Newsblog: Corona im Allgäu

Grundschule im Unterallgäu geschlossen - Ausgangsbeschränkung im Berchtesgadener Land

In Westerheim im Unterallgäu wurde eine ganze Grundschule geschlossen.

In Westerheim im Unterallgäu wurde eine ganze Grundschule geschlossen.

Bild: Uli Deck, dpa (Symbolbild)

In Westerheim im Unterallgäu wurde eine ganze Grundschule geschlossen.

Bild: Uli Deck, dpa (Symbolbild)

Alle Allgäuer Kreise und Städte haben den Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Mehr im Newsblog der Allgäuer Zeitung.
19.10.2020 | Stand: 21:19 Uhr

  • Im gesamten Allgäu gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 316 nachgewiesene Neuinfektionen (Vortag: 285) mit dem Coronavirus. Sie teilen sich wie folgt auf: Landkreis Oberallgäu 60 (47), Stadt Kempten 24 (16), Landkreis Ostallgäu 96 (92), Stadt Kaufbeuren 16 (16), Landkreis Unterallgäu 51 (51), Stadt Memmingen 30 (31), Landkreis Lindau 39 (32). (Quelle: RKI, Stand: Montag).
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz für die Allgäuer Städte und Kreise: Ostallgäu 68,0, Kaufbeuren 36,0, Oberallgäu 39,1, Kempten 40,5, Memmingen 68,0, Unterallgäu 59,2 und Lindau 47,6 (Quelle: RKI, Stand Montag, 8 Uhr)
  • 94 Menschen aus der Region starben seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion. (Quelle: LGL, Stand: Montag)
  • Für Deutschland gibt das Robert-Koch-Institut für 366.299 (Vortag) 361.974 Menschen positive Corona-Tests an. Die Zahl der mit dem Virus gestorbenen Menschen liegt bei 9.789 (Vortag: 9.777 ). Genesen sind nach Schätzungen des RKI etwa 294.800 Menschen. (Stand: Montag)

Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt.

Montag, 19. Oktober, 21.20 Uhr: Drosten und Kollegen warnen vor Konzept der Herdenimmunität

Der Berliner Virologe Christian Drosten und andere Kollegen stellen sich entschieden gegen Forderungen, Corona-Beschränkungen aufzuheben und gleichzeitig den Schutz besonders gefährdeter Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. "Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen", heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV) mit Sitz in Heidelberg, an der auch Drosten beteiligt war. Herdenimmunität bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung nach einer Infektion oder Impfung immun geworden ist, und sich das Virus dadurch nicht mehr so gut ausbreiten kann.

Eine unkontrollierte Durchseuchung würde zu einer eskalierenden Zunahme an Todesopfern führen, schreiben die Virologen. Denn selbst bei strenger Isolierung älterer Menschen gebe es noch weitere Risikogruppen, die viel zu zahlreich, zu heterogen und zum Teil auch unerkannt seien, um aktiv abgeschirmt werden zu können. "Ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf ergibt sich beispielsweise bei Übergewicht, Diabetes, Krebserkrankungen, einer Niereninsuffizienz, chronischen Lungenerkrankungen, Lebererkrankungen, Schlaganfall, nach Transplantationen und während einer Schwangerschaft."

Laut GfV weiß man noch nicht zuverlässig, wie lange eine durch eine Infektion erworbene Immunität anhält. Das Anstreben der Herdenimmunität ohne Impfung sei unethisch sowie medizinisch, gesellschaftlich und damit auch ökonomisch hochriskant.

Montag, 19. Oktober, 20.15 Uhr: Realschule Buchloe - eine Klasse ist in Quarantäne

Auch an der Buchloer Realschule ist eine Klasse in Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 19. Oktober, 19.15 Uhr: Grenze zwischen den USA und Kanada bleibt weitgehend zu

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus bleibt die Grenze zwischen den USA und Kanada für mindestens einen weiteren Monat weitgehend geschlossen. Vorerst bis zum 21. November blieben nicht unbedingt notwendige Grenzüberquerungen untersagt, teilte Kanadas Premierminister Justin Trudeau am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Trudeau hatte zuvor bereits angedeutet, dass er angesichts steigender Coronavirus-Infektionszahlen in den USA keine Möglichkeit für eine baldige Öffnung der Grenze sehe. "Die USA sind nicht in einer Situation, in der wir mit einem guten Gefühl die Grenzen öffnen könnten", hatte der Premierminister in der kanadischen Radioshow Smart Start gesagt.

Montag, 19. Oktober, 19 Uhr: Frankreichs "Première Dame" Brigitte Macron in Corona-Quarantäne

Frankreichs Präsidentengattin Brigitte Macron hatte Kontakt mit einem Corona-Infizierten und wird deshalb nicht an der nationalen Gedenkfeier für den ermordeten Lehrer Samuel Paty an diesem Mittwoch teilnehmen. Das bestätigten Kreise des Amts von Staatschef Emmanuel Macron am Montag.

Laut ergänzenden Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP begibt sich die Frau des Staatspräsidenten für sieben Tage in Isolation. Die "Première Dame" hat demnach keine Symptome. Die frühere Lehrerin sei am vergangenen Donnerstag mit einem Menschen zusammengekommen, der am Montag positiv getestet wurde und Symptome der Covid-19-Krankheit zeige.

Paty war am Freitag in einem Pariser Vorort von einem Terrorverdächtigen getötet und enthauptet worden. Am Mittwoch ist eine nationale Gedenkfeier mit Emmanuel Macron in der Sorbonne-Universität geplant.

Montag, 19. Oktober, 18.30 Uhr: Freizeiteinrichtungen, Gastronomie, Schulen und Kitas im Berchtesgadener Land müssen schließen

Im Landkreis Berchtesgadener Land müssen angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen Schulen und Kitas schließen. Es soll lediglich eine Notbetreuung geben, wie Landrat Bernhard Kern am Montagabend in Bad Reichenhall sagte. Dies sind bayernweit die ersten umfassenden Schul- und Kita-Schließungen seit mehreren Monaten. Die Allgemeinverfügung gilt von Dienstagmittag an zunächst für zwei Wochen.

Freizeiteinrichtungen aller Art sowie Restaurants sind ebenfalls von den Schließungen betroffen. Ausnahmen gibt es nach Angaben von Landrat Bernhard Kern vom Montagabend unter anderem für Mitnahme-Angebote in der Gastronomie. Veranstaltungen werden untersagt, mit Ausnahme von Gottesdiensten. Hotels müssen ebenfalls schließen, außer für Übernachtungen für Geschäftsreisende. Dies sind bayernweit die schärfsten Beschränkungen des öffentlichen Lebens seit mehreren Monaten.

Weitere Informationen zu der Situation im Berchtesgadener Land lesen Sie hier.

Montag, 19. Oktober, 18.20 Uhr: Ausgangsbeschränkung im Berchtesgadener Land

Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im gesamten Landkreis Berchtesgadener Land ab diesen Dienstag um 14.00 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Das teilte Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montagabend nach einer Krisensitzung mit Landratsamt und Regierung von Oberbayern in Bad Reichenhall mit. Dies sind bayernweit die ersten Ausgangsbeschränkungen seit mehreren Monaten.

Montag, 19. Oktober, 18 Uhr: Grundschule Westerheim im Unterallgäu geschlossen

In Westerheim wurde am Montag die Grundschule sicherheitshalber geschlossen. Da sich zwei Betreuungskräfte mit dem Coronavirus infiziert hatten, wurden zunächst die Schüler, die in Kontakt mit ihnen standen, ebenfalls getestet. Das Ergebnis: drei von ihnen haben sich mit Covid-19 infiziert. Daraufhin fand laut Bürgermeisterin Christa Bail eine Reihentestung an der Schule statt. Die vierte Klasse steht demnach unter Quarantäne. Am Dienstag bleibt die Schule, die normalerweise von rund 100 Kindern besucht wird, in jedem Fall noch geschlossen.

Im Idealfall könnte ab Mittwoch dort wieder unterrichtet werden, hofft Bail. Zudem gibt es erneut einen Corona-Fall im Westerheimer Kindergarten. Die betroffene Gruppe steht unter Quarantäne. Auch dort wurden alle Kinder und Mitarbeiter getestet.

Montag, 19. Oktober, 17.15 Uhr: Fast komplette Q12 an Memminger Gymnasium in Quarantäne

Nun steht es fest: Fast die komplette Q12 des Bernhard-Strigel-Gymnasiums muss in Quarantäne. Laut Gesundheitsamt betrifft das 52 der 68 Schüler aus der Q12. Sie werden laut Schulleitung am morgigen Dienstag ebenso auf Corona getestet wie die acht Lehrer, die Kurse in der Q12 geben.

Montag, 19. Oktober, 17.00 Uhr: Drei bayerische Bezirke über der kritischen 50er-Marke

Drei von sieben bayerischen Bezirken haben mittlerweile mehr als 50 Corona-Infizierte pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Oberbayern hat mit knapp 61 den höchsten Wert der Regierungsbezirke erreicht, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag in Erlangen berichtete. Auch Schwaben mit gut 56 und Niederbayern mit rund 54 haben demnach die 50er-Warnstufe überschritten.

Dahinter folgten Unterfranken (40), die Oberpfalz (35), Mittelfranken (31) und Oberfranken (22). Die starke Zunahme von Neuinfektionen ist somit insbesondere im Süden Bayerns festzustellen, während es im Norden des Freistaats deutlich weniger neue Fälle gibt. Ganz Bayern liegt mit einem Wert von 48 aber nur noch knapp unterhalb der wichtigen Warnstufe.

Spitzenreiter bei den Kommunen ist der Landkreis Berchtesgadener Land, der mit 252 bundesweit den höchsten Wert registrierte. Dahinter folgte Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg mit 118. Nach Angaben des LGL kamen auch noch der Landkreis Mühldorf am Inn (104) und die Stadt Weiden (101) über die 100er-Marke.

Zwischen 50 und 100 rangierten die Landkreise Augsburg, Dachau, Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Miltenberg, Neuburg-Schrobenhausen, Neustadt/Waldnaab, Ostallgäu, Passau, Pfaffenhofen/Ilm, Regen, Rosenheim, Rottal-Inn, Schweinfurt, Tirschenreuth, Unterallgäu, Weilheim-Schongau und die Städte München, Ingolstadt, Memmingen, Rosenheim, Schweinfurt sowie Straubing.

Montag, 19. Oktober, 16.20 Uhr: Corona-Pflegebonus - rund 33.000 Anträge noch nicht bearbeitet

Etwa jeder zehnte Antrag auf den Corona-Pflegebonus in Bayern war Anfang Oktober noch nicht bearbeitet. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Florian von Brunn (SPD) hervorgeht, waren etwa drei Monate nach Ablauf der Antragsfrist Ende Juni noch rund 38 000 der mehr als 350 000 Anträge in Bearbeitung. Stand Montag waren es nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch rund 33.000.

Knapp 264.000 Anträge waren bis 9. Oktober ausgezahlt, fast 50 000 abgelehnt oder storniert worden - darunter etwa 11.600 Doppelanträge. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ruth Waldmann, bezeichnete die noch nicht bearbeiteten Anträge am Montag als "Ärgernis". Wolle die Staatsregierung die Leistung von Pflege- und Rettungskräften honorieren, müsse dies "reibungslos klappen".

Das Gesundheitsministerium wies die Kritik als "sachlich nicht nachvollziehbar" zurück. 90 Prozent der Anträge seien inzwischen fertig bearbeitet, sagte eine Sprecherin am Montag. In Einzelfällen könne sich die Auszahlung verzögern, weil Unterlagen nicht vorlägen. Die Bearbeitung der Anträge dauere aber nicht länger als in den Vormonaten.

Montag, 19. Oktober, 16.10 Uhr: Corona-Warn-App startet länderübergreifende Risiko-Ermittlung - Zwei EU-Länder nicht dabei

In einem ersten Schritt tauschen die Apps aus Deutschland, Irland, und Italien über das Euro-Gateway die Corona-Warnungen aus. Weitere Staaten, darunter Dänemark, Lettland und Spanien, sollen kurze Zeit später folgen, Länder wie Niederlande, Österreich, Polen und Tschechien voraussichtlich im November. Zum Jahresende könnten bis zu 16 nationale Apps miteinander gekoppelt sein. Auch ein Datenaustausch mit der Schweiz ist im Gespräch.

Aus technischen Gründen wird die offizielle Corona-Warn-App Frankreichs vorerst nicht an dem europäischen Datenaustausch teilnehmen können. Die Franzosen haben sich für ein zentrales Speicherkonzept entschieden, das mit dem Verfahren in den anderen EU-Staaten nicht kompatibel ist. Auch Ungarn hat sich für ein zentrales Konzept entschieden und kann derzeit nicht in das EU-Gateway eingebunden werden.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlin sagte, er wisse von der Lösung eines deutschen Start-ups, die den Datenaustausch auch zwischen zentralen und dezentralen Speichermodellen ermögliche. Der Vorsitzende des Ausschusses Digitale Agenda forderte die Bundesregierung auf, diesen Ansatz auszuloten. "Der reibungslose Datenaustausch mit Nachbarländern wie Frankreich muss schon aufgrund der täglichen Pendlerströme höchste Priorität haben."

Montag, 19. Oktober, 15.20 Uhr: Unterallgäu überschreitet Warnwert

Die Corona-Ampel im Unterallgäu steht jetzt auf Rot. Grund ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage bezogen auf 100.000 Einwohner. Diese Sieben-Tage-Inzidenz ist übers Wochenende über den Grenzwert von 50 geschnellt, und zwar auf 59,17.

Damit gelten automatisch so lange verschärfte Corona-Beschränkungen, bis der Grenzwert volle sechs Tage wieder unterschritten wird. Private Feiern und Kontakte sind beispielsweise nun auf maximal fünf Personen oder zwei Haushalte begrenzt. Außerdem ist ab 22 Uhr Sperrstunde, es gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und ein Verbot, nach 22 Uhr Alkohol an Tankstellen zu verkaufen.

Aktuell sind 108 Unterallgäuer nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, seit Freitag wurden 33 Neuinfektionen registriert. Weil in dieser Zeit gleichzeitig 44 Unterallgäuer wieder genesen sind, ist die Zahl der Infizierten von zuletzt 119 um elf gesunken. Insgesamt wurden bisher 644 Unterallgäuer positiv getestet, 516 von ihnen gelten als genesen, 20 sind gestorben.

Montag, 19. Oktober, 15 Uhr: Corona-Fall an zweitem Memminger Gymnasium

Nach dem Memminger Vöhlin-Gymnasium und der FOS/BOS Memmingen gibt es nun auch einen bestätigten Corona-Fall am Memminger Bernhard-Strigel-Gymnasium. Laut Schulleiter Dr. Thomas Wolf wurde ein Schüler der Q12 positiv getestet. „Wir haben das dem Gesundheitsamt gemeldet und warten nun, ob die gesamte Q12 mit ihren insgesamt 68 Schülern in Quarantäne muss.“ Eine Rückmeldung soll es noch am Montag, 19. Oktober, geben. Sollten die Schüler zu Hause bleiben müssen, werden sie entsprechende Aufgaben bekommen und im Homeschooling arbeiten, so Wolf. Sicherheitshalber getestet werden am Dienstag, 20. Oktober, auch acht Lehrer, die Kurse in der Q12 geben.

Montag, 19. Oktober, 14.45 Uhr: Südafrika stuft Deutschland als Hochrisikoland ein

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat Südafrika am Montag auch die Bundesrepublik auf die Liste seiner Hochrisikoländer gesetzt. In einer Erklärung teilte die Regierung in Pretoria mit, für Geschäftsreisende, Investoren oder Experten seien auf Antrag aber ebenso Ausnahmen für eine Einreise möglich wie für Deutsche mit Immobilien im Lande. Südafrika hatte den regulären internationalen Flugverkehr erst Anfang des Monats nach rund sechsmonatiger Sperre wieder für den Reiseverkehr aus dem Ausland geöffnet. Ausgeschlossen sind allerdings weiter Touristen aus Ländern, die als Hochrisikogebiete gelten.

Auf der am Montag von der Regierung bekanntgegebenen Liste stehen unter anderen Frankreich, Chile, die Niederlande, Spanien, die USA oder Großbritannien. Die Einreise aus anderen Ländern ist aber weiter an bestimmte Auflagen gebunden. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hatte die Lockerung der Corona-Beschränkungen mit sinkenden Infektionszahlen in dem Kap-Staat begründet. In Südafrika wurden bisher knapp 704 000 Corona-Fälle bestätigt, darunter auch Gesundheitsminister Zweli Mkhize und seine Frau; rund 18 470 Menschen starben. Die Regierung hatte Ende März landesweit eine Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Restriktionen haben eine verheerende Auswirkung auf die Wirtschaft.

Montag, 19. Oktober, 14.20 Uhr: Marktoberdorfer Schulleiter in Quarantäne

Auch in Marktoberdorf gibt es aufgrund positiv getesteter Schüler und Lehrer erneut Quarantänefälle. So steht etwa an der Grundschule in Thalhofen nicht nur eine dritte Klasse, sondern sogar der Schulleiter selbst aktuell unter Corona-Quarantäne. Auslöser dort war ein Coronafall in der Klasse 3b: „Ich selbst bin tangiert, weil ich als Fachlehrer eine Stunde Sport in der Klasse gegeben habe“, erläutert Schulleiter Herbert Eigler am Telefon. Ansonsten seien gut 20 Schüler und die 3b-Klasslehrerin von den bis zu 14-tägigen Schutzmaßnahmen betroffen. Gestern wurden die Thalhofener erstmals in der Ostallgäuer Teststation am Marktoberdorfer Marktplatz auf Covid-19 getestet, der zweite Reihentest folgt laut Eigler am Donnerstag. „Dennoch müssen wir alle bis 30. Oktober vorsichtshalber in Quarantäne, also zu Hause bleiben.“ Eigler betont zugleich, wie froh er ist, dass nur eine Klasse in Quarantäne muss. „Daran sieht man doch, dass unsere Schutzmaßnahmen mit der strikten Klassentrennung einen Wert hatten und dass sie greifen.“

Aktuell befinden sich außerdem an der Marktoberdorfer Realschule eine Klasse und drei Lehrer in Quarantäne. An der Marktoberdorfer Adalbert-Stifter-Grundschule sei dagegen „Gott sei Dank“ derzeit nur eine Lehrkraft in Quarantäne, berichtet Schulleiterin Bettina Schlegl. „Außerdem bleibt ein Kind vorsorglich zu Hause, weil in der Arbeit seines Papas ein Fall ist.“

Montag, 19. Oktober, 14.15 Uhr: Söder: Auch Hessen schafft Beherbergungsverbot ab

Hessen schafft das Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots ab. Es habe sich nicht als zielführend erwiesen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden zur Begründung. In Hessen galt seit Sommer ein Beherbergungsverbot. Diese Regel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gab es nicht bundesweit. Als Gebiete mit erhöhten Infektionsgefahren gelten Regionen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner aufgetreten sind.

In Baden-Württemberg und Niedersachsen zum Beispiel wurden die Verbote inzwischen in Eilverfahren gekippt. In anderen Bundesländern halten die Landesregierungen von sich aus nicht mehr daran fest. Vor dem Bundesverfassungsgericht ist derzeit eine Klage anhängig, bei der es um das Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein geht.

Mehrere Länder haben bereits das Beherbergungsverbot abgeschafft. Auch Bayern verkündete bereits das Ende des Verbots.

Montag, 19. Oktober, 13.41 Uhr: Söder: Kommunen sollen Maskensünder mehr kontrollieren als Parksünder

Angesichts der hohen Corona-Zahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Kommunen aufgefordert, Maskenverweigerer stärker zu kontrollieren als Parksünder. Die Maske sei momentan deutlich wichtiger als die Kontrolle von Falschparkern, sagte der CSU-Chef am Montag nach einer Videoschalte des CSU-Vorstands in Nürnberg. "Deswegen ist es wichtig, dass sich da alle einbringen." Diejenigen, die sich bislang sehr stark um Parksünder kümmerten, sollten sich nun auch mit "Maskensündern" beschäftigen - zuständig sind dafür vielerorts die Ordnungsämter.

In Regionen mit hohen Corona-Zahlen in Bayern gilt inzwischen automatisch eine striktere Maskenpflicht etwa auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen, in Schulen und auch am Arbeitsplatz.

Montag, 19. Oktober, 13.20 Uhr: 71-Jähriger sorgt in Aachen mit Pfefferspray für Corona-Abstand

Mit Pfefferspray soll ein 71-Jähriger in Aachen versucht haben, andere Menschen auf Abstand zu halten. Nach Polizeiangaben von Montag hatte der Mann am Wochenende zuerst eine Gruppe von Joggern und anschließend zwei Radfahrer "völlig unvermittelt mit Pfefferspray eingenebelt". Das radelnde Ehepaar (51/49) habe "gerade noch unfallfrei" vom Pedelec steigen und die Polizei rufen können. Die Jogger seien verschwunden. Der Streife sagte der 71-Jährige, er habe die anderen aus seiner Sicht nur so auf gebührendem Corona-Abstand halten können. Er bekam eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Montag, 19. Oktober, 13.03 Uhr: Gäste feiern ohne Maske - Polizei löst Party in Kempten auf

Etwa 50 Gäste haben am Sonntagabend eine Party in Kempten gefeiert. Zehn von ihnen trugen keinen Mundschutz, zudem wurde laut Polizei der Sicherheitsabstand nicht eingehalten. Die Beamten hatten einen Tipp bekommen und schauten sich daraufhin die Feier genauer an. Der Verantwortliche sagte, bei der Party handle es sich um eine geschlossene Veranstaltung. Er hatte allerdings weder eine dafür notwendige Gästeliste noch ein Hygienekonzept. Die Polizisten zeigten den Veranstalter an wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Montag, 19. Oktober, 12.52 Uhr: Corona-Ampel: Diese Regeln gelten jetzt im Allgäu

Weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen in ganz Bayern stark ansteigt, gelten jetzt schärfere Maßnahmen, auch im Allgäu. Aber ab wann gelten sie - und wo? Ein Überblick.

Montag, 19. Oktober, 12.22 Uhr: Ministerpräsident: Lockdown für Landkreis Berchtesgadener Land

Der Landkreis Berchtesgadener Land hat eine Sieben-Tage-Inzidenz von aktuell 252,1. Das ist bundesweit derzeit spitze. Aus diesem Grund hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seine Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gebeten, für den Landkreis ein "umfassendes Maßnahmenpaket zu machen", sagte er nach der CSU-Vorstandssitzung am Montagvormittag in Nürnberg. Die Zahl der Infizierten sei in dem Landkreis einfach zu hoch - massive Einschränkungen müssten nun folgen. Das Paker der Maßnahmen werde einem Lockdown entsprechen, sagte Söder.

Montag, 19. Oktober, 12.02 Uhr: Hamburg überschreitet Corona-Warnwert - Sieben-Tage-Wert über 50

Hamburg hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die Gesundheitsbehörde gab den Wert für den Stadtstaat am Montag mit 50,6 an. Bund und Länder hatten beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert überschritten wird.

Montag, 19. Oktober, 11.44 Uhr: Lehrerin an Kemptener Schule positiv getstet: 15 Schüler in Quarantäne

Eine Musiklehrerin am Hildegardis Gymnasium in Kempten wurde positiv auf Covid-19 getestet. 15 Schüler der Oberstufe befinden sich derzeit in zweiwöchiger Quarantäne, elf weitere können erst wieder in die Schule, sobald sie ein negatives Testergebnis vorweisen. Das bestätigt die Schulleitung. Die Lehrerin hatte die betroffenen Schüler demnach am vergangenen Dienstag unterrichtet. Laut Schulleiter Markus Wenninger liegt das positive Testergebnis der Lehrerin seit Freitag vor. Weitere Klassen habe die Lehrerin nicht unterrichtet. Eine zweite Lehrerin, die mit der Infizierten Kontakt hatte, warte derzeit auf ihr Testergebnis. Dass die zwei Schülergruppen unterschiedliche Auflagen erhalten haben, liege an der Größe ihrer Kurse im Verhältnis zur Raumgröße, erklärt Wenninger die Anordnungen des Gesundheitsamts. Die größere Gruppe dürfe das Haus nicht verlassen und werde vom Gesundheitsamt getestet. Die Schüler der anderen Gruppe müssten sich selbst um Tests kümmern, sagt Wenninger.

Eine Schülerin habe bereits ein Negativergebnis vorgelegt und darf ab Dienstag wieder am Präsenzunterricht teilnehmen. Für alle anderen werden Materialien online bereitgestellt. Sollte sich herausstellen, dass sich ein Schüler angesteckt hat, könnte sich die Quarantäne laut Weninger auf die gesamte Jahrgangsstufe erweitern.

Montag, 19. Oktober, 11.22 Uhr: Bei Erkältung sind ab heute wieder Krankschreibung per Telefon möglich

Wegen der verschärften Corona-Lage können Patienten mit Erkältungsbeschwerden sich jetzt wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Die Sonderregelung trat am Montag in Kraft und gilt vorerst bis zum Jahresende.

Montag, 19. Oktober, 10.43 Uhr: Söder kündigt für Mittwoch Regierungserklärung zu Corona an

Ministerpräsident Markus Söder will angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen an diesem Mittwoch eine Regierungserklärung im bayerischen Landtag abgeben. Er wolle sich darin "umfassend mit der Konzeption, der Strategie, aber auch der Frage beschäftigen, wie es weitergeht", sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Videoschalte des CSU-Vorstands in Nürnberg. Zudem solle es um weitere Hilfen für von der Corona-Krise betroffene Branchen gehen.

Söder warnte erneut vor einem zweiten Lockdown und sagte: "Auf Dauer wird es schwer sein, weitere Einschränkungen zu verhindern." Um ohne einen zweiten Lockdown auszukommen, müsse man nun "ernsthaft gemeinschaftliche Maßnahmen ergreifen".

Montag, 19. Oktober, 10.31 Uhr: Moskau will bald mit Massenimpfungen gegen Corona beginnen

In der russischen Hauptstadt Moskau sollen in den nächsten Monaten Massenimpfungen gegen das Coronavirus beginnen. Damit werde zwischen Dezember und Januar begonnen, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am Montag in seinem Blog. Die ersten größeren Lieferungen des ersten russischen Impfstoffes würden im nächsten Monat eintreffen. "Das wird der endgültige Sieg über die Pandemie sein", meinte Sobjanin. Das russische Vakzin mit dem Namen "Sputnik-V" war schon im August freigegeben worden. International gab es Kritik daran, weil die Freigabe noch vor dem Abschluss wichtiger Tests erfolgte. Derzeit laufen breit angelegte Phase-III-Studien. Mittlerweile ist ein zweiter in Russland entwickelter Impfstoff freigegeben worden.

In dem flächenmäßig größten Land der Erde steigt seit Wochen die Zahl der Neuinfektionen rasant. Am Montag wurden der offiziellen Statistik zufolge 15.982 Fälle an einem Tag gemeldet - so viele wie noch nie. Damit gibt es bislang mehr als 1,3 Millionen registrierte Infektionen. Zum Vergleich: In Deutschland haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut dem Robert Koch-Institut bis Montag mehr als 366.000 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In Russland werden die meisten Erkrankungen in Moskau registriert. Landesweit starben nach offiziellen Angaben mehr als 24 000 Menschen mit dem Virus, mehr als eine Million erholten sich.

Montag, 19. Oktober, 10.07 Uhr: Söder fordert bundesweit Maskenpflicht bei hohen Corona-Zahlen

CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweite Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht in Schulen, auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und auch am Arbeitsplatz gelten, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden könnten, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg.

Montag, 19. Oktober, 9.40 Uhr: Umfrage: Jeder Zehnte will sich mit Toilettenpapier eindecken

Einer Umfrage zufolge will sich rund jeder zehnte Verbraucher in Deutschland in den kommenden Wochen verstärkt mit Toilettenpapier, Nudeln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs eindecken. Das ergab eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter knapp 6000 Menschen Mitte Oktober. Demnach antworteten neun Prozent der Teilnehmer auf die entsprechende Frage mit "ja" oder "eher ja". Fast zwei Drittel (64 Prozent) schlossen derartige Hamsterkäufe dagegen ausdrücklich aus. Vor allem jüngere Menschen wollen sich der Umfrage zufolge mit mehr Toilettenpapier und Nudeln eindecken: Am häufigsten beantworteten Menschen zwischen 25 und 34 Jahren die Frage mit "ja" oder "eher ja" (15 Prozent).

In den vergangenen Tagen hatten Politiker bereits auf vereinzelte Meldungen über eine steigende Nachfrage nach einigen lagerbaren Produkten reagiert. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appellierte an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. "Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). "Die Lieferketten funktionieren - das gilt nach wie vor." Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte, die Verbraucher müssten "sich keine Sorgen machen", was die Versorgung des Einzelhandels betreffe.

Montag, 19. Oktober, 8.53 Uhr: Gastgewerbe kommt nur langsam auf dem Corona-Tief

Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im August in kleinen Schritten weiter aus dem Corona-Tief gearbeitet. Die preisbereinigten Umsätze (real) lagen 5,5 Prozent über dem Wert vom Juli, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau vom Februar klafft allerdings immer noch eine Lücke von 23,3 Prozent. Mit den starken Einbrüchen aus der Zeit der strengen coronabedingten Einschränkungen ab Mitte März bis Mitte Mai liegt die Branche in den ersten acht Monaten um 35 Prozent hinter den preisbereinigten Umsätzen des Vorjahreszeitraumes. Besonders hart trifft es Hotels und andere Beherbergungsbetriebe, deren Erlöse real um 41,7 Prozent einbrachen. Gaststätten, Restaurants und andere Verpflegungsdienstleister verzeichneten ein Minus von 31,2 Prozent in den ersten acht Monaten.

Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen wurden zuletzt die Corona-Maßnahmen verschärft. Für Verärgerung der Branche sorgte vor allem die uneinheitliche Linie der Länder beim umstrittenen Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikogebieten. Dieses ist inzwischen in mehreren Ländern von Gerichten gestoppt worden.

Montag, 19. Oktober, 8.30 Uhr: Slowenien verhängt erneut Corona-Notstand - Starke Anstiege

Wegen der rasch steigenden Anzahl von Infektionen mit dem Corona-Virus hat Slowenien am Montag erneut einen 30-tägigen Pandemie-Notstand ausgerufen. Dies berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA in der Nacht zum Montag. Unmittelbare Konsequenzen hat dieser Schritt vorerst keine. Er bildet aber die Grundlage dafür, dass die Behörden auch lokal abgestufte neue Maßnahmen und Einschränkungen anordnen können. Ein erster Corona-Notstand war in dem EU-Land vom 12. März bis Ende Mai verhängt worden. Bereits seit letztem Freitag gilt ein teilweiser Lockdown. In neun von zwölf Regionen dürfen die Bewohner ihre jeweilige Region nicht verlassen. Es gibt allerdings Ausnahmen, wie etwa Fahrten zum Arbeitsplatz. Außerdem trat am Montag ein Plan in Kraft, dass Schüler ab der 6. Schulstufe nur noch im Fernunterricht unterrichtet werden.

In Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Damit hat sich die Zahl der aktiven Fälle in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Die Anzahl der Infizierten der letzten 14 Tage pro 100 000 Einwohner wurde am Sonntag mit 317 angegeben. Seit Beginn der Pandemie im März haben sich nach offiziellen Angaben 13 151 Menschen mit dem Virus Sar-CoV-2 angesteckt, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 187 von ihnen starben an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

Montag, 19. Oktober, 7.55 Uhr: Fast gesamtes Allgäu über Warnwert

Die Zahl der Corona-Infektionen in der Region steigt weiter – und damit auch die Sieben-Tage-Inzidenz der einzelnen Städte und Kreise. Fast das gesamte Allgäu liegt seit Montag über dem Warnwert, allein Kempten liegt mit einem Wert von 34,7 noch knapp unter dem Frühwarnwert.

Das Ostallgäu und Memmingen liegen am Montag sogar bei 68 und befinden sich damit weiter im roten Bereich der 7-Tage-Inzidenz. Das bedeutet: Private Feiern und Kontakte werden auf maximal fünf Personen oder zwei Haushalte begrenzt, ab 22 Uhr gilt die Sperrstunde.

In Kaufbeuren, dem Unterallgäu, Lindau und dem Oberallgäu liegt am Montag die 7-Tage-Inzidenz jeweils über 35. Das bedeutet, dass dort private Feiern und Kontakte auf maximal 10 Personen beschränkt werden, Sperrstunde gilt ab 23 Uhr.

