Dorfgarten

Balderschwanger setzen Alt-Landrat Gebhard Kaiser ein Denkmal

Gebhard Kaiser, dem der Brunnen gewidmet ist, bedankte sich beim Festakt für die Ehre.

Gebhard Kaiser, dem der Brunnen gewidmet ist, bedankte sich beim Festakt für die Ehre.

Bild: Elke Wiartalla

Gebhard Kaiser, dem der Brunnen gewidmet ist, bedankte sich beim Festakt für die Ehre.

Bild: Elke Wiartalla

Der neue „Kaiser-Brunnen“ in Balderschwang wird mit einem Festakt eingeweiht. Für Alt-Landrat Gebhard Kaiser war das Kunstwerk eine Überraschung.
08.05.2022 | Stand: 11:30 Uhr

Die Balderschwanger sind immer für eine Überraschung gut. Diesmal war es Alt-Landrat Gebhard Kaiser, den die Einwohner der höchstgelegenen Gemeinde Deutschlands verblüfften. Sie hatten den lang geplanten und jetzt feierlich eingeweihten Dorfbrunnen mit imposanter Skulptur dem ehemaligen Kreisoberhaupt gewidmet. Der „Kaiser-Brunnen“ solle daran erinnern, dass der Namensgeber in seiner Amtszeit stets dafür gesorgt habe, dass Balderschwang im Landkreis Oberallgäu nicht vergessen werde, sagte Bürgermeister Konrad Kienle. Er denke dabei vor allem an die unermüdliche Unterstützung Kaisers bei der Dauersanierung des Riedbergpasses.

Kunstwerk in Balderschwang zu Ehren von Alt-Landrat Gebhard Kaiser

Alle hatten dichtgehalten und so wusste Gebhard Kaiser vor der Enthüllung des Kunstwerks nichts von dieser überraschenden Ehre, die ihn dann sichtlich freute. Gemeinsam mit Nachfolger Anton Klotz war er über den Pass gekommen, um beim Aufrichten des Maibaums und der offiziellen Einweihung des Dorfgartens dabei zu sein.

Seit 2017 ist man in Balderschwang dabei, einen Mittelpunkt im Ort zu schaffen. „In unserem langgezogenen Straßendorf keine ganz leichte Aufgabe“, räumte Kienle ein. Ausgehend von der Kirche waren ein Dorfgarten und ein Dorfhaus geplant, ermöglicht durch die großzügige Förderzusage der Regierung von Schwaben.

Die sechs Meter hohe Skultpur im „Kaiser-Brunnen“ soll ein Alphorn symbolisieren.

Die sechs Meter hohe Skultpur im „Kaiser-Brunnen“ soll ein Alphorn symbolisieren.

Bild: Elke Wiartalla

Wie bei jedem Bauvorhaben sei die Schublade an Wünschen prall gefüllt gewesen, während es in der Geldschublade dagegen mager ausschaute, sagte Kienle. So blieb es bei der Realisierung des Brunnens.

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Den gestaltete nach zuvor wenig überzeugenden Vorschlägen Schmiedemeister Josef Eberle aus Hittisau. „Einzigartig, a bizzle verruckt, a kling spinnig, halt was Bsunders“, verglich der Bürgermeister den Brunnen mit seinem Baumeister. Die Kosten allerdings bereiteten der Kommune Kopfschmerzen und erst viele Spenden machten die Finanzierung möglich.

Sitzgelegenheiten aus Nagelfluh

Eine sechs Meter hohe Skulptur im neuen Brunnen symbolisiert ein Alphorn, das in Balderschwang sehr geschätzt wird. Ringförmig angeordnete Stäbe stehen für den Zusammenhalt im Dorf. Das Wasser plätschert beruhigend als Wasserfall hinunter von dem sechs Meter hohen Kunstwerk und in lockeren Abständen als Fontäne, die noch weit über den eigentlichen Brunnen hinausschießt. Im Winter soll die Kälte den Kunstwerkspart übernehmen und bis zu sechs Meter hohe Eisskulpturen erschaffen. Rundum sorgen steinerne Sitzgelegenheiten aus Nagelfluh dafür, dass sich das Brunnenschauspiel entspannt beobachten lässt.

Die Balderschwanger sind stolz auf ihren neuen Dorfmittelpunkt und nahmen nach zwei Jahren Corona-Entbehrung die Brunneneinweihung und den Maibaum zum Anlass für ein Beisammensein.

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