Honigdorf

Für die Erlebnisimkerei in Seeg werden „Arbeitsbienchen“ gesucht

Verstärkung sucht Simon Nuschele, der Leiter der Seeger Erlebnis-Imkerei: Christiana Preisinger ist eine Kandidatin, die sich überlegt, als  Arbeitsbienchen  Besucher durch das Haus zu führen.

Verstärkung sucht Simon Nuschele, der Leiter der Seeger Erlebnis-Imkerei: Christiana Preisinger ist eine Kandidatin, die sich überlegt, als „Arbeitsbienchen“ Besucher durch das Haus zu führen.

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Verstärkung sucht Simon Nuschele, der Leiter der Seeger Erlebnis-Imkerei: Christiana Preisinger ist eine Kandidatin, die sich überlegt, als „Arbeitsbienchen“ Besucher durch das Haus zu führen.

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In der Seeger Erlebnisimkerei werden weitere Helfer gebraucht, die Führungen übernehmen. Leiter Simon Nuschele rechnet mit einem Besucheransturm, sobald Corona es zulässt
07.04.2021 | Stand: 09:30 Uhr

Simon Nuschele sucht neue „Arbeitsbienchen“ für die Seeger Erlebnis-Imkerei. Der Leiter der Einrichtung des Honigdorfes Seeg vermutet für die Zeit nach den Corona-Beschränkungen einen Besucheransturm. Daher hält er Ausschau nach weiteren Helferinnen und Helfern, die Führungen übernehmen können. Ergebnis seiner Suche: Es gibt schon Kandidaten. Weitere Bewerbungen sind aber durchaus erwünscht.

Am Samstag ist die Erlebnisimkerei eigentlich geschlossen. Dennoch erhält Christiana Preisinger an diesem Tag eine spezielle Art der Sonderführung. Die Marktoberdorferin will eventuell neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit Interessenten durch die Seeger Honigwelt führen. Ob ihr das tatsächlich gefällt, will sie an diesem Nachmittag herausfinden. Der unter Einheimischen manchmal anerkennend als „Bienenpapst“ bezeichnete Nuschele macht mit der Kandidatin einen Rundgang. Bei dem erläutert er ihr die Abläufe und Inhalte einer Führung durch die Erlebnis-Imkerei, die sich im Haus des Seeger Heimatmuseums befindet.

Seit 2013 ständig erweitert

Im Jahr 2013 hat die Erlebnis-Imkerei aufgemacht. Seither wurde nicht nur ständig erweitert, für Kinder anschauliche Puppen und Werkzeuge in Bienenform gebastelt und die Räume um- und neugestaltet. Teilweise kamen in vergangenen Saisonen bis zu 100 Besucher am Tag. Bei maximal 25 Personen pro Gruppe „weißt du nach der vierten Führung nicht mehr, was du bereits gesagt hast“, beschreibt Nuschele diese Spitzenzeiten.

Und auch die sonstigen Arbeiten bringe man dann nicht mehr fertig. Zwar gebe es mittlerweile eine Bürokraft, die Kassenprogramm und Steuervorschriften bewältigt. Aber es gebe noch genügend zu tun, wie Kasse bedienen, Ware in Empfang nehmen, auszeichnen und einsortieren oder die Eismaschine anwerfen. Die ist neben den Honig- und Wachsprodukten einer der Höhepunkte – nicht nur bei den jungen Besuchern. Das Eis produziert ein Weilheimer, der als alleinigen Süßstoff den Seeger Honig verwendet.

Doch zunächst zeigt Nuschele der Besucherin den Präsentationsraum im ersten Stock, der medial optimal ausgerüstet ist. Unter dem Motto „Vom Nektar bis zum Bienenhonig“ führt die Route weiter ins Freie und zum nahe gelegenen Bienenhaus. Hier können die maximal 70 000 Bienen pro Stock in Natura erlebt werden. Zurück geht es über den zweiten Präsentationsraum – derzeit im Rohbau fertig – zur vorletzten Station, dem Schleuderraum. Den Abschluss bildet der Schau- und Verkaufsraum. In überdimensionalen Holzgestellen in Wabenform sind hier die Produkte ausgestellt: Verschiedenste Honigsorten, Wachskerzen, mit Wachs präparierte Brotzeitbeutel, Bienenwachstücher, Honigwein und -schnaps und vieles mehr rund um die fleißigen Insekten. Bei einem Probeschlückchen kann sich jeder Bewerber überlegen, ob er diese Aufgabe als „Arbeitsbienchen“ angehen möchte.

Längere Öffnung geplant

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Die Öffnungszeiten sollen ausgeweitet werden, wenn ab Saisonbeginn im April – so Corona es erlaubt – die Besucher kommen. Allgemein geöffnet wird die Erlebnis-Imkerei dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr sein. Allgemeine Führungen für Erwachsene werden dienstags und donnerstags ab 15.30 Uhr angeboten, Familienführungen gibt es an diesen Tagen jeweils ab 14 Uhr. Ebenfalls eine allgemeine Führung findet jeden Sonntag ab 13.30 Uhr statt. Eine Führung über den nicht allzu weit entfernten Bienen-Erlebnispfad, quer durch den Dorfanger an zwölf Stationen vorbei, ist jeden Mittwoch ab 10.30 Uhr möglich. Alle Führungen müssen bei der Tourist-Information Seeg unter Telefon 08364/9830-30 vorangemeldet werden.