Montag, 19. Oktober, 7.10 Uhr: Zahl der Infektionen im Allgäu steigt am Montag weiter

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag für das Allgäu 316 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage. Am Sonntag waren es noch 285. Die Stadt Memmingen und der Landkreis Ostallgäu waren bereits am Wochenende über dem Grenzwert. Auch in anderen Allgäuer Kommunen verschlechtert sich die Lage.

Montag, 19. Oktober, 6.30 Uhr: Wie geht es weiter mit dem Tourismus im Allgäu?

Über diese Frage haben am Wochenende Tourismus-Vertreter und Politiker diskutiert. Bei vielen herrscht Existenzangst - doch auch etwas anderes ist ein Problem.

Montag, 19. Oktober,6 Uhr: 4325 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Einen guten Morgen und tollen Start in die Woche wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 4325 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366.299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294.800 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,44 (Vortag: 1,40). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 14 bis 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,35 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Sonntag, 18. Oktober, 20.50 Uhr: FDP-Chef Lindner: Corona-Lage nicht überdramatisieren

FDP-Chef Christian Lindner hat dazu aufgerufen, angesichts der aktuellen Corona-Situation nicht nur auf Infektionszahlen zu schauen. "Es wird nur geschaut auf die Zahl der Neuinfektionen", sagte Lindner am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin". Es gebe Experten, die auch andere Parameter in Betracht zögen, wie die Situation in den Arztpraxen oder bei der stationären Versorgung im Krankenhaus. Zudem seien zur Zeit eher jüngere Menschen infiziert. "Es wäre Alarmstufe Rot wenn jetzt Menschen in Alten- und Pflegeheimen zuerst betroffen wären." Das sei aktuell glücklicherweise nicht der Fall.

"Insofern rate ich zur Vorsicht, wir sollten aber auch nicht überdramatisieren. Ich kann nur sagen: Eine Ausgangssperre wäre völlig unverhältnismäßig", sagte Lindner und ergänzte: "Im Übrigen halte ich es auch für unverhältnismäßig, wenn bei einer kleinen privaten Feier von zehn Leuten plötzlich die Polizei klingelt, weil Nachbarn sich plötzlich denunziatorisch betätigen."

Sonntag, 18. Oktober, 20 Uhr: Negatives Testergebnis für Steinmeier bestätigt

Nach der Corona-Infektion eines Personenschützers von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist das erste negative Testergebnis des Staatsoberhaupts mit einem zweiten Verfahren bestätigt worden. Das gab eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes am Sonntag bekannt. Bereits am Samstag hatte sie mitgeteilt, dass Steinmeier negativ auf das Coronavirus getestet worden sei. Dieses Ergebnis eines Schnelltests wurde dann durch einen sogenannten PCR-Test validiert - am Sonntag lag nach Angaben der Sprecherin auch hier ein negatives Ergebnis vor. PCR-Tests sind genauer als Schnelltests.

Steinmeier bleibe in Selbstquarantäne, sagte die Sprecherin. In den kommenden Tagen soll er erneut getestet werden. Der Bundespräsident hatte sich am Samstag in Quarantäne begeben, nachdem ein Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Sonntag, 18. Oktober, 19 Uhr: Schüler am Kemptener Hildegardis-Gymnasium in Quarantäne

Am Kemptener Hildegardis-Gymnasium gibt es einen Corona-Fall: Eine Lehrerin ist unseren Informationen nach mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen ist davon nun zunächst die Oberstufe: Ein Teil der Schüler muss in Quarantäne.

Sonntag, 18. Oktober, 16.30 Uhr: Parlament in Rom wird zum Corona-Hotspot

Im Abgeordnetenhaus in Rom häufen sich die Corona-Fälle. Nach einer Zählung der Zeitung Il Messaggero wurden bis Samstag 20 Parlamentarier und Parlamentarierinnen der größeren der zwei Kammern in Rom positiv auf das Virus getestet. Hinzu kommen Medienberichten zufolge weitere Personen, die vorsorglich in Quarantäne sind.

Sonntag, 18. Oktober, 15.50 Uhr: Lindau überschreitet Frühwarnwert

Auch der Landkreis Lindau hat den Frühwarnwert überschritten. Nun gelten neue Regeln.

Sonntag, 18. Oktober, 15.40 Uhr: Schweiz verschärft Corona-Maßnahmen

Zur Eindämmung des Coronavirus hat die Schweiz die Sicherheitsauflagen verschärft. Von Montag an seien Versammlungen mit mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum verboten, teilte die Regierung am Sonntag mit. Die Schweizer wurden dazu aufgerufen, private Treffen insgesamt einzuschränken. "Die Lage ist ernst", sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga bei einer Pressekonferenz angesichts steigenden Zahlen an Corona-Neuinfektionen.

Auch die Maskenpflicht wurde verschärft. Sie galt bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln und wurde nun auf öffentlich zugängliche Räume wie Geschäfte, Restaurants und Museen ausgeweitet. Auch an Bahnhöfen, Flughäfen und Haltestellen müssen Schweizer künftig Mund und Nase bedecken. Darüber hinaus legte die Regierung Unternehmen nahe, Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen, um soziale Kontakte zu reduzieren.

Sonntag, 18. Oktober, 14.50 Uhr: Corona-Übernahmeprämien für Azubis sollen länger gezahlt werden

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will die Corona-Übernahmeprämien für Auszubildende aus insolventen Betrieben um ein halbes Jahr bis Ende 2021 verlängern. Die Prämie von 3000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen soll dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen können.

Karliczek sagte dem Handelsblatt (Montag), da das Insolvenzrecht derzeit wegen der Pandemie teilweise ausgesetzt ist, sei es auch "sinnvoll, diese Ausbildungsprämien bis zum Ende des nächsten Jahres zu verlängern". "Denn erst nach dem Auslaufen der Insolvenzrecht-Sonderregelungen wird sich zeigen, wie viele Auszubildende einen neuen Ausbilder brauchen, um ihre Ausbildung sicher beenden zu können."

Sonntag, 18. Oktober, 14.15 Uhr: Positiver Corona-Test - erstes Pokalspiel von Alba Berlin abgesetzt

Das erste Gruppenspiel im deutschen Basketball-Pokal von Titelverteidiger Alba Berlin ist wegen eines positiven Corona-Tests bei einem Spieler des Hauptstadtclubs abgesetzt worden. Über das weitere Vorgehen für die eigentlich am Sonntag (18.00 Uhr) geplante Partie gegen die Basketball Löwen Braunschweig in Bonn werde zu gegebener Zeit informiert, teilte die Liga weiter mit. Mit der Entscheidung wolle man der "übergeordneten gesundheitlichen Verantwortung" gerecht werden. Damit wird der nationale Spielbetrieb bereits am zweiten Tag des Pokals von der Coronavirus-Pandemie beeinflusst.

Ein Profi sei am Samstag im Rahmen der regelmäßigen Testungen positiv getestet und isoliert worden, hieß es von der Liga. Eine Entscheidung der zuständigen Gesundheitsbehörde, wie es weitergehe, stehe noch aus. Alba hatte am Freitag noch in der Euroleague bei ZSKA Moskau gespielt und in Russland überraschend mit 93:88 gewonnen.

Sonntag, 18. Oktober, 13.30 Uhr: Kramp-Karrenbauer bekräftigt Corona-Hilfsangebot der Bundeswehr

Angesichts der verschärften Corona-Lage hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das Hilfsangebot der Bundeswehr etwa für die Gesundheitsämter bekräftigt. "Die Zahl der Amtshilfeanträge an die Bundeswehr nimmt gerade spürbar zu. Wir können helfen", erklärte die CDU-Politikerin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "So, wie es der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert, sollten jetzt alle Kräfte genutzt werden, um einen Lockdown zu vermeiden. Die Bundeswehr steht bereit, um in dieser kritischen Situation die Kommunen und Länder zu unterstützen!"

Derzeit sind rund 1550 Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Amtshilfe gegen die Corona-Pandemie im Einsatz, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Bild: Michael Kappeler/dpa

Sonntag, 18. Oktober, 13.15 Uhr: Agrarministerin Klöckner warnt Verbraucher vorm Hamstern

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. "Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). "Die Lieferketten funktionieren - das gilt nach wie vor." Zu keiner Zeit in der Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen. "Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne."

Sonntag, 18. Oktober, 13 Uhr: Kein weiterer Corona-Fall an Memminger Vöhlin-Gymnasium und Berufsoberschule

Unter den Schülern des Memminger Vöhlin-Gymnasiums sowie der Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS), die sich derzeit in Quarantäne befinden, gibt es nach Tests auf das SarsCoV-2-Virus vom Freitag keinen weiteren positiven Fall. Selbiges gilt für deren Lehrer: Dies teilte auf Nachfrage am Sonntag Oberbürgermeister Manfred Schilder mit. Nachdem zwei Schüler beider Bildungseinrichtungen positiv getestet worden waren, ist für die Q11 des Vöhlin - insgesamt 105 Oberstufenschüler und –schülerinnen- sowie für 38 Jugendliche der zwölften und 13. Jahrgangsstufe der FOS/BOS eine Quarantäne bis Freitag, 23.Oktober, angeordnet worden.

Sonntag, 18. Oktober, 12.45 Uhr: Stadt Memmingen überschreitet Corona-Warnwert erneut

Nach oben geschossen ist in Memmingen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, der die Zahl der positiv Getesteten pro 100.00 Einwohner innerhalb einer Woche angibt. Meldete die Stadt am Freitag noch einen Wert von 31,7, so bezifferte sie ihn am Sonntag mit 70,3. Oberbürgermeister Manfred Schilder kündigte an, dass eine Krisengruppe bei ihrem Treffen am Montag die Lage neu bewerten und über das weitere Vorgehen beraten werde. Noch bis einschließlich Montag gilt die Allgemeinverfügung der Stadt, die unter anderem eine maximale Teilnehmerzahl von fünf Personen bei privaten Treffen festlegt. Auf einen einzelnen konkreten Herd lässt sich die Steigerung des Inzidenzwerts laut dem OB nicht zurückführen – vielmehr liege die Ursache in weit gestreuten Einzelgeschehen, was die Lage schwieriger und gefährlicher mache.

Sonntag, 18. Oktober, 12.30 Uhr: Corona: Sloweniens Gesundheitsamt stellt Kontakt-Nachverfolgung ein

Wegen der rasch steigenden Zahl von Infektionen mit dem Corona-Virus hat das slowenische Gesundheitsamt am Samstag die Nachverfolgung der Kontakte von positiv getesteten Menschen eingestellt. Man sei nicht mehr in der Lage, die große Zahl der Fälle zu bewältigen, hieß es. Positiv Getestete werden aber weiterhin vom Gesundheitsamt über ihre Infektion informiert. Zugleich erhalten sie die Anweisung, in Quarantäne zu gehen und ihre relevanten Kontakte selbstständig zu informieren.

Im EU-Land Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Damit hat sich die Zahl der aktiven Fälle in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Die Zahl der Infizierten der letzten 14 Tage pro 100 000 Einwohner wurde am Sonntag mit 317 angegeben.

Sonntag, 18. Oktober, 12.00 Uhr: Drei Kommunen in NRW um das Doppelte über höchster Warnschwelle

In Nordrhein-Westfalen überschreiten immer mehr Kommunen die Corona-Warnschwellen. In drei Kommunen lagen die Infektionsquoten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag sogar schon um das Doppelte über dem Grenzwert, der die bislang schärfsten Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben vorsieht: Herne (111,2), Solingen (109,9) und Wuppertal (103,1).

Bei 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gilt in NRW seit dem Wochenende eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein Alkoholverkaufsverbot bis 6.00 Uhr morgens.

Auch Düren sprang am Wochenende nach Angaben des Kreises über die 50er-Schwelle (67,6). Gütersloh (49,6) und der Rhein-Erft-Kreis (49,1) standen am Sonntagvormittag kurz davor.

Sonntag, 18. Oktober, 10.30 Uhr: Maskenpflicht an Schulen im Ostallgäu

Der Landkreis Ostallgäu ist von der Corona-Pandemie im Allgäu besonders stark betroffen. Innerhalb von sieben Tagen gab es 92 nachgewiesene Neuinfektionen. Damit wurde der Warnwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner deutlich überschritten. Das Landratsamt Ostallgäu hat am Sonntagmorgen weitere Regeln bekannt gegeben. So gilt ab Montag unter anderem die Maskenpflicht an Schulen auch im Unterricht. Mehr zu den neuen Corona-Vorschriften im Ostallgäu lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 9 Uhr: Krankenkassen beziffern durchschnittliche Kosten für Covid 19-Patient im Krankenhaus

Wieviel kostet die stationäre Behandlung eines Covid-19-Erkrankten im Durchschnitt? Und wie teuer ist eine Beatmung? Antwort: Mehrere Zehntausend Euro pro Fall. Die genauen Zahl der AOK und der Barmer Ersatzkasse, lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 8.15 Uhr: Nach einem Monat Corona-Lockdown: Erste Lockerungen in Israel

Nach einem Monat Corona-Lockdown sind in Israel am Sonntag erste Lockerungen in Kraft getreten. Kindergärten und Vorschulen öffneten zu Beginn der israelischen Arbeitswoche ihre Tore für Hunderttausende Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben.

Auch Naturparks und Strände können wieder besucht werden. Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Die Klagemauer, die Grabeskirche sowie der Tempelberg in Jerusalem sollen unter Auflagen für Besucher zugänglich sein. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen.

Nach einem glimpflichen Verlauf zu Beginn der Pandemie waren die Corona-Infektionszahlen in Israel nach ersten Lockerungen im Mai dramatisch angestiegen. Ein seit dem 18. September geltender zweiter landesweiter Lockdown ließ die Zahlen dann wieder deutlich sinken. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen konnte von mehr als 9000 am 30. September auf unter 2000 gedrückt werden.

Sonntag, 18. Oktober, 7.30 Uhr: Regionalflughäfen im Süden: Bruchlandung durch Corona?

Schon vor der Corona-Krise wurden Regionalflughäfen als "Landratspisten" kritisiert. Jetzt heben dort kaum noch Maschinen ab. In Friedrichshafen steht die Zukunft des Airports auf dem Spiel. Mehr darüber lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 7 Uhr: Umfrage: Zwei Drittel bezeichnen Corona-Management als "eher gut"

Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung tendenziell zufrieden. 68 Prozent der Befragten beurteilten die Führung in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag von "Bild am Sonntag" als "eher gut". Für 27 Prozent ist sie "eher schlecht". 4 Prozent antworteten mit "weiß nicht".

Die Ausweitung der Maskenpflicht auf alle öffentlichen Orte in Risikogebieten, in denen nicht konsequent Abstand gehalten werden kann, finden 89 Prozent der Befragten richtig, 10 Prozent falsch und 1 Prozent antwortete "weiß nicht". Die in Risikogebieten geltende Beschränkung für private Feiern auf zehn Teilnehmer aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten finden 74 Prozent richtig und 22 Prozent falsch. 4 Prozent antworteten "weiß nicht".

Eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein generelles Ausgabeverbot von Alkohol ab 23 Uhr in Risikogebieten befürworten 70 Prozent. 27 Prozent lehnen diese Maßnahmen ab, drei Prozent antworteten mit "weiß nicht".

Sonntag, 18. Oktober, 6.30 Uhr: Polizeigewerkschaften: Mehr Einsätze wegen Streit über Corona-Regeln

Die Auseinandersetzungen über geltende Corona-Regeln in Deutschland werden nach Ansicht der Polizeigewerkschaften immer aggressiver geführt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 18. Oktober, 6 Uhr: Lauterbach: Steigen die Zahlen so weiter, kommen lokale Shutdowns

Bei einer weiterhin so schnellen Ausbreitung des Coronavirus rechnet SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach mit lokalen Shutdowns in Deutschland. "Es ist ganz simpel. Der R-Wert liegt bei etwa 1,3. Wenn wir den nicht runter bekommen, steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden. Dann kommen lokale Shutdowns", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag). Die auch R-Wert genannte Reproduktionszahl gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt. Laut Lagebericht des Robert Koch-Instituts von Samstagabend lag der R-Wert bei 1,40.

"Das exponentielle Wachstum hat eine solche Kraft - da würde jedem einleuchten, dass nichts mehr stattfinden kann", so Lauterbach weiter. "Dann würde auch die Wirtschaft einbrechen." Im Kampf gegen das Virus zählt der Politiker auf das Verhalten der Menschen - weniger auf die Eindämmungsmaßnahmen: "Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen. Viele Auflagen lassen sich ohnehin schwer überprüfen."

Sonntag, 18. Oktober 5.30 Uhr: 5.587 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5.587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3.483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7.830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Das RKI weist in seinem Lagebericht von Samstagabend darauf hin, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Landkreise eine erhöhte Verbreitung des Coronavirus von mehr als 25 nachgewiesenen Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 361.974 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 18.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.777. Das waren zehn mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 291.900 Genesene.

Samstag, 17. Oktober, 21.45 Uhr: Weihnachtsgeld vorzeitig auszahlen? Handelsverband zurückhaltend

Der Handelsverband Deutschland hat zurückhaltend auf Vorschläge von Politikern reagiert, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen und damit den Einzelhandel zu stärken. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Wir begrüßen alle Maßnahmen, die unseren Innenstadt-Einzelhändlern helfen, durch diese Corona-Krise zu kommen. Eine vorgezogene Auszahlung des Weihnachtsgeldes hilft wahrscheinlich den Geschäften in der Innenstadt jedoch nur in sehr geringem Umfang. Leider meiden viele Kunden zurzeit den Einkaufsbummel, weil sie in Corona-Zeiten möglichst wenigen Menschen begegnen wollen."

Samstag, 17. Oktober, 20.30 Uhr: Baden-Württembergs Innenminister in Corona-Quarantäne

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) ist in Corona-Quarantäne. Der Minister habe alle Termine für das Wochenende abgesagt, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstagabend mit. Ein Beamter aus seinem Personenschutzkommando habe zuvor ein positives Testergebnis erhalten. Strobl zeige keine Symptome. "Es geht ihm gut und er ist voll arbeitsfähig", erklärte der Sprecher. Das Ergebnis von Strobls Corona-Test stand zunächst noch aus.

Samstag, 17. Oktober, 20 Uhr: 200 Menschen nehmen an "Querdenker"-Protest in Kempten teil

Rund 200 Menschen folgten am Samstagnachmittag dem Aufruf zu einer „Kundgebung zur Wiederherstellung unserer Grundrechte“ auf dem Kemptener Hildegardplatz. Die Redner wendeten sich gegen die aktuellen Einschränkungen vor dem Corona-Hintergrund. Die Maskenpflicht in Geschäften und Schulen prangerten sie als sinnlos an.

„Querdenken 831 Kempten“ heißt die Gruppierung, die zur Demonstration aufgerufen hat. Versammlungsleiter David Lemke rief auf, sich von „Obrigkeitshörigkeit“ zu verabschieden. Mehr darüber lesen Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 19.39 Uhr: Österreichs Außenminister positiv auf Coronavirus getestet

Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befinde sich in Quarantäne, zeige bisher aber keine Symptome, sagte seine Sprecherin am Samstag der österreichischen Agentur APA. Die Infektion wurde demnach bei einem Routinetest am Freitag festgestellt. Daraufhin wurden am Samstag auch Schallenbergs Kabinettskollegen auf das Coronavirus getestet, wie das Bundeskanzleramt in Wien mitteilte. Die Tests seien alle negativ ausgefallen.

Schallenberg sagte für nächste Woche angesetzte Reisen nach Großbritannien, Dänemark, Griechenland und Zypern ab. Es sei möglich, dass sich der 51-Jährige bei einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg am vergangenen Montag mit dem Virus angesteckt habe, sagte die Sprecherin.

Samstag, 17. Oktober, 19.15 Uhr: Hilfe für "stark gebeutelte"Gastronomie: Bund will Heizpilze fördern

In einigen Städten und Gemeinden sind Heizpilze für die Gastronomie verboten. Doch in der Corona-Krise sollen sie nun sogar vom Bund gefördert werden. Mehr darüber lesen Sie hier.

Samstag,17. Oktober, 18.50 Uhr: Österreich verzeichnet Rekord bei Corona-Neuinfektionen: 1747 Fälle

In Österreich ist erneut eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden am Samstag 1747 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Der bisher höchste Tageswert war am Donnerstag mit 1552 Fällen gemeldet worden. Die Fallzahlen sind seit Anfang September stetig gestiegen - damals lagen sie noch bei unter 400 pro Tag. Die österreichische Regierung will am Montag mit Vertretern der neun Provinzen über neue Schutzmaßnahmen beraten.

Samstag, 17. Oktober, 18.30 Uhr: Nach dreistem Einbruch in Hessen: Polizei warnt vor Corona-Fake-Schreiben"

Einbrecher nutzten in Offenbach die Corona-Angst eines 52-Jährigen, um sich Zutritt zu einer Wohnungen zu verschaffen. Die Polizei warnt daraufhin vor angeblichen "Corona-Schreiben". Den ganzen Fall lesen Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 18.05 Uhr: Bundespräsident Steinmeier negativ auf Coronavirus getestet

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin am Samstag mit, nachdem Steinmeier sich zuvor wegen der Infektion eines Personenschützers in Quarantäne begeben hatte. Der Bundespräsident bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne, in den kommenden Tagen seien weitere Tests geplant.

Samstag, 17. Oktober, 18 Uhr: Corona-Fall in belgischer Regierung: Außenministerin Wilmès positiv

Die belgische Außenministerin und Vize-Regierungschefin Sophie Wilmès ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ansteckung sei vermutlich im Familienkreis erfolgt, teilte die Politikerin am Samstag mit. Grund für die Annahme seien die Vorsichtsmaßnahmen, die sie außerhalb des Haushaltes befolgt habe. Zu möglichen Symptomen äußerte sich Wilmès nicht. Die 45 Jahre alte Politikerin war zuletzt auch knapp ein Jahr Premierministerin gewesen. Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt fast 6800 registrierte Fälle innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen 14 Tagen wurden nach aktuellen Zahlen rund 621 Infektionen pro 100 000 Einwohner gemeldet (Stand 17.10.).

Samstag, 17. Oktober, 17.30 Uhr: Trotz kritischer Zahlen: Demo gegen Corona-Maßnahmen in Dortmund

Die Initiative "Querdenken" will am Sonntag in Dortmund gegen die Corona-Auflagen demonstrieren. Es seien bis zu 3000 Teilnehmer für eine Kundgebung (14.00 Uhr) und einen anschließenden Demo-Zug durch die Innenstadt angemeldet, teilte die Polizei mit. Die Stadt hatte vergangene Woche die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten.

Von allen Teilnehmern werde umso mehr die strikte Einhaltung aller Hygiene- und Infektionsschutzregeln erwartet, betonte die Polizei. Man werde konsequent gegen gesundheitsgefährdendes Verhalten einschreiten. Vorgeschrieben seien eine Aufteilung in Kleingruppen mit maximal fünf Personen, Mindestabstände und Mund-Nasen-Bedeckung.

Samstag, 17. Oktober, 17 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier lädt zu "Innenstadt-Gipfel"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier plant am kommenden Dienstag vor dem Hintergrund der Corona-Krise einen "Innenstadt-Gipfel". Der CDU-Politiker sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Das ist der Auftakt für einen Prozess zur Belebung unserer Innenstädte." Die Geschäfte in den Innenstädten kämpften schon seit Jahren mit dem wachsenden Online-Handel, durch Corona habe sich das verschärft. "Für mich gehören diese Läden zu unserer gewachsenen Kultur", so Altmaier.

Konkret will der Minister dem stationären Einzelhandel helfen, die Vorteile der Digitalisierung für sich selbst zu nutzen. "Wir können die Digitalisierung nicht zurückdrehen. Aber wir können dafür sorgen, dass sie zum Verbündeten des Einzelhändlers wird", sagte Altmaier.

So könnten die Kunden beispielsweise im

Samstag, 17. Oktober, 16.30 Uhr: Neuer Höchststand in Holland: 8114 Neuinfektionen

Die Niederlande haben 8114 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Das ist erneut ein Rekordwert, wie Daten des Nationalen Instituts für Öffentliche Gesundheit zeigen.

Samstag, 17. Oktober, 16 Uhr: 20 Städte und Landkreise erreichen Corona-Warnwert

20 Städte und Landkreise im Freistaat haben nach den jüngsten Daten vom Samstag inzwischen den kritischen Corona-Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten. 22 weitere haben den Frühwarnwert von mehr als 35 erreicht, wie aus der Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervorgeht. Angeführt wird die Liste vom Landkreis Berchtesgadener Land mit einem Wert von 149,16, gefolgt von der Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 105,28.

Insgesamt haben sich den Daten zufolge inzwischen bereits 78 187 Menschen im Freistaat mit dem Coronavirus infiziert; 2711 sind gestorben. Als genesen gelten 66 310 Menschen. Wegen der in vielen Regionen stark steigenden Corona-Infektionszahlen gelten in weiten Teilen Bayerns ab diesem Samstag deutlich schärfere Auflagen, etwa eine erweiterte Maskenpflicht.

Samstag, 17. Oktober, 15.30 Uhr: Drohnen sollen britische Kliniken mit Corona-Tests versorgen

Drohnen sollen künftig Corona-Tests und Schutzausrüstungen zwischen Kliniken in Großbritannien liefern. Das Projekt "Apian" habe dafür die Genehmigung der britischen Raumfahrtbehörde bekommen, teilte die Regierung am Samstag in London mit. Der Service wurde von Mitarbeitern des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS im Rahmen eines Förderprogramms gegründet. Die Nutzung von Drohnen verringere im Vergleich zu herkömmlichen Kurierdiensten den Zeit- und Personalaufwand sowie das Infektionsrisiko, betonten Mitarbeiter des Start-ups.

Jede Drohne kann etwa zwei Kilogramm transportieren und mit ihrem Hybrid-Antrieb ein fast 100 Kilometer entferntes Ziel erreichen. Sie fliegt in 90 Metern Höhe auch bei schlechtem Wetter.

Samstag, 17. Oktober, 14.50 Uhr: Baden-Württemberg ruft höchste Corona-Alarmstufe aus

Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft die Landesregierung von Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und weitere Kontaktbeschränkungen sollen von Montag an gelten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.

Samstag, 17. Oktober, 14.40 Uhr: Personenschützer infiziert - Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 13.30 Uhr: Meckelnburg-Vorpommern hebt Quarantänepflicht im Tourismus auf

Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit

Samstag, 17. Oktober, 12 Uhr: Dehoga: Corona-Maßnahmen zu kurzfristig

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat die Informationspolitik der Staatsregierung kritisiert. Auch bei den jüngsten Maßnahmen habe viel zu wenig Zeit zwischen Bekanntgabe der neuen Regeln und deren Umsetzungspflicht geherrscht, bemängelte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Samstag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei ein völlig unnötiges Ärgernis in der schwersten Krise des Gastgewerbes seit dem Zweiten Weltkrieg.

"Die Hochzeits- oder Geburtstagsgesellschaft schläft bereits im Haus, und wenn sie aufwachen, dann müssen am Morgen des Festtages aus der geladenen Gästeschar fünf erwählt werden. Das ist noch nicht einmal das Brautpaar mit deren Eltern. Wie soll das gehen?", fragte Geppert. Er kritisierte zugleich, dass die Regelwerke nur für Juristen zu verstehen seien. "Hier fehlt es zwischen dem Tweet eines Politikers und dem Gesetzestext noch etwas mehr an Kommunikationswillen."

Samstag, 17. Oktober, 11.45 Uhr: Strengere Kontaktbeschränkungen für Berlin?

Laut Medienberichten könnte es in Berlin bald so strenge Corona-Regeln wie in Memmingen geben.

Samstag, 17. Oktober, 11 Uhr: Österreichs Außenminister positiv auf Corona getestet

Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befinde sich in Quarantäne, zeige bisher aber keine Symptome, sagte seine Sprecherin am Samstag der österreichischen Agentur APA. Die Infektion wurde demnach bei einem Routinetest am Freitag festgestellt.

Schallenberg sagte für nächste Woche angesetzte Reisen nach Großbritannien, Dänemark, Griechenland und Zypern ab. Es sei möglich, dass sich der 51-Jährige bei einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg am vergangenen Montag mit dem Virus angesteckt habe, sagte die Sprecherin.

Samstag, 17. Oktober, 10.50 Uhr: Mehr Masken-Kontrollen in Bus, Bahn und auf Plätzen

Vor allem in Bussen und Bahnen sowie auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen wird die Polizei in Bayern verstärkt das vorgeschriebene Tragen einer Mund-Nasen-Maske kontrollieren. "Wir müssen alles unternehmen, um die sprunghafte Ausbreitung des hochgefährlichen Virus einzudämmen und gleichzeitig einen Lockdown zu verhindern", begründete Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Samstag das Vorgehen. Gerade das Tragen einer Alltagsmaske helfe. "Leider sind nicht alle vernünftig genug, das zu kapieren."

Deshalb werde es die Polizei bayernweit auch nicht bei mahnenden Worten belassen, kündigte Herrmann an. Stattdessen würden die Beamten konsequent ein Verwarnungsgeld verhängen oder sogar Anzeige beim Gesundheitsamt erstatten. "Dann drohen saftige Geldbußen von mindestens 250 Euro." Bislang stellten bayerische Polizisten rund 25 000 Verstöße gegen die Maskenpflicht fest.

Samstag, 17. Oktober, 10.45 Uhr: Merkel schwört Bürger auf Kampf gegen Corona ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts weiter steigender Infektionszahlen in Deutschland an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen. "Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet. Dabei zählt jetzt jeder Tag", sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Podcast. "Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist. Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort."

Deutschland befinde sich in einer "sehr ernsten Phase" der Pandemie, sagte Merkel. "Tag für Tag steigt die Zahl der Neuinfektionen sprunghaft." Die Pandemie breite sich wieder rapide aus, schneller noch als zu Beginn vor mehr als einem halben Jahr. "Der vergleichsweise entspannte Sommer ist vorbei, jetzt stehen uns schwierige Monate bevor. Wie der Winter wird, wie unser Weihnachten wird, das entscheidet sich in diesen kommenden Tagen und Wochen. Das entscheiden wir alle durch unser Handeln."

Samstag, 17. Oktober, 10.30 Uhr: Zu volle Schulbusse in Corona-Zeiten

In Schulbussen ist es kaum möglich, die Abstandsregeln einzuhalten. In Buchloe denken die Verantwortlichen nun über Lösungen nach.

Samstag, 17. Oktober, 10.15 Uhr: In Paris und anderen Städten gilt nächtliche Ausgangssperre

Seit diesem Samstag gilt in Paris und weiteren großen Städten Frankreichs eine nächtliche Ausgangssperre. Die neue Regelung zur Eindämmung der steigenden Corona-Zahlen trat um Mitternacht in Kraft. Die Ausgangssperre gilt nun für mehrere Wochen zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens. Zu dieser Zeit dürfen sich nur Menschen mit einem triftigen Grund vor der Tür aufhalten.

Das Pariser Innenministerium veröffentlichte am Freitagabend ein Formular, das die Menschen, die während der Ausgangssperre vor die Tür müssen, ausgefüllt bei sich tragen sollen. Folgende Ausnahmen können unter anderem darauf angeben werden: Arbeitsweg, medizinische Notfälle, Pflege von Angehörigen oder Betreuung von Kindern oder Weg zum Flughafen oder Bahnhof für Langstreckenreisen. Auch das Gassigehen mit dem Hund ist erlaubt - allerdings nur im Radius von einem Kilometer zur Wohnung.

Wer sich nun nicht an die neuen Beschränkungen hält, muss 135 Euro Strafe zahlen - für Wiederholungstäter können Tausende Euro fällig werden. Von den Ausgangssperren sind neben dem Großraum Paris die Städte Lille, Grenoble, Lyon, Aix-Marseille, Montpellier, Rouen, Toulouse und Saint-Etienne betroffen.

Samstag, 17. Oktober, 7.50 Uhr: Lindau nähert sich dem Frühwarnwert

Auch Lindau könnte den Frühwarnwert von 35 bald erreicht haben. Mehr dazu hier.

Samstag, 17. Oktober, 7.30 Uhr: Mehrere Politiker fordern vorzeitige Auszahlung des Weihnachtsgeldes

Zur Stärkung des Einzelhandels und Entzerrung der Weihnachtseinkäufe fordern mehrere Politiker, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen. "Wir müssen den Einzelhandel jetzt unterstützen. Deshalb appelliere ich an Firmen, das Weihnachtsgeld schon mit dem Oktobergehalt auszuzahlen", sagte der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf der Bild-Zeitung (Samstag): Dann könnten viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe schon in den nächsten Wochen erledigen und der Handel müsste sich dann "vor einem hoffentlich vermeidbaren zweiten Lockdown vor Weihnachten nicht ganz so stark fürchten", argumentierte Baldauf, der auch Spitzenkandidat der CDU Rheinland-Pfalz für die Landtagswahl 2021 ist.

