Rieden am Forggensee

Gleich fünf Mal wurde das Grundstück einer Riedenerin beschädigt

In der Dietringer Straße in Rieden am Forggensee hat sich eine Anwohnerin an die Gemeinde gewandt.

In der Dietringer Straße in Rieden am Forggensee hat sich eine Anwohnerin an die Gemeinde gewandt.

Bild: Alexander Berndt

In der Dietringer Straße in Rieden am Forggensee hat sich eine Anwohnerin an die Gemeinde gewandt.

Bild: Alexander Berndt

Gemeinderat beschäftigt sich mit Daten und dem Anliegen einer Anwohnerin: Sie schlägt Verbote für Lkw und große Traktoren in der Forggenseegemeinde vor.
24.11.2022 | Stand: 15:00 Uhr

Der Riedener Gemeinderat hat sich mit Unfällen in der Dietringer Straße beschäftigt. Grundlage ist das Schreiben einer Anwohnerin an die Verwaltung. Darin heißt es: Fünf Mal sei es zu Beschädigungen am Grundstück durch Unfälle gekommen. Seit Kurzem ist auch eine Geschwindigkeitsmessanlage in diesem Bereich wieder abgebaut worden – die Ergebnisse sollen nun ausgewertet werden, beschloss der Gemeinderat.

Gleich fünf Mal Beschädigungen am Grundstück

Nach der Auswertung will der Gemeinderat weitere Schritte besprechen, wie man in der Gemeinde bezüglich spezieller Verkehrsunfälle in der Dietringer Straße vorgehen möchte. Eine Anwohnerin hatte sich mit einem Anliegen an die Verwaltung gewandt: „Im Zeitraum 31. März 2021 bis 19. Oktober 2022 passierte auf Höhe der Dietringer Straße 22 bis 24 fünf Mal eine Beschädigung der Einfriedungen“, heißt es dazu in dem Schreiben, das am 20. Oktober bei der Verwaltung eingegangen war.

Diese Maßnahmen fordert die Anwohnerin nun

Bürgermeister Andreas Haug wird darin aufgefordert, „die Verkehrssituation in der Dietringer Straße zu prüfen und den Erfordernissen umgehend anzupassen“. Und während die Anwohnerin dabei unter anderem konkret „die Durchsetzung der innerorts geltenden Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde für alle Fahrzeuge“ verlangt, schlägt sie beispielsweise nicht nur die Installation von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, sondern auch ein Verbot von Schwerlastverkehr für ortsansässige Firmen und der Durchfahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer Überbreite in beide Richtungen sowie Sicherungsmarkierungen für Fußgänger vor.

So schätzt die Polizei Füssen die Lage ein

Diese Anregungen hat sich der Riedener Bürgermeister angenommen und eine Risikoeinschätzung von der Polizei in Füssen eingeholt. Von den Beamten heißt es, dass ein Durchfahrtverbot für landwirtschaftliche Fahrzeuge mit Überbreite genauso wenig für möglich gehalten werde, wie ein Verbot von Schwerlastverkehr, teilte Haug den Ratskollegen mit. Ebenfalls sei eine Ahndung von Geschwindigkeitsübertretungen laut der Polizei „auf dieser Strecke nicht möglich“. Der Abstand sei zu gering.

Riedener Bürgermeister Haug über weiteres Vorgehen

Tempo 30 innerorts werde durch die Gemeinde durch Schilder und sporadischen Geschwindigkeitsmessungen bereits umgesetzt, betonte Haug. Auch die in der Dietringer Straße für einige Zeit lang aufgestellte Geschwindigkeitsmessanlage mit Aufzeichnung falle darunter.

Deren Ergebnisse werden nun sowohl der Polizei als auch der Anwohnerin vorgelegt. Als weitere Maßnahme werde am Gartenzaun an der unfallträchtigen Stelle ein Warnschild angebracht, erklärte Bürgermeister Haug den Gemeinderäten.