Polizei in Immenstadt ermittelt

Alte Postkarten mit Hakenkreuz angeboten: Polizei ermittelt gegen Flohmarkthändler

Flohmärkte boomen. In Immenstadt haben am Sonntag gleich zwei Händler Ärger mit der Polizei bekommen, weil sie alte Karten mit gut sichtbaren Hakenkreuzen anboten (Symbolbild).

Flohmärkte boomen. In Immenstadt haben am Sonntag gleich zwei Händler Ärger mit der Polizei bekommen, weil sie alte Karten mit gut sichtbaren Hakenkreuzen anboten (Symbolbild).

Bild: Rolf Poss, imago (Symbolbild)

Flohmärkte boomen. In Immenstadt haben am Sonntag gleich zwei Händler Ärger mit der Polizei bekommen, weil sie alte Karten mit gut sichtbaren Hakenkreuzen anboten (Symbolbild).

Bild: Rolf Poss, imago (Symbolbild)

Weil sie alte Karten mit gut sichtbaren Hakenkreuzen anboten, haben zwei Flohmarkthändler in Immenstadt jetzt Ärger mit der Polizei.
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Von Allgäuer Zeitung
11.07.2022 | Stand: 14:35 Uhr

Am Sonntagvormittag war bei einer Überprüfung des Flohmarktes in Immenstadt ein Stand festgestellt worden, an dem ein Mann 27 alte Feldpost-Karten mit Hakenkreuz anbot. Die Karten seien offen sichtbar ausgelegt gewesen, berichtete die Polizei. Die Karten wurden daraufhin sichergestellt, den 74-jährigen Verkäufer erwartet nun eine Anzeige.

Postkarten mit Hakenkreuz angeboten: Polizei ermittelt

Ähnlich sei es einem 53-jährigen Verkäufer ergangen, der auf dem Flohmarkt in Immenstadt 16 Feldpost-Karten mit Hakenkreuz offen sichtbar angeboten hatte. Auch gegen ihn wird jetzt ermittelt.

Der Handel mit sogenannten Militaria und anderen Stücken aus der NS-Zeit kann tatsächlich juristische Probleme mit sich bringen. Denn laut § 86a Strafgesetzbuch ist das öffentliche Verwenden oder Verbreiten von Kennzeichen und Symbolen verfassungsfeindlicher Organisationen verboten. Das betrifft vor allem auch das Hakenkreuz. Wer dieses öffentlich zeigt, muss in Deutschland unter Umständen mit einem Strafverfahren rechnen.

Erst vor einigen Monaten verurteilte so das Amtsgericht Fürstenfeldbruck einen Rentner wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu 2500 Euro Geldstrafe. Der Mann hatte bei Ebay Briefmarken und Postkarten aus dem Dritten Reich verkauft. Weil dabei die Hakenkreuze öffentlich zu sehen waren, wurde er schuldig gesprochen.