Polizei-Nachrichten aus dem Ostallgäu

Maskenverweigerer fliegt aus Bäckerei in Füssen und beleidigt Verkäuferin

In Füssen ist ein renitenter Maskenverweigerer in einer Bäckerei nicht bedient worden. Es kam zu einem Streit, bis die Polizei kam.

In Füssen ist ein renitenter Maskenverweigerer in einer Bäckerei nicht bedient worden. Es kam zu einem Streit, bis die Polizei kam.

Bild: Jens Kalaene, dpa (Symbolbild)

In Füssen ist ein renitenter Maskenverweigerer in einer Bäckerei nicht bedient worden. Es kam zu einem Streit, bis die Polizei kam.

Bild: Jens Kalaene, dpa (Symbolbild)

In Füssen ist ein Maskenverweigerer nach einem Streit aus einer Bäckerei geflogen. Zuvor beleidigte er die Verkäuferin.
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Von Allgäuer Zeitung
24.09.2021 | Stand: 14:26 Uhr

Zu dem Streit kam es laut Mitteilung der Polizei am Freitagmittag. Ein 34-jähriger Mann aus Baden-Württemberg weigerte sich demnach, eine Maske in der Bäckerei anzuziehen.

Als ihm die Verkäuferin sagte, dass sie ihn ohne Maske nicht bedienen werde, beleidigte er die 47-Jährige. Der Mann verließ den Laden erst, nachdem die Angestellte die Polizei rief.

Den Maskenverweigerer erwarten nun laut Polizei mehrere Anzeigen. Er selbst erstattete Anzeige, da er sich laut Mitteilung durch die Regelung diskriminiert fühlt.

Corona-Bußgeld-Katalog in Bayern ahndet Verstoß gegen Maskenpflicht

Im Allgäu gibt es seit Beginn der Corona-Pandemie immer wieder Vorfälle mit renitenten Maskenverweigerern. Ein offensichtlicher Verstoß gegen die Maskenpflicht in Bus und Bahn, beim Einkaufen in Geschäften, Supermärkten oder dem Wochenmarkt kostet laut offiziellem bayerischem Bußgeldkatalog "Corona-Pandemie" 250 Euro. Die Polizei nimmt in solchen Fällen die Personalien auf und bringt den Vorfall bei der zuständigen Behörde - etwa dem Landratsamt - zur Anzeige. Dort wird über das Bußgeld entschieden.

Gericht in Kempten verurteilte Maskengegner wegen falschen Attests

Im Juni verurteilte das Amtsgericht Kempten einen Mann zu 1.500 Euro Strafe (30 Tagessätze á 50 Euro). Der 52-Jährige war ohne Mund-Nasen-Schutz in der Kemptener Innenstadt unterwegs und hatte der Polizei ein unrichtiges Attest vorgelegt – ausgestellt von einem Hamburger Arzt. Der Hamburger verantwortet eine Internetseite, die Corona-Maßnahmen wie Masken und Impfung kritisch bewertet. Nach Medienberichten gilt der Arzt als „Symbolfigur der Maskengegner-Szene“.

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Für besonderes Aufsehen im Allgäu sorgte vor genau einem Jahr der Inhaber einer Alpe bei Oberstaufen, weil er sich weigerte, bei der Bewirtung seiner Gäste die Maske zu tragen. Eine Touristin verpetzte den Älpler bei der Polizei. Der 74-Jährige bekam eine Anzeige und hat sich inzwischen entschuldigt.

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