Lösung gefunden

Wie Bauwunsch in einem Weiler bei Füssen doch noch in Erfüllung geht

Für einen Bauwunsch im Weiler Eschach nahe am Hopfensee konnten Bauherr, Behörden und Kommunalpolitiker nun eine Lösung finden.

Für einen Bauwunsch im Weiler Eschach nahe am Hopfensee konnten Bauherr, Behörden und Kommunalpolitiker nun eine Lösung finden.

Bild: Hans-Joachim Weise/Archiv

Für einen Bauwunsch im Weiler Eschach nahe am Hopfensee konnten Bauherr, Behörden und Kommunalpolitiker nun eine Lösung finden.

Bild: Hans-Joachim Weise/Archiv

Unternehmer kann jetzt doch in Eschach sein Haus bauen. Warum die erste Idee ganz sicher gescheitert wäre.
16.02.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Kurz vor knapp ist für den Bauwunsch eines Füssener Unternehmers in Eschach doch noch eine Lösung gefunden worden, mit der der Bauwerber, die beteiligten Behörden und die Stadt Füssen leben können. Die Kommunalpolitiker mussten dafür – wie im Vorfeld schon zu erwarten war – die Einbeziehungssatzung Eschach Südost aufheben und eine neue erlassen. Das tat der Bauausschuss denn auch einstimmig.

Behörden hatten sich geweigert

Gegen die erste Satzung hatte es behördlicherseits erheblichen Widerstand gegeben: Die Untere Naturschutzbehörde, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und die Baubehörde des Landkreises Ostallgäu legten ihr Veto dagegen ein. Im Dezember hatte der Bauausschuss mehrheitlich die Einwände zurückgewiesen und sich für die Einbeziehungssatzung ausgesprochen. Eine Entscheidung, die nicht von langer Dauer war: Denn das Landratsamt stufte Anfang Januar das Regelwerk als „rechtswidrig“ ein und forderte die Stadt Füssen unmissverständlich auf, den Satzungsbeschluss aufzuheben.

Deshalb wurde die Planung jetzt geändert. Und es wurde eine Lösung gefunden, die manche Wünsche der Behörden aufgriff. Wichtigste Punkte: Das Gebäude steht jetzt weiter nördlich als ursprünglich geplant. Und der Schaugiebel an dem denkmalgeschützten Nachbarhaus wird bis zu einer Fluchtlinie freigestellt, die im 90-Grad-Winkel von der Nordseite des Giebels ausgeht. „Unterm Strich freu’ ich mich, dass es jetzt doch nach Jahren zu einer Lösung gekommen ist, die allen genehm ist“, sagte Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU).

Dr. Christoph Böhm (CSU) sagte, die Stadträte sollten aus diesem Vorgang lernen. Nicht alle Projekte, die noch die Handschrift des früheren Bürgermeisters Paul Iacob („geistiger Kamikaze-Flieger“) sollte man in dessen Sinne weiterführen. Der Rathaus-Chef sah’s anders: Man dürfe nicht aufgeben, sondern müsse stets versuchen, „das Beste für alle Beteiligten rausholen“ – und das sei hier gelungen.