Wenn's zu voll wird, werden Straßen gesperrt

Security-Firma soll jetzt das Parkchaos am Forggensee regeln

So sieht es an schönen Sommerwochenenden im Gemeindegebiet von Rieden am Forggensee aus. Eine private Sicherheitsfirma soll jetzt dafür sorgen, dass Autofahrer nicht wie auf dem Foto einfach in angrenzende Wiesen ausweichen.

So sieht es an schönen Sommerwochenenden im Gemeindegebiet von Rieden am Forggensee aus. Eine private Sicherheitsfirma soll jetzt dafür sorgen, dass Autofahrer nicht wie auf dem Foto einfach in angrenzende Wiesen ausweichen.

Bild: Michael Munkler (Archivbild)

So sieht es an schönen Sommerwochenenden im Gemeindegebiet von Rieden am Forggensee aus. Eine private Sicherheitsfirma soll jetzt dafür sorgen, dass Autofahrer nicht wie auf dem Foto einfach in angrenzende Wiesen ausweichen.

Bild: Michael Munkler (Archivbild)

In Dietringen sperrt jetzt ein Sicherheitsdienst die Zufahrt zum Forggensee. Besonders Landwirte sind sauer auf Ausflügler.
01.07.2021 | Stand: 15:22 Uhr

Volle Parkplätze, versperrte Rettungszufahrten und Autofahrer, die verbotenerweise in angrenzende Wiesen ausweichen – so sieht es an jedem Sommer-Wochenende rund um die Seen im südlichen Ostallgäu aus. Damit soll zumindest ab dem ersten Juli-Wochenende im Riedener Ortsteil Dietringen Schluss sein. Ein Sicherheitsdienst, den die Gemeinde angeheuert hat, schließt die Einfahrt, sobald alle der 260 Parkplätze im Ort besetzt sind. Nur Anwohner mit von der Gemeinde ausgestelltem Ausweis dürfen dann noch passieren.

Seit Jahren wächst der Unmut der Anwohner wegen des Parkchaos am Forggensee

Grund dafür ist der schon seit Jahren wachsende Unmut der Anwohner. Darunter sind insbesondere Landwirte, die durch das rücksichtslose Parken der Badegäste am Forggensee oft nicht in den Ort kommen, geschweige denn ihre Felder oder Höfe erreichen können. Selbst ausgewiesene Rettungswege für Krankenwagen, Feuerwehr oder Polizei werden nicht selten zugeparkt.

Volle Parkplätze, versperrte Rettungszufahrten und Autofahrer, die verbotenerweise in angrenzende Wiesen ausweichen – das sorgt für Unmut bei den Anwohnern und Landwirten.
Volle Parkplätze, versperrte Rettungszufahrten und Autofahrer, die verbotenerweise in angrenzende Wiesen ausweichen – das sorgt für Unmut bei den Anwohnern und Landwirten.
Bild: Gemeinde Rieden

Parken am Forggensee: Urlaubsgäste ignorieren Verbote

Darüber hinaus ignorierten die meisten Badegäste, dass die Ortsteile Dietringen und Osterreinen im Landschaftsschutzgebiet liegen, in dem das Parken an Wiesen und Feldrändern strikt verboten ist. Diese Ordnungswidrigkeit kann mit 120 Euro Bußgeld und mehr geahndet werden, heißt es von der Gemeinde. Um auch im Ortsteil Osterreinen, in dem etwa 60 Parkplätze für Tagesausflügler zur Verfügung stehen, für freie Durchfahrt der Anwohner und Landwirte zu sorgen, will sie mit den Ordnungsbehörden eng zusammen arbeiten. Wer sich also ab dem kommenden Wochenende nicht an die Park- und Haltevorschriften hält, muss mit einem teuren Badespaß rechnen.

Ein Ärgernis ist auch die Umweltverschmutzung

Aber nicht nur das ignorante Parkverhalten ist ein Ärgernis. Auch das Missachten der Straßenverkehrsordnung in den Ortsteilen sowie das Abfallverhalten der Badegäste sorgt für Unmut. Mit der Einfahrkontrolle hofft die Gemeinde beides etwas besser in den Griff zu bekommen, schließlich muss sie auf Kosten der Anwohner immer wieder den Müll, den die Badenden zurück lassen, entsorgen.

Die Gemeinde Rieden plant außerdem ab dem kommenden Jahr ein Parkleitsystem - dafür sollen digitale Anzeigen kommen.

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