Auch zweiter Bergsteiger ist gestorben

Emotionale Worte der Bergwacht Oberstdorf nach tödlichem Bergunfall am Geißfuß

Tragisches Ende einer Bergtour: Zwei Bergsteiger haben sich bei Oberstdorf am Geißfuß verstiegen. Beide Männer starben.

Tragisches Ende einer Bergtour: Zwei Bergsteiger haben sich bei Oberstdorf am Geißfuß verstiegen. Beide Männer starben.

Bild: Benjamin Liss

Tragisches Ende einer Bergtour: Zwei Bergsteiger haben sich bei Oberstdorf am Geißfuß verstiegen. Beide Männer starben.

Bild: Benjamin Liss

Nach dem Bergunfall am Geißfuß bei Oberstdorf ist auch der zweite Bergsteiger gestorben. Die Bergwacht Oberstdorf schreibt emotionale Worte zum Einsatz.
25.04.2022 | Stand: 12:15 Uhr

Aktualisiert am Donnerstag, 14.50 Uhr - Nach dem tragischen Bergunfall am Geißfuß bei Oberstdorf ist nun auch der zweite Bergsteiger gestorben. Das teilte die Polizei am Donnerstagvormittag mit.

In der Nacht zu Dienstag waren zwei Bergsteiger auf einer Route zwischen Seealpe und Edmund-Probst-Haus am Nebelhorn unterwegs. Laut Polizei verirrten sie sich offenbar und setzten gegen Mitternacht einen Notruf ab. Die Rettung der Bergsteiger gestaltete sich aufgrund von schlechten Wetterbedingungen allerdings sehr schwierig und zog sich über mehrere Stunden.

Für einen der Bergsteiger kam jede Hilfe zu spät, der 58-Jährige starb noch am Berg. Sein 62-jähriger Begleiter wurde stark unterkühlt zunächst ins Krankenhaus Immenstadt gebracht, und dann ins Klinikum Augsburg verlegt. Dort erlag er jedoch "den Folgen des langen Aufenthalts am Berg", wie es am Donnerstag von der Polizei hieß.

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Bergunfall bei Oberstdorf: Zwei Bergsteiger sterben am Geißfuß

Emotionale Worte von Bergwacht Oberstdorf nach Einsatz am Geißfuß

"Die Tragik, dass zwei Personen ihr Leben lassen mussten, geht auch an uns Einsatzkräften nicht vorbei", schreibt die Bergwacht Oberstdorf am Donnerstagnachmittag auf ihrer Facebookseite.

Sie bezeichnet den Einsatz als "äußerst schwierigen Notfalleinsatz" unter widrigsten Wetterbedingungen. "Leider haben all unsere Bemühungen schlussendlich nicht den gewünschten Erfolg mit sich gebracht", schreiben die Einsatzräfte der Bergwacht Oberstdorf in ihrem Beitrag.

Bergunfall bei Oberstdorf: Leiche wurde am Mittwoch geborgen

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Die Leiche des 58-Jährigen konnte aufgrund des schlechten Wetters am Dienstag nicht mehr geborgen werden. Deshalb war für Mittwoch gegen 10 Uhr die Bergung des Leichnams geplant. Wegen eines anderen Einsatzes des Polizeihubschraubers verzögerte sich das jedoch und wurde erst am Nachmittag abgeschlossen. Dazu seilte sich ein Beamter an einer Winde ab.

Der Tote wurde ins Tag geflogen. Die polizeilichen Ermittlungen gehen von einem Unglücksfall aus. "Es liegen derzeit keine Anzeichen für eine Fremdeinwirkung vor", heißt es von der Polizei am Donnerstag.

Unterkühltem Bergretter geht es nach Einsatz besser

Dem beim Einsatz unterkühlten Bergretter gehe es wieder den Umständen entsprechend gut, sagt die Polizei am Mittwochmittag auf Anfrage unserer Redaktion. Er hatte rund sechs Stunden bei starken Schneetreiben bei den beiden Wanderern ausgeharrt, bis er und der Verletzte geborgen werden konnten.

Am Einsatz waren mehr als ein Dutzend Einsatzkräfte der Bergwacht Oberstdorf, zahlreiche Alpinbeamte der Alpinen Einsatzgruppe, drei Helikopter sowie zwei Einsatzkräfte des Rettungsdienstes beteiligt.

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