Ferienprogramm mit der Allgäuer Zeitung

Ferienprogramm mit Jägern in Halblech: Von Langstreckenfliegern und uralten Raben

Wildmeister Ludwig Gschmeißner erklärte den Ferienprogrammkindern einiges über Wild, Wald und Natur.

Wildmeister Ludwig Gschmeißner erklärte den Ferienprogrammkindern einiges über Wild, Wald und Natur.

Bild: Alexandra Decker

Wildmeister Ludwig Gschmeißner erklärte den Ferienprogrammkindern einiges über Wild, Wald und Natur.

Bild: Alexandra Decker

Bei den Ferien mit der AZ begleiten um die 30 Kinder Jäger der Kreisgruppe Füssen in ein Revier bei Halblech. Dort erfahren sie einiges über Tiere und Pflanzen. Am Ende gibt es bei einem Quiz für alle Preise zu gewinnen.
06.08.2022 | Stand: 12:00 Uhr

Tiere können wahre Meisterleistungen vollbringen. Der Wiedehopf zum Beispiel – ein vom Schnabel bis zur Schwanzspitze nur etwa 30 Zentimeter langer Vogel – fliegt jedes Jahr zum Überwintern aus Deutschland bis in Gebiete unterhalb der Sahara und nach Indien. Er legt dafür Strecken zwischen 4000 und 7000 Kilometer zurück. Diese und viele andere Informationen rund um die Tier- und Pflanzenwelt hatte Wildmeister Ludwig Gschmeißner von der Kreisgruppe Füssen des Bayerischen Jagdverbandes für die Kinder der Ferien mit der AZ dabei.

Wildfütterung in Halblech

Sie trafen sich nahe des Ilasbergsees in Halblech bei einer Wildfütterung. Um seine Erklärungen anschaulicher zu machen, hatte Gschmeißner einige ausgestopfte Tiere, Tierschädel, Federn und Zweige von Bäumen dabei. Anhand derer berichtete er den circa 30 Mädchen und Buben zum Beispiel von der Buche. Sie ist nicht nur Baum des Jahres 2022, sondern außerdem die am weitesten verbreitete Laubbaumart in Deutschland. Überraschend für viele Kinder war auch, dass der Kolkrabe trotz seiner sehr kratzigen Stimme zu den Singvögeln gehört. Er ist sogar der größte Singvogel Deutschlands, zudem sehr klug, und er kann sehr alt werden. Ein in Gefangenschaft lebender Kolkrabe sei über 90 Jahre alt geworden, sagte Gschmeißner.

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Besonders gemerkt hat sich die elfjährige Isabel aus Halblech aber nicht die Infos über den Raben, sondern wie Murmeltiere in der Jägersprache heißen. Das Männchen ist der Bär, das Weibchen die Katz und das Jungtier der Aff. Isabel hat es bei den Jägern ebenso gut gefallen, wie dem sechsjährigen Moritz aus Füssen. Beide waren das erste Mal dabei. Moritz war besonders beeindruckt von den Tierschädeln und -gebissen, die Gschmeißner dabei hatte. „Ich bin sehr gern im Wald“, sagte der Junge.

Kinder müssen beim Ferienprogramm

Nach dem Vortrag des Wildmeisters mussten die Kinder das Neugelernte in einem kleinen Quiz verarbeiten. Dabei gab es für alle etwas zu gewinnen. Gesponsort wurden die Preise unter anderem von der Raiffeisenbank südliches Ostallgäu, der Tegelbergbahn und dem Luftsportverein Füssen.

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Sogar der Halblecher Bürgermeister Johann Gschwill kam zu Besuch und freute sich über „die vielen interessierten Kinder“. Die Jagd sei in Bayern fest verwurzelt und die Jäger auch für die Gemeinde immer wieder kompetente Ansprechpartner in Sachen Natur.