Ähnlich äußerte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post. Vorgezogene Weihnachtsgeldauszahlungen würde die Lage in den Einkaufszonen im Weihnachtsgeschäft entspannen und wäre eine große Hilfe für den stationären Einzelhandel, sagte Post Bild. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagte der Zeitung: "Bevor das Ganze bei anonymen Online-Riesen landet, wäre es großartig wenn die Unternehmen, die trotz Corona noch Weihnachtsgeld zahlen können, dessen Auszahlung vorziehen."

Samstag, 17. Oktober, 7.10 Uhr: Corona-Hilfen für Holocaust-Überlebende

Überlebende des Holocausts sollen in der Corona-Krise mehr als eine halbe Milliarde Euro an zusätzlichen Hilfen von der Bundesregierung bekommen. Eine entsprechende Vereinbarung habe das Finanzministerium mit der Claims Conference, einem Zusammenschluss jüdischer Organisationen, getroffen, erklärte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Demnach können rund 240 000 Opfer des NS-Regimes weltweit über zwei Jahre 2400 Euro erhalten. Zuvor hatten internationale Medien berichtet.

"Deutschland steht damit in Zeiten der Covid-19-Pandemie in besonderer Weise zu seiner historischen Verantwortung für die durch das NS-Unrechtsregime verfolgten Menschen", erklärte das Ministerium. Der Bundesregierung sei aber auch bewusst, dass das unermessliche Leid, das den Überlebenden zugefügt wurde, nicht durch Geld aufgewogen werden könne. Der Bundestag muss den Plänen noch zustimmen.

Überlebende der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager im Nationalsozialismus gehören oft zur Corona-Risikogruppe - zum einen wegen ihres Alters, aber auch, weil sie durch ihre Zeit in den Lagern häufig gesundheitliche Probleme haben. Die Pandemie treffe sie besonders hart, erklärte das Finanzministerium.

Samstag, 17. Oktober, 6.30 Uhr: Unterallgäu erreicht den Frühwarnwert

Das Unterallgäu hat mit einer Inzidenzzahl von 35,1 erneut den Frühwarnwert geknackt. Innerhalb der vergangenen sieben Tage haben sich 51 Personen infiziert.

Samstag, 17. Oktober, 6.20 Uhr: Ostallgäu überschreitet Corona-Grenzwert

Das Ostallgäu hat von Freitag auf Samstag den Corona-Grenzwert von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner überschritten. Der Wert liegt aktuell bei 51. In den vergangenen sieben Tagen haben sich 72 Menschen infiziert. Woher der Anstieg kommen könnte? Das sagen die Bürgermeister aus dem Füssener Land dazu. Welche Regeln aktuell im Füssener Land gelten, erfahren Sie hier.

Samstag, 17. Oktober, 6.10 Uhr: Neuer Todesfall in Memmingen

Das LGL verzeichnet von Donnerstag auf Freitag einen neuen Todesfall für die Stadt Memmingen. Damit sind Stand Samstagmorgen zwei Menschen in Memmingen mit oder an einer Covid-Erkrankung gestorben. Näheres ist noch nicht bekannt.

Samstag, 17. Oktober, 6 Uhr: 7.830 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 7.830 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet, mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen hervor. Am Vortag war mit 7.334 neuen Fällen der bis dato höchste Wert registriert worden. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Samstag 4.721 Neuinfektionen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauert es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 356.387 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 17.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9767. Das waren 33 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 290 000 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,22 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,2 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,30 (Vortag: 1,22). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Freitag, 16. Oktober, 21.20 Uhr: Oberverwaltungsgericht stoppt Beherbergungsverbot in Brandenburg

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das Beherbergungsverbot in Brandenburg für Gäste aus Corona-Hotspots vorläufig gestoppt. Das Gericht habe zwei Eilanträgen stattgegeben, teilte es am Freitagabend mit.

Freitag, 16. Oktober, 21 Uhr: Wie konnten die Zahlen im Ostallgäu so schnell steigen?

Das Ostallgäu hat den Corona-Warnwert überschritten. Nun äußern sich die Bürgermeister.

Freitag, 16. Oktober, 19.30 Uhr: Über hundert Memminger Schüler in Quarantäne

Über 100 Memminger Schüler lernen aktuell zuhause. Mehr dazu hier.

Freitag, 16. Oktober, 18.40 Uhr: Rekordwert in Italien mit mehr als 10 000 Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Italien hat erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 10.000 überschritten. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten am Freitag 10.010 neue Fälle. Damit erreichten die neu gemeldeten Ansteckungen pro Tag zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert. Am Donnerstag wurden mehr als 8.800 neue Ansteckungen registriert, am Mittwoch waren es mehr als 7.000 gewesen.

In Italien werden allerdings inzwischen sehr viel mehr Tests als am Anfang der Pandemie gemacht, so dass viele Experten von einem direkten Vergleich der Werte mit der ersten Welle abraten.

Damit haben sich in dem Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern bisher nachweislich 391.611 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Donnerstag wurden zudem 55 neue Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet - die Gesamtzahl solcher bekannten Todesfälle stieg damit auf 36.427.

Freitag, 16. Oktober, 18.10 Uhr: Weitere Lehrer und Schüler in Kaufbeurer Berufsschule infiziert

Wie die Schulleitung der Kaufbeurer Berufsschule berichtet, gibt es dort weitere mit dem Coronavirus infizierte Lehrer und Schüler. Genauere Informationen lesen Sie hier.

Freitag, 16. Oktober, 17.13 Uhr: Nürnberg überschreitet Corona-Warnwert

Mit Nürnberg hat nach Augsburg und München nun auch die dritte bayerische Großstadt die Warnschwelle von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sei am Freitag auf 51,9 gestiegen, teilte das städtische Gesundheitsamt mit. Insgesamt zählt Nürnberg bisher 2577 Infektionen, das sind 63 mehr als am Vortag. 398 Menschen befänden sich aktuell in Quarantäne. Die Zahl der in Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen in Nürnberg beträgt 58. Auf den Intensivstationen der Nürnberger Krankenhäuser werden den Angaben zufolge derzeit sechs Patienten beatmet. 28 an Covid-19 Erkrankte würden auf Normalstationen behandelt.

Freitag, 16. Oktober, 16.30 Uhr: Teilnehmerbeschränkung für Gottesdienste in Freien in Bayern aufgehoben

Für Gottesdienste unter freiem Himmel gibt es in Bayern künftig keine Personenobergrenze mehr. Die bisherige Höchstzahl von 200 Teilnehmern gelte ab Samstag nicht mehr, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Dies sei für die Gläubigen und die Kirchen gerade mit Blick auf Allerheiligen und Weihnachten eine wichtige Botschaft. Es bleibe aber dabei, dass bei den Gottesdiensten die Abstandsregeln, die Maskenpflicht und auch die Hygienekonzepte eingehalten werden müssten. "Ich vertraue hier auf die Umsetzung der Pfarrgemeinden und der Gottesdienstbesucher", sagte Herrmann.

Freitag. 16. Oktober, 16.15 Uhr: Corona-Warnapp wird um Symptome-Tagebuch erweitert

Die Corona-Warn-App des Bundes wird am kommenden Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen, um die Warnung von Kontakte noch präziser umsetzen zu können. Außerdem wird die App über die Grenzen Deutschlands hinaus in etlichen europäischen Ländern funktionieren. Über das baldige Update mit der Symptomtagebuch-Funktion hatte zuerst der Spiegel berichtet.

Durch die zusätzlichen Angaben soll die Risikoberechnung der App verbessert werden. Diese ermittelt für Kontaktpersonen von Infizierten, wie hoch ihr Ansteckungsrisiko ist. Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Je mehr wir über die Symptome wissen und den Zeitraum der Symptome kennen, desto genauer können wir die Warnungen in der App einstellen." Infizierte Personen seien nur eine bestimmte Zeit lang infektiös. Sie würden andere Menschen nur in diesem Zeitraum anstecken. Diese Zeitspanne beginne typischerweise zwei Tage vor Symptombeginn und dauere bis etwa eine Woche bis zehn Tage nach Symptombeginn.

Die App ist mittlerweile rund 19,6 Millionen Mal heruntergeladen worden. Experten gehen davon aus, dass die Anwendung von rund 16 Millionen Menschen in Deutschland aktiv genutzt wird. Die neue Version wird am Montagmittag in den App-Stores von Apple und Google erwartet.

Freitag, 16. Oktober, 15.50 Uhr: Verschärfte Corona-Regeln im Unterallgäu - Seniorenheim unter Quarantäne

Im Landkreis Unterallgäu gelten weiterhin verschärfte Corona-Regeln. Zwar lag die Sieben-Tage-Inzidenz gestern bei 33,03 und damit erneut unterhalb des Frühwarnwerts. Da der Signalwert von 35 Neuinfektionen in einer Woche pro 100 000 Einwohner allerdings nicht dauerhaft unterschritten wurde, hat das Landratsamt die seit vergangenen Samstag geltende Allgemeinverfügung vorerst bis Montag, 19. Oktober, verlängert. Erleichterungen gibt es lediglich für Mitarbeiter in Kindertagesstätten. Laut Pressesprecherin Eva Büchele gilt nur dann eine Maskenpflicht, wenn sie mit Erwachsenen, etwa anderen Mitarbeitern oder Eltern, in Kontakt treten. Die verschärften Regeln können laut Gesundheitsministerium erst aufgehoben werden, wenn der Frühwarnwert sieben Tag in Folge unterschritten wird. Das war in dieser Woche nicht der Fall.

Die Infektionszahlen im Unterallgäu steigen unterdessen weiter. Betroffen ist auch eine Senioreneinrichtung im östlichen Landkreis. Hier wurden 17 Bewohner und sechs Pflegekräfte positiv getestet. Nachdem das Corona-Virus bei einem Bewohner des Heims nachgewiesen worden war, wurden auch Bewohner der betroffenen Wohngruppe sowie deren Pflegekräfte getestet. Bei den Tests ergaben sich 22 Folgefälle. Die Einrichtung steht nun unter Quarantäne. Die Wohngruppen wurden funktionell voneinander getrennt, alle positiv getesteten Bewohner isoliert. Es gilt ein Besuchsverbot sowie ein Aufnahme- und Verlegungsstopp. Gestern wurde das komplette Pflegeheim mit rund 170 Personen getestet.

Betroffen ist auch ein Kloster mit angrenzendem Hotel in Bad Wörishofen mit sieben Infizierten im Kloster selbst und dessen Umfeld sowie fünf positiv getestet Mitarbeitern im Hotel.

Freitag, 16. Oktober, 15.45 Uhr: NRW führt in Corona-Hotspots Sperrstunde ab 23.00 Uhr ein

In Nordrhein-Westfalen wird für die Gastronomie in allen Kommunen mit hohen Corona-Neuinfektionszahlen eine verpflichtende Sperrstunde zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr eingeführt. Das hat das Landeskabinett am Freitag in Düsseldorf beschlossen.

Die Sperrstunde gilt in Kommunen mit 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb sieben Tagen, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mitteilte. Damit setzt das Land eine Bund-Länder-Vereinbarung um. Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, bei 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen eine Sperrstunde um 23.00 Uhr für die Gastronomie zu verhängen.

Freitag, 16. Oktober, 15.30 Uhr: Piazolo: Trotz Corona sollen Schulen flächendeckend offen bleiben

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo sieht derzeit trotz der teils stark steigenden Corona-Zahlen in Bayern keine akute Gefahr für flächendeckende Schulschließungen. "Wir wollen in diesem Schuljahr die Schulen offen halten. Wir haben einen guten Hygieneplan, um den Präsenzunterricht sicherzustellen", sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Hierüber bestehe in der gesamten Schulfamilie große Einigkeit. Piazolo reagierte damit auf die teils große Verunsicherung, die in der Frage bei Eltern, Lehrern und auch Schulleitern besteht.

Freitag, 16. Oktober, 15.00 Uhr: EU-Gipfel in Berlin wegen Corona abgesagt

Die Europäische Union hat ihren für November geplanten Gipfel in Berlin zur China-Politik wegen der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen abgesagt. "Im Sinne der Kontakte ist das glaube ich eine notwendige Botschaft", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag in Brüssel.

Freitag, 16. Oktober, 14.15 Uhr: Spahn rechnet mit Ende des Beherbergungsverbots

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass das umstrittene Beherbergungsverbot bald annähernd flächendeckend vom Tisch ist. "Ich habe den Eindruck, wir kommen zu einer Einheitlichkeit, die bedeutet, so gut wie kein Beherbergungsverbot mehr in Deutschland", sagte er am Freitag in Berlin.

Gerichte hatten zuletzt die Regelung in einigen Bundesländern aufgehoben. Zudem haben immer mehr Bundesländer, zuletzt Bayern und Hessen, angekündigt, sie auslaufen zu lassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten bei ihren Beratungen am Mittwoch in Berlin keine Einigkeit zu den Beherbergungsverboten erzielen können und einen Beschluss bis nach den Herbstferien vertagt.

Freitag, 16. Oktober, 13.40 Uhr: Berliner Gericht kippt Sperrstunde

Nach nur einer Woche ist die Sperrstunde in Berlin womöglich vorerst wieder Geschichte. Das Verwaltungsgericht der Stadt erklärte am Freitag, die Sperrstunde halte einer rechtlichen Überprüfung nicht stand. Elf Gastronomen hatten sich dagegen gewandt und bekamen Recht. Sie dürfen nach dem Beschluss nun auch nach 23.00 Uhr öffnen, jedoch weiterhin ab diesem Zeitpunkt keinen Alkohol mehr ausschenken, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte.

Ob dies eingehalten wird, müssen nun die Behörden der Hauptstadt kontrollieren. Es ist zu erwarten, dass sich weitere Gastronomen auf den Beschluss berufen und länger öffnen.

Die Sperrstunde zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr galt seit vergangenem Samstag für Restaurants, Bars, Kneipen und die meisten Geschäfte. Der Senat hatte damit auf die deutlich gestiegenen Infektionszahlen reagiert.

Freitag, 16. Oktober, 13.30 Uhr: Maskenpflicht ab Montag in Baden-Württemberg auch im Unterricht

Angesichts stark steigender Infektionszahlen in Baden-Württemberg wird die Maskenpflicht dort an weiterführenden Schulen ab kommender Woche auch auf den Unterricht ausgeweitet. "Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von über 35", teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag mit. "Wir werden heute die Schulen darüber informieren, dass dies dann ab kommenden Montag zu beachten ist." Bislang gilt die Maskenpflicht ab Klasse fünf und an weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg lediglich auf sogenannten Begegnungsflächen wie Schulfluren, Aula und Toiletten.

Freitag, 16. Oktober, 13.15 Uhr: Finnische Regierungschefin verlässt EU-Gipfel nach Corona-Kontakt

Die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin hat wegen eines Corona-Falls in ihrer Umgebung den EU-Gipfel in Brüssel verlassen. Sie kehre unverzüglich in ihr Heimatland zurück, lasse sich dort testen und werde sich in freiwillige Quarantäne begeben, teilte der finnische Staatsrat am Freitag mit.

Marin habe den schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven gebeten, Finnland bei der Abschlusssitzung in Brüssel zu vertreten. Der Mitteilung zufolge war die 34 Jahre alte Regierungschefin Anfang der Woche im Parlament in der Nähe des Abgeordneten Tom Packalen gewesen, der positiv auf Corona getestet wurde.

Freitag, 16. Oktober, 12.45 Uhr: Zwei Hoffenheimer Fußballprofis positiv auf Corona-Virus getestet

Die TSG 1899 Hoffenheim vermeldet zwei positive Corona-Fälle bei seinen Fußballprofis, sieht die Bundesliga-Partie gegen Borussia Dortmund aber nicht gefährdet. "Die Spieler, die in den vergangenen knapp zwei Wochen auf Länderspiel-Reisen im Ausland unterwegs waren, wurden nach ihrer Rückkehr in Deutschland positiv auf die Virus-Erkrankung getestet", teilten die Kraichgauer am Freitag mit. Beide Profis haben demnach keinerlei Kontakt zu Kollegen oder dem Betreuer-Team und befinden sich nun in häuslicher Quarantäne.

Freitag, 16. Oktober, 12.30 Uhr: Oberallgäuer Landrätin zur Corona-Lage: "Vorsicht und Sicherheit Gebot der Stunde"

Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller richtet sich angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen mit einem nachdrücklichen Appell an die Bürgerinnen und Bürger. „Die Gesundheit der Bevölkerung können wir ohne einschneidende Maßnahmen nur schützen, wenn jetzt wieder alle die Schutzregeln konsequent einhalten und Kontakte schon jetzt spürbar reduziert werden“, teilt sie mit.

Die hochdynamische Entwicklung der Infektionszahlen zeigt sich laut Baier-Müller auch im Landkreis. Zwar sei der kritische Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Stand heute 29 noch nicht erreicht, doch dies sei auch mit Blick auf andere Regionen nur eine Frage der Zeit, „wenn wir unser Verhalten jetzt nicht spürbar anpassen“.

Freitag, 16. Oktober, 12 Uhr: Grenzwert im Ostallgäu überschritten: Maskenpflicht im Königswinkel

Der Landkreis Ostallgäu hat am Freitag den Grenzwert von 35 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Das hat neben den üblichen Auflagen wie der Sperrstunde und Beschränkungen bei privaten Treffen auch spezielle Folgen für den Königswinkel:

In der Füssener Altstadt, in Hohenschwangau mit seinem Königsschlössern und auch in der Uferstraße am Hopfensee gilt ab Samstag eine Maskenpflicht, da es sich hier um stark frequentierte Plätze handelt. In diesen Gebieten ist auch jeweils von 23 bis 6 Uhr der Konsum von Alkohol außerhalb eines zulässigen Gastronomiebetriebs untersagt, teilte Oberregierungsrat Dr. Florian Jung vom Landratsamt Ostallgäu am Freitag den Bürgermeistern mit.

Freitag, 16. Oktober 11.20 Uhr: Bayern hebt Teilnehmer-Obergrenze für Gottesdienste im Freien auf

Für Gottesdienste unter freiem Himmel gibt es in Bayern künftig keine Personenobergrenze mehr. Die bisherige Höchstzahl von 200 Teilnehmern gelte ab Samstag nicht mehr, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Dies sei für die Gläubigen und die Kirchen gerade mit Blick auf Allerheiligen und Weihnachten eine wichtige Botschaft. Es bleibe aber dabei, dass bei den Gottesdiensten die Abstandsregeln, die Maskenpflicht und auch die Hygienekonzepte eingehalten werden müssten. "Ich vertraue hier auf die Umsetzung der Pfarrgemeinden und der Gottesdienstbesucher", sagte Herrmann.

Freitag, 16. Oktober, 11.15 Uhr: In Bayern gibt es ab Samstag kein Beherbergungsverbot mehr

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, "wir belassen es dabei", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Mehr darüber lesen Sie hier.

Freitag, 16. Oktober, 11 Uhr: Freie Wähler sagen wegen Corona Landesparteitag in Bayern ab

Wegen der steigenden Corona-Zahlen in ganz Bayern sagen die im Freistaat mit der CSU regierenden Freien Wähler ihren Landesparteitag am 24. Oktober in Landshut ab. Das teilte ein Sprecher der Partei am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit. In den vergangenen Tagen hätten sich die Vorzeichen massiv verschlechtert, weshalb die Entscheidung zur Absage aus Sicherheitsaspekten getroffen worden sei, hieß es.

Das Konzept hatte vorgesehen, dass die einige Hundert Delegierten aufgeteilt auf zwei Hallen an der Landesversammlung teilnehmen können. Da neben der Grundsatzrede von Parteichef Hubert Aiwanger unter anderem Neuwahlen des Vorstands auf der Tagesordnung standen, wäre eine Online-Veranstaltung rechtlich nicht möglich gewesen. Nun hoffe die Partei, den Parteitag im kommenden Jahr nachholen zu können, sobald es die Pandemie zulasse.

Freitag, 16. Oktober, 10.45 Uhr: Ernüchternde WHO-Ergebnisse zu Trump-Medikament Remdesivir

Mehrere in weltweiten Testreihen überprüfte, potenzielle Corona-Medikamente haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wenig oder keinen Nutzen gezeigt. Darunter ist auch ein Mittel, das US-Präsident Donald Trump nach seiner Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 erhielt: Remdesivir. Das Arzneimittel ist auch in Europa zur Therapie von Covid-19 zugelassen.

Zwischenergebnisse legten nahe, dass die getesteten Medikamente wenig oder gar keinen Effekt hatten, teilte die WHO am Freitag mit. Geprüft wurden unter anderem, welchen Einfluss sie auf die Sterblichkeit, den Zeitpunkt für den Einsatz von Beatmungsgeräten und die Länge des Krankenhausaufenthalts hatten.

Freitag, 16. Oktober, 10.15 Uhr : Söder: Beherbergungsverbot für Urlauber aus Hotspots wird fallen

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Infektionszahlen wird nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder demnächst fallen. Die Einschränkungen für Urlauber aus Corona-Hotspots seien im Kampf gegen die Seuche "in der Tat nicht das Wichtige. Das wird jetzt auch Stück für Stück auslaufen", sagte der CSU-Chef am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz".

Das liege auch daran, dass Gerichte die Verbote teilweise kassieren. Söder sagte mit Blick auf Bayern: "Auch bei uns wird das so sein, das wir das Stück für Stück auslaufen lassen" - Voraussetzung sei aber, dass die Menschen sich an die neuen, strengeren Beschränkungen hielten. Bisher dürften Touristen aus Gegenden mit besonders hohen Corona-Zahlen nur in ein Hotel, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Freitag, 16. Oktober, 9 Uhr: Zwei Schulklassen in Memmingen in Quarantäne

Über 100 Schülerinnen und Schüler der Q11 des Vöhlin-Gymnasiums und einer Klasse der 12. Jahrgangsstufe der FOS/BOS müssen in Quarantäne und werden auf das Coronavirus getestet, genauso auch mehrere Lehrerinnen und Lehrer der beiden Schulen. Das teilte die Stadt Memmingen mit.

Seit 6. Oktober gilt in Memmingen Maskenpflicht an weiterführenden und berufsbildenden Schulen, auch während des Unterrichts. Ob es zu weiteren Maßnahmen in Schulen kommt, ist noch nicht klar. Die Entwicklung der Neuinfektionen wird fortlaufend durch das Gesundheitsamt erfasst und bewertet.

Auch bei negativen Testergebnissen müssen die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte aufgrund der möglichen Inkubationszeit für 14 Tage in Quarantäne.

Freitag, 16. Oktober, 8.05 Uhr: Österreich stellt Corona-Ampel für vier Bezirke auf Rot

Angesichts der sich ausweitenden Pandemie hat Österreich erstmals seine Corona-Ampel für vier Bezirke in drei westlichen Bundesländern auf Rot gestellt. Betroffen seien Wels Stadt in Oberösterreich, Hallein in Salzburg sowie Innsbruck Stadt und Innsbruck Land in Tirol, wie die Nachrichtenagentur APA am Donnerstagabend nach einem Treffen der zuständigen Expertenkommission berichtete. Für diese Bezirke bestehe ein sehr hohes Risiko, hieß es. Innsbruck-Land und Hallein grenzen an Bayern.

In ganz Österreich war die Zahl der registrierten Neuinfektionen binnen eines Tages auf den Rekordwert von 1.552 Fällen gestiegen. Laut Innenministerium wurden allein in Wien 480 neue Fälle registriert. Die Ampel für die Bundeshauptstadt bleibt aber weiter auf Orange. Im Vergleich zu Deutschland sind die Zahlen in Österreich - unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl - in etwa doppelt so hoch.

Freitag, 16. Oktober, 7.40 Uhr: Ab Montag sind wieder telefonische Krankschreibungen möglich

Telefonische Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden sind ab kommendem Montag wegen der Corona-Lage wieder bundesweit möglich. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschusses im Gesundheitswesen. Die Regelung soll zunächst bis zum Jahresende gelten. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung könne telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden, hieß es in einer Mitteilung.

Freitag, 16. Oktober, 7 Uhr: Corona-Pandemie: Was aktuell über Infektion, Tests und Medikamente bekannt ist

Rund um das Coronavirus gibt es ständig Neuerungen. Unsere Redaktion hat alle wichtigen Informationen zu Ansteckung, Therapie und Medikamenten zusammengefasst. Den aktuellen Überblick lesen Sie hier.

Freitag, 16. Oktober, 6.30 Uhr: Vermeidbare Gesundheitsrisiken erhöhen Corona-Todesrisiko

Die Corona-Pandemie trifft auf eine Weltbevölkerung, deren Gesundheit ohnehin schon gefährdet ist. Das ist das Fazit einer der weltweit größten Gesundheitsstudien. Besondere Risikofaktoren seien Übergewicht, ein zu hoher Blutzuckerwert, mangelnde Bewegung und Luftverschmutzung durch Feinstaub sowie die damit einhergehenden Krankheiten. Jene Faktoren bedrohten zudem die gesundheitlichen Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte, heißt es in der jüngsten Ausgabe der Studienserie "Global Burden of Disease", die in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde. Mehr darüber lesen Sie hier.

Freitag, 16. Oktober, 6 Uhr: Wegen Corona: Polizeigewerkschaft für Absage von Castortransport

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert, den geplanten Castortransport von der Wiederaufbereitungsanlage im britischen Sellafield ins südhessische Zwischenlager Biblis abzusagen. "Wenn nun von der Polizei erwartet wird, dass sie die Corona-Auflagen und den Gesundheitsschutz stärker durchsetzen soll, dann ist es aus unserer Sicht nicht vereinbar, dass Anfang November ein Nukleartransport von der Polizei quer durch Deutschland begleitet werden soll", sagte GdP-Vize Jörg Radek der Deutschen Presse-Agentur. "Dafür gibt es keinen zwingenden Grund." Polizeikräfte, die dann zur Sicherung des Castortransportes im Einsatz wären, könne man nicht zeitgleich für den Infektionsschutz abstellen, sagte der GdP-Vize.

Neben den Ordnungsämtern hilft auch die Polizei bei der Durchsetzung der Corona-Regeln. Bund und Länder wollen nach ihrem Beschluss vom Mittwoch zudem die Bundespolizei beim Gesundheitsschutz einsetzen.

Freitag, 16. Oktober, 5.45 Uhr: Biden: Können weiteren Lockdown mit Masken verhindern

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat ein nationales Vorgehen gegen das Coronavirus und das Tragen von Masken angemahnt. Mit den Masken könne ein weiterer Lockdown verhindert werden, sagte Biden am Donnerstagabend (Ortszeit) in einer Fragestunde des Senders ABC mit Wählern in Philadelphia. US-Präsident Donald Trump hielt zur gleichen Zeit eine vom Fernsehsender NBC veranstaltete Fragestunde mit Wählern in Miami (Florida) ab.

Dem Präsidenten komme eine Vorbildfunktion zu, sagte Biden. Wenn der Präsident keine Maske trage oder sich über Menschen lustig mache, die sie tragen, kämen die Leute zu dem Schluss, dass es nicht wichtig sei. Doch es komme darauf an, was ein Präsident sage, sagte Biden. Der Demokrat zeigt sich in der Öffentlichkeit stets mit Mund-Nasen-Schutz, Trump, der sich mit Corona ansteckte, nur selten. Trump habe "enorme Gelegenheiten" in der Pandemie verpasst,

Freitag, 16. Oktober, 5.30 Uhr: 7334 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen 7.334 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Am Vortag war mit 6.638 neuen Fällen der bis dato höchste Wert seit Beginn der Pandemie in Deutschland registriert worden. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Freitag 4.516 Neuinfektionen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten zeichnet sich ein deutlicher Anstieg ab. Laut RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 655 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 329 davon wurden beatmet. Eine Woche zuvor (8.10.) hatte der Wert noch bei 487 (239 beatmet) gelegen, in der Woche davor (1.10.) bei 362 (193 beatmet). Rund 8700 Intensivbetten sind in Deutschland derzeit jedoch noch frei.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 348.557 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 16.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.734. Das waren 24 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 287.600 Genesene.

Donnerstag, 15. Oktober 21.50 Uhr: Spahn will schärfere Regeln für Einreise aus Auslands-Risikogebieten

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dringt auf schärfere Regeln für Einreisen aus Corona-Risikogebieten im Ausland. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, über den das Nachrichtenportal ThePioneer (Freitag) berichtet. Demnach soll das Gesundheitsministerium ermächtigt werden, per Verordnung weitreichende Vorgaben für Reisende, Airlines, Bus- oder Bahn-Unternehmen zu erlassen. Konkret plant Spahns Ministerium folgendes: Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland reisen will, kann demnach verpflichtet werden, gegenüber dem Robert Koch-Institut (RKI) Angaben zur Person sowie zu Aufenthaltsorten zehn Tage vor und zehn Tage nach der Einreise zu machen. Zu diesem Zweck könnte eine digitale Einreiseanmeldung eingeführt werden.

Donnerstag, 15. Oktober, 21.24 Uhr: Österreich stellt Corona-Ampel für vier Bezirke auf Rot

Angesichts der sich ausweitenden Pandemie hat Österreich erstmals seine Corona-Ampel für vier Bezirke in drei westlichen Bundesländern auf Rot gestellt. Betroffen seien Wels Stadt in

Oberösterreich, Hallein in Salzburg sowie Innsbruck Stadt und Innsbruck Land in Tirol, wie die Nachrichtenagentur APA am Donnerstagabend nach einem Treffen der zuständigen Expertenkommission berichtete. Für diese Bezirke bestehe ein sehr hohes Risiko, hieß es. Innsbruck-Land und Hallein grenzen an Bayern. In ganz Österreich war die Zahl der registrierten Neuinfektionen binnen eines Tages auf den Rekordwert von 1552 Fällen gestiegen.

Donnerstag, 15. Oktober 21.18 Uhr: Mehr als 30.000 Corona-Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 30 000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Donnerstagabend 30 621 neu erfasste Infektionen. Damit gab es einen neuen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testung in Frankreich. Zudem habe es gut 1200 neue Fällen gegeben, die in Krankenhäuser gebracht werden mussten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 33 125.

Donnerstag, 15. Oktober, 18.40 Uhr: Zwei Schulklassen in Corona-Quarantäne

Über 100 Schülerinnen und Schüler der Q11 des Memminger Vöhlin-Gymnasiums und einer Klasse der 12. Jahrgangsstufe der FOS/BOS müssen in Quarantäne und werden auf das Coronavirus getestet. Gleiches gilt für mehrere Lehrerinnen und Lehrer. In beiden Schulen war jeweils ein Schüler positiv auf das SarsCoV-2-Virus getestet worden. Auch bei negativen Testergebnissen müssen die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte wegen der möglichen Inkubationszeit für 14 Tage in Quarantäne. Ob es zu weiteren Maßnahmen in Schulen kommt, ist noch nicht klar.

Donnerstag, 15. Oktober, 17.40 Uhr: Gericht bestätigt abendliches Alkohol-Ausschankverbot in München

Gaststätten in München dürfen nach 22.00 Uhr wegen Corona vorerst weiter keinen Alkohol ausschenken. Das Verwaltungsgericht München wies am Donnerstag die Eilanträge zweier Restaurants gegen die entsprechende Allgemeinverfügung der Stadt zurück. Die Regelung sei angesichts weiter steigender Infektionszahlen verhältnismäßig, argumentierte die Kammer.

Die Anwälte der Restaurants hielten die Regelung der Stadt für rechtswidrig, da sie nicht zwischen unterschiedlichen Betrieben wie Speiserestaurants und Schankgaststätten differenziere. In einem Restaurant ändere sich um 22.00 Uhr nichts gegenüber einem früheren Zeitpunkt, da die Gäste weiter auf ihren Plätzen blieben.

Donnerstag, 15. Oktober, 16.31 Uhr: Weiterer Todesfall in Memmingen

im Klinikum Memmingen ist ein Senior verstorben, der zuvor positiv auf das SarsCoV2-Virus getestet worden war. Es handelt sich um einen über 85-Jährigen, der Vorerkrankungen hatte. Im Klinikum werden aktuell fünf Covid-Patienten behandelt.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist unterdessen in Memmingen wieder unter den kritischen Schwellenwert von 50 gesunken. Laut Stadtverwaltung liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz jetzt bei 47,6 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen – hochgerechnet auf 100.000 Einwohner. Dennoch bleiben die geltenden Einschränkungen wie geplant bis einschließlich Montag, 19. Oktober, bestehen. Nach Angaben der Stadt wird dann situationsbedingt je nach Entwicklung der Fallzahlen neu entschieden. So dürfen sich derzeit beispielsweise in der Öffentlichkeit nur Angehörige des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Haushalts treffen. Ansonsten sind nur Gruppen von bis zu fünf Personen aus mehreren Haushalten erlaubt.

