Musikschule

30 Jahre Musikschule Kleinwalsertal: Wie es nach der Pandemie weitergeht

Michael Herrles 2

Fröhliche Kinder bei der „Elementaren Musikpädagogik“ der Musikschule Kleinwalsertal.

Bild: Elke Schneider

Fröhliche Kinder bei der „Elementaren Musikpädagogik“ der Musikschule Kleinwalsertal.

Bild: Elke Schneider

Die Musikschule Kleinwalsertal feiert heuer 30-jähriges Jubiläum. Größere Projekte und eine Geburtstagsfeier hat die Pandemie vereitelt. Was jetzt geplant ist.
22.07.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Die Musikschule Kleinwalsertal ist 30 Jahre alt geworden. Im Schuljahr 1990/91 wurde die Einrichtung von der Gemeinde Mittelberg und den drei Musikkapellen im Tal, Riezlern, Hirschegg und Mittelberg, gegründet. Doch eine Geburtstagsfeier konnte wegen der Corona-Pandemie bislang nicht stattfinden. Über die Entwicklung der Schule in den vergangenen drei Jahrzehnten sprach Veronika Krull mit dem Direktor der Musikschule, Michael Herrles (49). Er feiert in diesem Schuljahr sein 20-jähriges Dienstjubiläum.

Wie hat sich das Angebot in den 30 Jahren verändert?

Michael Herrles: Vor 25 wurde unser Jugendblasorchester, die Wajuba, die Walser Jugend Band gegründet, das ich 15 Jahre lang leiten durfte. Auch die Mini-Wajuba, das Vororchester, gehört zu einem Eckpfeiler der Musikschule. Ein wichtiger Baustein ist auch die Erwachsenenbildung. Der Anteil an erwachsenen Schülerinnen und Schülern nimmt erfreulicherweise immer mehr zu.

Welche weiteren Meilensteine gibt es in der Entwicklung der Musikschule?

Herrles: Im Schuljahr 2019/20 starteten wir eine Kooperation mit der Volksschule Riezlern und der Musikschule. Es wurden insgesamt vier Singklassen (Klassenstufe 1 bis 4) gegründet, die einmal in der Woche zusammen Gesangsunterricht bekommen. Geleitet werden die Gruppen von der Volksschullehrerin Silvia Abler und unseren Lehrerinnen Kreszentia Willam und Rebecca Reuter-Panunzio. Leider hat uns aber ziemlich schnell der Corona-Lockdown einen Strich durch die Rechnung gemacht. Erst jetzt gegen Schuljahresende ist wieder Unterricht möglich. So werden wir im September hoffentlich wieder regulär starten können. Ebenfalls im Schuljahr 2019/20 führten wir Unterrichtskonzepte für fast alle Instrumente ein. Diese sind genau auf die Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler und unser Tal ausgelegt. Wir haben festgelegt, was eine Schülerin oder ein Schüler in einem Schuljahr lernen kann, legen aber weiterhin größtmöglichen Wert auf Individualität und eigenes Tempo im Fortschritt. Die Unterrichtskonzepte können auf unserer Homepage eingesehen werden und werden bei Bedarf aktualisiert. Am Ende des Schuljahres erhalten die Eltern einen schriftlichen Überblick über den aktuellen Stand ihres Kindes. Leider hat uns auch hier Corona um ein Schuljahr zurückgeworfen.

Lesen Sie auch
##alternative##
Bildung

Büffeln statt baden: "Sommerschule" im Oberallgäu

Wie feiern Sie – in Coronazeiten – das Jubiläum?

Herrles: Wir konnten leider unser Jubiläum überhaupt nicht feiern. Alle Veranstaltungen waren ja untersagt. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. So werden wir unsere geplanten Jubiläumskonzerte einfach auf nächstes Schuljahr verlegen. Aber wir haben eine Online-Ausgabe des „Musikschulblättles – 30 Jahre Musikschule Kleinwalsertal“ erstellt. Sie ist auf unserer Homepage einsehbar und enthält Beiträge unserer Lehrerinnen und Lehrern aus unserem Musikschulalltag, mit vielen Videos und Bildern unserer Schüler.

Wie geht es weiter – sind in absehbarer Zukunft neue Projekte geplant?

Herrles: Unsere Schülerinnen und Schüler wurden ziemlich heftig aus ihrem Alltag gerissen. Im neuen Schuljahr möchten wir wieder Regelmäßigkeit und Ruhe in unseren Unterricht bringen. Wie gesagt, möchten wir unser Jubiläum mit der Talbevölkerung gebührend nachfeiern. Größere Projekte – wie zum Beispiel ein gemeinsames Musical mit allen Schulen des Tales – haben wir leider vorerst auf Eis legen müssen, da natürlich auch die Pflichtschulen in der nächsten Zeit eine Menge Nachholarbeit leisten müssen.

Lesen Sie auch: