Bergunglück bei Oberstaufen

Drama am Hochgrat bei Oberstaufen: Junge Wanderin stürzt in den Tod

Der Hochgrat (hier aus Richtung Rindalphorn fotografiert) ist der höchste Punkt der Nagelfluhkette. Unser Archivbild entstand im Sommer.

Der Hochgrat (hier aus Richtung Rindalphorn fotografiert) ist der höchste Punkt der Nagelfluhkette. Unser Archivbild entstand im Sommer.

Bild: Ulrich Weigel (Archiv)

Der Hochgrat (hier aus Richtung Rindalphorn fotografiert) ist der höchste Punkt der Nagelfluhkette. Unser Archivbild entstand im Sommer.

Bild: Ulrich Weigel (Archiv)

Tödlicher Bergunfall am Hochgrat bei Oberstaufen: Am Sonntag ist dort eine junge Frau abgestürzt. Sie konnte von der Bergwacht nur noch tot geborgen werden.
##alternative##
Von Allgäuer Zeitung
28.03.2022 | Stand: 15:49 Uhr

Die 27-Jährige war am Sonntag mit einer Bekannten beim Wandern am Hochgrat bei Oberstaufen im Allgäu. Laut Polizei wollte sie den Gipfel des Hochgrat über die sogenannte "Brunnenauscharte" besteigen.

An der dortigen Nordseite herrschen auf rund 1600 Metern allerdings noch winterliche hochalpine Verhältnisse. In einem Steilaufschwung rutsche die junge Frau trotz entsprechender Ausrüstung aus und stürzte ab.

Bergunglück am Hochgrat: Frau stürzt bei winterlichen Verhältnissen ab

Sie konnte nur noch tot geborgen werden. Die Bergwacht Oberstaufen war mit 15 Mann im Einsatz. Mithilfe des österreichischen Rettungshubschrauber „Gallus“ wurden drei Zeugen ins Tal gebracht, die den den Unfall unmittelbar beobachtet haben.

Die weiteren Ermittlungen zu dem Bergunfall übernimmt die Alpine Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums.

Mehr Polizei-Nachrichten aus der Region, Bayern und aus Deutschland laufend aktuell hier.

Mit Beginn der Wandersaison im Frühjahr hat es in den Alpen bereits etliche tödliche Unfälle gegeben. Für Entsetzen sorgte eine Unfallserie am zweiten März-Wochenende in den oberbayerischen Bergen. An der Maiwand bei Flintsbach am Inn stürzten ein Pärchen und ein 35-jähriger Mann aus Bayern in den Tod. Eine vierte Bergsportlerin der Gruppe musste das Unglück mitansehen. Am selben Wochenende war ein junger Amerikaner an der Benediktenwand in den Voralpen bei Kochel tödlich verunglückt.

Erst im Februar tödlicher Bergunfall im Allgäu

Im Allgäu waren zuletzt Ende Februar zwei Bergsteiger nach einer Tour am Geißfuß bei Oberstdorf gestorben. Die Männer hatten sich zwischen Seealpe und Edmund-Probst-Haus am Nebelhorn verirrt und gegen Mitternacht einen Notruf abgesetzt. Die Rettung gestaltete sich aufgrund des schlechten Wetters als sehr schwierig und zog sich über mehrere Stunden. Einer der Bergsteiger starb noch am Berg, der zweite wurde völlig unterkühlt in ein Klinikum verbracht, wo er ebenfalls verstarb. Auch einer der Bergretter wurde bei dem stundenlangen Einsatz bei Wind und Schneetreiben verletzt.