Auferstehungskirche

Mit Gottes Wort will Jochen Schneider den Menschen Kraft geben

Fürs Foto stellt sich Jochen Schneider schon mal an den Ambo in der Auferstehungskirche.

Fürs Foto stellt sich Jochen Schneider schon mal an den Ambo in der Auferstehungskirche.

Bild: Erwin Kargus

Fürs Foto stellt sich Jochen Schneider schon mal an den Ambo in der Auferstehungskirche.

Bild: Erwin Kargus

Der neue Lektor ist schon lange in der evangelischen Gemeinde in Pfronten aktiv. Er plant schon weiter.
Fürs Foto stellt sich Jochen Schneider schon mal an den Ambo in der Auferstehungskirche.
Von Erwin Kargus
27.03.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Am Palmsonntag soll der Pfrontener Jochen Schneider als neuer Lektor der Auferstehungsgemeinde Pfronten eingeführt werden. Für ihn, seine Familie und die Kirchengemeinde bedeutet das einen Grund zur großen Freude. „Das Wichtigste bei diesem Dienst ist mir, das Evangelium den Leuten so weiterzugeben, dass sie es verstehen und für sich annehmen können“, sagt Schneider. „Ich wünsche mir, dass sie daraus im Alltag und für ihr Leben Kraft schöpfen können.“ Durch den Zuspruch der Mit-Gläubigen und seine persönlichen Erfahrungen fühle er sich „gerufen, diesen Weg zu gehen“.

Gebürtiger Pfrontener

Schneider ist 1966 in Pfronten geboren, er lernte Maschinenbau und ist seit Jahren selbstständiger Maschinenbau-Ingenieur. Mit seiner Frau Claudia hat er drei Kinder. Seit über 30 Jahren ist in der evangelischen Kirchengemeinde Pfronten aktiv. Das begann mit der Jugendarbeit als Jugendgruppenleiter. Seit dem Jahr 2000 bringt er sich in den Kirchenvorstand ein und die Gläubigen äußern sich immer wieder über seine Mitwirkung bei den „Gottime“-Gottesdiensten begeistert.

Ausbildung umfasste acht Wochenendkurse

Was lag da näher, als dass er irgendwann auf die Ausbildung zum Lektor angesprochen wurde und auch in ihm selbst der Wunsch aufkeimte, noch mehr im kirchlichen Bereich zu machen. Sowohl der ehemalige Pfrontener Pfarrer Andreas Waßmer, als auch der Kemptener Dekan Jörg Dittmar ermutigten ihn, diesen Weg zu gehen. Die von ihm inzwischen absolvierte Lektorenausbildung umfasste acht Wochenendkurse und endete mit einer mündlichen Prüfung. Die ersten vier Wochenenden ging es um Grundlegendes zum Gemeinde- und Amtsverständnis, Altes und Neues Testament, Bekenntnis und Kirchenjahr. Die weiteren vier Wochenenden vermittelten das Handwerkszeug zur liturgischen Gottesdienstleitung und zum Umgang mit der Lesepredigt.

Eigene Predigten darf er noch nicht vortragen

Wenn er künftig kirchlich zum Einsatz kommt, ist er jetzt dazu ausgebildet, als Ehrenamtlicher allein einen Gottesdienst halten zu dürfen. Das Abendmahl ist jedoch davon ausgenommen. Zudem soll von ihm keine eigens verfasste Predigt gehalten werden, sondern eine durch einen Pfarrer geschriebene – eine sogenannte Lesepredigt. So sieht er das als Lektor jetzt Erreichte als Zwischenetappe: „Da ich gerne eigene Predigen halten möchte, habe ich mich schon für die Prädikantenausbildung angemeldet – im April geht’s los.“ Nach deren erfolgreichem Abschluss darf er zusätzlich das Abendmahl halten und die Predigten selbst verfassen. Das ist ihm sehr wichtig.

Jochen Schneider liebt in seiner Freizeit den Sport als Radfahrer, Skifahrer und Windsurfer. „Manche sagten mir, ich hätte meinen Beruf verfehlt, ich wäre besser Pfarrer geworden“, verrät er zwischendrin schmunzelnd. Sportlich betrachtet – so könnte man daraus schließen – bekommt er das quasi nun doch auch noch irgendwie hin.

Lesen Sie auch
Trotz Corona-Pandemie bieten die evangelischen Kirchengemeinden Bad Hindelang und Sonthofen mehrere Gottesdienste an.
Gottesdienste an Ostern

Gottesdienste in Sonthofen und Bad Hindelang: Pfarrer testen sich vorher