Allgäuer Literaturfestival

Autor Roman Ehrlich schildert in Fischen, wie ihn das Allgäu inspiriert hat

Schriftsteller Roman Ehrlich Irsee

Roman Ehrlich

Bild: Mathias Wild

Roman Ehrlich

Bild: Mathias Wild

„Landgastschreiber“ Roman Ehrlich lässt die Zuhörer in Fischen schmunzeln. Der Schriftsteller erzählt von seinem Aufenthalt im Allgäu und, was er daraus macht.
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Von Christoph Pfister
05.10.2021 | Stand: 17:13 Uhr

„Es ist klar, dass die Bücher von Roman Ehrlich bald zum Kanon der deutschen Gegenwartsliteratur gehören werden“, urteilt „Zeit online“. Es ist auch klar, dass sich eine Attraktion des Allgäus in seinem nächsten Roman finden lässt. Allerdings wird es „noch lange“ dauern, so der Erfolgsautor, bis „Videotime“ vollendet ist. Ein Arbeitstitel, sind doch erst wenige Passagen geschrieben. Eine davon stellt Ehrlich beim Allgäuer Literaturfestival im Fischinger Kurhaus Fiskina vor:

Entdeckung in Pforzen

Das in Pforzen entdeckte Menschenaffenskelett wurde dem Schriftsteller bei seinem Aufenthalt als „Landschreiber“ in Irsee präsentiert. Denn, so die Idee der Schwabenakademie, beim temporären Leben und Arbeiten im Ostallgäu, soll der Gast Land und Leute kennen lernen. Roman Ehrlich versteht sich indes nicht als Erzähler, der Eindrücke und Ideen ad hoc in Prosa wandelt, keinen Reiseführer verfasst: Fundstätte und das damals provisorische Museum bleiben ohne Namen, der Protagonist wird nicht „Udo“ heißen. Vielmehr führt ein Familienausflug der Ehrlichs zum Sensationsfund, wenngleich die Gedanken der Hauptperson parallel in und um einen Videofilm kreisen, der ein Expeditionsteam in der Antarktis zum Inhalt hat.

Profane Aufgaben

Der Aufenthalt in Irsee, den der Berliner durchaus genossen hat, war zudem mit eher profanen Aufgaben ausgefüllt. Literaturstudenten durften dem Erfolgsautor so zu sagen über die Schulter blicken, ein Stück weit sein Arbeitsleben teilen. Dazu verfasste Ehrlich regelmäßig einen Online-Blog, zu dessen Form und Aufmachung ihn das gemeindeamtliche Mitteilungsblatt angeregt hatte. Eine Kostprobe daraus, mit Schmunzeln und Begeisterung von den Gästen der Lesung aufgenommen, lässt erfahren, wie der erfolgreiche Romancier höchst unterschiedliche Sujets, Orte und Erlebtes kreativ zu ganz neuen Bildern verbindet, Details beschreibt, zur ergänzenden Fantasie einlädt.

Nicht fehlen darf im „Selbstportrait“ des Landschreibers ein Ausschnitt aus seinem aktuellen Buch „Malé“. Feine Häppchen. Interessante Begegnung. Festival-like.

Der Schriftsteller Roman Ehrlich.

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