Ferienprogramm der Allgäuer Zeitung

Klettern in der Ziegelwies: Gut gesichert nach oben

Auch Emma (12) meisterte die Kletterroute ohne Probleme.

Auch Emma (12) meisterte die Kletterroute ohne Probleme.

Bild: Marina Kraut

Auch Emma (12) meisterte die Kletterroute ohne Probleme.

Bild: Marina Kraut

Wie die Bergwacht Füssen zum Einsatz ausrückt durften die Jugendlichen beim Ferienprogramm der Allgäuer Zeitung erfahren. Danach wurde geklettert.

09.08.2022 | Stand: 10:24 Uhr

Wie sieht eigentlich ein Rettungsfahrzeug der Bergwacht von innen aus? Wie ist es, in einer Trage zu liegen, die vom Hubschrauber geflogen wird, und wie sichert man sich am Fels richtig? Fragen über Fragen hatten Kinder an die Bergwacht beim Ferienprogramm der Allgäuer Zeitung. Die Antworten darauf bekamen die Jugendlichen dann direkt von Xaver Henke, der Jugendleiter bei den Füssener Bergwachtlern ist. Er führte die Teilnehmer zuallererst durch die Bergwacht-Zentrale am Krankenhaus.

Dort stellten die Jugendlichen schnell fest: Wer bei der Bergwacht mit dabei sein will, der muss körperlich fit sein. Denn allein ein gut gefüllter Rettungssack für Einsätze bei Unglücken von Gleitschirmfliegern wiegt so einiges. Das durften die Jugendlichen auch gleich testen. Schnell waren sie sich einig: „Ja, der ist wirklich schwer.“ Enthalten sind in so einem Rettungssack unter anderem Steighilfen, damit die Bergwachtler auch Bäume hochklettern können – sollte sich ein Gleitschirmflieger darin verfangen haben.

"So wie beim Bergretter im Fernsehen ist es bei uns nicht"

Was Xaver Henke den Jugendlichen gleich zu Beginn sagte: „So wie beim Bergretter im Fernsehen ist es bei uns nicht.“ Oft sei bei ihren Einsätzen das Wetter schlecht: Wind, Regen und Kälte sind keine Seltenheit. Auch werde nicht immer gleich der Hubschrauber geholt, oftmals müssen die Bergwachtler weite Wege auf sich nehmen, um Menschen helfen zu können.

Zuhören und dann selbst ausprobieren.
Zuhören und dann selbst ausprobieren.

Wie es ist, in einer Trage zu liegen, die vom Hubschrauber weggebracht werden kann, durfte dann Daniela noch spüren. Die anderen Jugendlichen festigten die Zwölfjährige mit Gurten und pumpten eine Matte auf, so dass sie stabil liegen konnte. Dann wickelten sie Daniela noch fest ein, damit auch alles wirklich fest fixiert ist. Und, wie fühlt sich das an? „Komisch“, sagte Daniela lachend. Also schnell wieder raus da.

Auf zum Klettern in die Ziegelwies

Der eigentliche Höhepunkt für die insgesamt sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer war dann aber wohl das Klettern am Fels. Im Bergwachtauto ging es zusammen in die Ziegelwies. Dort wartete bereits ein Team der Bergwacht. Zusammen zeigten sie den Jugendlichen, wie man sich richtig sichert, welche Knoten es dafür im Seil gibt und wie wichtig ein Partnercheck vor dem Start ist. Dann trauten sich die Ersten an den Fels und kletterten nach oben. Dort angekommen ging es, anfangs noch etwas zögerlich, wieder hinab. Unten angekommen lernte auch Sarah aus Prem, was sie demjenigen zurufen muss, der sie sichert: „Hubert, Seil frei.“ Nach weiteren Routen und einer Stärkungspause ging es für die Jugendlichen wieder zurück zum Bergwacht-Haus.

Sebastian testet den Zug des Seils.
Sebastian testet den Zug des Seils.

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