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Kurz vor dem Topspiel: Allgäu Comets verpflichten neuen Quarterback

Die Comets um Chad Walrond (am Ball) kommen immer besser in Fahrt. In Schwäbisch Hall wollen die Allgäuer den dritten Erfolg in Folge feiern. Allerdings haben die Kometen gegen den Seriensieger der German Football League Süd seit sechs Jahren nicht mehr gewonnen.

Die Comets um Chad Walrond (am Ball) kommen immer besser in Fahrt. In Schwäbisch Hall wollen die Allgäuer den dritten Erfolg in Folge feiern. Allerdings haben die Kometen gegen den Seriensieger der German Football League Süd seit sechs Jahren nicht mehr gewonnen.

Bild: Ralf Lienert

Die Comets um Chad Walrond (am Ball) kommen immer besser in Fahrt. In Schwäbisch Hall wollen die Allgäuer den dritten Erfolg in Folge feiern. Allerdings haben die Kometen gegen den Seriensieger der German Football League Süd seit sechs Jahren nicht mehr gewonnen.

Bild: Ralf Lienert

Die Allgäu Comets haben einen neuen Quarterback unter Vertrag genommen. Welcher Spielmacher im Topspiel bei den Schwäbisch Hall Unicorns starten wird.
14.08.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Plötzlich musste es bei den Bundesliga-Footballern der Allgäu Comets vor dem Topspiel bei den Schwäbisch Hall Unicorns (Samstag, 17 Uhr) ganz schnell gehen. Nachdem der etatmäßige Quarterback McLane Carter seinen Vertrag mitten in der Saison aufgelöst hat, übernahm Ersatzmann Sam Huxtable seine Rolle als Starter. Der Brite führte die Kometen in zwei Spielen zu zwei wichtigen Siegen. Doch die Verantwortlichen des Kemptener Teams suchten gleichzeitig nach einem adäquaten Ersatz für Carter.

Diesen hat der Sportliche Leiter Francis Bah nun kurz vor Ablauf der Transferperiode gefunden. Der US-Amerikaner Jake Schimenz ist seit vergangenem Montag Teil des Kemptener Teams. Der 26-Jährige kommt vom frischgebackenen polnischen Meister Bydgoszcz Archers. „Wir hatten nur 36 Stunden Zeit, einen Quarterback zu finden, ihn zu interviewen und schließlich zu verpflichten“, sagt Bah. Hilfreich sei gewesen, dass die Comets schon im Winter Kontakt mit Schimenz hatten, erzählt Offense Coordinator Elias Gniffke.

Elias Gniffke: "Jake Schimenz ist ein absoluter Gewinner"

Der Amerikaner sei ein ungewöhnlicher Quarterback, recht klein, ohne klassische College-Ausbildung. „In den USA blieb er aufgrund seiner Größe (1,79 Meter) unter dem Radar. Er hat dort hauptsächlich Baseball gespielt und erst in Brasilien seine Football-Profi-Karriere begonnen“, erzählt Gniffke. Anfang des Jahres wechselte er nach Polen. Schimenz sei ein sehr athletischer und agiler Spieler. „Jake ist das genaue Gegenteil von Carter“, sagt Bah.

Maßgeblich sei aber, dass Schimenz ein Team zum Sieg führen kann. Laut Gniffke ist er „ein absoluter Gewinner.“ Das sei oft wichtiger als der perfekte Football-Werdegang. Vorerst wird er aber nicht für die Comets starten. Zwar hat Schimenz schon die ersten Einheiten mit dem neuen Team absolviert, aber „unsere Offense ist komplex, das kann man nicht in ein paar Tagen lernen“, erklärt Bah.

Back-Up Sam Huxtable überzeugt

In Schwäbisch Hall wird deshalb erneut Sam Huxtable als Quarterback starten. Der 25-Jährige wurde ursprünglich als Back-Up geholt, hat aber in seinen beiden Einsätzen gezeigt, dass er eine Mannschaft führen kann. „Sam hat das bisher stark gemacht, er ist sehr vielseitig und kann auch selbst mit dem Ball laufen“, lobt Bah. Wie Schimenz, ist auch Huxtable kein gewöhnlicher Quarterback. Der Engländer spielte in seiner Jugend zunächst Rugby und wechselte erst im Alter von 16 zum Football. „Sam spielt unkonventionell und geht voran, das tut unserem Team gut“, sagt Gniffke.

Schwäbisch Hall Unicorns zuhause seit 2014 ungeschlagen

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Gegen den Ligaprimus dürfte es trotzdem enorm schwer werden zu punkten. „Wir müssen unser bestes Spiel abrufen, um überhaupt eine Chance zu haben“, stellt Gniffke klar. Und er fügt hinzu: „Die Unicorns sind unglaublich konstant und nutzen jeden Fehler des Gegners.“ Zudem ist der viermalige German Bowl Sieger enorm heimstark. Seit 2015 spielt das Team im Optima-Sportpark und hat dort noch kein Saisonspiel (ausgenommen Play-offs) verloren. Doch Gniffke und sein Team haben einen Plan: „Es ist wichtig, dass wir unsere Stärken ausspielen. Mit unserem Laufspiel können wir die Unicorns unter Druck setzen.“

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