Donnerstag, 15. Oktober 16.27 Uhr: Unterallgäu rutscht unter Frühwarnwert

Der Landkreis Unterallgäu ist wieder unter den Frühwarnwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gerutscht. Das Landratsamt meldete zehn neue Corona-Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz lag bei 32,34. Dennoch gilt die seit vergangenen Samstag bestehende Allgemeinverfügung weiter. Das Landratsamt verweist in diesem Zusammenhang auf eine Vorgabe des Gesundheitsministeriums. Demnach können die Verordnungen nur aufgehoben werden, wenn der Signalwert sieben Tage in Folge unterschritten wird. Der Landkreis lag jedoch am Mittwoch wieder kurzzeitig darüber. Deshalb werde man heute erneut eine Allgemeinverfügung erlassen, die – mit kleineren Ausnahmen – mit der bisher geltenden identisch sei. Deshalb gilt weiter, dass an Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen maximal 50 Personen teilnehmen dürfen. Zudem wird dringend empfohlen, in privaten Räumen die Gästezahl auf maximal 25 zu begrenzen. In Kindertagesstätten muss eine funktionelle Trennung der Gruppen vorgenommen werden – wo es organisatorisch möglich ist. Schüler an weiterführenden Schulen und Berufsschulen müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Nur wer durchgängig im Klassenverband unterrichtet wird, darf an seinem Platz die Maske abnehmen.

Donnerstag, 15. Oktober, 15.32 Uhr: Gericht setzt Niedersachsens Beherbergungsverbot aus

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot des Landes für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots in einem Eilverfahren für rechtswidrig erklärt. Der Beschluss sei unanfechtbar, teilte das Gericht am Donnerstag in Lüneburg mit. Geklagt hatte der Betreiber eines Ferienparks.

Donnerstag, 15. Okatober, 15.01 Uhr: Dritter Corona-Fall an Kaufbeurer Berufsschule

Kaufbeuren Ein dritter Corona-Fall wurde am Donnerstag an der Kaufbeurer Berufsschule nachgewiesen. Nachdem am Mittwoch bekannt geworden war, dass eine Schülerin und ein Lehrer betroffen sind wurde nun eine weitere Schülerin positiv auf das Virus getestet. Dabei handelte sich laut Schulleiter Bertram Knitl um eine Studierende der Fachakademie für Sozialpädagogik am Schulstandort Adolph-Kolping-Straße. Die 19 Schüler der betreffenden Klasse wurde auf Anweisung des Gesundheitsamtes sofort nach Hause geschickt. Es sind auch Lehrkräfte betroffen, denen ebenfalls vorsorglich freigegeben wurde. Sie werden jetzt auf das Virus getestet. Schüler und Lehrer des Schulstandorts, die zum erweiterten Kontaktkreis der betreffenden Schülerin gehörten, werden ebenfalls auf Corona untersucht. Bis die Ergebnisse der Tests vorliegen, sind sie vom Präsenzunterricht freigestellt. Da die Testergebnisse derzeit gewöhnlich bereits am nächsten Tag vorliegen, seien die Auswirkungen auf den Unterricht überschaubar, berichtet Knitl.itl.

Donnerstag, 15. Oktober 14.49: Bayern lässt Beherbergungsverbot bis auf Weiteres in Kraft

In Bayern bleibt das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots bis auf Weiteres in Kraft. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte nach einer Kabinettssitzung am Donnerstag in München aber an, die Regelung bis nach den Herbstferien regelmäßig zu überprüfen, etwa in Hinblick auf ein Urteil in Baden-Württemberg oder im Hinblick auf die weitere Entwicklung von Risikogebieten und das Vorgehen anderer Bundesländer.

Donnerstag, 15. Oktober, 14.26 Uhr: Söder sieht täglich wachsende Gefahr für zweiten Lockdown

Angesichts des starken Anstiegs von Corona-Fällen auch in Bayern sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine täglich wachsende Gefahr für einen erneuten Lockdown. "Die Lage ist leider ernst, und sie wird jeden Tag ernster", sagte er am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Corona sei immer dramatischer in ganz Europa aktiv. Auch wenn es keinen Grund zur Panik gebe, sei die Situation sogar deutlich komplexer als im vergangenen Frühjahr. Denn jetzt stehe der Winter vor der Tür, und zugleich "explodieren die Zahlen in ganz Europa".

Söder betonte, dass sich Bayern auf Anfrage aus Tschechien bereit erklärt habe, Intensivpatienten aufzunehmen. Landesweit seit die Auslastung bei den Intensivbetten bereits bei mehr als 40 Prozent. Söder betonte, die Staatsregierung werde alles tun, um einen Lockdown zu verhindern. Ob jedoch die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch in Berlin dafür ausreichten, sei zu bezweifeln.

Donnerstag, 15. Oktober, 13.15 Uhr: Sachsen hebt Beherbergungsverbot auf

Sachsen hebt das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten auf. Das kündigte die Regierung am Donnerstag nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus dem Freistaat an. Die Regelung soll ab Samstag gelten.

Donnerstag, 15. Oktober, 12.40 Uhr: Augsburg überschreitet Warnwert noch deutlicher

Augsburg hat den Warnwert seit Mittwoch noch deutlicher überschritten als am Tag zuvor. Der Sieben-Tage-Wert steigt auf 64,1. Grund sind 39 neue Corona-Infektionen.

Donnerstag, 15. Oktober, 12.20 Uhr: Erster Ort in Österreich wieder unter Quarantäne

In Österreich wird der Ort Kuchl im Salzburger Land an der bayerischen Grenze wegen der Corona-Neuinfektionen unter Quarantäne gestellt. Die Ein- und Ausreise aus der Gemeinde mit rund 6.600 Einwohnern sei bis auf einige Ausnahmen ab Samstag bis zum 1. November nicht mehr erlaubt, sagte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer am Donnerstag. "Die Situation läuft völlig aus dem Ruder", sagte der ÖVP-Politiker über die Lage im Ort, der nur etwa 20 Kilometer von Berchtesgaden entfernt ist.

Donnerstag, 15. Oktober, 12 Uhr: Gericht kippt Beherbungsverbot in Baden-Württemberg

Der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg hat mit Beschluss vom Donnerstag einem Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot in dem Bundesland stattgegeben. Dieses gilt bislang für Gäste aus deutschen Regionen, in denen 50 neue Corona-Fälle pro 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen registriert wurden. Der Antragsteller kommt aus Nordrhein-Westfalen und hatte einen Urlaub im Kreis Ravensburg gebucht.

Donnnerstag, 15. Oktober, 11.40 Uhr: Corona-Ausbruch bei Putenschlachthof in Mühldorf am Inn

Nach einem Corona-Ausbruch bei einem Putenschlachthof sind die Infektionszahl im Landkreis Mühldorf am Inn nach oben geschnellt. Die Zahlen waren wochenlang mit nur wenig Neuinfektionen auf einem niedrigen Niveau gewesen, wie das Landratsamt mitteilte.

Am Mittwoch waren 39 Mitarbeiter des Ampfinger Schlachthofes positiv auf Corona getestet worden. Der Putenschlachthof geriet zuletzt wegen vorgeworfener Tierschutz-Verstöße beim Transport der Tiere in die Kritik.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstagmorgen für Mühldorf am Inn einen Wert von 73,4 Fällen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Aktuell berät der Landrat, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen. Der Landkreis hat angekündigt, weitere Einschränkungen einzuführen.

Auch in den benachbarten Landkreisen sind die Zahlen über dem Warnwert: Der im Norden angrenzende Landkreis Rottal-Inn weist laut RKI einen Wert von 81,5 Fällen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche auf. Rosenheim meldet für den Landkreis einen Wert von 54 Fällen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Donnerstag, 15. Oktober, 11.15 Uhr: Umweltbundesamt legt Lüftungsempfehlungen für Schulen vor

Wie lüftet man in Corona-Zeiten richtig? Sind Wärmetauschanlagen für Schulen sinnvoll? Was das Umweltbundesamt für das Lüften in Schulen empfiehlt, lesen Sie hier.

Donnerstag, 15. Oktober, 10.40 Uhr: AfD sieht in Corona-Beschlüssen "neuerlichen Lockdown auf Raten"

Die AfD im Bundestag hat die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern als willkürlich und schädlich für die Wirtschaft kritisiert. "Die Ergebnisse dieses Gipfels bedeuten einen neuerlichen Lockdown auf Raten. Die ohnehin am Boden liegende Wirtschaft wird weiter stranguliert", sagte die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel am Donnerstag in Berlin.

"Die beschlossenen Maßnahmen richten nachweislich erheblichen wirtschaftlichen Schaden an, während ihr Nutzen zur Eindämmung der Pandemie nicht nachweisbar ist", kritisierte Weidel. Die zahlreichen Verbote und Einschränkungen wie das Beherbergungsverbot oder die Sperrstunde seien willkürlich und unverhältnismäßig. "Beschränkungen der Personenzahl bei Feiern und sonstigen Zusammenkünften sind nur schwer zu kontrollieren und greifen in Grundrechte ein."

Aus Sicht des Co-Vorsitzenden Alexander Gauland zeigen die Beschlüsse "die Ratlosigkeit der politisch Handelnden". Der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten sei es wieder nicht gelungen, die Kleinstaaterei in der Pandemiebekämpfung zu überwinden und einheitliche Regelungen für ganz Deutschland zu vereinbaren. Wären die Maßnahmen nachweisbar sinnvoll, würden sie flächendeckend umgesetzt. "Der deutschlandweite Flickenteppich an Maßnahmen entlarvt diese als bloßen Aktionismus", erklärte Gauland.

Donnerstag, 15. Oktober, 10.05 Uhr: Memmingen wieder unter dem Corona-Schwellenwert 50

Seit dem heutigen Donnerstag (15. Oktober, 0 Uhr) ist der Corona-Richtwert für Memmingen wieder unter die kritische 50er-Warnschwelle gesunken: Laut RKI liegt er bei 47,6. Memmingen war zuletzt Corona-Hotspot im Allgäu und wies Anfang der Woche einen Wert von 59 auf.

Die Stadt reagierte daraufhin mit strengeren Corona-Regeln. Sie gelten trotz der aktuell sinkenden Werte vorerst bis kommenden Montag, 19. Oktober, unverändert weiter. In Memmingen gab es nach RKI-Angaben 21 neue Corona-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen.

Donnerstag, 15. Oktober, 9.55 Uhr: Europapolitiker Manfred Weber ist in Corona-Quarantäne

CSU-Vize Manfred Weber hat sich in Corona-Quarantäne begeben. Er sei darüber informiert worden, dass er mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person in Kontakt gewesen sei, schrieb der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei im Europaparlament am Donnerstag auf Twitter. Er sei nun in Selbstisolation und warte auf ein erstes Testergebnis. "Passt alle auf euch auf."

Der CSU-Politiker Manfred Weber ist in Corona-Quarantäne.
Der CSU-Politiker Manfred Weber ist in Corona-Quarantäne.
Bild: Philipp von Ditfurth, dpa

Donnerstag, 15. Oktober, 9 Uhr: Spahn zu Weihnachten in Zeiten der Pandemie

"Das entscheiden wir heute, ob Weihnachten sozusagen in gewohnter Weise stattfinden kann, oder ob wir eine Situation haben werden wie an Ostern, (...) wo wir empfehlen mussten, nicht die Verwandtschaft zu besuchen. Das würde ich eigentlich gerne vermeiden wollen. Ich sag' nochmal: Wir haben es selbst in der Hand." Das sagte Gesundheitsminister Jens Spahn im Deutschlandfunk.

Donnerstag, 15. Oktober, 8.55 Uhr: Ifo: Besonders viel Kurzarbeit in Bayern

Bayern und Baden-Württemberg kämpfen weiter mit besonders hohen Kurzarbeiterzahlen. Im Freistaat waren im September 14 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen, wie das Münchner Ifo-Institut auf Basis seiner Konjunkturumfrage ermittelt hat. Das sind rund 825.000. In Baden-Württemberg waren es 610.000 Menschen oder 13 Prozent.

"In Ländern mit viel Metallverarbeitung, Maschinenbau, Autobauern und Zulieferern wird mehr Kurzarbeit gefahren als anderswo", sagte Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link zu den Zahlen. Insgesamt ist die Kurzarbeit aber weiter auf dem Rückzug. Im August lag sie laut Ifo in Bayern noch bei 18 Prozent, also um vier Prozentpunkte höher. Der bundesweite Durchschnitt sank von 14 auf 11 Prozent.

Donnerstag, 15. Oktober, 8.20 Uhr: Jens Spahn zu Corona-Maßnahmen: "Haben es selbst in der Hand"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert an die Bevölkerung, die verschärften Corona-Schutzmaßnahmen wegen der sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen mitzutragen. "Wir haben es selbst in der Hand, diese Entwicklung zu stoppen", sagte er am Donnerstagmorgen im Deutschlandfunk. Das Signal des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder, bei dem für Regionen mit hohen Infektionszahlen etwa Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum vereinbart wurden, sei wichtig. Es gebe ein gemeinsames Grundverständnis, das die Menschen nun aber auch unbedingt beibehalten müssten.

Spahn betonte, Ziel sei es, die Pandemie in eine zu bewältigende Größenordnung zu bringen, "damit Schule und Kita und Einzelhandel geöffnet bleiben können". Gelinge dies, seien keine weiteren Verschärfungen oder gar ein zweiter Lockdown nötig, schätzte er. Das beschlossene Stufenmodell, wonach auch bei durchschnittlich 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen schon Einschränkungen etwa bei privaten Feiern gelten können, sei ein wichtiger Schritt nach vorn, sagte Spahn. "Es ist nicht nur die Großveranstaltung. Es ist auch das gesellige Zu-Hause-Sein."

Angesprochen auf die Skepsis Merkels, ob die Maßnahmen ausreichen, meinte er: "Das werden wir in den nächsten Tagen sehen. Was ich wichtig finde: Wir alle können jeden Tag einen Unterschied machen." Diejenigen, die sich nicht an die neuen Regeln hielten, müssten aber mit Konsequenzen rechnen - "zum Teil auch mit empfindlichen Strafen".

Donnerstag, 15. Oktober, 6.45 Uhr: Markus Söder reichen die Beschränkungen noch nicht

Acht Stunden haben die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin einen einheitlichen Weg für die kommenden Monate gesucht. Doch Markus Söder ist nicht zufrieden. Mehr dazu hier.

Donnerstag, 15. Oktober, 6 Uhr: RKI meldet Rekordwert bei Neuinfektionen

Die Zahl der binnen eines Tages mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen und hat damit einen Rekordwert erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 6638 Neuinfektionen - rund 1500 mehr als am Mittwoch. Bislang waren Ende März mit knapp 6.300 Neuinfizierten die meisten registriert worden. Allerdings sind die jetzigen Werte nicht mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 4.059 Neuinfektionen mitgeteilt. Damit war zum ersten Mal seit April die 4000er Marke überschritten worden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 341.223 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 15.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9710. Das waren 33 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 284 600 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwoch bei 1,04 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Mittwoch, 14. Oktober, 20.20 Uhr: Länder und Bund ringen um Aufhebung des Beherbergungsverbots

In der Runde von Bund und Ländern ist am Mittwochabend hart um eine Aufhebung des Beherbergungsverbots wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen gerungen worden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) habe ein Plädoyer gegen das Verbot gehalten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Er habe auf dessen Folgen wie eine falsche Nutzung von Testkapazitäten hingewiesen. Für eine Beibehaltung des Beherbergungsverbots plädierten demnach Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Auch Schleswig-Holstein wolle mit Einschränkungen daran festhalten.

Mittwoch, 14. Oktober, 19.22 Uhr: Weniger Kontakte im öffentlichen Raum erlaubt

In Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten von mehr als 50 sollen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. Sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, sollen sich nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen dürfen.

Die Diskussion um einen der umstrittensten Punkte, das Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten im Inland, begann in der Runde von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten erst um 19 Uhr am Mittwochabend.

Mittwoch, 14. Oktober, 18.46 Uhr: Maskenpflicht in Corona-Hotspots wird erweitert

In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

Mittwoch, 14. Oktober, 18.33 Uhr: Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomie in Corona-Hotspots

Und gleich hinterher der nächste Beschluss: In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll es künftig generell eine Sperrstunde um 23.00 Uhr in der Gastronomie geben. Dies soll ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelten.

Mittwoch, 14. Oktober, 18.30 Uhr: Beschluss: Weniger Teilnehmer bei privaten Feiern in Corona-Hotspots

Die ersten Beschlüsse des Corona-Bund-Ländergipfels werden bekannt: In Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen werden private Feiern künftig generell auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt. Das haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Die Begrenzung gilt bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Mittwoch, 14. Oktober, 17.20 Uhr: Österreich und Schweiz mit Corona-Rekord-Zahlen

In Österreich und der Schweiz ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus erneut auf Rekordwerte gestiegen. Binnen Tagesfrist wurden nach Angaben des Wiener Gesundheits- und Innenministeriums vom Mittwoch 1.346 neue Fälle gezählt. In der Schweiz und Liechtenstein waren es 2.823, etwa doppelt so viele wie am Vortag, wie das Bundesamt für Gesundheit berichtete.

In Österreich ist der Wert unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner etwa doppelt so hoch wie in Deutschland, in der Schweiz sogar fünf Mal so hoch. In der Schweiz waren es auf dem Höhepunkt der Pandemie am 23. März knapp 1.500 Fälle gewesen.

Die meisten neuen Fälle verzeichneten Wien (402), Oberösterreich (234), Tirol (184), Niederösterreich (139) und Salzburg (134). Auch die Belegung der Betten mit Covid-19-Patienten auf Intensiv- wie Normalstationen in Österreichs Kliniken stieg zuletzt an.


Mittwoch, 14. Oktober, 16.30 Uhr: Umzug des Corona-Testzentrums in Kaufbeuren

Das Corona-Testzentrum in Kaufbeuren zieht um. Ab Montag, 19. Oktober, befindet es sich nicht mehr am Tänzelfestplatz, sondern im Gablonzer Haus.

Grund dafür sind die Vorgaben der Staatsregierung. Sie fordern, dass Testzentren ab Mitte Oktober "eine winterfeste Infrastruktur" besitzen und damit langfristig betrieben werden können. Dieser Anforderung wird die Stadt Kaufbeuren mit dem neuen Standort im Gablonzer Haus am Bürgerplatz 1 gerecht. Der Zugang zur Teststrecke erfolgt nicht über den Haupteingang, sondern über den direkten Zugang zum Saal an der Nordseite des Gebäudes, teilt die Verwaltung mit.

Der Corona-Test im Testzentrum ist kostenlos. Wer sich testen lassen möchte, muss dazu einen Termin beim Gesundheitsamt Ostallgäu machen – telefonisch über 08342/911-994 oder per E-Mail an hotline@lra-oal.bayern.de.

Wer sich krank fühlt, sollte sich laut Mitteilung nicht in einem Testzentrum testen lassen, sondern Kontakt mit seinem Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefonnummer 116 117) aufnehmen. Dieser entscheidet über das weitere Vorgehen.

Mittwoch, 14. Oktober, 16 Uhr: Bundesregierung: Quarantänepflicht für Risikogebiete ab 8. November

Die neue Quarantänepflicht für Rückkehrer aus ausländischen Corona-Risikogebieten soll ab dem 8. November gelten. Die Details regelt eine Musterquarantäneverordnung, die das Bundeskabinett am Mittwoch verabschiedete. Die konkrete Umsetzung liegt bei den Bundesländern, Reisende müssen deren jeweilige Regeln beachten.

Wer sich in den zehn Tagen vor der Einreise in einem vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuften Land oder einer solchen Region aufgehalten hat, muss laut Seibert demnächst bei seiner Rückkehr unverzüglich für zehn Tage in Quarantäne gehen. Zudem muss er sich beim Gesundheitsamt melden. Wer die Selbstisolation vorzeitig beenden möchte, kann frühestens am fünften Tag nach der Einreise einen Coronavirus-Test machen lassen. Wenn das Ergebnis negativ ist, endet die Pflicht zur Quarantäne. In jedem Fall ist das Gesundheitsamt über das Ergebnis zu informieren. Wenn der Test negativ ausfällt, aber innerhalb von zehn Tage Symptome einer Covid-19-Erkrankung auftreten, müssen Betroffene einen weiteren Test machen.

Derzeit können Reisende aus Risikogebieten die Quarantäne vermeiden, wenn sie einen negativen Corona-Test mitbringen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Wer den nicht vorweisen kann, muss zwei Wochen in Quarantäne - oder den Test im Inland nachholen und bis zu einem negativen Ergebnis isoliert bleiben.

Mittwoch, 14. Oktober, 15.30 Uhr: Neue Corona-Ausbrüche und weiterer Todesfall im Oberallgäu - Schulen betroffen

Nach privaten Feiern ist es zu neuen Corona-Ausbrüchen im Oberallgäu gekommen. Besonders betroffen ist Laut Landratsamt Oberstdorf. Mindestens 13 Menschen sind dort nach privaten "Zusammenkünften" positiv getetstest worden.

Weil auch Lehrer und Schüler betroffen sind, hat dies Auswirkungen auf die Grundschule und das Gymnasium in Oberstdorf. An beiden Schulen wurden Kontaktpersonen identifiziert, eine Klasse und weitere Lehrkräfte sind in Isolation.

Auch an der Realschule ind Immenstadt ist eine Schülerin an Covid-19 erkrankt. Am dortigen Klinikum gibt es außerdem einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Corona, teilt die Behörde mit. Alle Hintergründe dazu hier.

Mittwoch, 14. Oktober, 13.40 Uhr: Gebirgsschützen beten um Verschonung von Corona-Plage

Die Gebirgsschützen in Bayern suchen in der Corona-Krise Hilfe bei der Gottesmutter. Mit einem Bittgang zum Gnadenbild der Muttergottes in der Wallfahrtskapelle Birkenstein im Landkreis Miesbach bat eine Delegation um Verschonung von der Corona-Plage, wie der Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien am Mittwoch mitteilte. Der Pilgergruppe, die am vergangenen Samstag vom Elbacher Leitzachtal aus betend zur Wallfahrtskapelle Birkenstein in Fischbachau zog, gehörte auch Landeshauptmann Martin Haberfellner an.

Mit einem eigens für den Anlass verfassten Gebet erbaten die Gebirgsschützen die Fürsprache der Gottesmutter. Die "Patrona Bavariae" ist auch Schutzfrau der Gebirgsschützen.

Bittgänge und Wallfahrten gehörten seit Jahrhunderten zur Volkskultur, um mit dem gemeinsamen Gebet und dem Besuch Heiliger Orte Befreiung von Seuchen und Not zu erlangen, hieß es weiter. In Bayern sei der Brauch im 17. Jahrhundert unter dem Eindruck der Pest entstanden, als die Menschen pilgernd um göttlichen Beistand vor der todbringenden Seuche beteten. Die von Staat und Kirche verhängten Corona-Maßnahmen hätten den Menschen nun aber auch den Bittgang und die Wallfahrt in der Gemeinschaft genommen. Mit der Wiederaufnahme unter Einhaltung der Corona-Regeln wolle man deshalb auch ein Signal an die Kirche senden.

Mittwoch, 14. Oktober, 13.15 Uhr: Neue Corona-Testverordnung tritt am Donnerstag in Kraft

Die neue Corona-Testverordnung soll an diesem Donnerstag in Kraft treten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Mittwoch in Berlin, er habe die Verordnung am Morgen unterschrieben, sie trete am Donnerstag in Kraft. Corona-Tests sollen damit künftig stärker auf Risikogruppen und das Gesundheitswesen konzentriert werden - weniger auf Reiserückkehrer. Geplant ist unter anderem, dass Pflegeheime und Krankenhäuser "Antigen-Schnelltests" großzügig nutzen können, damit Besucher, Personal und Patienten regelmäßig getestet werden können. Spahn hatte kürzlich von zusätzlichen Tests "in großer Millionenzahl pro Monat" gesprochen.

Er nannte es besorgniserregend, dass die Infektionszahlen jetzt auch bei Älteren wieder anstiegen. "Ob Sie 10 000 Infizierte 20-Jährige haben oder 10 000 infizierte 80-Jährige (...) macht einen großen Unterschied." Deswegen sei gerade der Schutz von Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen im Gesundheitswesen wichtig, um den "Eintrag" zu minimieren.

Mittwoch, 14. Oktober, 12.30 Uhr: Jeder Dritte in NRW lebt in einem Corona-Risikogebiet

In Nordrhein-Westfalen lebt inzwischen jeder Dritte in einem Corona-Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut überschritten am Mittwoch neun Großstädte und vier Kreise mit mehr als 5,6 Millionen Einwohnern die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Zusätzlich meldete die Städteregion Aachen mit gut 557.000 Einwohnern einen entsprechenden Warnwert von 57,6. Demnach leben fast 6,2 Millionen Menschen in Risikogebieten innerhalb des Landes NRW mit insgesamt knapp 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern.

Zu den Risikogebieten gehören die Millionenstadt Köln, die Landeshauptstadt Düsseldorf, Essen, Duisburg oder auch Herne mit dem am Mittwoch landesweit höchsten Wert von 95,2. Zu den seit Tagen betroffenen Kreisen Unna und Recklinghausen kamen neu die Kreise Mettmann und Olpe hinzu. Für das gesamte bevölkerungsreichste Bundesland wies das RKI einen Wert von 41,49 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche aus.

Mittwoch, 14. Oktober, 12 Uhr: Bund will Hilfe für stark betroffene Wirtschaftsbereiche verbessern

Der Bund will Hilfsmaßnahmen für besonders von der Corona-Pandemie betroffene Branchen verbessern. Die angesichts steigender Infektionszahlen geplanten Einschränkungen würden dazu führen, dass einige Wirtschaftsbereiche auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssten, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder am Mittwochnachmittag.

Deshalb werde der Bund "Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verbessern", heißt es.

Mittwoch, 14. Oktober, 11.50 Uhr: Bund schlägt Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Familienfeiern vor

Der Bund plädiert dafür, die Zahl der Teilnehmer bei privaten Feiern sowie bei öffentlichen Veranstaltungen spätestens dann zu beschränken, wenn es 35 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Region innerhalb einer Woche gibt. Wann die Sperrstunde beginnen soll und wie viele Teilnehmer bei Feiern im Familien- und Freundeskreis zugelassen sein sollen, wird in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder am Mittwochnachmittag offen gelassen.

Mittwoch, 14. Oktober, 9.45 Uhr: Das Beherbergungsverbot stoppt den Aufschwung des Oberstdorfer Tourismus

339.000 Übernachtungen weniger als im Vorjahr wurden in Oberstdorf bis Ende August gezählt. Trotz des starken Sommers muss die Tourismushochburg immer noch einen Rückgang von 17,6 Prozent verzeichnen. Um diese Verluste auszugleichen, setzen die Touristiker auf eine Saisonverlängerung im Herbst. Doch die Corona-Regeln erschweren den Tourismus.

Weitere Informationen lesen Sie hier.

Mittwoch, 14. Oktober, 8.30 Uhr: Wochenmarkt in Kempten: Das sind die Pläne für den Corona-Herbst und -Winter

Demnächst zieht der Kemptener Wochenmarkt wieder in die Markthalle. Wegen Corona ist dort aber nicht Platz für alle Händler. Welche Lösungsidee es dafür gibt, lesen Sie hier.

Mittwoch, 14. Oktober, 7.35 Uhr: Verkehrsverband: Länder hängen bei Hilfen für Nahverkehr hinterher

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat von den Ländern die Einhaltung ihrer finanziellen Zusagen für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in der Krise gefordert. Der Verband stelle fest, "dass einzelne Bundesländer derzeit noch nicht bereit sind, wie verabredet eigene Landesmittel bereitzustellen, um die entstandenen Verluste vollumfänglich auszugleichen", teilte VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff, mit. "Der Branchenverband VDV appelliert daher an alle Bundesländer, die noch keine entsprechenden Beschlüsse gefasst haben, dies jetzt schnell nachzuholen."

Die Verkehrsunternehmen hatten Busse und Bahnen in der Corona-Krise weitgehend weiter fahren lassen, obwohl kaum noch jemand mitfuhr. Schon länger sind die Unternehmen wieder mit 100 Prozent ihrer Kapazitäten im Einsatz, obwohl die Auslastung dem VDV zufolge aktuell nur bei 70 bis 75 Prozent des Vorkrisen-Niveaus liegt. Insgesamt ging die Branche zunächst von Umsatzeinbußen von bis zu fünf Milliarden Euro aus. (Welche Corona-Regeln derzeit im ÖPNV in Bayern gelten, erfahren Sie hier.)

Mittwoch, 14. Oktober, 6 Uhr: Laschet: Bürger haben Recht auf "klare, verbindliche Regeln"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert vor dem Corona-Treffen zwischen Bund und Ländern klare Beschlüsse. Die Bürger hätten "das Recht auf klare, verbindliche Regeln, die jeder nachvollziehen kann", sagte Laschet dem "Tagesspiegel" (Mittwoch). Er sprach sich auch dort für bundesweite Regelungen aus, wo dies angezeigt sei. "Ich wünsche mir, dass wir in den nächsten Wochen das Wir-Gefühl aus dem Frühjahr neu beleben, dass alle an einem Strang ziehen, um das Virus zu bekämpfen."

"Indem wir in den Hotspots einheitliche Kontaktbeschränkungen, die Beschränkung der Öffnungszeiten in der Gastronomie und bei Veranstaltungen umsetzen, können wir die Ausbreitung des Virus wirksam eindämmen", sagte Laschet der "Rheinischen Post" (Mittwoch).

Mittwoch, 14. Oktober, 5.45 Uhr: Umgang mit Corona: Lindenberger Händler distanzieren sich von Café-Betreibern

Mehrere Händler der Leistungsgemeinschaft Lindenberg kritisieren einen Mitgliedsbetrieb wegen dessen Haltung zur Corona-Maskenpflicht. Worum es dabei geht, lesen Sie hier.

Mittwoch, 14. Oktober, 5.20 Uhr: Städtetagspräsident: Corona-Gipfel der wichtigste seit Monaten

Städtetagspräsident Burkhard Jung hat den Corona-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ländern am Mittwoch als den "wichtigsten seit Monaten" bezeichnet. "Denn die nächsten Wochen werden darüber entscheiden, ob wir die Corona-Pandemie im Griff behalten", sagte Jung, der auch Leipziger Oberbürgermeister ist, der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch).

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an diesem Mittwoch über das insgesamt richtige Maß weiterer Beschränkungen beraten. Erstmals seit vier Monaten findet die Konferenz nicht per Video statt, die Länderchefs kommen für ein Vor-Ort-Treffen nach Berlin. Mehr über das Treffen lesen Sie hier.

Mittwoch, 14. Oktober, 5.10 Uhr: Erstmals seit April über 5.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen erstmals seit April mehr als 5.000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt belief sich die Zahl laut RKI auf 5.132. Das waren mehr als 1.000 Fälle mehr als noch am Vortag. Der letzte Höchstwert seit April waren 4.721 neu nachgewiesene Fälle am Samstag gewesen. Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 2.828 Neuinfektionen mitgeteilt.

Zuletzt waren Mitte April die Zahlen so hoch wie aktuell. Allerdings sind die Werte nicht miteinander vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Das RKI schreibt zur momentanen Situation: "Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten. Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert." Der Anteil der Covid-19 Fälle nehme in der älteren Bevölkerung leicht zu. Senioren gelten in der Regel als anfälliger für eine schwere Corona-Erkrankung als Jüngere.

Die Zahl der Corona-Patienten auf der Intensivstation stieg zwar in den vergangenen Tagen merklich, ist aber weiterhin vergleichsweise niedrig. So wurden laut Daten des DIVI-Intensivregisters von Dienstag rund 620 Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt, eine Woche zuvor waren es noch rund 450. Insgesamt sind demnach in Deutschland aber noch knapp 9.000 Intensivbetten frei.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 334.585 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 14.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.677. Das waren 43 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 281.900 Genesene.

Dienstag, 13. Oktober, 23.30 Uhr: Ab sofort Maskenpflicht in der Augsburger Innenstadt

Die Infektionszahlen in Augsburg haben die Corona-Obergrenze, ab der strengere Maßnahmen gelten müssen, überschritten. Damit gilt jetzt unter anderem in Teilen der Innenstadt auch im Freien eine Maskenpflicht.

