Tourismus

Südliches Allgäu: Das fordern die Gemeinderäte aus Rieden für die Touri-Gemeinschaft

Andreas Haug, Bürgermeister von Rieden am Forggensee, soll Bedingungen für die Touristen-Gemeinschaft klären.

Andreas Haug, Bürgermeister von Rieden am Forggensee, soll Bedingungen für die Touristen-Gemeinschaft klären.

Bild: Johanna Lang (Archivfoto)

Andreas Haug, Bürgermeister von Rieden am Forggensee, soll Bedingungen für die Touristen-Gemeinschaft klären.

Bild: Johanna Lang (Archivfoto)

Der Gemeinderat Rieden am Forggensee hat Bürgermeister Andreas Haug beauftragt, Bedingungen für die Gemeinschaft auszuhandeln. Um was es dabei geht
22.08.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Der Umwandlung der touristischen Gemeinschaft „Südliches Allgäu“ von sechs Gemeinden (Seeg, Hopferau, Rückholz, Rieden am Forggensee, Roßhaupten und Eisenberg) in ein Kommunalunternehmen hat der Gemeinderat Rieden nun mit einem Grundsatzbeschluss einstimmig befürwortet. Vorausgegangen waren – wie berichtet – immer wieder Diskussionen rund um offene Fragen, die noch immer nicht in Gänze geklärt seien.

Man will erneuten Zeitdruck vermeiden

Um nicht erneut wie im vergangenen Jahr in Zeitdruck zu kommen, gaben die Gemeinderäte Bürgermeister Andreas Haug eine Verhandlungsvollmacht. Er soll mit allen betroffenen Gemeinden einen Konsens und gleiche Bedingungen aushandeln. Dafür sah Haug es als notwendig an, den von Seegs Bürgermeister Markus Berktold entworfenen Beschlusstext zu ändern, da der Rat diesen als „nicht tragbar“ erachtete.

Im Beschluss sind auch Bedingungen enthalten, unter denen die Gemeinde den Beitritt in das geplante Kommunalunternehmen vornehmen will. Einig waren sich alle Beteiligten, dass der Zusammenschluss zum „Ziel einer effizienten, professionellen interkommunalen Zusammenarbeit für touristische Aufgaben- und Handlungsbereiche“ führen soll. Die Räte wollen, dass die Verhandlungen so geführt werden, dass eine Betriebsaufnahme bis spätestens zum 1. Januar 2022 möglich wird.

Finanzieren sollen das neue Unternehmen die Einnahmen der Kurtaxen und des „Bettenzehnerls“ (Fremdenverkehrsabgabe), die maximal 20 Cent betragen soll. Dabei sollen in allen Gemeinden die Kurtaxen und die Fremdenverkehrsabgaben einheitlich werden. Sollte sich ein Defizit in der Haushaltsführung des neuen Kommunalunternehmens zeigen, so will das Riedener Gremium, dass das Defizit von der jeweiligen Gemeinde, in der es entstanden ist, reguliert wird. Eine Bezuschussung im ersten Jahr werde nicht ausgeschlossen, bedarf aber einer Genehmigung durch den Gemeinderat, hieß es während der Sitzung.

Frage nach dem Personal ist dem Gemeinderat Rieden wichtig

Als wichtigsten Punkt nach der Finanzierung sah das Gremium die Frage nach dem Personal. Frühzeitig müsse mit dem jeweiligen Bürgermeister Rücksprache gehalten werden. Dies gelte für das Stammpersonal wie für Neueinstellungen, für die die Gemeinden ein Veto-Recht erhalten sollen. Auch sollte der Vorsitzende des Verwaltungsrates jährlich zwischen den sechs Bürgermeistern wechseln.

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Letztendlich will der Gemeinderat einen Beschluss zum Beitritt ins „Südliche Allgäu“ dann fassen, wenn der Bürgermeister die Verhandlungsergebnisse vorgelegt hat. Erst dann könne auch eine Satzung für das Unternehmen gefasst werden. Der Sitz des Unternehmens ist in Seeg geplant, wobei die örtlichen Tourismus-Informationen weiterhin besetzt bleiben sollen.