Benefizprojekt

Sportgruppe aus Rieden am Forggensee inszeniert Film: Drachen zähmen mit Trampolinen

Auch in den Herbstferien trainierten die Schüler fleißig für das Benefizstück "Drachen zähmen - leicht gemacht".

Auch in den Herbstferien trainierten die Schüler fleißig für das Benefizstück "Drachen zähmen - leicht gemacht".

Bild: Uwe Claus

Auch in den Herbstferien trainierten die Schüler fleißig für das Benefizstück "Drachen zähmen - leicht gemacht".

Bild: Uwe Claus

Alu Meiershofer hat wieder die Trampolingruppe des Sportvereins Rieden am Forggensee aktiviert. Dieses Mal bringt er einen Animationsfilm als Akrobatik-Show auf die Bühne des Festspielhauses. Einblicke in eine Probestunde
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Von Uwe Claus
13.11.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Im Haus am Kalkofen in Rieden am Forggensee sind sonntags zurzeit folgende Rufe zu hören: „Kasten 1 – Trend 4, Trend 1 über Fischbein, hey Trend 5 – Kasten 3!“ Der Mann hinter diesen Rufen ist Alu Meiershofer, der es wieder geschafft hat, die Trampolingruppe des örtlichen Sportvereins zu aktivieren. Insgesamt 32 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 17 Jahren proben für ihren Auftritt für das Musical „Drachen zähmen – leicht gemacht“, inszeniert als Trampolin-Akrobatik-Show, die im März 2022 auf die Bühne kommen soll. Und diesmal wieder – wie 2009 „Cats“ – auf der großen Bühne im Festspielhaus Neuschwanstein.

Handlung erzählt von einem Häutplingssohn

„Groß und Klein waren von Beginn an mit dieser Geschichte, die von Wikingern erzählt, die unter der Führung ihres Häuptlings Haudrauf einen steten Kampf gegen die wilden Drachen führen, begeistert“, erzählt Initiator Alu Meiershofer. Die Handlung erzählt von Häuptlingssohn Hicks, einem Helden, dem es mithilfe von Astrid und ihren Freunden nach einigen Abenteuern gelingt, Wikinger und Drachen in Frieden zu vereinen. Die geheimnisvollen Drachen Ohnezahn und Tagschatten spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Aufführungen werden wieder mit Livemusik der Jugendkapelle Rieden-Roßhaupten-Füssen begleitet.

Dass die gesamte Truppe gut drauf ist, zeigt ein kurzes Gespräch mit einigen Akteuren. Lotte ist zum zweiten Mal dabei und verkörpert die Rolle der Astrid und Jakob, schon fast ein alter Hase (zum dritten Mal dabei), spielt als Hicks eine führende Rolle. Beide stellen übereinstimmend fest, dass das Ganze schon anstrengend ist, aber doch riesigen Spaß macht. Der Spielleiter rufe die Gruppe immer wieder zur Ordnung, diese mache dann halt was er sagt, berichtet Lotte. „Aber nicht immer“, fügt Jakob alias Hicks hinzu und schmunzelt. Ebenfalls bereits mehrmals dabei gewesen sind Florian (als Haudrauf), Nicolai (als Grobian) und Elias (als Ohnezahn). Zusammen haben sie bei den verschiedenen Aufführungen der Vergangenheit bereits elf Mal mitgemacht. Für alle drei war sofort klar, wieder an einer Produktion mitzuwirken. Fordernd sei vor allem die Gruppendynamik, berichtet Elias und die anderen Teilnehmer stimmen ihm zu.

Besonders freut die drei, dass der Auftritt auf der großen Bühne im Festspielhaus stattfindet. „Das ist ein zusätzliches Highlight und motiviert“, betont Florian. Die Frage, ob sich denn die ganze Probenarbeit mit der Schule vereinbaren lasse, bejahen die drei: „Für uns ist dies ein toller Abschluss unserer bisherigen Aktivitäten in der Trampolingruppe.“

Dass auch Training in den Herbstferien stattfand und in der Woche wieder eifrig Sprünge und Saltos geübt wurden, finden alle drei in Ordnung. Sie kommen gut damit zurecht, dass Alu Meiershofer „schon sehr fordernd ist“. Und sie betonen, dass sie die sportlichen Aktivitäten in einer Zeit, in der sowieso nicht viel los ist, genießen.

„Anstrengend und macht Spaß!“

Die Akteure sind auch sehr froh darüber, dass der Reinerlös der beiden Benefizveranstaltungen am Abend wieder zugunsten von Sozialprojekten für Jugendliche verwendet wird. So konnten in der Vergangenheit mehr als 20 000 Euro unter anderem an die „Kartei der Not“ und an Riedener Einrichtungen übergeben werden.

(Lesen Sie hier, was sich Theaterleiter Sahler für Zuschüsse für das Festspielhaus wünscht.)