Die Maskenpflicht gilt ab sofort im Bereich der Fußgängerzone, in der Maximilianstraße, in der Altstadt und auch im Umfeld des Hauptbahnhofs. Auch außerhalb von Gebäuden muss man hier auf öffentlichen Straßen und Plätzen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Pflicht gilt nur für Fußgänger, Radfahrer und Rollerfahrer sind nicht betroffen.

Und es gibt weitere neue Regeln:

  • Es gilt eine neue Sperrzeit für Gaststätten - ab 23 Uhr muss in den Lokalen Schluss sein mit dem Verkauf von Essen und Getränken.
  • Die Teilnehmerzahl für Treffen in privat genutzten Räumen wird auf fünf beschränkt.
  • Auch für Feierlichkeiten und Zusammenkünften wie Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Beerdigungen und Vereinstreffen gelten Beschränkungen. Jetzt sind in geschlossenen Räumen nur noch 25 Personen erlaubt, im Freie noch 50 Teilnehmer erlaubt. Das gilt nur für Treffen in Gaststätten oder anderen öffentlichen Räumen. Sonst greifen die Regeln für private Treffen.

Dienstag, 13. Oktober, 21.25 Uhr: Drosten: Können Ältere im Kampf gegen Corona nicht völlig abschirmen

Der Virologe Christian Drosten hat sich deutlich gegen die Idee ausgesprochen, sich in der Corona-Pandemie nur auf den Schutz von Älteren und anderen Risikogruppen zu konzentrieren, während der Rest der Gesellschaft zum Alltag zurückkehrt. Zum einen könne es nicht gelingen, die Älteren komplett abzuschirmen, sagte der Charité-Wissenschaftler in der am Dienstag veröffentlichten Folge des "Coronavirus-Update" bei NDR-Info. Zum anderen gebe es auch in den jüngeren Altersgruppen nicht so wenige Risikopatienten.

Ließe man das Virus in den jüngeren Altersgruppen durchlaufen, gäbe es viele Infektionen auf einmal und man komme auch da an die Belastungsgrenze der Medizin, so Drosten. Dabei gehe es dann aber um einen Patiententyp mit anderer gesellschaftlicher Wahrnehmung: "Da würden eben junge Familien auch den Familienvater verlieren oder auch die Mutter." Das sei "eine ganz andere Konsequenz und das kann man einfach so nicht durchlaufen lassen", betonte der Virologe. Hintergrund ist ein offener Brief von drei Wissenschaftlern aus den USA und Großbritannien, die sich gegen bevölkerungsweite Maßnahmen aussprechen - auch andere Experten widersprachen ihnen bereits.

Dienstag, 13 Oktober, 20.30 Uhr: Corona-Ausbruch bei Dominikanerinnen in Kloster Bad Wörishofen

Die Dominikanerinnen von Bad Wörishofen stehen unter Quarantäne. Priorin Franziska Brenner sagte unserer Redaktion, dass es im Kloster in der Innenstadt zuvor einen bestätigten Corona-Fall gegeben hat. Auch das Hotel Kuroase in der Klosteranlage ist von Corona-Fällen betroffen. Dort hat man einschneidende Maßnahmen ergriffen.

Im Kloster von Bad Wörishofen lebt eine größtenteils hochbetagte Schwesternschaft. Wie es dort nun weiter geht, erfahren Sie hier.

Dienstag, 13. Oktober, 18.55 Uhr: Britischer Oppositionsführer: Wir brauchen temporären Lockdown

Der britische Oppositionsführer Keir Starmer hat angesichts stark steigender Corona-Fallzahlen zu einem temporären Lockdown für England aufgerufen. "Wir brauchen einen "Circuit Breaker" und wir brauchen ihn jetzt", sagte der Labour-Chef am Dienstag in London. Als "Circuit Breaker" wird ein klar begrenzter Lockdown ähnlich jenem im Frühjahr verstanden - allerdings nur für zwei bis drei Wochen und ohne Schulschließungen, wie Starmer betonte. Allerdings könnten die Herbstferien eingebaut werden.

Damit schließt sich Starmer den Ratschlägen des wissenschaftlichen Expertengremiums Sage an, die der britischen Regierung bereits vor Wochen einen solchen landesweiten Lockdown empfahlen. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Protokoll hervor. Die Fachleute aus dem Gesundheitsbereich hatten gewarnt, dass Großbritannien sonst auf eine "große Epidemie mit katastrophalen Konsequenzen" zusteuere.

Johnson hatte am Montag ein dreistufiges System im Kampf gegen die Pandemie für den Landesteil England vorgestellt. Dort sollen je nach Risikograd - mittel, hoch oder sehr hoch - ab Mittwoch verschärfte Regeln gelten. Allerdings wird dieses von Medizinern und Opposition als nicht wirksam genug angesehen. Ein Sprecher der Regierung erklärte hingegen, man habe "effektive Maßnahmen" ergriffen. Großbritannien zählt zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen Staaten in Europa.

Dienstag, 13. Oktober, 18 Uhr: Merkel und Ministerpräsidenten beraten am Mittwoch über Corona-Beschränkungen

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an diesem Mittwoch über das insgesamt richtige Maß weiterer Beschränkungen beraten. Man müsse in solchen Bereichen zu Einschränkungen kommen, in denen es absolut notwendig sei, hieß es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag aus Kreisen von Teilnehmern des Treffens am Mittwoch. Es werde wohl auch um die Frage gehen, welche Maßnahmen für die Breite der Gesellschaft erforderlich, sinnvoll und tragbar seien.

Ziel soll es demnach auch sein, sehr genau Bereiche zu definieren, denen man derzeit noch keine Hoffnung auf Öffnung machen könne. In diesen Bereichen müsse der Staat dann gegebenenfalls in einer anderen Dimension helfen, als dies bisher der Fall sei. Besonders betroffen von der Corona-Pandemie waren unter anderem Veranstaltungsbetriebe und Messeaussteller.

Zunächst soll Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen Lagebericht geben, so diese Teilnehmer. Zudem solle Michael Meyer-Hermann, Leiter der Abteilung System-Immunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, eine Einschätzung abgeben.

Dienstag, 13. Oktober, 17.40 Uhr: Laschet will Beherbergungsverbot kippen und fordert mehr Schutz für Ältere

Der Schutz älterer Menschen muss aus Sicht des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet ein Kernthema bei den Corona-Beratungen von Bund und Ländern sein. "Wir müssen sicherstellen, dass aus stark steigenden Infektionszahlen keine stark steigenden Fälle von schweren Krankheitsverläufen oder gar Todesfällen werden", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Daher müssten Bewohner und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen Vorrang bei Schnelltests bekommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten wollen am Mittwoch in Berlin über das weitere Corona-Krisenmanagement beraten. Erstmals seit Mitte Juni kommen sie dazu wieder im Kanzleramt zusammen und tagen nicht in einer Videokonferenz.

Als sicher gilt, dass dabei auch das umstrittene Beherbergungsverbot erneut erörtert wird. Die meisten Bundesländer hatten beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

NRW will das Verbot nicht umsetzen. Der "Bild" sagte Laschet: "Wenn Regeln Verwirrung stiften, leidet die Akzeptanz."

Dienstag, 13. Oktober, 16.50 Uhr: Cristiano Ronaldo positiv auf Coronavirus getestet

Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 35-Jährige von Juventus Turin zeige keine Krankheitssymptome und ihm gehe es gut, teilte der portugiesische Verband am Dienstag auf seiner Internetseite mit.

Ronaldo werde nicht beim Nations-League-Spiel Portugals gegen Schweden am Mittwoch dabei sein. Lesen Sie mehr dazu hier.

Fußballer Cristiano Ronaldo ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden.
Fußballer Cristiano Ronaldo ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden.
Bild: Thibault Camus

Dienstag, 13 Oktober, 16.15 Uhr: Verfassungsschutzchef Haldenwang positiv auf Coronavirus getestet

Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) am Dienstag auf Anfrage mit. Auf Nachfrage ergänzte eine Sprecherin, Test und Ergebnis seien vom Montag. Zuvor hatten der "Tagesspiegel" und die "Bild" über die Infektion berichtet.

Haldenwang führe die Amtsgeschäfte von zuhause weiter, teilte der Verfassungsschutz mit.

Noch vor einer Woche hatte Haldenwang gemeinsam mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), Bundespolizeichef Dieter Romann und dem Präsidenten des Bundeskriminalamts, Holger Münch, einen Bericht zu Extremisten in den Sicherheitsbehörden vorgestellt. Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte auf Anfrage: "Bei allen Kontakten des Ministers, auch bei dem mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, wurden die Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere die Einhaltung des Mindestabstandes und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, berücksichtigt. Für Bundesinnenminister Horst Seehofer besteht derzeit kein Verdacht einer Covid-19-Infektion."

Dienstag, 13. Oktober, 14.55 Uhr: Nürnberger Oberbürgermeister in Quarantäne

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) befindet sich wegen einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus in Quarantäne.

Das Stadtoberhaupt von Bayerns zweitgrößter Stadt habe eine Veranstaltung besucht, auf der eine Person anwesend gewesen sei, die später positiv getestet worden sei, teilte die Stadt am Dienstag mit. Das erste Testergebnis von König sei negativ gewesen. Trotzdem werde er bis Freitag zuhause in Quarantäne bleiben und erst Samstag wieder Termine wahrnehmen.

Dienstag, 13. Oktober, 13.25 Uhr: Söder gegen Verlängerung der Winterferien

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Überlegungen zu einer Verlängerung der Weihnachtsferien wegen Corona zurückgewiesen. "Nee", sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München zu einem entsprechenden Vorschlag einzelner Unionspolitiker. "Wir reden jetzt darüber, wie wir Unterricht gestalten können", betonte er. Die Zeit sei nicht einfach, und man werde in den kommenden Wochen und Monaten schauen, wie es weitergehe. Schule sei schon anstrengend genug - da sei es jetzt jedenfalls nicht die Zeit, über Ferienverlängerungen zu reden und damit mit "zusätzlichen Dingen" für Verunsicherung zu sorgen.

Einzelheiten zu den Plänen, die Winterferien aufgrund der Corona-Pandemie zu verlängern, lesen Sie hier.

Dienstag, 13. Oktober, 12 Uhr: Söder informiert zu Corona-Lage

Dienstag, 13. Oktober, 11.50 Uhr: Vorschlag für Ferienverlängerung wegen Corona stößt auf Ablehnung

Der Vorschlag zweier Unionspolitiker, wegen Corona die Winter- oder Weihnachtsferien zu verlängern, stößt auf Ablehnung. Der stellvertretende Unionsfraktionschef Thorsten Frei, sagte am Dienstag bei RTL/ntv: "Angesichts der Verbreitungswege, die derzeit dominieren, befürchte ich, dass wir durch eine Verlängerung der Weihnachtsferien viel Unruhe stiften, aber letztlich keinen durchgreifenden Erfolg erringen."

Er verwies auch auf die Zeitplanung der Eltern, die ihren beruflichen Verpflichtungen nachkommen müssten. Entscheidend für eine Eindämmung der Pandemie sei vielmehr, dass alle die Abstands- und Hygieneregeln ernstnähmen. Er habe manchmal den Eindruck, dass selbst junge Schüler damit viel disziplinierter umgingen, als junge Erwachsene, die in den Innenstädten feierten als gäbe es kein Virus.

Dienstag, 13. Oktober, 11 Uhr: Beherbergungsverbot nicht gerechtfertigt?

In der Debatte über das Corona-bedingte Beherbergungsverbot in einigen Bundesländern hält der Leipziger Staatsrechtler Christoph Degenhart die Maßnahmen für nicht gerechtfertigt. "Sie greifen in die Grundrechte der Betriebe sowie der Reisenden ein", sagte Degenhart dem "Handelsblatt" (Dienstag). Degenhart forderte eine stärkere Mitsprache der Parlamente als bisher in der Frage, wie die Pandemie eingedämmt werden kann.

Seit dem Ausbruch des Coronavirus würden intensivste Grundrechtseingriffe angeordnet. Anfangs sei dies noch hinzunehmen gewesen. Mit den wieder steigenden Corona-Fallzahlen träfen die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nun die Entscheidungen und die Stimmen der Parlamente seien kaum wahrnehmbar, kritisierte Degenhart.

Kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Mittwoch steht das Beherbergungsverbot vieler Länder zum Schutz vor Corona-Infektionen im Fokus der Kritik. Bereits am Montag hatten zahlreiche Politiker eine Rücknahme der Regelung gefordert.

Dienstag, 13. Oktober, 10.15 Uhr: Mitgefühl hilft beim Einhalten von Corona-Regeln

Die Bereitschaft zum Einhalten von Abstandsregeln und dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hängt einer neuen Studie zufolge auch vom Einfühlungsvermögen ab. Je empathischer man sei, desto wahrscheinlicher sei es, diese Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu befolgen, schreiben Forscher der Universität im dänischen Aarhus im Fachblatt "Psychological Science". Die Studie zeige, dass es sogar möglich sei, das menschliche Mitgefühl und damit die Bereitschaft zum Befolgen der Maßnahmen zu steigern, teilte die Universität am Dienstag mit.

"Wir zeigen, dass Empathie für die am stärksten Gefährdeten ein wichtiger Faktor ist, und dass sie aktiv zur Bekämpfung der Pandemie genutzt werden kann", wurde der deutsche Forschungsleiter Stefan Pfattheicher von der Uni zitiert. Dieses Wissen könne letztlich dabei helfen, Leben zu retten.

"Die Beziehung ist klar. Je höher der Grad an Empathie ist, desto stärker wird der Fokus auf die Verringerung sozialer Kontakte gelegt", hieß es in einer Erklärung der Uni.

Dienstag, 13. Oktober, 9.40 Uhr: Alltag bleibt auch mit Impfstoff eingeschränkt

Der Alltag in Deutschland muss nach Ansicht des Robert Koch-Instituts auch mit Einführung eines Corona-Impfstoffs zunächst eingeschränkt bleiben - einschließlich Maskentragen und Abstandsgeboten. Darauf weist das RKI in einem am Dienstag veröffentlichten Strategiepapier hin. Demnach werden zwar voraussichtlich im kommenden Jahr ein oder mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen - und die Bekämpfung des Coronavirus entscheidend verbessern.

Allerdings dürfte es ein solches Mittel zu Beginn nur in begrenzten Mengen geben und insbesondere Risikogruppen zu Gute kommen. Deshalb seien weiterhin "gewisse Modifikationen des Miteinander-Seins" wichtig. Darunter versteht das RKI unter anderem Abstandhalten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen, Lüften sowie die Verlegung von Freizeitaktivitäten möglichst nach draußen.

In dem vorgelegten Dokument formuliert das RKI strategische Ziele: Im Vordergrund stehe, die Ausbreitung sowie die gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie zu minimieren, während das gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Leben möglichst wenig beeinträchtigt werden soll. "Wir brauchen im Umgang mit Covid-19 in den nächsten Wochen und Monaten zeitlich und regional beschränkte Maßnahmen, die an das jeweilige Risiko angepasst werden", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Eine Überlastung des Gesundheitssystems, Spätfolgen der Erkrankung und Todesfälle sollten soweit wie möglich vermieden werden, heißt es in dem Papier.

Dienstag, 13. Oktober, 9.00 Uhr: Kein Baby-Boom in Deutschland wegen Corona

Obwohl viele Paare aufgrund der Corona-Pandemie mehr Zeit für Zweisamkeit haben, rechnet der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) nicht mit einem Baby-Boom in Deutschland. Eine leichte Zunahme an Schwangerschaften und Geburten sei zwar denkbar. "Das wird sich aber, wenn überhaupt, sicherlich nur im einstelligen Bereich bewegen", sagte BVF-Präsident Christian Albring. Klar hätten die Paare jetzt vielleicht mehr Zeit zusammen, ergänzte der Mediziner mit Blick auf die coronabedingten Alltagseinschränkungen. "Andererseits kommen durch die Corona-Krise Paare auch in finanzielle Not, so dass sie möglicherweise den Gedanken an ihren Kinderwunsch zurückstellen."

Zu Beginn der Pandemie hatten die Bundesländer Mitte März verschiedene Regeln zur Eindämmung des Coronavirus erlassen - darunter auch Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Nach Lockerungen im Sommer verschärfen einige Länder ihre Bestimmungen derzeit wieder.

Dienstag, 13. Oktober, 8.30 Uhr: Stegner warnt vor "Überbietungswettbewerb der Länder

Schleswig-Holsteins SPD-Landtagsfraktionschef Ralf Stegner hat vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch vor einem "Überbietungswettbewerb" bei den Corona-Regeln gewarnt. "Nicht das Reisen innerhalb Deutschlands ist das Problem, sondern das Verletzen von Abstands- und Hygieneregeln oder der Maskenpflicht", sagte Stegner der Deutschen Presse-Agentur. Große Feiern dürften nicht sein und Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen Menschen müsse geahndet werden. Das sei wichtiger als neue Regeln.

"Wir erwarten von dem Treffen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin kein erneutes Schaulaufen der Unionskanzlerkandidaten, sondern einen konsequenten Kurs zur Dursetzung der bestehenden Regeln - vor allem was größere Feiern und die Hygienevorschriften angeht", sagte Stegner. Die Gründe für viele Neuinfektionen seien vor allem bei größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis, in Betrieben und im Umfeld von religiösen Veranstaltungen sowie bei jüngeren Reiserückkehrern zu suchen.

"Von ältern Ehepaaren aus NRW, die an der Nordsee Erholung suchen, oder normalen Restaurantbesuchen zum Essensverzehr sind jedenfalls keine besonderen flächendeckenden Infektionsausbrüche bekannt, ebenso wenig von Kitas und Schulen", sagte Stegner. Nötig sei vielmehr bundesweit möglichst einheitliches Vorgehen. "Dafür werden alle staatlichen Ordnungskräfte gebraucht, und nicht für sowieso kaum kontrollierbare Beherbergungsverbote, die auch noch wertvolle Testkapazität verbrauchen."

Dienstag, 13. Oktober, 7.30 Uhr: Weitere deutsche Großstadt überschreitet Warnstufe

Mit Leverkusen hat eine weitere Großstadt in Nordrhein-Westfalen eine wichtige Warnstufe in der Corona-Pandemie überschritten. In den vergangenen sieben Tagen habe es dort 62,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gegeben, hieß auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Dienstagmorgen. Die Schwelle liegt bei 50 - sie wurde also deutlich übersprungen. Aus Sicht von Virologen ist Leverkusen damit wie so viele andere Städte auch ein "Corona-Risikogebiet".

Bereits am Montagabend hatte die Landeshauptstadt Düsseldorf mitgeteilt, dass sie die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ebenfalls überschritten habe. Dort lag der Wert am Dienstag bei 55. Weiterhin drüber sind zum Beispiel Köln (66), Duisburg (54,5), Gelsenkirchen (58,9) und Hamm (58,4).

Betroffene Städte verschärfen ihre Maßnahmen gegen die Pandemie in der Regel leicht. So gilt in Düsseldorf nun die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf Wochenmärkten. Im öffentlichen Raum dürfen sich dort nur noch fünf Menschen zusammen aufhalten, bisher waren es zehn. Im Einzelhandel darf in der Landeshauptstadt nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmeter zugelassen werden. Auch Leverkusen dürfte angesichts der aktuellen Entwicklung mit Maßnahmen gegensteuern.

Dienstag, 13. Oktober, 6.30 Uhr: Streit über Corona-Beherbergungsverbot wird heftiger

Das Beherbergungsverbot vieler Länder zum Schutz vor Corona-Infektionen steht kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz im Fokus der Kritik. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten warnte vor existenziellen Risiken für die Betriebe, Unions-Politiker stellten die Wirksamkeit der Maßnahme infrage und mahnten, uneinheitliche Corona-Regelungen trügen zu Verunsicherung und Akzeptanzproblemen bei. Der Städte- und Gemeindebund forderte die Politik auf, die getroffenen Beherbergungsregeln zu vereinheitlichen. Derweil werden immer mehr Städte in Deutschland zu Corona-Hotspots, am Montagabend überschritt auch Düsseldorf die Warnstufe.

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am Mittwoch beraten. Bereits am Montag hatten zahlreiche Politiker eine Rücknahme der Regelung gefordert. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, Kanzlerin Merkel werde sich Argumente aller Seiten anhören. Es handle sich aber um Länderregelungen.

Dienstag, 13. Oktober, 6 Uhr: Kassenarztchef: Schnelltests bei Veranstaltungen sind Science-Fiction

Der Chef des Kassenärzte-Verbandes, Andreas Gassen, hat Hoffnungen auf einen Einsatz von Antigen-Schnelltests bei Großveranstaltungen gedämpft. "Auch die angekündigten Antigen-Schnelltests sind kein Allheilmittel", sagte der Kassenarztchef der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). "Die Vorstellung, wir machen bei 5000 Stadionbesuchern mal eben einen Schnelltest, bleibt Science-Fiction." Selbst bei den besten Schnelltests würden zwei bis zehn Infizierte von hundert Getesteten nicht erkannt. "Bei Massenveranstaltungen auf engem Raum wäre damit ein potenzielles Ansteckungsrisiko nicht sicher auszuschließen", warnte Gassen.

Dienstag, 13. Oktober, 5.30 Uhr: Erneut über 4.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Nach einem Rückgang der Zahlen am Sonntag und Montag haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen erneut mehr als 4.000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt beläuft sich die Zahl laut RKI auf 4.122. Am Donnerstag hatte die Anzahl neuer Infektionen mit 4058 erstmals seit April die 4000er-Grenze überschritten. Am Samstag waren es gar 4.721 neu nachgewiesene Fälle.

Am Montag waren 2.467 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Erfahrungsgemäß liegen die erfassten Zahlen an Sonntagen und Montagen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI weitergeben. Am Dienstag vor einer Woche waren es 2.639 Fälle gewesen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 329.453 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 13.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.634. Das waren 13 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 279.300 Genesene.


Montag, 12. Oktober, 21.30 Uhr: Vorarlberger Landeshauptmann Wallner in Corona-Quarantäne

Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner befindet sich in Corona-Quarantäne. Wallner wurde von einem an Covid-19 erkrankten Landtagsabgeordneten als Kontaktperson angegeben.

Wallner, der keine Symptome zeigt, hat sich daraufhin vorsorglich in Quarantäne begeben und sich einem PCR-Test unterzogen. Das Ergebnis dürfte am Dienstag feststehen.


Montag, 12. Oktober, 21.05 Uhr: Söder fordert im Anti-Corona-Kampf "klarere Regeln für alle"

Angesichts der vielerorts steigenden Corona-Zahlen dringt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf ein einheitlicheres Vorgehen bei den Anti-Corona-Maßnahmen. Er werde sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch und auch in Bayern für "klarere Regeln für alle" einsetzen, sagte Söder am Montagabend im BR Fernsehen. Dabei schloss er nicht aus, Anti-Corona-Maßnahmen nicht nur regional, sondern flächendeckend etwas zu verschärfen.

"Möglicherweise heißt das dann auch, bei denen, die noch niedrigere Werte haben, die gleichen Konzepte zur Geltung zu bringen, wie wir sie jetzt haben bei denen, die höheren Inzidenzen haben", erklärte Söder und fügte hinzu: "Mit der Begründung: Wenn wir die Maßnahmen anwenden, um die Zahlen wieder runterzubringen, wo sie hoch sind, dann helfen sie auch, dass sie gar nicht erst so hoch gehen."

Unter anderem soll in Bayern überall dort, wo es mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt, eine Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen gelten. Die Entscheidung darüber liegt aber am Ende bei den Kommunen.

Über das umstrittene Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Hotspots ohne negativen Corona-Test sagte Söder, darüber werde man am Mittwoch sicherlich noch einmal reden. Grundsätzlich verteidigte er die Maßnahme allerdings erneut gegen viel Kritik - diese biete Sicherheit, auch der Tourismus- und Gastronomiebranche.


Montag, 12. Oktober, 18.40 Uhr: WHO warnt vor Konzept der Herdenimmunität via Ansteckung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf eine Herdenimmunität durch massenweise Ansteckungen zu setzen. "Niemals in der Geschichte des Gesundheitswesens wurde Herdenimmunität als eine Strategie gegen einen Ausbruch eingesetzt, geschweige denn gegen eine Pandemie", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf.

So ein Vorgehen wäre ethisch und wissenschaftlich problematisch. Eine Herdenimmunität - also die Schwelle, ab der sich ein Virus nicht mehr in einer Bevölkerung verbreiten kann - müsse ähnlich wie bei den Masern und der Kinderlähmung durch Impfungen, nicht durch Ansteckungen erreicht werden, zumal weiter unklar sei, wie sehr eine Infektion vor einer zweiten schütze. In einem Brief hatten Forscher aus verschiedenen Ländern zuletzt für Herdenimmunität geworben.

Angesichts der steigenden Coronazahlen wies der WHO-Chef darauf hin, dass ein Großteil der Neuinfektionen in nur wenigen Ländern passiere. Fast die Hälfte der neuen Fälle entfalle auf drei Staaten. Es komme also auf die Wirksamkeit der Bekämpfungsmaßnahmen an. "Das ist eine ungleichmäßig verlaufende Pandemie", so Tedros.


Montag, 12. Oktober, 18.15 Uhr: Spahn rechnet mit Impfbeginn gegen Corona im ersten Quartal 2021

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet innerhalb des nächsten halben Jahres mit ersten Corona-Impfungen in Deutschland. "Stand jetzt würde ich davon ausgehen, Stand heute 12.10., dass wir im ersten Quartal nächsten Jahres beginnen können", sagte Spahn am Montag bei einer Videokonferenz des ifo-Instituts. Man setze auf mehrere Technologien und Hersteller. "Wenn alle Pferde ins Ziel kommen, werden wir viel zu viel Impfstoff haben".

Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek hatten bereits im September die Prognose abgegeben, dass Impfstoffe für erste Bevölkerungsgruppen in den ersten Monaten des nächsten Jahres, für die breite Masse der Bevölkerung allerdings vermutlich erst Mitte kommenden Jahres bereitstehen werden. Zunächst sollen Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen und Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege zum Zuge kommen. Spahn betonte am Montag erneut, dass es sich bei Impfungen gegen Corona um freiwillige Impfungen handeln werde.


Montag, 12. Oktober, 17.10 Uhr: Tourismusbranche kritisiert Corona-Beherbergungsverbote

Tourismusverbände haben die Beherbergungsverbote vieler Bundesländer für Urlauber aus deutschen Corona-Risikogebieten scharf kritisiert. Der Deutsche Tourismusverband forderte einheitliche und verständliche Regeln für das Reisen in Deutschland. "Das Chaos zu Beginn der Herbstferien zeigt einmal mehr, dass ein abgestimmtes Vorgehen von Bund und Ländern dringender denn je notwendig ist", teilte der Verband am Montag in Berlin mit. Dazu gehöre eine realistische Analyse, wo die Gefahren lägen und wo nicht.

"Die Gefahren liegen nicht bei der Übernachtung in einer Ferienwohnung auf dem Land und auch nicht in einem Hotel einer Stadt", sagte Verbandspräsident Reinhard Meyer. "Reisen innerhalb Deutschlands einschließlich Übernachtungen muss weiterhin erlaubt und möglich sein."

Meyer warnte vor einer Insolvenzwelle spätestens im Frühjahr 2021, sollten Herbst- und Wintergeschäft ausfallen. Die Branche habe allein im ersten Halbjahr Umsatzeinbußen von 35 Milliarden Euro verzeichnet.

Montag, 12. Oktober, 16.05 Uhr: Strikte Corona-Regeln in Memmingen: Beschränkungen bei Feiern und Veranstaltungen

Seit Samstag hat die Stadt Memmingen den Corona-Schwellenwert von 50 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner überschritten, der Wert liegt mit 26 Neuinfektionen aktuell bei 59,0. Die Stadt reagiert auf den neuerlichen Anstieg der Infektionszahlen mit dem Erlass einer Allgemeinverfügung, die weitere Beschränkungen der Teilnehmerzahl von Privatfeierlichkeiten und Veranstaltungen vorsieht. „Indem wir Feiern und Veranstaltungen zahlenmäßig begrenzen, hoffen wir, den Anstieg bei den Neuinfektionen bremsen zu können“, betont OB Schilder.

Welche Regeln in Memmingen ab sofort gelten, erfahren Sie in unserem Überblick hier.


Montag, 12. Oktober, 16 Uhr: Innenministerium schließt neue Corona-Grenzkontrollen nicht aus

Angesichts steigender Coronavirus-Fallzahlen in Deutschlands Nachbarländern schließt das Bundesinnenministerium auch erneute Grenzkontrollen nicht aus - möchte sie aber vermeiden. Man beobachte in angrenzenden Ländern teils eine "sehr starke Steigerung" der Fälle, sagte ein Sprecher am Montag in Berlin. Dies fließe ein in Überlegungen zu Quarantäne-Regelungen und zum Testregime. Er betonte aber: "Wir versuchen, mit diesen Maßnahmen das Notwendige sicherzustellen ohne über andere Maßnahmen an den Grenzen nachdenken zu müssen."

Montag, 12. Oktober, 15.50 Uhr: Bundesliga-Spitzenspiel in Augsburg ohne Zuschauer - auch DFB-Elf morgen vor Geisterkulisse

Nach dem Überschreiten einer wichtigen Corona-Vorwarnstufe in Augsburg findet das Bundesliga-Spitzenspiel FC Augsburg gegen RB Leipzig am Samstag ohne Zuschauer statt. Bei allen Sportveranstaltungen seien in Augsburg von jetzt an keine Zuschauer mehr zugelassen, teilte die Stadt am Montag mit. Der Tabellenzweite muss den Tabellenführer Leipzig also vor Geisterkulisse empfangen.

Bayerns drittgrößte Stadt lag am Montag mit 49,3 deutlich über der Vorwarnstufe von 35 und nur noch knapp unter dem wichtigen Corona-Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt rechnet damit, dass der 50er-Wert spätestens Mitte der Woche gerissen wird.

Am 26. September hatten noch 6.000 Zuschauer im Stadion den 2:0 Heimsieg des FC Augsburg über Borussia Dortmund gesehen. Auch die Begegnung am kommenden Wochenende wäre mit der derzeit in Augsburg erlaubten Maximalzahl von 6.000 Tickets bereits ausverkauft gewesen.

Auch die Nations-League-Partie der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag gegen die Schweiz in Köln wird als Geisterspiel ausgetragen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag mit. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen, die in der Stadt am Rhein deutlich über dem Grenzwert von 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in der Woche liegen, habe das Kölner Gesundheitsamt in Absprache mit dem Land Nordrhein-Westfalen dem Verband "erneut untersagen müssen, Zuschauer zuzulassen".


Montag, 12. Oktober, 15.10 Uhr: Unterallgäu weiter kein Risikogebiet - Allgemeinverfügung bleibt voraussichtlich bis 16. Oktober gültig

Das Unterallgäu gilt weiterhin nicht als Risikogebiet: 29,59 Corona-Neuinfektionen gab es im Landkreis innerhalb einer Woche bezogen auf 100.000 Einwohner. Diese Zahl hat das LGL jetzt veröffentlicht. Damit bleibt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz unter dem Grenzwert von 50, auch der Warnwert von 35 ist unterschritten. Die Allgemeinverfügung vom Samstag gilt dennoch voraussichtlich bis 16. Oktober.

Eine erste Entwarnung gibt es am Maristenkolleg in Mindelheim: Die ersten Testergebnisse der Schüler sind laut Gesundheitsamt am Landratsamt negativ. Damit dürfen die Gymnasiasten, die rein vorsorglich getestet wurden, den Unterricht wieder besuchen. Die Realschulklasse muss hingegen weiterhin in Quarantäne bleiben.

In Quarantäne muss auch eine Klasse der Mittelschule in Türkheim. Eine Reihentestung findet morgen statt.

Über das Wochenende kam es zu 13 Neuinfektionen, aktuell sind nun 70 Unterallgäuer nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden seit Mitte März 544 Unterallgäuer positiv getestet. 20 von ihnen sind leider verstorben, 454 gelten als genesen.

Montag, 12. Oktober, 12.30 Uhr: Berlin plant keine kostenfreien Corona-Tests für Urlauber

Kostenlose Corona-Tests für Berliner, die in den Herbstferien in Deutschland verreisen wollen, sind nicht absehbar. "Dazu ist bisher nichts geplant", teilte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit am Montag auf Anfrage mit. In den meisten Bundesländern dürfen Urlauber aus Gebieten mit Neuinfektionszahlen über der Grenze von 50 pro 100.000 Einwohner pro Woche nur dann beherbergt werden, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. In Berlin, wo der Wert am Sonntag bei 61,3 lag, haben die Herbstferien am Montag begonnen.

Nordrhein-Westfalen will kostenlose Tests für Deutschland-Reisende aus nordrhein-westfälischen Risikogebieten in den Herbstferien ermöglichen. Nach Angaben eines Sprechers des Gesundheitsministeriums vom Samstag gibt es bereits einen entsprechenden Erlass. Wer aus einer Region komme, in der der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche erreicht oder überschritten sei und für eine innerdeutsche Reise einen negativen Test brauche, solle sich kostenfrei testen lassen können.

Montag, 12. Oktober, 12.10 Uhr: Etwa jeder Vierte in NRW wohnt in einem Risikogebiet

In Nordrhein-Westfalen lebt inzwischen etwa jeder Vierte in einem der sogenannten Corona-Risikogebiete. Laut Robert Koch-Institut überschritten am Montag acht Städte und zwei Kreise mit rund 4,2 Millionen Einwohnern die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Zusätzlich meldete die Städteregion Aachen mit gut 557.000 Einwohnern eine Sieben-Tage-Inzidenz von 51 Neuinfektionen - das RKI wies hier einen deutlich niedrigeren Wert aus.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf mit seinen fast 622.000 Einwohnern lag zu Wochenbeginn nur ganz minimal unter dem Schwellenwert. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW hat knapp 18 Millionen Einwohner. Ab einem Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche müssen erste Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. Ab 50 Fällen sind strikte Beschränkungen zwingend - und Bewohner aus diesen Regionen müssen bei Inlandsreisen in vielen deutschen Urlaubsgebieten einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen.

Montag, 12. Oktober, 12 Uhr: Lindau Islanders negativ getestet

Aufatmen bei den Lindau Islanders: Alle Spieler der Mannschaft sind negativ getestet, kein Team-Mitglied ist mit dem Covid-19-Virus infiziert. Dies ist das Ergebnis der Corona-Tests, die alle EVL-Spieler am 9. Oktober vornehmen ließen und deren Ergebnisse das Gesundheitsamt des Landkreises Lindau den Beteiligten am Wochenende mitteilte. Auf Anraten des Gesundheitsamtes des Landkreises Lindau bleibt die Quarantäne der kompletten Mannschaft weiterhin bestehen, außer für Fredrik Widén, der wie alle anderen Spieler negativ getestet wurde. Widén war an dem Abend nicht mehr mit in der Bar war, nahm aber ebenfalls an dem Test teil. Für diese Woche sind Gespräche zwischen Verein, Mannschaftsarzt und Behörden geplant, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu besprechen und um mögliche Risiken komplett auszuschließen.

Montag, 12. Oktober, 10.20 Uhr: Corona-Fall an Duracher Mittelschule

Ein Schüler der Mittelschule Durach (Landkreis Oberallgäu) ist vergangene Woche positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Laut Landratsamt-Sprecher Andreas Kaenders wurde daraufhin am Freitag die ganze Klasse getestet, alle Schüler befinden sich in Quarantäne. „Die Testergebnisse kamen am Wochenende und sind negativ“, sagte Kaenders auf Nachfrage.

Montag, 12. Oktober, 9.30 Uhr: Augsburg ist knapp unter dem Warnwert

Die Stadt Augsburg hat es mit milden Maßnahmen und Warnungen an die Bürger versucht - umsonst: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen nähert sich nun auch hier der kritische Schwelle von 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen an. Sie liegt aktuell bei 49,3. Diesen Montag will die Stadt um 14 Uhr in einer Pressekonferenz bekannt geben, mit welchen Maßnahmen sie das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen möchte.

Montag, 12. Oktober, 9 Uhr: Umfrage - Mehrheit befürchtet weitere Corona-Welle 2021

In der Corona-Krise erwartet eine Mehrheit der Bundesbürger laut einer Umfrage auch im nächsten Jahr kein echtes Abflauen der Infektionszahlen. Dass sie Sorge vor einer weiteren Corona-Welle 2021 haben, bejahen 60 Prozent "voll" oder "eher", wie die Umfrage im Auftrag der Ergo-Versicherung ergab. "Gar nicht" oder "eher nicht" stimmen dem 18 Prozent zu. Am stärksten verbreitet ist diese Sorge demnach unter 18- bis 30-Jährigen mit 70 Prozent, am geringsten bei Menschen zwischen 31 und 40 Jahren mit 54 Prozent.

Sich selbst als Teil einer Risikogruppe sehen laut der Umfrage insgesamt 41 Prozent der Befragten. Am wenigsten sind es unter jüngeren Leuten bis 30 Jahre mit 11 Prozent, am meisten bei den über 60-Jährigen mit 75 Prozent. Verhaltensregeln zum Infektionsschutz stoßen weiter auf sehr hohe Akzeptanz - insgesamt 91 Prozent halten sich demnach nach eigenem Bekunden daran. Für die Online-Umfrage wurden den Angaben zufolge vom 11. bis 18. September 1.000 Menschen ab 18 Jahren vom Marktforschungsinstitut "Heute und Morgen" befragt.

Größte Angst mit Blick auf die Corona-Krise ist demnach, selbst zu erkranken mit 23 Prozent. Aber auch eine Spaltung der Gesellschaft nennen 20 Prozent, eine Erkrankung von Angehörigen 18 Prozent. Am meisten Angst vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes haben demnach 5 Prozent. Als größte Hoffnungen in Zusammenhang mit der Corona-Krise nennen 28 Prozent positive Auswirkungen auf die Umwelt wie eine bessere Luftqualität und 20 Prozent die Entwicklung digitaler Lösungen wie Online-Unterricht oder Home-Office.

Die staatliche Corona-Warn-App installiert haben laut der Umfrage nach eigenen Angaben 38 Prozent der Smartphone-Besitzer. Unter den Nicht-Nutzern käme dies demnach für 18 Prozent in Betracht bei stark steigenden Infektionszahlen - und für 16 Prozent, wenn besser zur App informiert werden würde, etwa zu Funktionsweise oder Datenschutz.

Montag, 12. Oktober, 8.30 Uhr: Polizeipräsidentin für Einschränkungen der Versammlungsfreiheit

Die Berliner Polizeipräsidentin, Barbara Slowik, hat sich im Falle weiter steigender Infektionszahlen für eine erneute Einschränkung der Versammlungsfreiheit ausgesprochen. "Wenn die Zahlen sich aber so weiterentwickeln sollten, denke ich, muss man dringend auch wieder darüber nachdenken, die Versammlungsfreiheit vorsichtig erneut einzuschränken, vielleicht wieder auch auf zum Beispiel 100 Personen", sagte sie der "Berliner Morgenpost" (Montag). "Und mir ist sehr bewusst, welch hohes Gut die Versammlungsfreiheit ist, gerade in diesen Zeiten der Corona-Pandemie. Das ist auch unbestritten." Versammlungen seien auch in dieser Situation nach wie vor möglich, "aber eben nur begrenzt."

Große Versammlungen und Demonstrationen führten dazu, dass Bürger aus dem ganzen Stadtgebiet an einem Ort zusammen kämen und auch aus dem übrigen Land und dem Ausland Menschen anreisten, so Slowik. Auch die eingesetzten Sicherheitskräfte kämen aus dem gesamten Bundesgebiet.

"Große Versammlungen führen wirklich dazu, Menschen sehr konzentriert zu durchmischen. Das ist einfach so. Und das glaube ich, wird man irgendwann noch mal überdenken müssen." Allein im September seien in Berlin 1054 Versammlungen angemeldet worden, von denen mehr als 700 tatsächlich stattgefunden hätten. "Keine Stadt in Deutschland hat auch nur annähernd vergleichbare Zahlen."

Montag, 12. Oktober, 7.55 Uhr: Giffey warnt vor Vorverurteilung junger Menschen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat davor gewarnt, junge Menschen pauschal wegen des starken Anstiegs der Corona-Fallzahlen zu verurteilen. Man dürfe nicht Alt gegen Jung ausspielen, sehr viele junge Leute verhielten sich besonnen und vernünftig, sagte die SPD-Politikerin, die auch Jugend- und Seniorenministerin ist, am Montag im ARD-"Morgenmagazin" mit Blick auf feierwillige junge Leute. "Die Grenze geht nicht zwischen Alt und Jung, sondern zwischen vernünftig und unvernünftig", fügte sie hinzu. Wenn es massive Verstöße gegen Corona-Beschränkungen gebe, müsse das Konsequenzen haben, unabhängig davon, wie alt die Menschen seien.

Es werde eine Rückkehr zur Unbeschwertheit geben. "Aber da sind wir noch nicht", mahnte Giffey. Deshalb sollten Menschen aller Altersgruppen vernünftig sein. "Es ist nicht die Zeit für große Partys", betonte die Ministerin.

Montag, 12. Oktober, 7 Uhr: Studie zeigt, dass das Coronavirus 28 Tage auf glatten Oberflächen überleben kann

Das Coronavirus kann wohl doch länger auf glatten Oberflächen überleben als bisher angenommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 12. Oktober, 6.30 Uhr: Dehoga erwartet Klagen gegen Beherbergungsverbot in dieser Woche

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erwartet noch in dieser Woche Klagen gegen das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten. "Ich gehe davon aus, dass hier in den nächsten Tagen Gerichtsverfahren anhängig gemacht werden", sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges am Sonntagabend im "Bild"-Gesprächsformat "Die richtigen Fragen". Insbesondere das Übernachtungsverbot begegne erheblichen rechtlichen Bedenken. "Ist die Maßnahme geeignet, erforderlich und auch verhältnismäßig im Rechtssinn? Wenn sie das nicht ist, ist sie rechtswidrig", sagte sie.

Die meisten Bundesländer hatten am Mittwoch beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

Montag, 12. Oktober, 6.15 Uhr: München überschreitet Corona-Warnstufe

Die Stadt München hat in der Corona-Pandemie erneut die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen hervorgeht, liegt der Wert bei 50,6 (Datenstand 12.10., 0.00 Uhr). Auch die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Memmingen und Rosenheim in Bayern übersteigen derzeit den kritischen Wert.

Seit Beginn der Corona-Krise haben die Gesundheitsämter laut RKI in der Landeshauptstadt München 12 592 nachgewiesene Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet.

München hatte bereits den Corona-Warnwert überschritten und in der Folge verschärfte Corona-Regeln umgesetzt. Der Stadt zufolge bleiben bis einschließlich Donnerstag Treffen im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie nur in Gruppen von maximal zehn Personen gestattet. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, wie Hochzeiten oder Geburtstagen, gilt eine Obergrenze von 25 Teilnehmern. Im Zuge der Verschärfung war auch der Alkoholkonsum eingeschränkt worden.

Montag, 12. Oktober, 6 Uhr: 2.467 Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen 2.467 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Vortag hatte der Wert noch bei 3.483 gelegen, nachdem am Samstagmorgen 4.721 Neuinfektionen gemeldet worden waren. Erfahrungsgemäß liegen die erfassten Zahlen an Sonntagen und Montagen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI weitergeben.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 325.331 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 12.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.621. Das waren sechs mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es 276.900 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Sonntag bei 1,40 (Vortag: 1,42). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben vom Sonntag bei 1,37 (Vortag: 1,43). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Sonntag, 11. Oktober, 20.01 Uhr: Beherbergungsverbote bleiben politisch umstritten

Kanzleramtsminister Helge Braun hat das von vielen Bundesländern beschlossene Beherbergungsverbot zur Eindämmung des Coronavirus verteidigt. "Mecklenburg-Vorpommern hat als Ganzes eine Inzidenz von etwas um die 5, und Berlin über 60. Wenn es zu solchen Unterschieden im Infektionsgeschehen kommt, ist glaube ich ganz klar, dass jeder sich schützen will, und dann ist so was am Ende unvermeidlich", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD.

Ganz anderer Meining ist Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. Er will, dass die von vielen Bundesländern beschlossenen Beherbergungsverbote bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch noch einmal beraten werden. "Jetzt sehen wir bundesweit, wie die Zahlen mindestens insgesamt in allen Großstädten nach oben gehen. Beherbergungsverbote zum Beispiel zwischen Berlin und Brandenburg machen doch gar keinen Sinn"

Sonntag 11. Oktober, 18.41 Uhr: Corona-Ausbruch in Ischgl: Expertenkommission legt Bericht vor

Eine Expertenkommission legt am Montag (13.00 Uhr) in Innsbruck ihren Bericht zum umstrittenen Corona-Krisenmanagement im österreichischen Ischgl vor. Die Kommission hat insgesamt 53 Menschen befragt, darunter Betroffene, Vertreter der Seilbahn- und der Tourismuswirtschaft sowie Verantwortliche auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene. Ischgl gilt nicht zuletzt wegen der dortigen Feiern beim Après-Ski als einer der Hotspots bei der Verbreitung des Coronavirus in Teilen Europas. Auch viele deutsche Gäste steckten sich im März hier an. Aus Sicht der Kritiker erfolgten die Maßnahmen wie die Schließung von Bars, des Skigebiets und schließlich die Quarantäne über das gesamte Paznauntal am 13. März zu spät. Mehrere Tausend Corona-Infektionen in Europa sollen auf Menschen, die in Tirol Urlaub gemacht haben, zurückzuführen sein.

Sonntag, 11. Oktober, 16.30 Uhr: Laschet appelliert in Corona-Pandemie eindringlich an die Bürger

Mit eindringlichen Worten hat der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet (CDU) die Bürger auf das Einhalten der Corona-Regeln eingeschworen. "Viele sind zu leichtfertig geworden. Und jeder einzelne trägt dazu bei, dass wir das Virus bekämpfen", sagte Laschet am Sonntag in Düsseldorf.

Die Menschen müssten jetzt bei privaten Feiern Opfer bringen, damit Schulen und Kitas geöffnet bleiben könnten und das öffentliche Leben nicht erneut zum Erliegen komme. "Verzichten Sie jetzt auf Feiern auf engem Raum. Jeder, der im Moment etwas zu feiern hat, sollte dieses in diesen Zeiten unterlassen. Wir müssen alle jetzt vorsichtig sein", mahnte Laschet. "Wenn wir jetzt alles richtig machen, wird es keinen zweiten Lockdown geben." NRW hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

Sonntag, 11. Oktober, 14.46 Uhr: An Maskenpflicht erinnert - Supermarkt-Kunde greift zu Axt

Weil er in einem Supermarkt an die Maskenpflicht erinnert wurde, hat ein Mann im sächsischen Zwickau mit einer Axt um sich geschlagen. Er habe so eine Schutzverglasung im Kassenbereich beschädigt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der 38-Jährige hatte den Angaben zufolge den Supermarkt am Samstag zunächst ohne Mund-Nasen-Schutz betreten. Als ihn das Personal auf die Maskenpflicht hinwies, sei er zu seinem Auto gelaufen. Dort habe er sich einen mittelalterlichen Helm aufgesetzt und die Axt gegriffen. Ein Alkoholtest ergab bei dem Mann 1,6 Promille. Er musste seinen Führerschein abgegeben. Die Polizei prüft, ob ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegt.

Sonntag, 11. Oktober, 13.10 Uhr: Ohne Maske im Laden: Polizeieinsatz in Bad Wörishofen

Eine Frau nimmt in einem Geschäft ihre Mund-Nasen-Bedeckung ab. Und ruft später selbst die Polizei. Die Hintergründe.

Sonntag, 11. Oktober, 12.15 Uhr: Lebende Krippe in Kaufbeuren wird abgesagt

Die Lebende Krippe ist coronabedingt abgesagt worden. Wie die Kaufbeurer Initiative und der Förderverein Lebende Krippe mitteilten, sei diese Entscheidung in den jeweiligen Vorstandschaften einstimmig gefallen.

Sonntag, 11. Oktober, 10.45 Uhr: Polizei löst Partys in München und Trier nach Corona-Verstößen auf

Erneut sind Polizisten am Wochenende wegen Verstößen gegen die Corona-Bestimmungen gegen Feiernde vorgegangen. Am Sonntagmorgen löste die bayerische Polizei eine illegale Rave-Party auf dem Gelände des Münchner Schlachthofs auf. Die Beamten seien auf 200 Feiernde gestoßen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Sie stellten die Identitäten von 20 Anwesenden fest, die nun eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung erwartet.

Nahe der Bahngleise lagen am Sonntagmorgen noch Bierflaschen und Spraydosen auf dem Boden. Anwohner hatten sich gemeldet. Wie und von wem die Raveparty organisiert war, konnten die Ermittler zunächst nicht sagen.

In der Nacht zuvor hatten Beamte eine Feier von mehr als 100 jungen Menschen im rheinland-pfälzischen Trier aufgelöst. Die Veranstaltung habe "unter Missachtung jeglicher Vorsichtsmaßnahmen" in einem Partyraum stattgefunden, teilte die Polizei mit. Anwohner hatten die Beamten um 3 Uhr nachts alarmiert. Einige Partygäste seien beim Eintreffen der Beamten in einen nahegelegenen Wald geflüchtet. Die Polizei habe die Personalien von mehr als 70 Jugendlichen und jungen Erwachsenen festgestellt.

Die Feiernden kamen laut Polizei auch aus dem Nachbarland Luxemburg. Die Polizei beendete die Feier und stellte die Musikbox sicher. "Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Veranstaltung möglicherweise einen kommerziellen Charakter hatte", teilte die Polizei am Samstag mit. Ein Verantwortlicher habe sich jedoch nicht zu erkennen gegeben, es werde weiter ermittelt. In Kaufbeuren eskalierte am Samstag eine Polizei-Kontrolle in einer Bar.

Sonntag, 11. Oktober, 9 Uhr: Kein Kontakt wegen Corona - Forscher: "Epidemie der Einsamkeit" droht

Mindestens anderthalb Meter Abstand, lautet eine wichtige Corona-Regel. Viele Menschen haben sich deutlich weiter voneinander entfernt. Sie leben allein in ihren vier Wänden und haben kaum Kontakt zu anderen Menschen. "Die Zahl der Menschen fast ohne jeden menschlichen Kontakt in einer Großstadt ist größer als man denkt", sagt der Leiter des Fachbereichs Beratung und Seelsorge beim Diakonischen Werk Hamburg, Stefan Deutschmann. Wie die Lage bei älteren Menschen ist.

Sonntag, 11. Oktober, 7.30 Uhr: Söder warnt vor explodierenden Zahlen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht sich für bundesweit schärfere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln stark. In mehreren Interviews forderte der CSU-Chef für Verstöße gegen die Maskenpflicht bundeseinheitliche Bußgelder von 250 Euro. In Bayern gilt dieser Regelsatz bereits.

"Es ist wird langsam gefährlich", sagte Söder der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Maske sei das wirksamste Mittel. Der "Bild am Sonntag" sagte Söder: "Wir haben fünf vor zwölf. Man darf sich die Lage nicht länger schönreden." Nötig seien rasche Maßnahmen für alle: "Frühere Sperrstunden und keine größeren Partys und Feiern für eine gewisse Zeit."

Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte der bayerische Regierungschef: "Das ständige Kleinreden der Herausforderung hat leider Wirkung. Die Geduld und die Mitmachbereitschaft der Bevölkerung sind dadurch gesunken." Corona sei genauso gefährlich wie im Frühjahr. "Und wenn wir jetzt nicht rasch umsteuern, kann dieselbe Entwicklung wie in Frankreich oder Spanien mit explodierenden Zahlen und nicht mehr beherrschbaren Fällen eintreten", warnte der CSU-Chef.

Sonntag, 11. Oktober, 6.45 Uhr: Nicht alle Gesundheitsämter melden: Trotzdem 3.483 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen 3.483 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2.828 auf 4.058 erheblich gestiegen, von Donnerstag auf Freitag lag die Zahl bei 4.516. Das Robert Koch-Institut meldete am Samstagmorgen 4.721 neue Fälle. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben vom Freitag bei 1,43 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Samstag, 10. Oktober, 20.52 Uhr: Viele Corona-Infektionen in Stuttgart - Stadt überschreitet Warnstufe

Stuttgart hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das teilte die Landeshauptstadt am Samstagabend mit. Die Stadt bereite derzeit Einschnitte wie die Einführung einer Sperrstunde, Alkoholkonsum-Beschränkungen und die Maskenpflicht innerhalb des City-Rings vor.

Samstag, 10. Oktober, 18.37 Uhr: Italien will neuen Lockdown mit verschärften Verboten vermeiden

Italiens Regierung bereitet nach Medienberichten eine erneute Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen vor, um den steilen Anstieg der Ansteckungszahlen zu bremsen. Rom plane ein striktes Verbot von Gruppen im Freien vor Bars und Restaurants, hieß es am Samstag in verschiedenen italienischen Zeitungen. Außerdem solle die Teilnehmerzahl für private Feiern stark begrenzt werden. Damit wolle Rom einen zweiten großen Lockdown vermeiden. Die Regierung von Premier Giuseppe Conte hatte im März für viele Wochen Wirtschaft und Leben in dem 60-Millionen-Einwohner-Land stark eingeschränkt.

Samstag, 10. Oktober, 17.15 Uhr: Gegner von Corona-Maßnahmen ziehen schweigend durch Berlin

Gegner der Corona-Politik in Deutschland sind schweigend durch Berlin gezogen. Es seien mehrere Tausend Teilnehmer vor Ort, sagte eine Polizeisprecherin. Angemeldet war die Demonstration, die am Mittag am Adenauerplatz startete, unter dem Titel "Schweigemarsch gegen Rassismus und für unsere Menschenrechte". Vom Anmelder angekündigt waren laut Polizei 20.000 Teilnehmer.

Die Teilnehmer des Marsches hielten Abstand zueinander und trugen größtenteils Mund-Nasen-Schutz, als sie den Kurfürstendamm entlangliefen. Es gab zunächst keine politischen Bekundungen. Später schrieben Polizisten Anzeigen wegen Verstößen einer kleineren Gruppe gegen die Hygieneregeln. Teilnehmer waren im Online-Aufruf zur Demo dazu angehalten worden, Schilder, Banner, Fahnen und Kleidung mit Parolen und Symbolen zu Hause zu lassen. Im ersten Block wolle man "möglichst ausschließlich Frauen laufen lassen", hieß es.

Samstag, 10. Oktober, 16.23: Uhr: Corona-Ausbruch in niedersächsischem Altenheim

In einem niedersächsischen Alten- und Pflegeheim ist es nach Angaben des Landkreises Osnabrück zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Eine 85 Jahre alte Frau sei im Krankenhaus gestorben. Weitere 27 Bewohner und 13 Mitarbeiter im Vitalis-Wohnpark in Bad Essen seien positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Kreis am Samstag mit.

Eine besondere Herausforderung für den Gesundheitsdienst sei es, die hohe Zahl von rund 200 Besuchern, die im Wohnpark waren und deshalb als Kontaktpersonen in Frage kämen, über die Testmöglichkeit in einer Schule zu informieren. Der Landkreis Osnabrück lag am Samstag mit 28,8 insgesamt noch deutlich unter dem kritischen Schwellenwert von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Samstag, 10. Oktober, 14.19 Uhr: Söder zu Coronazahlen: Sind auf dem Weg zu exponentiellem Wachstum

Bayerns Miniterspräsident Markus Söder (CSU) hat die Menschen in Deutschland in der Corona-Pandemie dazu aufgerufen, umsichtig zu bleiben, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. "Leider sind wir auf dem Weg zu exponentiellem Wachstum, gerade in den Großstädten ist die Herausforderung sehr, sehr groß", sagte der bayerische Ministerpräsident am Samstag bei der Landesversammlung der Frauen-Union. Als Gründe nannte er unter anderem leichtsinniges Verhalten und eine nachlassende Disziplin beim Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln.

Gegenüber der Bild am Sonntag sagte Söder, die Strafen für Verstöße gegen die Maskenpflicht in ganz Deutschland sollten verschärft werden. "Bundesweit einheitliche Bußgelder von 250 Euro" seien hier erforderlich.

Samstag, 10. Oktober, 13 Uhr: Corona-Hotspot Memmingen: erstes Statement von Oberbürgermeister Schilder

Laut dem RKI ist die Stadt Memmingen seit heute ein Risikogebiet. Auf 100.000 Menschen gerechnet, liegt die Infektionsrate bei 54,4 Fällen. In einem ersten Statement sagt Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder: „Wir warten die Entwicklung über das Wochenende ab." Alle Infos dazu.

Samstag, 10. Oktober, 12.40 Uhr: Gewalt bei Polizeikontrolle wegen Corona-Regeln

In Kaufbeuren ist in der Nacht zum Samstag eine Kontrolle der Infektionsschutzverordnung eskaliert. Wie die Polizei berichtet, wollten Beamte in einer Kaufbeurer Bar einen Verstoß gegen die aktuellen Corona-Regeln ahnden. Die Hintergründe.

Samstag, 10. Oktober, 11.15 Uhr: Memmingen gilt als Risikogebiet

Seit heute ist Memmingen ein Corona-Hotspot. Zum ersten Mal überschritt die Stadt den wichtigen Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. In Memmingen liegt der Wert bei 54,4. Bisher gibt es keine Stellungnahme der Stadtverwaltung Memmingen zu den aktuellen Zahlen. Unklar ist somit, ob es weitere Maßnahmen geben wird.

Am Dienstag schon war der Signalwert in Memmingen überschritten worden. Die Stadt verhängte schärfere Corona-Regeln.

Samstag, 10. Oktober, 10 Uhr: Rummenigge fordert bundesweit einheitliche Lösung für Fan-Zulassung

Nach dem Zuschauerverbot in Münchner Stadien bis Ende des Monats hat sich Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge für eine bundesweit einheitliche Regelung ausgesprochen. "In dieser Woche hatten wir eigentlich von der Stadt München den Hinweis, dass sie davon ausgehen, dass die nächsten Spiele mit Zuschauern stattfinden dürfen. Das ist durch den gestiegenen Inzidenzwert heute wieder revidiert worden. Das ist nun mal so", wurde der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters von der "Bild" zitiert.

Die Stadt München hatte am Freitag mitgeteilt, dass wegen der gestiegenen Corona-Zahlen Fußball-Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt mindestens bis zum 25. Oktober ohne Fans stattfinden. Beim FC Bayern betrifft dies das Pokalspiel gegen den 1. FC Düren (15.), das Champions-League-Duell mit Atlético Madrid (21.) und die Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt (24.). Das nächste Heimspiel danach ist das gegen Werder Bremen am 21. November. In der Bundesliga zählt der FC Bayern zu den wenigen Teams, die bislang auf Zuschauer im eigenen Stadion verzichten mussten.

"Was wir brauchen, ist eine bundesweite einheitliche Lösung nach gewissen Parametern, die für alle gelten", forderte Rummenigge und erläuterte: "Es gibt jetzt ja eine Testphase. Kurioserweise läuft die am 25. Oktober aus. Aber Bayern München hat dann nicht teilgenommen. Wir haben bis dahin kein Spiel vor Zuschauern gehabt."

Samstag, 10. Oktober, 8.30 Uhr: Memmingen überschreitet Corona-Warnwert

Mit 24 neuen Corona-Fällen (laut RKI) in den letzten sieben Tagen überschreitet Memmingen den Warnwert von 50 Fällen auf 100.000 Einwohner. In Memmingen sind es hochgerechnet 54,4 Fälle. Und das, obwohl in der Stadt schon seit Dienstag schärfere Corona-Maßnahmen gelten. Auch das angrenzende Unterallgäu hat inzwischen neue corona-Regeln aufgestellt. Diese gelten ab heute.

Samstag, 10. Oktober, 7:45 Uhr: Mehr als 4.700 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen 4.721 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2.828 auf 4.058 erheblich gestiegen, von Donnerstag auf Freitag lag das Plus bei 4.516.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 319.381 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.604. Das waren 15 mehr als am Vortag. Etwa 273.500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Nach RKI-Schätzungen lag der Sieben-Tage-R-Wert bei 1,37 (Vortag: 1,22). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Samstag, 10. Oktober, 6.45 Uhr: Drosten: Bald wieder mehr bundeseinheitliche Corona-Regeln nötig

Der Virologe Christian Drosten hält in den kommenden Monaten wieder mehr bundeseinheitliche Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für notwendig. "Es ist gut, wenn es klare Regeln gibt. Das ist ganz eindeutig", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Sie durchzusetzen sei angesichts einer regional unterschiedlichen Häufigkeit der Krankheit derzeit verständlicherweise noch schwierig, räumte der Experte ein. Er betonte aber: "Das Virus wird sich immer gleichmäßiger verteilen. Wir werden mehr und mehr in eine Situation kommen, wo man besser pauschal reguliert".

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga beklagte die unterschiedlichen Regeln bei der Beherbergung von Gästen aus deutschen Risikogebieten. "Es ist völlig unbefriedigend, dass wir keine bundeseinheitlichen Regelwerke haben", sagte Verbands-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der "Passauer Neuen Presse" (Online/Samstag). Gäste wie Hoteliers hätten unzählige Fragen und wüssten nicht, was jetzt im Detail gelte. "Daher muss dringend mehr Einheitlichkeit her", forderte Hartges. So müsse zum Beispiel generell klar sein, dass Geschäftsreisende von den Beherbergungsverboten ausgenommen werden.

Freitag, 9. Oktober, 21.40 Uhr: Lettland beschließt neue Corona-Beschränkungen

In Lettland müssen sich die Menschen wegen steigender Infektionszahlen auf neue Corona-Beschränkungen einstellen. Im Kampf gegen die Ausbreitung von Sars-CoV-2 setzte die Regierung in Riga am Freitagabend die Teilnehmergrenze für Veranstaltungen im Freien von 3000 auf 1000 herab, in Räumen von 1000 auf 500. Dabei gelten Abstandsregeln und Hygienevorschriften. Die Beschränkungen sollen bis zum Jahresende gültig bleiben.

Lettlands Regierung sagte zudem den für das Wochenende geplanten Riga Marathon ab. Für Städte und Regionen mit lokalen Corona-Ausbrüchen wurden spezielle Schutzmaßnahmen erlassen.

In Lettland hatten die täglichen Corona-Infektionszahlen zum zweiten Mal in Serie einen Rekordwert erreicht. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde in Riga wurden am Freitag 137 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Lettland mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern meldete bislang insgesamt 2507 bestätigte Infektionen und 40 Todesfälle in Verbindung mit Sars-CoV-2.

Freitag, 9. Oktober, 20.30 Uhr: Erstmals 100.000 Neuinfektionen an einem Tag in Europa

In Europa ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals über die Marke von 100.000 Fällen geklettert. Die am Freitag aktualisierte WHO-Grafik weist ein Plus gegenüber dem Vortag von 109.749 Fällen aus. Am Donnerstag wurden knapp 99.000 neue Fälle gemeldet. In Europa wird seit August kontinuierlich eine immer stärkere Verbreitung des Virus verzeichnet.

In Nord- und Südamerika wurden am Freitag gegenüber dem Vortag rund 127.000 Fälle mehr registriert. Früheren Angaben der WHO zufolge könnte sich inzwischen jeder zehnte Mensch auf der Welt bereits mit dem neuartigen Virus angesteckt haben.

Freitag, 9. Oktober, 19.40 Uhr: Diese Allgäuer Sportveranstaltungen sind abgesagt

Auch im Allgäu werden Sportveranstaltungen coronabedingt abgesagt - eine Übersicht finden Sie hier.

Freitag, 9. Oktober, 19.30 Uhr: Knapp 6000 Neuinfektionen an einem Tag in den Niederlanden

In den Niederlanden sind innerhalb eines Tages knapp 6000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. In den vergangenen sieben Tagen habe es rund 34 000 neue Fälle gegeben, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Freitag mit. Es gab 14 neue Todesfälle. Die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen nehme zu.

Ministerpräsident Mark Rutte äußerte sich sehr besorgt. "Wir gehören zu den drei am schlimmsten betroffenen Ländern in Europa, und es ist schlechter als in Amerika", sagte Rutte. Er schloss einschneidende Maßnahmen nicht aus, wenn sich die Lage in den nächsten 72 Stunden nicht verbessere. Konkrete Pläne nannte er nicht.

Besonders schwer getroffen von der Ausbreitung des Virus sind den Berichten zufolge Rotterdam, Den Haag, Utrecht und Amsterdam. Seit Beginn der Krise im März sind rund 6500 Menschen im ganzen Land gesichert an Covid-19 gestorben.

Freitag, 9. Oktober, 18.10 Uhr: Corona-Fallzahlen in Berlin steigen - Warnwert weiter überschritten

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Berlin ist erneut kräftig gestiegen, der wichtige Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage wird weiter überschritten. Innerhalb eines Tages wurden 443 neue Fälle erfasst, wie aus dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Freitag hervorgeht. Am Donnerstag hatte es mit 498 Neuinfektionen den stärksten Zuwachs binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie gegeben.

