Gemeinderat Halblech

Halblech erhöht Zweitwohnungssteuer

Für Besitzer von Zweitwohnungen wird es in Halblech teurer.

Für Besitzer von Zweitwohnungen wird es in Halblech teurer.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolfoto)

Für Besitzer von Zweitwohnungen wird es in Halblech teurer.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolfoto)

Das Gremium stimmt Änderung der Satzung zu. Für Besitzer von Zweitwohnungen wird es deshalb teurer. Gemeinde erhöht dadurch einnahmen.
06.11.2021 | Stand: 05:45 Uhr

Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung beschlossen, die Zweitwohnungssteuer stufenweise bis 2024 auf 15 Prozent zu erhöhen. Die entsprechende Satzung wurde geändert und tritt am 1. Januar 2022 in Kraft. Im kommenden Jahr werden die Steuern bis 2023 um zwei Prozent erhöht, anschließend noch einmal um zwei Prozent, hieß es während der Sitzung. Aktuell beträgt der Steueranteil 11 Prozent.

Mietspiegel wird auch angepasst

Gleichzeitig wies das Gremium darauf hin, dass im Jahr 2025 auch der Mietspiegel angepasst werden müsse. Auslöser für den Mietspiegel, den Füssen mit umliegenden Gemeinden in Auftrag gegeben hat, war ein finanzielles Problem: Wie berichtet, war die bisherige Berechnungsgrundlage für die Zweitwohnungssteuer durch die aktuelle Rechtssprechung gekippt worden. Nun können Kommunen diese Steuer nur noch auf der Grundlage der Nettokaltmiete abkassieren. Dafür benötigt man ortsübliche Vergleichsmieten und deshalb einen Mietspiegel.

Gemeinde nimmt schätzungsweise 20.000 Euro mehr ein.

Mit der Erhöhung der Zweitwohnungssteuer nimmt Halblech schon im nächsten Jahr schätzungsweise 20.000 Euro mehr ein. In den vergangenen Jahren war die Anzahl der Zweitwohnungen in der Gemeinde rückläufig, hatten doch einige aus ihrem Zweitwohnsitz den Erstwohnsitz gemacht. Nicht zuletzt, weil in ihren Heimatgemeinden keine Zweitwohnungssteuer anfalle. Grundsätzlich will die Gemeinde künftig weniger Zweitwohnungen in ihrem Gebiet ausweisen. Dadurch fehlen ihr Einnahmen bei der Einkommenssteuer, aber die Kosten für die Infrastruktur gingen dabei hauptsächlich zu Lasten der Gemeinde, hieß es während der Sitzung.

Bürgermeister Johann Gschwill erklärte dazu, dass die Gemeinde schon seit einiger Zeit bei Bauanträgen einmal mehr nachfrage, ob die geplanten Wohnungen auch fest vermietet würden, wobei es für die Gemeinde beim Bestand wenig Handhabe zum Verhindern oder ändern von Zweitwohnungssitzen gebe.

(Lesen Sie hier, auch im Oberallgäu werden Besitzer von Zweitwohnungen zur Kasse gebeten.)

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