Weihnachtszeit

Alle Jahre wieder: Vorsicht Brandgefahr! Welche Tipps die Feuerwehr Sonthofen für die Weihnachtszeit gibt

Adventskranz erste Kerze

Ab dem Wochenende werden wieder Kerzen auf Adventskränzen angezündet. Doch es ist Vorsicht geboten, rät die Feuerwehr.

Bild: Bernhard Weizenegger (Archivfoto)

Ab dem Wochenende werden wieder Kerzen auf Adventskränzen angezündet. Doch es ist Vorsicht geboten, rät die Feuerwehr.

Bild: Bernhard Weizenegger (Archivfoto)

Die Feuerwehr Sonthofen gibt Tipps für die Weihnachtszeit, damit der Adventskranz nicht abbrennt. Warum das Rotes Kreuz im Oberallgäu vor Stromschlägen warnt.
28.11.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Brennende Adventsgestecke oder gar Weihnachtsbäume lassen alljährlich im Dezember die Zahl der Feuerschäden ansteigen. Aber auch in der Küche und am Esstisch besteht zur Weihnachtszeit erhöhte Verbrennungsgefahr – etwa durch heiße Plätzchenbleche, Warmhalteplatten oder Fondue-Sets. Vor allem Kinder sind gefährdet. Die Feuerwehr Sonthofen gibt deshalb Tipps für die Adventszeit, damit keine Unfälle passieren:

  • Bei Verbrennungen über Handtellergröße, aber auch an Kopf, Hand und Gelenken sollte der Rettungsdienst über die Notrufnummer 112 gerufen werden. Wichtig ist, dass die Brandwunden steril abgedeckt werden, damit es nicht zu Entzündungen kommt. Kleinflächige Verbrennungen, etwa an einem Finger, können zur Schmerzlinderung kurz gekühlt werden, aber nicht mit eiskaltem Wasser. Eine weitere Gefahr droht bei schweren, großflächigen Verbrennungen und bei Gesichtsverbrennungen. „Atem- und Kreislaufstörungen sind oft die Folge. Deshalb sollten Ersthelfer unbedingt Atmung und Kreislauf der verletzten Person beobachten, bis der Rettungsdienst eintrifft“, rät Markus Adler, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Sonthofen.
  • Wenn im Laufe der Zeit die Adventskränze und Christbäume immer trockener werden, steigt die Brandgefahr. Hier gilt: Niemals Kerzen unbeaufsichtigt brennen lassen! Beim Verlassen der Wohnung immer alle Kerzen ausmachen, auch wenn man nur kurz weg ist.

Löschversuche sollten nur unternommen werden, wenn man sich selbst nicht gefährdet

  • Auch bei elektrischer Beleuchtung kann am Leuchtmittel Hitze entstehen, die trockene Äste entzündet.
  • Löschversuche sollten nur gemacht werden, wenn man sich selbst nicht gefährdet. Je früher die Feuerwehr alarmiert wird, desto schneller kann sie vor Ort sein. Auch nach erfolgreichen Löschversuchen sollte die Feuerwehr alarmiert werden, damit sie den gelöschten Brand kontrollieren kann.

Lichterketten, die nur für Innenräume gedacht sind, sollten nicht draußen verwendet werden

  • Auch bei Lichterketten ist darauf zu achten, dass sie geprüft sind und für den Innen- oder Außenbereich zugelassen sind. Denn Leuchtmittel für Innenräume sind nicht gegen Nässe isoliert. Ebenso sollten Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen nicht durch zu hohe Energie überlastet werden. Bei Lichterketten rät das Rote Kreuz: „Überprüfen Sie sämtliche Kabel vorher und sortieren Sie beschädigte oder defekte Ware aus, um sie vom Fachmann reparieren zu lassen oder auf dem Wertstoffhof zu entsorgen“, sagt Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter beim BRK Oberallgäu. Empfehlenswert seien Lichterketten mit Sicherheitssiegel und Transformator.
  • Erleidet jemand doch einen Stromschlag, gilt: Betroffene sollten immer einen Arzt kontaktieren, auch wenn keine körperlichen Beschwerden vorliegen. „Denn bis zu 48 Stunden nach einem Stromschlag kann es noch zu potenziell lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen“, sagt Schönmetzler. Bei heftigen Stromschlägen sollten Betroffene keinesfalls angefasst werden, sonst erwischt es die Ersthelfer selbst. Personen sollten zum Beispiel mit einer Decke oder einem Holzstiel von der Stromquelle weggezogen und sofort der Notruf 112 gewählt werden.

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