Pfronten

Sicher im Tal zurück nach 129 Tagen Bergfrische

Viehscheid Röfleuten1

Viehscheid Röfleuten1

Bild: Renate Erhart

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Bild: Renate Erhart

Röfleuter Berg Hirt zufrieden mit Alpsommer
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Von re
22.09.2019 | Stand: 15:07 Uhr

129 Tage hat er gedauert. Nun ist auch in Pfronten-Röfleuten mit der Viehscheid der Alpsommer beendet worden. Hirt Florian März von der Alpe Röfleuter Berg ist mit dem Alpsommer sehr zufrieden. Bereist am 10. Mai konnten 123 Rinder auf die Alpe gebracht werden. Am Ende durfte er stolz das Kranzrind ins Tal führen, da er alle Tiere gesund zurückbrachte. Wie er sagte, war es ein gutes Jahr, „genügend Weide und auch das Wasser war ausreichend, um die Tiere den ganzen Sommer über gut zu versorgen“. Der Vorsitzende der Weidegenossenschaft Röfleuten-Halden, Werner Wichtermann, überreichte bei der Hirtenehrung zum Dank für zehn Jahre als Alphirt eine besonders schöne Schelle an Florian März.

Viele helfende Hände waren bei der Viehscheid dabei. Begleitet von der Harmoniemusik Pfronten und angeführt vom Kranzrind wurden die Tiere ins Tal getrieben. In Gruppen kamen sie, von Treibern und Helfern im Zaum gehalten, auf dem Weg zum Scheidplatz vorbei an vielen Zuschauern, die mit Handys und Fotoapparaten das Geschehen festhielten. Nachdem alle Tiere auf der eingezäunten Weide angelangt waren, wurden sie an die zwölf Beschläger verteilt und in die Viehtransporter für die Rückfahrt in den heimischen Stall verladen.

Jan Schubert von der Gemeinde Pfronten und Felix Widenmayer von der Engelbrauerei Rettenberg versorgten die Hirten und Helfer mit einer kühlen Maß Bier. Beide freuten sich, dass die Röfleuter Viehscheid in diesem Jahr auf so einen sonnigen und warmen Tag traf. Auch die große Zahl an Zuschauern war für Jan Schubert ein Zeichen, dass sich die Gesellschaft immer mehr für die Regionalität von Produkten interessiert. Für Pfronten und ihn persönlich sei es wichtig, die Viehscheid-Däg zu nutzen, um die Menschen aufzuklären, wie wichtig die Alpwirtschaft für die Natur und die Umwelt ist. Auch Widenmayer stellt fest, dass immer mehr Menschen bereit sind, sich für regionale Produkte zu entscheiden und die Produzenten dieser Produkte wieder gut davon leben könnten. Nachdem die Tiere verteilt waren, trafen sich auch viele Pfrontener zu einer Maß Bier und einer Semmel mit Braten oder Grillwurst am Bierzelt zum gemütlichen Hoigarte. Die Feuerwehr Röfleuten sorgte für Verpflegung und die Harmoniemusik für Unterhaltung.