Fußball-Kreisliga startet in die Saison

Füssen, Seeg und Buching/Trauchgau sind heiß auf Derbys

Anpfiff für die Derby-Liga: Am Wochenende startet für den TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg (rote Trikots), den TSV Buching/Trauchgau (in Grün) die Saison in der Fußball-Kreisliga.

Anpfiff für die Derby-Liga: Am Wochenende startet für den TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg (rote Trikots), den TSV Buching/Trauchgau (in Grün) die Saison in der Fußball-Kreisliga.

Bild: Michael Lukaszewski

Anpfiff für die Derby-Liga: Am Wochenende startet für den TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg (rote Trikots), den TSV Buching/Trauchgau (in Grün) die Saison in der Fußball-Kreisliga.

Bild: Michael Lukaszewski

Wie sich der FC Füssen, der TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg und der TSV Buching/Trauchgau für die am Samstag beginnende Saison in der Kreisliga gerüstet sehen.
06.08.2022 | Stand: 05:46 Uhr

Ein munteres Stühlerücken. So könnte man aus Ostallgäuer Sicht die Konstellation vor dem Saisonstart in der Fußball-Kreisliga beschreiben. Der TSV Pfronten musste als Absteiger seinen Platz in der Liga räumen. Dafür sind mit dem TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg und dem TSV Buching/Trauchgau zwei neue Vertreter hinzu gekommen. Die Konstante in der Kreisliga hingegen ist und bleibt der FC Füssen (seit 2013). Doch wie ist die Lage bei den Klubs vor dem Saisonstart? Unsere Redaktion hat sich umgehört.

  • FC Füssen: Kürzer als sonst war die Sommerpause für das Team von Trainer Savas Uygur. Das Team habe sich so gut es geht auf die neue Runde vorbereitet. Jedoch hadern die Verantwortlichen mit der Trainingsunterbrechung durch die Stadtolympiade in Füssen, die nach zwei Jahren Coronapause heuer wieder stattfand. Dennoch: In den Vorbereitungsspielen gegen die Kreisliga-Mannschaften Lautrach-Illerbeuren (2:2) und Unterdießen (3:1) wussten die Schwarz-Gelben zu überzeugen. „Die Vorbereitung war nicht gerade ideal. Viele Urlauber und die Stadtolympiade haben uns ausgebremst. Leider fehlen den ganzen August über immer wieder Spieler, doch wir versuchen, mit unserem breiten Kader so viele Punkte wie möglich zu sammeln“, sagt Coach Uygur. Auch der Vorsitzender Florian Durrer stapelt tief: „Am ersten Spieltag allein fehlen sechs Spieler: Johannes Umkehrer, Stefan Schenk, Leon Firus, Erik Hoffmann, Peter Heer und Lukas Steiner.“ Außerdem habe der FCF mit Noah Abbes (FC Kempten) und Mathias Hanna (SV Rieden) zwei Abgänge zu verkraften. „Dank unserer super Jugendarbeit können wir aber auch in dieser Saison gute junge Spieler integrieren“, betont Durrer. Und zählt dabei die Namen Sebastian Streit oder Luis Kolb auf, die den Sprung aus dem Nachwuchs geschafft hätten und die Mannschaft verstärken werden. Auch das leidige Torwartproblem beim FC Füssen scheint sich gelöst zu haben. Mit Christian Günter (FC Lechaschau) kam ein neuer Keeper, der sich in den ersten Einheiten sehr gut präsentiert habe, sagt Durrer.

