Kultur bewahren

Verein "Mundart Allgäu" erhält bayerischen Dialektpreis

Zur Übergabe des bayerischen Dialektpreises nach Nürnberg sind die Vorstandsmitglieder des Fördervereins „Mundart Allgäu“ gereist. Von rechts: Schriftführer Uwe Söder, Schatzmeisterin Andrea Lotter und Vorsitzender Simon Gehring. Sie nahmen den mit 1000 Euro dotierten Preis von Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (links) in Empfang.

Zur Übergabe des bayerischen Dialektpreises nach Nürnberg sind die Vorstandsmitglieder des Fördervereins „Mundart Allgäu“ gereist. Von rechts: Schriftführer Uwe Söder, Schatzmeisterin Andrea Lotter und Vorsitzender Simon Gehring. Sie nahmen den mit 1000 Euro dotierten Preis von Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (links) in Empfang.

Bild: Staatsministerium der Finanzen und für Heimat

Zur Übergabe des bayerischen Dialektpreises nach Nürnberg sind die Vorstandsmitglieder des Fördervereins „Mundart Allgäu“ gereist. Von rechts: Schriftführer Uwe Söder, Schatzmeisterin Andrea Lotter und Vorsitzender Simon Gehring. Sie nahmen den mit 1000 Euro dotierten Preis von Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (links) in Empfang.

Bild: Staatsministerium der Finanzen und für Heimat

Mit dem Preis wird das Engagement des Allgäuer Vereins um die Mundartpflege gewürdigt. Vorsitzender Gehring dankt allen Mitgliedern.
02.12.2022 | Stand: 18:00 Uhr

Der 2004 gegründete Verein „Mundart Allgäu“ hat einen von 14 Dialektpreisen des bayerischen Heimatministeriums erhalten. Es würdigt damit Verdienste und Engagement im Bereich Dialektpflege und -forschung. Die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung nahmen Schriftführer Uwe Söder, Schatzmeisterin Andrea Lotter und Vorsitzender Simon Gehring entgegen. „Wir sind stolz, dass wir als einziger Allgäuer Verein diesen bayerischen Preis erhalten haben“, erklärte Vorsitzender Simon Gehring. Er dankte allen unseren Vereinsmitgliedern, Förderern und Gönnern, ohne deren Zutun die ehrenamtliche Arbeit nicht möglich wäre, heißt es in einer Pressemitteilung,

Die Sprache der Heimat

„Dialekt ist die Sprache der Heimat und Ausdruck regionaler Identität“, unterstrich Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Preisverleihung im Heimatministerium in Nürnberg. Erstmalig beim Dialektpreis standen die Verdienste von Vereinen im Mittelpunkt. „Intaktes Vereinsleben und Engagement im Ehrenamt halten unsere Gesellschaft und unser Land zusammen. Der Dialekt als gemeinsames Interesse schafft Zusammengehörigkeit.“, betonte der Minister. Die Preisträger-Vereine würden sich durch ihre Vielseitigkeit und Individualität in der Vereinsarbeit auszeichnen: „Teils sind sie thematisch, teils regional ausgerichtet, aber eines haben alle gemeinsam: Vorbildliches Engagement macht alle Vereinsmitglieder zu Botschafterinnen und Botschaftern der Dialekte in Bayern.“ Füracker sprach ein Vergelt’s Gott aus „für den unermüdlichen Einsatz für unsere Heimatsprache. Sie sind großartige Vorbilder in Gestaltung und Bewahrung unserer Heimat und Kultur.

Was der Verein alles tut

Unter den Preisträger ist auch „Mundart Allgäu“. Ziel des Vereins ist die Pflege der mannigfaltigen Allgäuer Dialekte. Er fördert deswegen junge Mundartautorinnen- und -autoren sowie Talente auch in grenzübergreifender Zusammenarbeit. Der Verein organisiert kulturelle und heimatbezogene Veranstaltungen, bei denen ein guter Zuspruch zu verzeichnen ist. Zudem fördert er Mundart in Ton und Schrift, zum Beispiel mit der Herausgabe von CDs und DVDs sowie Hörbücher. Aktuell läuft zum zweiten Mal der Mundart-Wettbewerb mit dem Motto „so schwätz i“ für Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Allgäu.
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