinnecker, Konrad Vogel vom Chiemgau-Druck, Max Bertl (Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes) und Walter Sirch.

Bild: Marlene Köpf

Sie waren bei der Vorstellung der neuen Chronik des Oberen Lechgau-Verbandes in Hopferau mit dabei (von links): der stellvertretende Gauvorsitzende Alfred Sieber, Bürgermeister Rudolf Achatz, Günter Frey (Vize-Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes), Landrätin Maria Rita Zinnecker, Konrad Vogel vom Chiemgau-Druck, Max Bertl (Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes) und Walter Sirch.

Bild: Marlene Köpf

Zum Hundertjährigen beleuchtet neue Chronik die Zeit zwischen 1980 und 2020. Wer die Idee dazu hatte und wie viel Arbeit in dem Werk steckt.

Sie waren bei der Vorstellung der neuen Chronik des Oberen Lechgau-Verbandes in Hopferau mit dabei (von links): der stellvertretende Gauvorsitzende Alfred Sieber, Bürgermeister Rudolf Achatz, Günter Frey (Vize-Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes), Landrätin Maria Rita Zinnecker, Konrad Vogel vom Chiemgau-Druck, Max Bertl (Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes) und Walter Sirch.
Von Marlene Köpf
08.08.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Was war anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Oberer Lechgau-Verband doch alles geplant: Die Vorstellung einer Chronik für die Jahre 1980 bis 2020 sollte bereits am 27. April stattfinden und gleich in der Woche darauf der große Festabend. Doch Corona machte diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Nun folgte zumindest die Vorstellung der Chronik „Blick in den Oberen Lechgau“ in Hopferau unter Einhaltung der Hygieneregeln. Musikalisch wurde dieser Abend gestaltet von Moritz und Vreni mit Harfe und Ziach, die zwischen den Ansprachen ihre Musikstücke präsentierten und anschließend zur Unterhaltung fleißig aufspielten.

Zur Vorstellung der Chronik konnte der Gauvorsitzende Walter Sirch eine Reihe von Ehrengästen begrüßen, die den Trachtlern zur Chronik und zum 100. Geburtstag gratulierten. Hopferaus Bürgermeister Rudolf Achatz ging in seiner Begrüßung auf die Geschichte der Gemeinde ein. Sie verfüge über das älteste Schloss im Ostallgäu, der Ursprung der Anlage reiche bis ins Jahr 1468 zurück. Die damaligen Schlossherren ließen dazu 1504 eine Schlosskapelle errichten, die heute noch als Pfarrkirche des Ortes besteht. Zur Chronik sagte Achatz, dass sie eine wertvolle Aufgabe erfülle und die Verbindung in die Vergangenheit herstelle.

Vor fünf Jahren die Idee geboren

Das Hundertjährige des Oberen Lechgau-Verbandes zu feiern, bedeute Gaugeschichte und Gaugeschehen zu betrachten, sagte der stellvertretende Gauvorsitzende Alfred Sieber. Er hatte als Buchausschussvorsitzender vor über fünf Jahren die Idee dafür und setzte sie mit seinem Team auch um. Seit 2015 fanden mit den Buchausschussmitgliedern Monika Grieser, Josef Hengge, Claudia Klopfer, Marlene Köpf, Walter Sirch und Monika Zink 15 Sitzungen statt. Ein besonderer Dank galt Claudia Klopfer, die die Verbindung zwischen Gau und Vereinen sowie den Buchpaten herstellte. Nun wird das Gemeinschaftswerk mit 1037 Bildern und 400 Seiten als geschichtliches Nachschlagewerk als Ergänzung der ersten Chronik vorgestellt, die über einen QR-Code Teil davon ist.

Diese Chronik zum 100. Geburtstag war eine große Aufgabe für den Buchausschuss und zugleich eine Verpflichtung für frühere Generationen, die Geschichte in Schrift und Bild festzuhalten und an die nächste Generation weiterzugeben. „Wer fest stehen will, muss feste Werte haben, das ist wichtig im Leben –Zeiten des Wandelns bergen auch Gefahren, gewisse Dinge zu vergessen“, sagte Sieber. Zahlen, Ereignisse, Fakten des Gaues, der Gauvereine, aus deren Orten – ein umfassendes Gesamtwerk sei dieses Buch und ein Meilenstein in Wort und Bild für künftige Generationen voller Erinnerungen.

Sieber dankte allen 77 Helfern für die Mitarbeit an der Chronik, ganz besonders der Setzerin Marion Niggl, den Lektoren Alfred Frei, Martin Klopfer und Herbert Sieber, den Endlektoren, Margarete Barnsteiner, Sonja Sirch, Hansjörg Lederer und Helga Frei sowie den Fotografen Wilhelm Franke und Alfred Michel, dem Chiemgau-Druck, den Sachgebietsleitern, Vorständen und Schriftführern sowie allen Sponsoren.

Erstes Exemplar für Max Bertl

Konrad Vogel vom Chiemgau-Druck sagte, er habe mit Freude bei dieser Chronik mitarbeiten dürfen. Wer den Oberen Lechgau-Verband kenne, wisse: Wenn hier eine Chronik gemacht werde, dann werde sie etwas Gutes. Das erste Exemplar der Chronik erhielt Max Bertl, der Vorsitzende des Bayerischen Trachtenverbandes und Ehrenvorsitzende des Oberen Lechgau-Verbandes. Zumal er als Vorsitzender des Gaus von 1987 bis 2008 selbst für einen großen Teil von dem verantwortlich war, der nun in der Chronik steht. Bertl sah es nicht als Problem an, dass die Vorstellung des Werkes drei Monate später als geplant erfolgte: Hatte doch die erste Chronik drei Jahre Verspätung.

Die Bücher des Oberen Lechgau-Verbandes seien immer gut und auch diese Chronik werde nie ihren Wert verlieren, meinte Bertl. Mit der neuen Gauchronik halte man das Geschehen fest für die Gesellschaft – was wichtig sei. Denn vieles werde in der heutigen Zeit einfach hingenommen und kaum noch wahrgenommen. Umso wichtiger sei es, die vergangenen 40 Jahre festzuhalten, auch als Wegweiser besonders für die jungen Trachtler.

Die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker gratulierte dem Gau zu diesem umfangreichen Nachschlagewerk. Wer hätte gedacht, dass durch Corona so viele Dinge wegfallen, wie das Gaufest in Buching zum 100. Bestehen, sagte Zinnecker. Viele selbstverständliche Dinge seien zur Zeit nicht mehr möglich. Doch im Oberen Lechgau-Verband würden Kameradschaft und Traditionen seit 100 Jahren gepflegt, das spreche für die Zukunft und so sei diese Chronik ein Meisterwerk der lebendigen Gemeinschaft zum Weitergeben.