Der etwa für Reisen in andere Bundesländer wichtige Wert der Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl bleibt in der Hauptstadt über der kritischen Schwelle von 50: 56,4 Fälle pro 100 000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert. Das ist noch einmal ein Anstieg im Vergleich zum Donnerstag (52,8).

Freitag, 9. Oktober, 18 Uhr: Italiens Neuinfektionen übersteigen 5000er-Schwelle

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Italien hat am Freitag die Schwelle von 5000 Fällen übersprungen. Die Behörden zählten 5372 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden. Außerdem wurden 28 neue Covid-Tote registriert. Seit einigen Tagen steigen die Zahlen in dem Land, das zu Beginn der Pandemie im Frühjahr Europas Corona-Hotspot war, stärker als in den Wochen davor. Insgesamt zählt Italien nun fast 344 000 Infektionen und mehr als 36 100 Covid-Tote.

Die Zahl der Neuansteckungen mit Sars-CoV-2 liegt damit so hoch wie zuletzt im März. Allerdings werden heute viel mehr Leute auf das Virus getestet. Auch liegen deutlich weniger Menschen auf Intensivstationen: annähernd 400. Und es sterben bei weitem nicht so viele Patienten. Besonders viele Neuansteckungen gab es am Freitag in der Lombardei im Norden und in Kampanien im Süden.

Ein Regierungsberater, Walter Ricciardi, warnte im Sender Sky TG24, dass die Zahl der täglichen Ansteckungen bis Dezember auf 16 000 Fälle steigen könnte. Die Regierung schließt weitere Verschärfungen der Corona-Regeln nicht aus. Seit dieser Woche gilt auch im Freien Maskenpflicht.

Freitag, 9. Oktober, 17.35 Uhr: Deutschland soll Hilfe für Anti-Corona-Kampf aus Brüssel bekommen

Deutschland und andere Staaten sollen zur Bewältigung der Corona-Krise Millionenhilfen aus dem EU-Solidaritätsfonds bekommen. Insgesamt sollen 132,7 Millionen Euro für Deutschland, Irland, Griechenland, Spanien, Kroatien, Ungarn und Portugal freigegeben werden, wie die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte. Es handele sich um Vorauszahlungen an Länder, die die Hilfe beantragt hatten. Das Europäische Parlament und der Rat müssen dem Vorschlag der Kommission noch zustimmen.

Insgesamt plant die EU-Kommission ein Hilfspaket in Höhe von rund 823 Millionen Euro aus dem EU-Solidaritätsfonds. Neben den Corona-Hilfen soll Geld in den Wiederaufbau nach dem Erdbeben in Kroatien im März (683,7 Millionen Euro) und nach den Überschwemmungen im Karpatenvorland in Polen im Juni (7 Millionen Euro) fließen.

Freitag, 9. Oktober, 16.30 Uhr: Jugendherbergen in Bayern kämpfen um die Existenz

Es sah gut aus um Bayerns Jugendherbergen - dann kam Corona. Von März bis Juni standen die Häuser praktisch leer. Wie der aktuelle Stand ist und wie sie versuchen, sich wieder aufzurappeln, lesen Sie hier.

Freitag, 9. Oktober, 16.05 Uhr: Große Städte sollen bei Corona-Anstieg zusätzlich gegensteuern

Im Kampf gegen das Coronavirus sollen in den größten deutschen Städten zusätzliche Eindämmungsmaßnahmen greifen. Kommt der Anstieg der Infektionszahlen damit nicht spätestens binnen zehn Tagen zum Stillstand, seien auch weitere gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich, um öffentliche Kontakte weitergehend zu reduzieren, heißt es in einem Ergebnispapier nach Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern der elf größten Städte am Freitag.

Freitag, 9. Oktober, 15.15 Uhr: Corona: Unterallgäu bleibt knapp unterhalb der Obergrenze

Der Landkreis Unterallgäu bleibt weiter knapp unterhalb der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Am Freitag kamen vier weitere Fälle hinzu. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt damit weiter unverändert bei 44,72. Damit sind aktuell 69 Unterallgäuer nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden seit Mitte März 531 Unterallgäuer positiv getestet. 20 von ihnen sind verstorben, 442 gelten als geheilt.

Da jedoch der Frühwarnwert von 35 überschritten wurde, tritt am Samstag die Allgemeinverfügung des Landratsamts in Kraft. Welche Regeln ab Samstag im Unterallgäu gelten, lesen Sie hier.

Freitag, 9. Oktober, 15 Uhr: Bundeswehr und RKI sollen Experten in Corona-Hotspots schicken

Die Bundeswehr und das Robert Koch-Institut sollen künftig Experten in Corona-Hotspots schicken. Das gilt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur laut einer am Freitag getroffenen Vereinbarung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Bürgermeistern von Großstädten, wenn in sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert wurden.

Genauere Informationen zum möglichen Einsatz der Bundeswehr erfahren Sie hier.

Freitag, 9. Oktober, 14.35 Uhr: Spanische Regierung verhängt Notstand über Madrid

Spaniens Zentralregierung hat nach Medienberichten den Notstand über Madrid verhängt, um angesichts von hohen Corona-Zahlen die Abriegelung der Hauptstadt durchsetzen zu können. Dies berichteten der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien unter Berufung auf die linke Regierung. Der Notstand soll den Angaben zufolge für zwei Wochen gelten. Eine Verlängerung müsste gemäß Verfassung vom Nationalparlament gebilligt werden.

Vor Ausrufung des Notstands hatte die Justiz die vom Gesundheitsministerium angeordnete Absperrung Madrids und neun weiterer Kommunen in der Umgebung wieder aufgehoben. Dies geschah auf Antrag der konservativen Regionalregierung. Nun kann die Zentralregierung die Bewegungsfreiheit der Bürger doch wieder einschränken. Eine offizielle Bestätigung stand zunächst noch aus.

In den zehn Städten, die nun wieder abgeriegelt sind, dürfen die Menschen ihre Wohngemeinde erneut nur noch mit triftigem Grund verlassen - etwa, um zur Arbeit zu fahren oder einen Arzt aufzusuchen. Betroffen sind knapp 4,8 der insgesamt 6,6 Millionen Einwohner der "Comunidad Autónoma". Auswärtige dürfen diese Städte nur in Ausnahmefällen betreten.

Freitag, 9. Oktober, 14.20 Uhr: Bayern weitet Risikogebiete aus

Bayern stuft weitere deutsche Städte und Landkreise als Risikogebiet ein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 9. Oktober, 14.10 Uhr: Berliner Gastronomen gehen gegen die Sperrstunde vor

Mehrere Berliner Gastronomen gehen mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht gegen die vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Stadt vor. Der Antrag sei eingegangen, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts auf Anfrage. Mit einer Entscheidung sei aber nicht mehr am Freitag, sondern voraussichtlich in der kommenden Woche zu rechnen. Zuvor hatte unter anderem der Tagesspiegel (Online) berichtet. Nach Angaben von Rechtsanwalt Niko Härting wurde der Antrag zunächst für sechs Gastronomen gestellt, weitere sollten folgen.

In einem Auszug aus dem Eilantrag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird die Sperrstunde als unverhältnismäßig kritisiert. Es gebe keine überzeugende Begründung für die Schließung der Gaststätten um 23.00 Uhr. Von politischer Seite sei die Zunahme der Fallzahlen schließlich mit privaten Treffen und illegalen Partys begründet worden. Mit einer Sperrstunde für die Gastronomie werde eher ein gegenteiliger Effekt erreicht: Junge Menschen träfen sich dann an anderen Orten, für die keine Hygienekonzepte gelten, so die Argumentation.

Das Ergreifen von Maßnahmen gegen ein weiteres Ansteigen der Corona-Fallzahlen wird in dem Antrag nicht grundsätzlich in Frage gestellt, dies sei "richtig und konsequent".

Der Senat hatte am Dienstag vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Infektionszahlen beschlossen, dass Restaurants, Bars, Kneipen und die meisten Geschäfte künftig zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen sein müssen. Die neue Regelung gilt nach Senatsangaben ab Samstag, 00.00 Uhr.

Freitag, 9. Oktober, 14 Uhr: Steigende Corona-Neuinfektionen: Gesundheitssysteme in Europa sind unter Druck

In Europa steigen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen immer drastischer an. Vielerorts sind die Gesundheitssysteme am Limit. Frankreich und Spanien erwägen, den Notstand zu verhängen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 9. Oktober, 13.15 Uhr: Jugendherbergen in Bayern wegen Corona in Gefahr

Den bayerischen Jugendherbergen droht wegen Einbußen von rund 60 Prozent in der Corona-Pandemie die Schließung einzelner Häuser. Das gab Verbandspräsident Klaus Umbach am Freitag in Nürnberg bekannt. Der Landesverband Bayern des Deutschen Jugendherbergswerkes betreibe derzeit 42 Häuser in Eigenregie, 16 weitere würden von Partnern betrieben. "Wir müssen alle Standorte auf den Prüfstand stellen und sehen, wie sich die Situation entwickelt", sagte Umbach.

Die Übernachtungszahlen seien vor allem wegen des Wegbleibens von Schulklassen und Vereinen eingebrochen. Der Landesvorstand gehe in diesem Jahr von 400.000 Übernachtungen in den 42 selbstbetriebenen Jugendherbergen aus, sagte Vorstandsmitglied Winfried Nesensohn. "Im vergangenen Jahr waren es eine Million", betonte er. Dabei sei es angesichts der Corona-Entwicklung nicht einmal sicher, ob die Prognose gehalten werden könne - vor allem in den Großstädten.

Freitag, 9. Oktober, 12.50 Uhr: Merkel berät mit Oberbürgermeistern großer Städte über Corona

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen mit den Oberbürgermeistern der elf größten deutschen Städte über die Lage. An der Videokonferenz am Freitag wollten die Stadtoberhäupter von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teilnehmen. Im Fokus dürfte unter anderem das Verhalten junger Menschen stehen. So gilt die Partyszene in mehreren Städten als ein Auslöser für die ansteigenden Infektionszahlen.

Der Städte- und Gemeindebund forderte hier mehr Aufklärungsarbeit in den sozialen Medien. Den jungen Menschen müsste vor allem über den Weg der sozialen Medien klargemacht werden, dass sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährdeten, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg im ZDF. In Berlin und weiteren Städten wie Bremen hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert bereits überschritten. Er bildet die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen ab und ist ein wichtiger Grenzwert für schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. In der Hauptstadt lag der Wert am Donnerstag bei 52,8.

Freitag, 9. Oktober, 12.45 Uhr Mindestens bis zum 25. Oktober: Fußball ohne Fans in Münchner Stadien

Nach gestiegenen Corona-Zahlen finden die Fußball-Spiele in München mindestens bis zum 25. Oktober ohne Fans statt. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Damit sind kurzfristig auch die Drittliga-Partien des TSV 1860 München und Türkgücü München an diesem Samstag betroffen, für die es am Mittwoch noch Grünes Licht für Zuschauer gegeben hatte. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut von 32,5 am Dienstag wieder auf 42,4 gestiegen ist, sprachen sich die Behörden aber doch gegen die Zulassung von Fans aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen an.

Freitag, 9. Oktober: 12 Uhr: Drosten appelliert an Bevölkerung: Jeder Einzelne ist wichtig im Kampf gegen Corona

Der Berliner Virologe Christian Drosten hat an die Bevölkerung appelliert im Kampf gegen das Coronavirus mitzuhelfen. Das Effizienteste gegen eine Corona-Ausbreitung sei eine Kombination aus Masken-Tragen und gezielten Maßnahmen gegen Cluster, sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin am Freitag. Cluster sind etwa eine Gruppe von Menschen bei einer Feier. Die jetzigen Maßnahmen seien schon dafür geeignet. Auch die Gesundheitsämter schauten recht genau darauf, aber die Bevölkerung müsse auch mitmachen. Mit einem Cluster-Kontakttagebuch etwa könne man sehen, wo man sich vor sieben bis zehn Tagen infiziert habe. "Das ist eine sehr wertvolle Information an das Gesundheitsamt."

Freitag, 9. Oktober: 11.55 Uhr: Bevölkerung von hessischem Dorf zum Großteil in Quarantäne

In Nordhessen ist nach einem Corona-Ausbruch ein Großteil der Bevölkerung eines Mini-Dorfs unter Quarantäne gestellt worden. Hübenthal ist ein Stadtteil der Stadt Witzenhausen östlich von Kassel und hat rund 90 Einwohner. Die meisten lebten dort auf zwei Höfen und seien nun in Quarantäne, sagte Bürgermeister Daniel Herz (parteilos). Die vermutete Ursache der Infektionen: "Es muss dort eine private Feier auf dem größeren der Höfe stattgefunden haben." Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet.

Aktuell gibt es laut dem Werra-Meißner-Kreis 33 akute Covid-19-Infektionen in Witzenhausen, 30 davon in Hübenthal. Durch die Quarantäne stellt sich nun die Frage, wer dort Lebensmittel besorgt. Man arbeite daran, sagte Herz. Angedacht sei, dies über die Aktion "Dich schickt der Himmel" zu organisieren, eine Art Nachbarschaftshilfe.

Freitag, 9. Oktober: 11.50 Uhr: Erneut mehr als 4.000 Corona-Neuinfektionen - Was bedeutet das?

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat ein weiteres Mal über der Marke von 4.000 gelegen. Viele Menschen sind deshalb in Sorge - auch mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate. In einem eigenen Artikel erklären Experten, was die gestiegenen Zahlen bedeuten.

Freitag, 9. Oktober, 11.45 Uhr: Hohe Corona-Zahlen im Kreis Cloppenburg nach Ausbruch in Schlachthof

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof im niedersächsischen Emstek sind die Corona-Infektionszahlen im Landkreis Cloppenburg hochgeschnellt. Mit 86,1 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage ist die kritische Marke von 50 deutlich überschritten, wie aus den Zahlen des Landesgesundheitsamtes hervorgeht (Stand Freitag, 9 Uhr). Demnach gab es 149 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. In dem Vion-Schlachthof dürfen derzeit 7.000 Schweine täglich geschlachtet werden, hatte der Landkreis am Donnerstagabend mitgeteilt. Vor dem Ausbruch waren es bis zu 12.000.

Freitag, 9. Oktober, 10.40 Uhr: Millionen heimkehrwillige Migranten stecken wegen Corona fest

Mehr als 2,7 Millionen heimreisewillige Migranten stecken nach einer Studie der UN-Organisation für Migration (IOM) wegen der Corona-Reisebeschränkungen in aller Welt fest. Darunter sind hunderttausende Seeleute, von denen manche seit Monaten nicht von Bord ihrer Schiffe gelassen werden. Besonders viele säßen im Nahen Osten und Nordafrika sowie in der Asien-Pazifik-Region fest. In Griechenland könnten 102.000 Migranten, die den Wunsch nach Rückkehr in ihre Heimat geäußert haben, nicht abreisen. In Italien seien es 85.000, sagte IOM-Sprecher Paul Dillon am Freitag in Genf.

In der Statistik sind Menschen, die schon vor der Coronakrise in ihre Heimat zurück wollten, nicht berücksichtigt. Die Zahlen beziehen sich auf einen Stichtag im Juli 2020. Wahrscheinlich liege die tatsächliche Zahl noch deutlich höher, so die UN-Organisation. Die IOM unterstützt normalerweise heimkehrwillige Migranten und organisiert Rückkehrmöglichkeiten.

Freitag, 9. Oktober, 10.40 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister: Gesundheitsämter sind unterbesetzt

Berlins Gesundheitsämter sind nach Einschätzung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller während der Corona-Pandemie nach wie vor deutlich unterbesetzt. Der Grund dafür seien vor allem Schwierigkeiten, Personal zu finden. "Wir haben 200 offene Stellen", sagte Müller am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Vertretern der Berliner Charité. Die Stellen seien da, das Geld dafür auch. "Aber ich kann mir die Leute nicht backen", so der SPD-Politiker. Bei der Stellenbesetzung gehe es voran. "Aber wir können sie nicht so schnell besetzen, wie wir möchten."

Deshalb sei angesichts der gestiegenen Infektionszahlen und der Notwendigkeit, die Kontakte von positiv Getesteten zu verfolgen, ein Umschichten aus anderen Bereichen der Verwaltung wichtig. Müller lobte auch die Unterstützung der Bundeswehr bei der Kontaktnachverfolgung. Er hoffe, dass es die Möglichkeit gebe, weiteres qualifiziertes Personal von der Bundesebene zu bekommen, sagte Müller. Darüber solle am frühen Nachmittag in der Schalte der Bürgermeister der großen deutschen Städte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen werden.

Freitag, 9. Oktober, 10.25 Uhr: Bundesrat billigt Milliardenspritze für Krankenhäuser - es soll Corona-Prämien für Pflegekräfte geben

Der Bundesrat hat eine Milliardenspritze für die knapp 2.000 Kliniken in Deutschland gebilligt. Die Krankenhäuser bekommen für wichtige Investitionen nun drei Milliarden Euro vom Bund. Sie sollen das Geld nutzen, um Notfallpatienten besser versorgen zu können. Möglich sind Investitionen etwa in moderne Notfalleinrichtungen und in digitale Lösungen wie elektronische Behandlungsdokumentation oder Patientenportale und IT-Sicherheit. Bis 31. Dezember 2021 können die Länder Förderanträge stellen. Sie sollen selbst weitere Investitionsmittel von 1,3 Milliarden Euro aufbringen.

Ein "Zukunftsprogramm Krankenhäuser" hatten die Spitzen der großen Koalition im Juni bereits als Teil eines großen Pakets zur Bewältigung der Corona-Krise beschlossen. Eigentlich sind in Deutschland die Länder für Investitionen in die Klinik-Infrastruktur zuständig.

Krankenhäuser mit vielen Corona-Patienten bekommen zudem 100 Millionen Euro, damit sie Pflegekräften Corona-Prämien von bis zu 1.000 Euro zahlen können. Welche Mitarbeiter die Prämien als Anerkennung für ihre Leistungen erhalten, sollen die Kliniken selbst entscheiden.

Freitag, 9. Oktober, 10 Uhr: Städte- und Gemeindebund fordert: Partyszene mehr über Corona-Gefahr aufklären

Der Städte- und Gemeindebund hat angesichts steigender Infektionszahlen in mehreren deutschen Großstädten mehr Aufklärungsarbeit in den sozialen Medien gefordert. "Die Gruppen, die wir erreichen wollen, das sind die Partyszenen, die schauen nicht ZDF und die schauen nicht ARD", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Den jungen Menschen müsste vor allem über den Weg der sozialen Medien klargemacht werden, dass sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährdeten.

Aus Sicht Landsbergs sind es gerade die jungen Feiernden, die besonders zu den derzeit vielen Infektionen beitragen, wie er auch im RBB-Inforadio sagte. "Wir haben ja eins festgestellt: Es sind nicht die Schulen, es sind auch nicht Konzertveranstaltungen, es kommt immer aus diesen privaten oder halbprivaten Feiern, wo diese Infektionsherde entstehen. Das ist hochgefährlich."

Freitag, 9. Oktober, 7.30 Uhr: Rückläufiger Trend bei Corona-Neuinfektionen in Israel

Drei Wochen nach Verhängung eines landesweiten Lockdowns deutet sich in Israel ein rückläufiger Trend bei den Corona-Neuinfektionen an. Wie das Gesundheitsministerium am Freitagmorgen mitteilte, wurden am Vortag 3.692 neue Fälle verzeichnet. Vor rund eineinhalb Wochen war mit mehr als 9.000 Infektionen ein Rekordwert registriert worden. Zu Wochenbeginn waren mehr als 5.700 neue Fälle ausgewiesen worden.

Die Quote der positiven Tests betrug nach den Daten vom Freitag acht Prozent. Im Laufe des Lockdowns hatte sie teils deutlich über elf Prozent gelegen. Israel hat etwa neun Millionen Einwohner.

Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen und einer massiven Zunahme der Fallzahlen im Laufe des Sommers gilt seit dem 18. September ein Lockdown mit strengen Regeln. Die Maßnahmen wurden zwischenzeitlich verschärft und gelten vorerst bis Mitte kommender Woche. Eine Verlängerung des Lockdowns steht im Raum.

Freitag, 9. Oktober, 7.30 Uhr: Mehr als 4.500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen 4.516 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2.828 auf 4.058 erheblich angestiegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 314.660 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 9.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.589. Das waren 11 mehr als am Vortag. Rund 271.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten zeichnet sich ein deutlicher Anstieg ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 487 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 239 davon wurden beatmet. Eine Woche zuvor (1.10.) hatte der Wert noch bei 362 (193 beatmet) gelegen, in der Woche davor (24.9.) bei 296 (166 beatmet). Rund 8.500 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Freitag, 9. Oktober, 6.40 Uhr: Großstädte wollen Corona-Anstieg bremsen - Beratungen mit Merkel

Angesichts stark gestiegener Corona-Infektionszahlen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag (12.30 Uhr) mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte über die Lage. An der Videokonferenz werden nach Angaben eines Regierungssprechers die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teilnehmen.

Die Corona-Entwicklung gerade in den Großstädten besorgt die Politik zunehmend. In Berlin, Frankfurt und weiteren Städten wie Bremen hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert überschritten. Er bildet die Zahl der Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner binnen sieben Tagen ab und ist ein wichtiger Grenzwert für schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Freitag, 9. Oktober, 6.10 Uhr: Ansturm oder leere Pisten? Wintersport-Aussichten in Corona-Krise ungewiss wie nie

Vor der Wintersaison in den Alpen ist die Unsicherheit groß. Ein Ansturm der Gäste ist ebenso wenig ausgeschlossen wie deren Fernbleiben. Die Tourismusbranche ist trotz Corona optimistisch. Mehr darüber lesen Sie hier.

Freitag, 9. Oktober, 5.30 Uhr: China schließt sich globaler Covax-Impfstoff-Initiative an

China hat sich der globalen Covax-Initiative angeschlossen, mit der die Entwicklung und gerechte Verbreitung bezahlbarer Impfstoffe gegen das Coronavirus gefördert werden soll. Es sei ein wichtiges Vorhaben Chinas, um Covid-19-Impfstoffe zu einem "weltweiten öffentlichen Gut" zu machen, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Hua Chunying, am Freitag in Peking.

Die Beteiligung des führenden Impfstoff-Entwicklers China ist ein wichtiger Schritt für die Covax-Initiative (Covid-19 Vaccines Global Access). Mehr als 150 Länder beteiligen sich nach UN-Angaben schon an dem weltweiten Vorhaben - allerdings nicht die USA. Federführend sind die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die Impfstoff-Allianzen Gavi (Global Alliance for Vaccines and Immunizations) und Cepi (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations).

Donnerstag, 8. Oktober, 21.45 Uhr: Frankreich ruft höchste Corona-Warnstufe für vier weitere Städte aus

Frankreich hat wegen der alarmierenden Corona-Lage für vier weitere Städte die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Diese "maximale Alarmstufe" gelte ab Samstag in Lille, Grenoble, Lyon und Saint-Étienne, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstagabend an. Die Situation im Land verschlechtere sich weiter, warnte der Minister. Er zeigte sich beunruhigt über die Situation in den Pariser Krankenhäusern. Gleichzeitig will der Staat unter den Corona-Einschränkungen leidende Branchen noch stärker finanziell unterstützen.

Die "maximale Alarmstufe" gilt bisher in der Hauptstadt Paris, in der südfranzösischen Metropole Marseille und im Überseegebiet Guadeloupe. Sie ist die letzte Stufe vor dem Gesundheitsnotstand. Als Konsequenz aus der Einstufung müssen in der Regel Bars und gastronomische Betriebe, die kein Essen anbieten, schließen. In Restaurants gelten strengere Hygienemaßnahmen.

"Die Situation hat sich in den letzten Tagen in mehreren Metropolen verschlechtert", sagte der Minister. In Lille, Grenoble, Lyon und Saint-Étienne sei nun die 250er-Marke von Corona-Neuninfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen geknackt worden, begründete er die neue Einstufung der Städte. Für Toulouse und Montpellier steht eine Entscheidung noch aus. Die Regierung will sich bis Montag Zeit lassen.

Donnerstg, 8. Oktober, 20.15 Uhr: Corona-Fall in Lindauer Bar - Gäste sollen sich dringend melden

In der Lindauer "Seaside Bar" haben sich möglicherweise Besucher mit dem Coronavirus angesteckt. Ein Gast, der auch hinter der Theke ausgeholfen hat, ist offenbar mit Covid-19 infiziert. Gäste der Bar sollen sich jetzt dringend melden. Alle Infos dazu.

Donnerstag, 8. Oktober, 19.40 Uhr: Positiver Corona-Test beim Gegner: BVB sagt Testspiel ab

Borussia Dortmund hat ein für den kommenden Samstag geplantes Testspiel gegen den RSC Anderlecht abgesagt. Die Belgier hatten den Fußball-Bundesligisten kurz zuvor über einen positiven Corona-Test innerhalb des Teams informiert. Wie der Revierclub am Donnerstag mitteilte, verzichtet er deshalb "ersatzlos" auf diese Partie, in der "die wenigen während der Länderspielpause in Dortmund verbliebenen BVB-Profis hätten zum Einsatz kommen sollen".

Donnerstag, 8. Oktober, 19.35 Uhr: Söder berät mit Österreichs Kanzler Kurz über Corona-Krise

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will sich am Freitagnachmittag (15 Uhr) im Zollamt Bad Reichenhall mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) treffen. Im Mittelpunkt des Arbeitstreffens unweit des Grenzübergangs Walserberg steht die aktuelle Entwicklung bei den Corona-Infektionen.

Donnerstag, 8. Oktober, 19.05 Uhr: Warnung vor unkontrollierter Corona-Ausbreitung - Großstädte im Fokus

Sprunghaft steigende Corona-Infektionszahlen in Deutschland alarmieren die Bundesregierung und Wissenschaftler. Dabei rückt zunehmend die Entwicklung in den Großstädten in den Fokus. Was die Politiker sagen und wie sie zu reagieren planen, lesen Sie hier.

Donnerstag, 8. Oktober, 18.30 Uhr: Schnell steigende Corona-Zahlen in Italien - Mehr Tests bei Einreisen

Italien verschärft wegen steigender Corona-Zahlen die Einreisebestimmungen unter anderen für Menschen aus Großbritannien, Belgien und den Niederlanden. In dem Mittelmeerland selbst gab es am Donnerstag den zweiten Tag in Folge einen steilen Anstieg der Neuinfektionen auf nun fast 4.500 Fälle an einem Tag.

In Italien müssen neben Briten unter anderen auch Reisende aus Tschechien, aus ganz Frankreich und Spanien bei der Ankunft einen negativen Corona-Test vorlegen, wie aus der am Donnerstag in Rom veröffentlichen Anordnung des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Der Test darf nicht älter sein als 72 Stunden. Alternativ kann die medizinische Kontrolle bei der Einreise durchgeführt werden.

Solche Bestimmungen galten schon länger für Reisende aus Griechenland, Malta und Kroatien, die jetzt aber nicht mehr auf dieser Liste stehen, wie das Außenministerium in Rom erläuterte. Reisende aus Deutschland können bisher weiter ohne besondere Tests oder Quarantäne nach Italien fahren. Welche Länder zu den Risikogebieten im Ausland zählen, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 8. Oktober, 17.45: Viele neue Corona-Fälle: Diese Regeln gelten ab Samstag im Unterallgäu

Die Zahl der Corona-Infektionen schnellt im Unterallgäu in die Höhe. Innerhalb eines Tages meldete das Gesundheitsamt 17 neue Fälle. Zwar blieb der Landkreis damit am Donnerstag mit einer 7-Tage-Inzidenz von 44,72 noch knapp unterhalb der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Dennoch hat das Landratsamtes nun eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab kommenden Samstag, 10. Oktober, gilt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Mehr darüber lesen Sie hier.

Donnerstag, 8. Oktober, 16.30 Uhr: Viele neue Corona-Fälle: Berlin überschreitet wichtigen Warnwert

Eine der zentralen Kennzahlen zur Beurteilung der Corona-Lage ist in Berlin über den als problematisch definierten Wert von 50 gestiegen. Pro 100.000 Einwohner sind in den vergangenen sieben Tagen in der Hauptstadt 52,8 Neuinfektionen gemeldet worden, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Donnerstag hervorgeht. In Hinblick auf mögliche Maßnahmen des Senats ist in Berlin allerdings ein eigenes Frühwarnsystem entscheidend.

Donnerstag, 8. Oktober, 16.05 Uhr: Infektionszahlen im Unterallgäu sprunghaft angestiegen: Landkreis erlässt wohl Allgemeinverfügung

Die Zahl der Corona-Infektionen schnellt im Unterallgäu in die Höhe. Innerhalb eines Tages meldete das Gesundheitsamt 17 neue Fälle. Zwar blieb der Landkreis mit einer 7-Tage-Inzidenz von 44,72 noch knapp unterhalb der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Dennoch erlässt die sogenannte Koordinierungsgruppe des Landratsamtes nun wohl eine Allgemeinverfügung, die ab kommenden Samstag, 10. Oktober, gelten soll. Das teilt das Landratsamt mit. Welche Regelungen auf die Unterallgäuer zukommen, will die Behörde noch am Donnerstag bekannt geben.

Donnerstag, 8. Oktober, 15.40 Uhr: Schlachthofschließungen in Deutschland: Wohin bloß mit den schlachtreifen Schweinen?

Der Platz wird knapp, die Not wird groß. Die Schlachthofschließungen vergrößern die Sorge der Bauern, denn langsam wird die Lage existenzbedrohend. Angesichts coronabedingt weiter abnehmender Schlachtkapazitäten in Deutschland fordern Landwirte Hilfe von Politik und Verwaltung. Notwendig sei ein Maßnahmenbündel, das von der zeitweiligen Aussetzung von Schlachtobergrenzen, Verlängerung der Arbeitszeit bis zu vorübergehenden Ausnahmeregeln bei den Platzvorgaben für Tiere reiche. Was die Situation außerdem verschärft, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 8. Oktober, 15.05 Uhr: Umfrage: Breite Mehrheit in Deutschland für Berliner Sperrstunde

Zwei Drittel der Menschen in Deutschland befürworten die für Berlin beschlossene Einführung einer Sperrstunde ab 23 Uhr. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben 21 Prozent an, eher dafür zu sein und 45 Prozent voll und ganz. Jeweils elf Prozent lehnten sie eher oder voll und ganz ab.

Dabei gibt es allerdings erhebliche Unterschiede je nach Alter der Befragten: So sind 52 Prozent der über 55-Jährigen voll und ganz für die Sperrstunde, aber nur 23 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 39 Prozent der 25- bis 34-Jährigen.

Der Berliner Senat hat vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie am Dienstag eine Sperrstunde beschlossen, die ab Samstag gilt. Ab dann müssen Restaurants, Kneipen und Bars von 23 Uhr bis 6 Uhr schließen. Aus den Reihen der Berliner Oppositionsparteien und der Berliner Gastronomie hatte es Kritik an der Entscheidung des Senats gegeben.

Donnerstag, 8. Oktober, 11.45 Uhr: Österreich hat mehr neue Corona-Fälle an einem Tag als je zuvor

Die Zahl neu gemeldeter Corona-Fälle in Österreich hat erstmals die Spitzenwerte aus der Hochphase der Pandemie im Frühjahr überstiegen. Behörden zählten am Donnerstag 1209 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, 613 davon allein in Wien. Acht neue Todesfälle wurden seit dem Vortag gemeldet. Im Krankenhaus liegen 506 Covid-19-Patienten, 107 davon auf der Intensivstation.

Die Zahlen seien mit dem Frühjahr nicht vergleichbar, weil mehr getestet werde, betonte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz in Wien. Er nannte die Situation dennoch schwierig. Etwa 10 000 Menschen galten am Donnerstag österreichweit als aktiv erkrankt, mehr als doppelt so viele wie vor einem Monat.

Donnerstag, 8. Oktober, 11.30 Uhr: Karliczek bleibt bei Prognose: Corona-Impfung ab Mitte 2021

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bleibt bei ihrer Einschätzung, dass Corona-Impfstoffe für viele Menschen bis Mitte 2021 zur Verfügung stehen könnten. "Die Forschung ist im Moment gigantisch schnell", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Aktuell gehe das Forschungsministerium davon aus, dass Mitte nächsten Jahres breite Teile der Bevölkerung geimpft werden könnten. Offen sind nach Angaben Karliczeks noch einige Fragen, etwa wie lange der Impfschutz anhalten werde oder wie häufig man geimpft werden müsse, um einen wirklichen Schutz zu bekommen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung in Deutschland rief Karliczek dazu auf, die Hygiene-, Abstands- und Maskenregeln einzuhalten. "Es ist gerade nicht die Zeit, auf Masken oder Abstand zu verzichten. (...) Tun Sie sich und uns den Gefallen, halten sie sich an die Regeln, auch wenn es vielleicht manchmal anstrengend ist und schwerfällt."

