Volleyball-Bayernliga

Abschied mit einem Krimi: Burgberger Volleys schließen letztes Heimspiel mit Drama ab

Sie haben sich gebührend von ihrem Publikum verabschiedet. Die Bayernliga-Volleyballerinnen des TSV Burgberg um (hinten, von links) Michaela Kramer, Christina Daldas, Alin Weisenbach, Mareike Haag, Franziska Hilbrand, Katja Hilbrand, Miriam Amann und Co-Trainer Tom Bultmann, (vorne, von links) Milena Bauch, Robin Wirth, Kapitänin Anna Hilbrand, Lisa Alpers, Franziska Selak und Svenja Auerbacher.

Sie haben sich gebührend von ihrem Publikum verabschiedet. Die Bayernliga-Volleyballerinnen des TSV Burgberg um (hinten, von links) Michaela Kramer, Christina Daldas, Alin Weisenbach, Mareike Haag, Franziska Hilbrand, Katja Hilbrand, Miriam Amann und Co-Trainer Tom Bultmann, (vorne, von links) Milena Bauch, Robin Wirth, Kapitänin Anna Hilbrand, Lisa Alpers, Franziska Selak und Svenja Auerbacher.

Bild: Gerwig Löffelholz

Sie haben sich gebührend von ihrem Publikum verabschiedet. Die Bayernliga-Volleyballerinnen des TSV Burgberg um (hinten, von links) Michaela Kramer, Christina Daldas, Alin Weisenbach, Mareike Haag, Franziska Hilbrand, Katja Hilbrand, Miriam Amann und Co-Trainer Tom Bultmann, (vorne, von links) Milena Bauch, Robin Wirth, Kapitänin Anna Hilbrand, Lisa Alpers, Franziska Selak und Svenja Auerbacher.

Bild: Gerwig Löffelholz

Der TSV Burgberg feiert in der Grüntenhalle einen Drama-Sieg gegen München. Rang zwei scheint sicher. Für zwei Funktionäre war es der letzte Auftritt.
19.04.2022 | Stand: 18:27 Uhr

Es ist fast schon der Abschluss einer abenteuerlichen Reise. Mit einem einmal mehr dramatischen 3:2-Krimisieg gegen den VC DJK München-Ost-Herrsching verabschiedeten sich die Volleyballerinnen des TSV Burgberg von ihrem Heimpublikum aus der Bayernliga-Saison. Zwar geht es für Burgberg im Finale am Samstag beim designierten Meister MTV Rosenheim noch darum, Rang zwei und die Vizemeisterschaft zu sichern – doch den emotionalen Abend erlebten die Zuschauer im letzten Heimspiel in der Grüntenhalle.

Erneut bestritten die Burgbergerinnen dabei einen Marathon, behielten aber diesmal die Oberhand. Nach dem dramatischen Derby gegen Mauerstetten in der Vorwoche musste TSV-Coach Robin Wirth erneut personell etliche Ausfälle kompensieren. Dabei sah es anfangs nach einer klaren Sache aus für die Gastgeberinnen aus der Grüntengemeinde. Mit überzeugendem Aufschlagspiel, einer hellwachen Feldabwehr und starken Angriffsaktionen setzte der TSV die Gäste aus dem Münchner Osten gehörig unter Druck. Die andauernde Führung wurde bis zum Zwischenstand von 15:7 stattlich ausgebaut und beim Satzgewinn von 25:19 zementiert.

TSV Burgberg bricht nach Satzgewinn ein

Und auch danach schien Burgberg zu marschieren: München geriet wieder in Rückstand, lag mit 8:13 und 11:15 zurück, bis DJK-Kapitänin Anja Guder zum Aufschlag eingewechselt wurde. Neun Punkte in Folge erzielte die DJK, die zuvor souveränen Gastgeberinnen brachen ein. München gelang nahezu alles, Burgberg war auf einen Schlag von der Rolle. Keine Auszeit, kein Wechsel brachte das Team in die Spur, oder München aus dem Tritt. Die Oberbayern glichen mit dem 25:21 zum Satzgewinn aus.

Nach dem Wechsel stabilisierte sich Burgberg etwas – und doch ging München bis zum 19:9 deutlich in Führung. Zwar stemmten sich die Schützlinge von Robin Wirth gegen den erneuten Satzverlust und schafften mit einer Top-Einstellung den Ausgleich zum 23:23. Doch München nutzte den ersten Satzball zum 25:23 und zur 2:1-Satzführung.

Burgberg aber, dass in der ersten Bayernliga-Saison der Clubgeschichte alle Höhen und Tiefen erlebt hat, bekam die zweite Luft. Mit jedem Ball gewann der TSV wieder Selbstbewusstsein zurück.

Lisa Alpers und Christina Daldas glänzen

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Zuspielerin Lisa Alpers erlief nahezu jeden Ball und bediente ihre Angreiferinnen sehenswert. Wie ausgetauscht wirkten die Gastgeberinnen, die mit einer glänzend aufgelegten Libera Christina Daldas die Münchner Angriffe entzauberten. Burgberg gelang mit 25:19 der 2:2-Satzausgleich – und der TSV nutzte dieses Momentum.

Im entscheidenden Tie-Break legten zwei nervenstarke Aufschlagserien der wie entfesselt spielenden Alpers den Grundstein für den Satz- und Matchgewinn beim 15:11. „Es war ein extrem kräftezehrendes Spiel“, sagte Kapitänin Anna Hilbrand nach dem Spiel. „Immerhin hatten wir nur acht Spielerinnen. Aber gerade deswegen war es toll, zu sehen, wie wir uns mit dieser Energieleistung befreien und mit einer geschlossenen Teamleistung mit dem Sieg belohnen konnten.“ Erneut wurde Mittelblockerin Katja Hilbrand, die einmal mehr mit guten Angriffsaktionen und druckvollem Aufschlagspiel ihre starke Form bestätigte, vom gegnerischen Trainer zur wertvollsten Spielerin gewählt.

Als Lohn für das Aufbäumen der Burgbergerinnen gab es zwei Punkte im Kampf um die Vize-Meisterschaft, auch wenn es in dieser XXL-Saison bis Ende Mai nicht mehr in Burgbergs Händen liegt, ob es letztlich zu Rang zwei reicht. Dieser steht für den TSV bei 42 Punkten aus 19 Spielen aber momentan. Nun müssen die Verfolger Marktoffingen (37/17) und Mauerstetten (34/16) ihre Hausaufgaben erledigen, um Burgberg noch zu überflügeln.

Trainer und Abteilungsleiter gehen

Emotional wurde es aber auch nach dem Spiel, als sich einerseits das Team bei den Unterstützern und Helfern bedankte und andererseits sowohl Head-Coach Robin Wirth seinen Rücktritt vom Traineramt als auch Abteilungsleiter Bernd Werder seinen Rückzug vom Abteilungsleiteramt offiziell bekannt gaben. Coach Wirth wird sich beruflich verändern und stellt sich nach der sportlichen Herausforderung als Bayernliga-Trainer auf der nächsten Mitgliederversammlung zur Wahl des Nachfolgers in der Abteilungsleitung. Gute Aussichten auf seine Nachfolge als Trainer hat Co-Trainer Tom Bultmann.

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