Corona-Pandemie

Bürger müssen länger auf den Oberallgäuer Impfbus warten

Er steht bereit – bis ihn aber Bürger im ganzen Oberallgäu nutzen können, dauert es noch einige Wochen.

Er steht bereit – bis ihn aber Bürger im ganzen Oberallgäu nutzen können, dauert es noch einige Wochen.

Bild: Robert Denz/THW

Er steht bereit – bis ihn aber Bürger im ganzen Oberallgäu nutzen können, dauert es noch einige Wochen.

Bild: Robert Denz/THW

Ursprünglich sollte das Fahrzeug im Laufe dieser Woche in Kommunen bereitstehen. Doch bis der Regelbetrieb startet, könnte es noch bis in den März dauern.
17.02.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Bürger in kleinen Gemeinden im Oberallgäu hoffen, dass sie durch den neuen Impfbus nicht mehr extra bis ins Impfzentrum nach Sonthofen fahren müssen. Doch vorerst heißt es abwarten: Denn es dürfte noch einige Wochen dauern, bis das Fahrzeug tatsächlich in Kommunen bereitsteht. Das hat Andreas Kaenders, Pressesprecher des Landratsamtes, auf Nachfrage unserer Redaktion mitgeteilt. Ursprünglich lautete beim Besuch von Gesundheitsminister Klaus Holetschek in Sonthofen vergangene Woche das Ziel, dass der Bus Bürgern bereits in dieser Woche zur Verfügung stehen könnte. (Lesen Sie auch: Im Oberallgäuer Impfbus sollen künftig 100 Menschen am Tag immunisiert werden)

Landratsamt: "Der Bus ist startklar" - aber es fehlt an Impfstoff und neuer Software

Doch das verzögert sich nun deutlich. „Der Bus ist startklar“, sagt Kaenders. Doch zum einen müssten die Lieferungen des Impfstoffs ausgeweitet werden, zum anderen brauche es ein Software-Update. Für beides sei der Freistaat zuständig. Vor allem bei der Technik gibt es offenbar noch mehr Schwierigkeiten als gedacht: Denn die Registrierung für den Impfbus soll auch über die zentrale Internetseite www.impfzentren.bayern erfolgen. Doch dort kann man sich aktuell für eine Immunisierung in dem 15 Meter langen ausrangierten Linienbus noch nicht anmelden. Das soll künftig aber möglich sein. Denn es ist, wie berichtet, geplant, dass das Fahrzeug Kommunen im ganzen Oberallgäu ansteuert. Einige Gemeinden haben sich nach Angaben von Kaenders bereits gemeldet und ihre Unterstützung signalisiert.

Termine sollen über zentrale Registrierungssoftware vereinbart werden

Allerdings sei das Landratsamt bei der Organisation auf den Freistaat angewiesen: Denn dieser sorge im Moment dafür, dass über die zentrale Registrierungssoftware ein Termin für Impfungen an den einzelnen Haltepunkten des Busses vereinbart werden kann. Dafür ist aber offenbar erst ein Software-Update notwendig. Erst wenn das erfolgt ist und genügend Impfstoff zur Verfügung steht, könne ein Regelbetrieb starten.

Bis es so weit ist, ist der Bus aber trotzdem schon unterwegs: In der Zwischenzeit soll er nämlich Einrichtungen für Menschen mit Behinderung ansteuern und dort Impfungen erleichtern und beschleunigen. Das könnte laut Kaenders bereits ab heute der Fall sein.

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