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Den Piks gegen Corona gibt es im Allgäu auch an Weihnachten

Coronavirus - Weihnachten

Auch an den Weihnachten besteht im Allgäu die Möglichkeit, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Allerdings nicht an vielen Orten und auch dort nur mit einer Anmeldung. Die meisten Impfzentren haben über die Feiertage geschlossen.

Bild: Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbild)

Auch an den Weihnachten besteht im Allgäu die Möglichkeit, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Allerdings nicht an vielen Orten und auch dort nur mit einer Anmeldung. Die meisten Impfzentren haben über die Feiertage geschlossen.

Bild: Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbild)

Einige Impfzentren haben an den Feiertagen auf – man muss sich aber anmelden. Andere bleiben geschlossen und verweisen auf die sonst langen Öffnungszeiten.
23.12.2021 | Stand: 09:58 Uhr

An den Weihnachtstagen und zum Jahreswechsel müssen viele Allgäuerinnen und Allgäuer nicht arbeiten und haben Zeit. Wer sich gegen das Corona-Virus impfen lassen möchte, bekommt den Piks in einigen Orten sogar an Heiligabend.

Entsprechende Impfangebote machen beispielsweise die Landkreise Lindau und Ostallgäu. „Sowohl an Heiligabend wie auch an Silvester haben die Impfzentren geöffnet“, sagt Benjamin Schäling vom Ostallgäuer Landratsamt. Von 8 bis 12 Uhr stünden in den Impfzentren Kaufbeuren und Marktoberdorf die bekannten Impfstoffe zur Verfügung. Eine Anmeldung sei jedoch erforderlich.

Das gilt auch für den Landkreis Lindau. In dessen Impfzentrum in Lindenberg besteht am zweiten Weihnachtstag (26. Dezember) die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. „Mit Stand Dienstagabend waren von 250 verfügbaren Terminen nur wenige gebucht. Die Nachfrage ist über die Weihnachtsfeiertage also noch nicht groß“, sagt Sibylle Ehreiser vom Landratsamt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.impfzentren.bayern.de. Wer keinen Zugriff auf die Online-Registrierung hat, kann sich auch per Mail unter impfzentrum-Li@allgaeu-medical.de oder telefonisch unter 0800-9118219 anmelden.

"Normalerweise sind Impfzentren an sieben Tagen in der Woche geöffnet"

Für offene Impfzentren am ersten und zweiten Weihnachtstag sieht der Landkreis Ostallgäu keine Notwendigkeit. Die Zentren seien normalerweise an sieben Tagen in der Woche geöffnet – an zwei beziehungsweise drei Tagen sogar bis 22 Uhr. „Es ist niemand zeitlich darauf angewiesen, sich an den Feiertagen impfen zu lassen“, sagt Schäling.

Das sieht man auch im Landkreis Oberallgäu sowie in Kempten und Memmingen so. „Das Angebot im Impfzentrum Memmingen ist täglich von 8 bis 22 Uhr sehr umfangreich, sodass auch jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer, die zeitlich eingeschränkt sind, während der 14 Stunden täglicher Öffnungszeit einen passenden Zeitpunkt für eine Impfung finden können“, sagt Alexandra Wehr, Pressesprecherin der Stadt. Auch am Feiertag Dreikönig (6. Januar) könne man sich impfen lassen. Zudem seien die Warteschlangen durch die Ausweitung der Öffnungszeiten und die Öffnung zweier zusätzlicher Impfstraßen deutlich kürzer geworden. In Memmingen sind keine Anmeldungen nötig.

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In Bad Wörishofen, wo sich das Unterallgäuer Impfzentrum befindet, wurden Mitte Dezember die Kapazitäten erneut erweitert, sagt Pressesprecherin Sylvia Rustler. Seitdem sind pro Tag 600 Impfungen möglich. Es werde auch samstags und abends geimpft und es gebe immer wieder Sonderaktionen – auch an Sonntagen. „Beim jüngsten Sonderimpftag am Sonntag, 19. Dezember, wurden 1641 Impfungen verabreicht“, sagt Rustler. Dieses zusätzliche Angebot habe dazu geführt, dass an anderen Tagen jetzt wieder viele Termine frei seien. „Aktuell sind bis Mitte Januar über 3000 noch nicht vergeben.“ In Bad Wörishofen ist eine Impfung nur mit Termin möglich.

Es kommt weniger Impftstoff als bestellt

Reicht aktuell überhaupt der Impfstoff? Vor kurzem hieß es, dass man weniger als die georderten Mengen bekomme. „Bestellt waren für diese Woche 5000 Impfdosen Biontech-Impfstoff, geliefert wurden 600 Impfdosen“, sagt Alexandra Wehr von der Memminger Stadtverwaltung. „Aufgrund der guten Vorplanung der Leitung des Impfzentrums“ reiche der vorrätige Impfstoff aber auf jeden Fall bis ins neue Jahr. „Und bis dahin werden auch wieder weitere Impfstofflieferungen erwartet.“

Etwas Entwarnung kommt auch aus dem Landkreis Unterallgäu. „Das Bad Wörishofer Impfzentrum erhielt am Mittwoch eine Sonderlieferung Biontech von 500 Fläschchen Impfstoff, das sind 3000 Dosen“, sagt Pressesprecherin Sylvia Rustler. Damit könne man gut arbeiten. „Zuletzt hatte das Impfzentrum 300 Fläschchen bestellt, aber nur 20 bekommen (120 Dosen). Das wäre sehr wenig gewesen, denn die Lieferungen beziehen sich immer auf eine ganze Woche.“

Immerhin stehe für Bad Wörishofen genügend Impfstoff von Moderna zur Verfügung, sagt Rustler. Man benötige aber Biontech für Unter-30-Jährige. Denn für sie ist Moderna nicht zugelassen. Im Ostallgäu sei für die nächsten ein bis zwei Wochen ausreichend Impfstoff vorhanden, sagt Schäling. Aber es komme immer wieder vor, dass man nicht die gewünschte Menge bekomme.

Die nächsten Booster-Aktionen im Allgäu

Am 27. Dezember und 6.Januar gibt es neben den normalen Öffnungen im Kemptener Zentrum weitere Booster-Impfaktionen – mit Anmeldung. In den Ostallgäuer Gemeinden Buchloe und Nesselwang sowie in Kaufbeuren ist zwischen den Jahren ein mobiles Impfteam unterwegs – auch hier ist eine Anmeldung nötig unter www.impfzentren.bayern/citizen.

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