Donnerstag, 8. Oktober, 10.50 Uhr: "Mehr testen, mehr Maske, weniger Alkohol, weniger Partys" - Markus Söders Videobotschaft

Donnerstag, 8. Oktober, 10.45 Uhr: Landratsamt hebt 72-Stunden-Regel für Pendler auf

Das Landratsamt Oberallgäu hebt seine 72-Stunden-Regel für Pendler aus Vorarlberg auf. Durch die Sonderregelung konnten Berufspendler und Schüler, die im „Risikogebiet“ Vorarlberg wohnen und im Oberallgäu arbeiten oder zur Schule gehen, ohne Einschränkungen einreisen, wenn sie weniger als 72 Stunden zuhause waren. Für die Sonderregelung gibt es keinen Bedarf mehr. Denn Bayerns Staatsregierung stellte klar, dass Berufspendler, die in einem Risikogebiet leben und täglich zur Arbeit nach Bayern fahren, von der Quarantänepflicht nicht erfasst werden. Gleiches gilt bei Pendlern, die in Bayern wohnen und in einem Risikogebiet arbeiten, für die tägliche Rückkehr an ihren Wohnort.

Für die Bürger des Kleinwalsertals und der Gemeinde Jungholz ändert sich nichts, denn beide Talschaften sind laut Landratsamt nicht mehr als „Risikogebiet“ eingestuft. Betroffen sind aber Pendler über die weiteren Grenzübergänge von Vorarlberg und Tirol zum Oberallgäu. Fragen beantwortet die Hotline der Staatsregierung unter der Telefonnummer 0049/89122220.


Donnerstag, 8. Oktober, 10.10 Uhr: Spahn: Anstieg der Infektionszahlen besorgniserregend

Angesichts des deutlichen Anstiegs bei den Coronainfektionen in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Menschen gemahnt, sich nicht für unverletzlich zu halten. Die Zahlen seien besorgniserregend, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin. Dies gelte besonders für die aktuelle, sprunghafte Steigerung auf mehr als 4.000 Neuinfektionen binnen eines Tages. "Sie besorgen mich sehr", sagte Spahn mit Blick auf diese Zahlen. Vor allem jüngere Menschen steckten sich an - aber nicht nur.

Gerade die Jüngeren hielten sich oft für unverletzlich. "Das sind sie aber nicht." Bei Covid-19 handele es sich im Übrigen weiter um eine ernsthafte Erkrankung. Die Zahlen an Todesfällen und Intensivpatienten seien aber derzeit vergleichsweise niedrig.

Donnerstag, 8. Oktober, 8.30 Uhr: Export erholt sich nur langsam aus dem Corona-Tief

Deutschlands Exportwirtschaft arbeitet sich in kleinen Schritten aus dem Corona-Tief. Im August stieg die Ausfuhr von Waren um 2,4 Prozent im Vergleich zum Juli, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag das Volumen der Exporte mit 91,2 Milliarden Euro allerdings um 10,2 Prozent im Minus.

Die Einfuhren verringerten sich binnen eines Jahres um 7,9 Prozent auf 78,5 Milliarden Euro. Zeitweise Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten zu Beginn der Corona-Pandemie hatten das Geschäft mit "Made in Germany" in den vergangenen Monaten ausgebremst.Die allmähliche Erholung der Wirtschaft in vielen Ländern kommt den Exporteuren nun zugute. Allerdings liegen die Ausfuhren immer noch um 9,9 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020 - dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen.


Donnerstag, 8. Oktober, 8 Uhr: Bericht: 34 Corona-Fälle im Zusammenhang mit dem Weißen Haus

Der Corona-Ausbruch im Weißen Haus hat einem Medienbericht zufolge größere Ausmaße als bislang bekannt. Der Sender ABC News berichtete am Mittwochabend (Ortszeit) unter Berufung auf ein internes Dokument der Katastrophenschutzbehörde (Fema), dass sich 34 "Mitarbeiter des Weißen Hauses und andere Kontakte" in den vergangenen Tagen mit dem Virus infiziert haben. Ob die gelisteten Fälle auch US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania umfassen, ging aus dem Bericht nicht hervor.

Nach Bekanntwerden der Infektion von Trump am Freitag ist die Liste mit infizierten Vertrauten des Präsidenten immer länger geworden. Neben der Sprecherin des Weißen Hauses sind auch enge Berater Trumps, Hope Hicks und Stephen Miller, positiv getestet worden. Das Weiße Haus hält sich unter Verweis auf Persönlichkeitsrechte äußerst bedeckt bei Angaben zum Umfang des Ausbruchs.

Zu unserem Newsblog mit aktuellen Meldungen rund um die Wahl 2020 in den USA geht's hier.

Donnerstag, 8. Oktober, 6.30 Uhr: Neue Corona-Einschränkungen in Frankreich erwartet

Angesichts eines neuen Höchststandes bei den Corona-Neuinfektionen wird in Frankreich mit weiteren Schritten der Regierung gerechnet. "Wir müssen uns auf den Weg zu zusätzlichen Einschränkungen machen", sagte Staatschef Emmanuel Macron am Mittwochabend den Fernsehsendern TF1 und France2 in dem südfranzösischen Ort Saint-Martin-Vésubie.

Frankreich erzielte mit 18 .46 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Tages-Höchststand. Wie die Behörden am Mittwochabend mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 16.972 neuen Fällen vom vergangenen Wochenende deutlich überschritten.

Die Corona-Lage ist sehr angespannt. Bis auf die an Deutschland grenzende Region Grand Est und die Insel Korsika gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Donnerstag, 8. Oktober, 06 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigen sprunghaft auf über 4.000

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist sprunghaft auf mehr als 4.000 binnen eines Tages angestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten 4.058 neue Corona-Infektionen innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mitteilte. Das sind über 1.200 mehr als am Mittwoch, als mit 2.828 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit April gemeldet worden war. Ein höherer als der nun gemeldete Wert war zuletzt in der ersten Aprilwoche erreicht worden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 310.144 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 8.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.578. Das sind 16 mehr als am Vortag. Rund 269.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Rate der positiven Tests stieg stark an und lag in der 40. Kalenderwoche (28.9.- 2.10.) bei 1,64 Prozent. In der Woche zuvor waren es 1,22 und davor 1,16 Prozent gewesen.


Mittwoch, 7. Oktober, 22.45 Uhr: Erkrankter Trump im Oval Office

Der an Covid-19 erkrankte US-Präsident Donald Trump ist am Mittwoch zeitweise an seinen Arbeitsplatz im Oval Office zurückgekehrt. Er sei unter anderem über die Entwicklung rund um den Hurrikan Delta informiert worden, sagte Sprecher Brian Morgenstern. Laut Medienberichten hatten sich Trump-Vertraute in den vergangenen Tagen eher dafür ausgesprochen, dass er in seinem Wohnquartier bleiben und nicht ins Oval Office gehen solle. Der Präsident dürfte noch ansteckend sein.

Trump war am Montagabend nach drei Tagen im Krankenhaus ins Weiße Haus zurückgekehrt. Nach Angaben seines Leibarztes Sean Conley hat er keine Symptome, das Weiße Haus hält sich aber mit konkreten Details zu seinem Gesundheitszustand zurück. Seit einem unmittelbar nach der Rückkehr aufgenommenen Video wurde der Präsident bisher nicht gesehen. Mehr zur bevorstehenden US-Wahl in unserem Newsblog.

Ein Teilnehmer der Demonstration «Wir müssen reden» läuft am Samstag mit Maske mit der Aufschrift «Angst steuert Massen» durch die Berliner Innenstadt.
Ein Teilnehmer der Demonstration «Wir müssen reden» läuft am Samstag mit Maske mit der Aufschrift «Angst steuert Massen» durch die Berliner Innenstadt.
Bild: Fabian Sommer, dpa

Mittwoch, 7. Oktober, 22 Uhr: Entertainer Frank Zander sagt Weihnachtsfeier für Bedürftige ab

Der Berliner Entertainer Frank Zander hat seine diesjährige Weihnachtsfeier für Obdachlose und Bedürftige wegen der Corona-Pandemie abgesagt. "Als Veranstalter trage ich eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Gästen, Helfern und Partnern", schrieb Zander (78) am Mittwoch bei Facebook. "Dieser Verantwortung kann ich aber guten Gewissens nicht mehr nachkommen, da unsere Gäste leider alle in die sogenannte Risikogruppe fallen." Die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen seien für ihn und das Team nicht umsetzbar. Zuerst hatte die "B.Z." online darüber berichtet.

Es wäre bereits Zanders 26. Weihnachtsfeier für Bedürftige gewesen. Zander lädt traditionell Tausende Obdachlose zum Gänse-Essen in das Berliner Hotel "Estrel" ein, Prominente helfen als Kellner und beim Servieren.

Alternativ wolle er nun dieses Jahr ein anderes Projekt für die gute Sache unterstützen: den Berliner-Foodtruck, der täglich etwa 150 warme Mahlzeiten an Bedürftige verteile.

Mittwoch, 7. Oktober, 20.45: Stadtnikolaus kommt nicht nach Kempten

Der Stadtnikolaus wird in diesem Jahr nicht durch Kempten ziehen, sagt Stefan Keppeler, Vorsitzender des Stadtjugendrings, auf AZ -Anfrage. Er bedauere die Entscheidung, doch aufgrund der Corona-Pandemie sei die Veranstaltung „unvorstellbar“. Etwa 2.000 Kinder erhalten in der Regel Geschenke vom Stadtnikolaus. Hier Abstandsregeln einzuhalten und die Sicherheit zu gewährleisten, sei nicht möglich. Was stattdessen geplant ist.

Mittwoch, 7. Oktober, 20 Uhr: Das müssen Allgäu-Urlauber jetzt wissen

Während der Corona-Pandemie sollen möglichst viele Deutsche Urlaub im eigenen Land machen - doch inzwischen ist das gar nicht mehr so einfach. Urlauber, die aus Corona-Risikogebieten kommen und nach Bayern reisen wollen, müssen das hier beachten. Für Allgäuer, die es in andere Bundesländer zieht, gelten diese Regeln.

Mittwoch, 7. Oktober, 19.25 Uhr: Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien sind jetzt Risikogebiete

Die Bundesregierung hat ganz Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien sowie einzelne Regionen in sieben EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt. Das Robert Koch-Institut aktualisierte seine Risikoliste am Mittwochabend entsprechend. Darauf sind jetzt auch alle fünf niederländischen Provinzen zu finden, die an Deutschland grenzen. Als letzte kam am Mittwoch Limburg hinzu, Zeeland an der Nordseeküste ist die einzige der zwölf niederländischen Provinzen, die noch kein Risikogebiet ist.

Erstmals wurden Teile der Slowakei zu Risikogebieten erklärt. In Slowenien kam unter anderem die Hauptstadt Ljubljana hinzu, außerdem Regionen in Kroatien, Ungarn, Litauen und Bulgarien. Es wurde erwartet, dass das Auswärtige Amt noch am Mittwochabend für alle diese Gebiete eine Reisewarnung ausspricht.

Mittwoch, 7. Oktober, 18.30 Uhr: Weiterer Corona-Todesfall im Allgäu

Wie erst jetzt vom Landesamt für Gesundheit gemeldet wurde, starb bereits in der vergangenen Woche ein weiterer Ostallgäuer im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Nach Angaben des Landratsamtes handelt es sich um einen 84-Jährigen mit erheblichen Vorerkrankungen. Der Todesfall stehe nicht im Zusammenhang mit den gehäuften Infektionen in einem Kaufbeurer Pflegeheim. Die Zahl der Coronatoten im Ostallgäu steigt damit von 39 auf 40.

Mittwoch, 7. Oktober, 18 Uhr: Bayern-Urlauber aus Risikogebieten brauchen negativen Corona-Test

Ministerpräsident Söder kündigte an, dass Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots ohne negativen Corona-Test ab Donnerstag nicht mehr in bayerischen Hotels und Gaststätten übernachten dürfen. Reisende aus innerbayerischen Corona-Hotspots sind ihm zufolge nicht betroffen. Alles, was Sie dazu wissen müssen, lesen Sie hier.

Mittwoch, 7. Oktober, 17.15 Uhr: Italien führt Maskenpflicht auch im Freien ein

Im Kampf gegen wieder steigende Corona-Infektionszahlen hat Italiens Regierung am Mittwoch eine landesweite Maskenpflicht im Freien beschlossen. Ausnahmen gebe es nur für Kinder im Alter unter sechs Jahren und für Menschen mit Krankheiten oder Einschränkungen, die mit dem Tragen einer Gesichtsmaske nicht zu vereinbaren seien, sagte die stellvertretende Gesundheitsministerin Sandra Zampa dem TV-Sender RAI.

Auch in bestimmten Situationen, in denen man alleine sei - etwa in einem Park -, gelte die Pflicht nicht. Unklar blieb zunächst, ab wann genau diese neue Maßnahme in Kraft treten soll. Beobachter sagten, sie werde wahrscheinlich schon von Donnerstag an gelten.

Das Tragen von Gesichtsmasken im Freien war bisher bereits in einigen italienischen Regionen Pflicht, darunter auch in Kampanien und Latium, die Neapel und Italiens Hauptstadt Rom einschließen. Bisher müssen die Schutzmasken national hauptsächlich in geschlossenen Räumen wie Läden und Büros sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgesetzt werden.

Mittwoch, 7. Oktober, 17 Uhr: Neue Corona-Regeln in Memmingen - im Unterallgäu nicht

Der Landkreis Unterallgäu hat erneut den Corona-Frühwarnwert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner überschritten. Nach Angaben des Landratsamts sind 61 Unterallgäuer aktuell nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind fünf Fälle mehr als noch am Vortrag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 37,5. Doch vorerst werden noch keine Maßnahmen getroffen, teilte die Behörde auf Anfrage mit. In Memmingen ist das anders.

Laut Pressesprecherin Eva Büchele analysiert die sogenannte Koordinierungsgruppe des Landratsamtes, zu der auch Landrat Alex Eder und Mitarbeiter des Gesundheitsamts gehören, das Infektionsgeschehen. Dabei gehe es um mögliche Schwerpunkte, die für die neuen Corona-Fälle ausschlaggebend sind. Anhand dieser Details werde dann überlegt, ob, und wenn ja, welche Maßnahmen notwendig sind, um das Infektionsgeschehen eindämmen zu können. Vor allem dann, wenn der Wert weiter steigen sollte.

Insgesamt wurden seit Mitte März 510 Unterallgäuer positiv getestet. 18 von ihnen sind verstorben, 431 gelten als genesen. Bereits Mitte September wurde der Corona-Signalwert im Unterallgäu überschritten. Damals wurde der Regelbetrieb in Kindertagesstätten, Kindergärten und Krippen im Landkreis eingeschränkt. Es wurden feste Gruppen gebildet. Außerdem mussten alle Mitarbeiter im Innenbereich Masken tragen.

Mittwoch, 7. Oktober, 15.55 Uhr: Unterallgäu überschreitet erneut Frühwarnwert

Der Landkreis Unterallgäu hat erneut den Corona-Frühwarnwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Nach Angaben des Landratsamts sind 61 Unterallgäuer aktuell nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind fünf Fälle mehr als noch am Vortrag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 37,5. Die Entscheidung des Landratsamts ob, und wenn ja, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, steht noch aus.

Insgesamt wurden seit Mitte März 510 Unterallgäuer positiv getestet. 18 von ihnen sind verstorben, 431 gelten als genesen.

Bereits Mitte September wurde der Corona-Signalwert im Unterallgäu überschritten. Damals wurde der Regelbetrieb in Kindertagesstätten, Kindergärten und Krippen im Landkreis eingeschränkt. Es wurden feste Gruppen gebildet. Außerdem mussten alle Beschäftigten im Innenbereich Masken tragen.

Mittwoch, 7. Oktober, 15.43 Uhr: Söder kündigt Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots an

Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots ohne negativen Corona-Test dürfen von diesem Donnerstag an nicht mehr in bayerischen Hotels und Gaststätten übernachten. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in München an. Das sogenannte Beherbergungsverbot soll demnach für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Die genauen Gebiete müssen allerdings noch vom bayerischen Gesundheitsministerium benannt werden. Söder erklärte, diese bedeute "eine Testpflicht de facto für Urlauber, die aus Risikogebieten nach Bayern kommen". Denn wer einen aktuellen, negativen Corona-Test vorweisen kann, darf auch weiterhin in Hotels in Bayern übernachten.

Mittwoch, 7. Oktober, 15.35 Uhr: Corona-Ausbruch in Heim für Demenzkranke in Baden-Württemberg

In einem Pflegeheim in Baden-Württemberg haben sich 24 von 29 Bewohnern mit dem Coronavirus angesteckt. Außerdem sind sieben Mitarbeiter der Einrichtung in Freudental infiziert, wie Geschäftsführerin Andrea Nisi-Binder am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Bei der Einrichtung handelt es sich um ein Kompetenzzentrum für hochdemente Menschen. Die negativ getesteten Bewohner wurden in einen abgetrennten Bereich verlegt. Die Infizierten zeigten zunächst nur leichte Symptome. Das Bürgermeisteramt hat ein Besuchsverbot und eine Ausgangssperre für die Bewohner angeordnet.

Die Demenzstation liegt im Erdgeschoss eines Gebäudes. In der oberen Etage betreibt der Anbieter ein weiteres Pflegeheim. Von dessen Bewohnern hat sich keiner angesteckt. Nachdem sich am Samstag zwei Mitarbeiter mit einem positiven Testergebnis gemeldet hatten, wurden insgesamt 130 Hausbewohner und Mitarbeiter getestet.

Mittwoch, 7. Oktober, 13.20 Uhr: Mehr als 1.000 Corona-Neuinfektionen in der Schweiz

Die Zahl der Corona-Ansteckungen ist in der Schweiz sprunghaft angestiegen. Nach durchschnittlich 500 Neuinfektionen in der vergangenen Woche meldete das Bundesamt für Gesundheit am Mittwoch für die Schweiz und Liechtenstein 1077 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden. Am Vortag waren es 700 neue Fälle. Die Zahl lag zuletzt im April bei mehr als 1.000 Fällen.

Die Schweiz zählt die Infektionen im kleinen Fürstentum Liechtenstein mit. Dort wurden aber nur drei Neuinfektionen gemeldet. Nur zehn der 26 Kantone und Halbkantone schreiben eine Maskenpflicht beim Einkaufen vor. In den vergangenen zwei Wochen hatten 5,3 Prozent aller Tests ein positives Ergebnis.

Mittwoch, 7. Oktober, 13 Uhr: 63 Schlachthof-Mitarbeiter in Niedersachsen mit Corona infiziert

Erneut hat es in einem großen Schlachthof in Niedersachsen eine größere Zahl von Corona-Infektionen gegeben. In dem Betrieb in Emstek (Landkreis Cloppenburg) seien bei Tests unter Mitarbeitern in den vergangenen Tagen insgesamt 63 Fälle bekannt geworden, teilte Landrat Johann Wimberg (CDU) am Mittwoch mit.

Der Schwerpunkt der Infektionen sei im Bereich der Grobzerlegung festgestellt worden. Mitarbeiter im Bereich der Schlachtung seien hingegen kaum betroffen. Der Betrieb in dem zum Vion-Konzern gehörende Schlachthof solle zunächst eingeschränkt, aber nicht komplett heruntergefahren werden.

Mittwoch, 7. Oktober, 12.25: AfD klagt gegen Maskenpflicht im Bundestag

Die AfD will gegen die von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble angeordnete Maskenpflicht im Bundestag vor Gericht ziehen. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Fraktion am Dienstagabend. "Wir wollen klären, ob der Bundestagspräsident uns Abgeordnete und unsere Mitarbeiter im Parlament zum Tragen von Masken verpflichten kann", sagte der Abgeordnete Stephan Brandner am Mittwoch in Berlin.

Der Nutzen von Mund-Nase-Schutz sei "höchst umstritten", führte der Jurist weiter aus. Außerdem bestehe keine pandemische Lage. Abstand zu anderen Menschen zu halten, sei völlig ausreichend. Wer sich zusätzlich schützen wolle, könne dies gerne tun. Unterschiedslos alle zu verpflichten, sei jedoch unverhältnismäßig.

Brandner kündigte an, das Bundesverfassungsgericht anzurufen, um die Maskenpflicht für Abgeordnete zu kippen. Für die Beschäftigten der Fraktion sei die Verwaltungsgerichtsbarkeit zuständig. Außerdem wolle seine Fraktion prüfen, ob die sofortige Vollziehbarkeit der Verfügung rechtens sei.

Seit Dienstag gilt in den Gebäuden des Parlaments eine allgemeine Maskenpflicht. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Mittwoch, 7. Oktober, 11.45 Uhr: Realschulklasse in Mindelheim in Quarantäne, keine neuen Corona-Fälle in Buxheim

Eine Realschulkasse am Maristenkolleg in Mindelheim mit gut 30 Schülern und einigen Lehrern muss in Quarantäne. Die Personen werden auf das Coronavirus getestet, berichtet das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu. Zudem werden rund 50 weitere Schüler des Gymnasiums vorsorglich getestet. Aufgrund der an der Schule getroffenen Vorsichtsmaßnahmen können die Gymnasiasten jedoch - abhängig vom Testergebnis - möglicherweise schon nächste Woche wieder den Unterricht besuchen.

Das Landratsamt teilt außerdem mit, dass die ersten Testergebnisse der Schüler des Marianums in Buxheim negativ sind. "Aufgrund der Inkubationszeit bleiben die rund 60 Schülern dennoch in Quarantäne", heißt es. Getestet wurden vorsorglich auch mehrere Lehrer - diese gelten aber nicht als enge Kontakte und dürfen weiterhin unterrichten.

Mittwoch, 7. Oktober, 11.10 Uhr: Umstrittenes Großkonzert in Düsseldorf für 2020 abgesagt

Das ursprünglich schon für September geplante Großkonzert in Düsseldorf mit bis zu 13.000 Zuschauern wird 2020 nicht mehr stattfinden. Das teilte eine Sprecherin des Veranstalters Marek Lieberberg am Mittwoch mit. "Die Voraussetzungen dafür sind einfach nicht gegeben", sagte sie. Es gebe einen Anstieg der Infektionszahlen. Ein weiterer Grund: Das Konzept sah vor, das Dach in der Düsseldorfer Fußball-Arena während der Show offen zu lassen. Auch das sei nun - es wird langsam kalt - nicht mehr möglich. Auch sei fraglich, ob man die Künstler in der geplanten Konstellation wieder zusammenbringen könne. "Deswegen haben wir gesagt: Wir planen nicht mehr für dieses Jahr."

Um die einst für den 4. September angesetzte Show - unter anderem mit Rocker Bryan Adams und Pop-Sängerin Sarah Connor - hatte es ein großes Tauziehen gegeben, das zu massiven Verstimmungen zwischen der Stadt Düsseldorf und der nordrhein-westfälischen Landesregierung geführt hatte. Die Stadt hatte das Konzert genehmigt - als die Pläne Anfang August aber publik wurden, schaltete sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ein. Er hielt es angesichts der Lage bei den Corona-Infektionen "schlicht für verantwortungslos", Menschen aus ganz Deutschland zu einer Reise nach Düsseldorf zu animieren.

Gedacht war die Show als großer Befreiungsschlag für die darbende Konzertbranche. Schon gekaufte Tickets können nach Angaben des Veranstalter zurückerstattet werden.

Mittwoch, 7. Oktober, 10.25 Uhr: Corona-Krise kostet Bayerns Verkehrsbetriebe rund 700 Millionen Euro

In der Corona-Krise haben die Verkehrsbetriebe der Kommunen und private Unternehmen in Bayern rund 700 Millionen Euro Verluste gemacht. Zur Abfederung wollten Bund und Freistaat in Summe rund 630 Millionen Euro, davon 381 Millionen von Bundesseite, zur Verfügung stellen, das teilte ein Mitarbeiter des Bau- und Verkehrsministeriums am Mittwoch im Finanzausschuss des bayerischen Landtags in München mit.

Die Opposition kritisierte im Ausschuss, dass Bayern die entstandenen Schäden nicht zu 100 Prozent gegenfinanziere, wie es während des Lockdowns im Frühjahr angekündigt wurde, sondern nur zu 90 Prozent. Die Verluste resultierten unter anderem durch gesunkene Fahrgastzahlen bei gleichzeitiger Bereitstellung von vielen Fahrzeugen, um die ÖPNV-Versorgung aufrecht zu erhalten. Aus dem Ministerium hieß es, dass die Verluste der Unternehmen am Ende niedriger ausgefallen seien, als anfangs befürchtet.

Mittwoch, 7. Oktober, 10.07 Uhr: Neuseeland hat Coronavirus wieder im Griff

Neuseeland hat nach Angaben der Regierung die Ausbreitung des Coronavirus zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie in den Griff bekommen. "Das ist ein großer Meilenstein. Die Neuseeländer haben das Virus erneut durch ihr gemeinsames Handeln zum Schweigen gebracht", teilte Gesundheitsminister Chris Hipkins am Mittwoch mit.

Gleichzeitig forderte er die Bevölkerung auf, weiter wachsam zu sein, um Rückfälle zu vermeiden. Der Inselstaat im Südpazifik hat seit zwölf Tagen keine lokale Neuansteckung mehr verzeichnet.

Neuseeland mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern ist dank strikter Maßnahmen bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Im Juni hatte sich das Land für coronafrei erklärt und war zu einer relativen Normalität zurückgekehrt.

Im August waren dann aber Infektionen in der Stadt Auckland aufgetreten. In der Metropole wurde umgehend ein neuer Lockdown verhängt, der schrittweise gelockert wurde.

Mittwoch, 7. Oktober, 7.57 Uhr: Umfrage: Mehr Rückenschmerzen und weniger Arztbesuche in Corona-Krise

Viele Bürger schieben in der Corona-Krise nach einer neuen Umfrage Arztbesuche auf. Eine Folge ist möglicherweise das vermehrte Auftreten von Rückenschmerzen, wie das Umfrageinstitut Yougov im Auftrag der Versicherung Swiss Life ermittelt hat. Demnach haben 37 Prozent der bundesweit befragten 2 158 Menschen aus Angst vor einer Infektion Arztbesuche verschoben, beziehungsweise Rückenleiden nicht behandeln lassen.

Eine offizielle Statistik zum coronabedingten Patientenschwund in Arztpraxen und Krankenhäusern gibt es nicht, doch deckt sich das Ergebnis der Umfrage mit den Aussagen von Ärzten und Krankenhäusern, dass insbesondere zu Beginn der Epidemie viele Patienten wegblieben oder Termine verschoben. Yougov stellte die Fragen im August, die Ergebnisse sind laut Swiss Life auch für die Bundesländer repräsentativ.

Gut 80 Prozent der Teilnehmer sagten, dass sie in den vergangenen Monaten unter Rückenschmerzen litten - und von diesen sagte wiederum jeder zehnte, dass die Schmerzen seit Beginn der Corona-Epidemie häufiger auftreten.

Mittwoch, 7. Oktober, 7.15 Uhr: Nächster Trump-Vertrauter infiziert - Top-Militärs in Quarantäne

Nach der Corona-Diagnose von Donald Trump greift das Virus in der US-Regierung um sich. Ein weiterer enger Berater des Präsidenten, Stephen Miller, wurde am Dienstag positiv getestet. "Es ist offensichtlich, dass es einen Ausbruch im Weißen Haus gab", räumte Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany ein. Ranghohe Generäle, darunter Generalstabschef Mark Milley, arbeiten laut Medienberichten von zuhause aus, weil sie bei einer Besprechung dem Coronavirus ausgesetzt gewesen sein könnten. Der an Covid-19 erkrankte Präsident hat nach eigenen Angaben keine Symptome mehr, zugleich hält sich das Weiße Haus aber mit Details über seinen Gesundheitszustand zurück. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 7. Oktober, 6.41 Uhr: Mehr als 2.800 Corona-Neuinfektionen - neuer Höchstwert seit April

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat wieder einen neuen Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2.828 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen bekanntgab. Das sind über 150 mehr als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der zuvor geltende Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 306.086 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 7.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.562. Das sind 16 mehr als am Vortag. Rund 267.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Ein Anstieg zeichnet sich weiterhin bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit (6.10.2020, 13:15 Uhr) 449 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 219 davon werden beatmet. Vor einer Woche (29.9.) hatte der Wert noch bei 352 (195 beatmet) gelegen, in der Woche davor (22.9.) bei 278 (151 beatmet). Rund 8900 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Mittwoch, 7. Oktober, 6.28 Uhr: Bahn und Bundespolizei kontrollieren verstärkt Maskenpflicht

Die Sicherheitsdienste der Deutschen Bahn und die Bundespolizei kontrollieren derzeit schwerpunktmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht in Zügen. "Den ersten Schwerpunkt bildet Norddeutschland", teilte die Bahn mit. Am Mittwoch soll demnach verstärkt im Regional- und Fernverkehr in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen kontrolliert werden, ob alle Fahrgäste eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Wer das nicht tut, dem droht das Ende der Fahrt sowie mancherorts ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro. An den Wochenenden sowie während der Herbstferien will der Konzern in den Fernzügen zudem doppelt so viele Sicherheits-Mitarbeiter einsetzen wie bislang.

Die Länder hatten sich im August darauf verständigt, ein Mindestbußgeld von 50 Euro für Maskenverweigerer festzulegen. Allein Sachsen-Anhalt zog nicht mit. Dort gibt es kein Bußgeld. Die Schwerpunktkontrollen will die Bahn bis zum Dezember fortsetzen.

Mittwoch, 7. Oktober, 6 Uhr: Quarantäne bei Inlandsreisen? - Rufe nach einheitlichen Regeln

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung.

Vor einer Schaltkonferenz der Bundesländer zu Corona-Reisevorschriften im Inland werden bundesweit Rufe nach einem klaren und einheitlichen Regelwerk laut. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte möglichst deckungsgleiche Quarantäne-Regeln aller Länder für Reisende aus deutschen Gebieten mit hohen Corona-Zahlen. Ähnlich äußerte sich der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU): "Ich sehe mit Sorge, wie sich Regelungen der Bundesländer auseinanderentwickeln und ein Flickenteppich entsteht." Am Mittwoch wollen die Chefs der Staatskanzleien der Länder in einer Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen beraten.

<< Alle Entwicklungen vom 30. September bis 6. Oktober lesen Sie in Teil 27 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 21. bis 30. September lesen Sie in Teil 26 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 15. bis 21. September lesen Sie in Teil 25 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 4. September bis 14. September 2020 lesen Sie in Teil 24 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu >>

<< Alle Entwicklungen vom 28. August bis 4. September 2020 lesen Sie in Teil 23 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu >>

<< Alle Entwicklungen vom 21. August bis 28. August 2020 lesen Sie in Teil 22 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu >>

<< Alle Entwicklungen vom 12. August bis 21. August 2020 lesen Sie in Teil 21 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu >>

<< Alle Entwicklungen vom 3. August bis 11. August lesen Sie in Teil 20 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.>>

<< Alle Entwicklungen vom 25. Juli bis 2. August lesen Sie hier in Teil 19 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 17. Juli bis 24. Juli lesen Sie hier in Teil 18 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 28. Juni bis 16. Juli lesen Sie hier in Teil 17 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 18. Juni bis 28. Juni lesen Sie hier in Teil 16 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 08. Juni bis 18. Juni lesen Sie hier in Teil 15 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 01. Juni bis 07. Juni lesen Sie hier, in Teil 14 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 24. bis 31. Mai lesen Sie hier in Teil 13 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 16. bis 24. Mai lesen Sie hier in Teil 12 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 11. bis 17. Mai lesen Sie hier in Teil 11 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 04. Mai bis 10. Mai lesen Sie hier in Teil 10 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 27. April bis 3. Mai lesen Sie hier in Teil 9 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 20. bis 26. April lesen Sie hier in Teil 8 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen vom 11. bis 19. April lesen Sie hier in Teil 7 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen von 06. bis 10. April lesen Sie hier, in Teil 6 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>

<< Alle Entwicklungen von 30. März bis 05. April lesen Sie hier, in Teil 5 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu. >>