FC Füssen startet in die Kreisliga Süd: So sehen die Verantwortlichen die Chancen

Der FC Füssen (in schwarz) hadert etwas mit der Saisonvorbereitung.
Der FC Füssen (in schwarz) hadert etwas mit der Saisonvorbereitung.
Bild: Michael Lukaszewski
  • TSV Buching/Trauchgau: Erstmals seit der Fusion gelang den Halblecher Kickern heuer der lang ersehnte Sprung in die Kreisliga. „Nach jahrelangem Kampf um die vorderen Plätze in der Kreisklasse hat es vergangene Saison, wenn auch über den Umweg Aufstiegsrelegation, endlich geklappt“, sagt Trainer Tobias Kotz. Der Kader blieb gegenüber der Aufstiegssaison derselbe. „Wir haben keine Abgänge und keine Zugänge“, sagt Kotz. Besonderheit: „Bei uns ist nicht die erste Mannschaft oder sonst wer der Star, sondern der ganze Verein“, betont der Trainer. Und da gehörten alle dazu – egal ob Spieler, Trainer, Jugendspieler oder Fans. Für viele Spieler sei die Kreisliga neu. „Das soll aber nicht heißen, dass sie dort nicht bestehen können, ganz im Gegenteil“, sagt Kotz. Dennoch sei das Saisonziel so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben: „Was danach kommt, nehmen wir alles mit.“ An den Auftaktgegner TV Weitnau haben die Halblecher indes keine guten Erinnerungen. 2019 verloren sie das Spiel in der Aufstiegsrelegation mit 0:2 gegen die Oberallgäuer. „Damals agierte ich noch als Co-Trainer“, erinnert sich Kotz. Die Jungs seien damals sehr niedergeschlagen gewesen und hätten das Spiel nie vergessen. Umso schöner sei es, dass die Weitnauer nun gleich am Sonntag um 15 Uhr in Buching gastieren. Denn: „Wir haben noch eine Rechnung mit ihnen offen“, sagt Kotz. Saisonstart:

    Diese Ziele haben der TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg und der TSV Buching/Trauchgau

  • TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg: Ein ganz besonderer sei er, der erste Spieltag. Das heißt es zum Saisonstart vom letztjährigen Meister der Kreisklasse. Denn das Duell mit dem SC Ronsberg zum Auftakt sei gleich in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert. So liegt das letzte Aufeinandertreffen beider Vereine schon sechs Jahre zurück. Und in der Zwischenzeit habe sich einiges getan. 2016 war es nämlich noch der TSV Seeg gewesen, der in der Kreisliga auflief. Inzwischen hat dieser mit seinem Nachbarverein fusioniert. Lange Zeit blieb den Fußballern jedoch nach dem Abstieg die Rückkehr in die Kreisliga verwehrt – der Fusion und guter Ergebnisse zum Trotz. Doch nicht nur sportlich hat sich einiges getan, auch am Spielort in Hopferau wurde viel verändert. So entstand dort im vergangenen Jahr durch viel Engagement und Eigenleistung das neue Vereinsheim in Unterreuten. Und genau dort wird am Samstag auch das erste Kreisligaspiel der Vereinsgeschichte steigen. Aus dem Vollen kann Trainer Benjamin Schwaiger hierbei noch nicht schöpfen. Einige Spieler müssen verletzungsbedingt noch pausieren. Dennoch waren die jüngsten Ergebnisse und Eindrücke der Vorbereitung und des Pokals positiv, so dass man mit breiter Brust auftreten kann, heißt es vom Klub. Den Gegner aus Ronsberg sollte man allerdings keineswegs trotz guter Vorbereitung unterschätzen, weiß auch Benjamin Schwaiger: „Am ersten Spieltag empfangen wir mit dem SC Ronsberg gleich ein langjähriges Mitglied der Kreisliga. Eine Mannschaft, die sehr geschlossen agiert. Zusätzlich ist sie sehr kampfstark und hat ein paar richtig gute Spieler in ihren Reihen“, sagt Schwaiger. Man wolle den Schwung aus der Vorbereitung mitnehmen und gleich etwas Zählbares mitnehmen. Die Personaldecke sei bedingt durch Verletzungen und Urlaub etwas dünn. „Die Jungs, die dabei sind, werden aber alles geben. Da bin ich mir absolut sicher.“