Platz für mehr Kinder in Ofterschwang

Das Kindergarten-Essen kommt aus dem Luxushotel

Kindergarten-Ofterschwang

Weil das Buffet im neuen „Schlemmerstüble“ auf Kinderhöhe angerichtet ist, können sich die Mädchen und Buben selbst bedienen.

Bild: Michael Mang

Weil das Buffet im neuen „Schlemmerstüble“ auf Kinderhöhe angerichtet ist, können sich die Mädchen und Buben selbst bedienen.

Bild: Michael Mang

Für 1,3 Millionen Euro wurde die Kita in Ofterschwang erweitert. Dank einer Kooperation gibt es täglich warme Küche
19.06.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Wenn die Kinder die Suppe selbst schöpfen, geht manchmal noch etwas daneben. Aber die kleinen Ofterschwanger sind begeistert, dass sie sich jetzt im „Schlemmerstüble“ selbst bedienen können. Denn das neu gebaute Buffet wurde auf Kinderhöhe aufgestellt. Die neue Verpflegung ist nur ein Teil des Umbaus, der 1,3 Millionen Euro gekostet hat. Die Kindertageseinrichtung wurde um die frühere Hausmeisterwohnung erweitert. So können jetzt 77 Kinder betreut werden, 65 im Kindergarten und 12 in der Krippe. Weil in dem Zuge der im gleichen Gebäude liegenden Grundschule etwas Unterrichtsraum genommen werden musste, wurde das über einen Erweiterungsbau wieder ausgeglichen.

Zwei Köche im Einsatz

Das Essen für Kindergartenkinder – und die Schüler in der Nachmittagsbetreuung – kommt aus der Küche des Fünf-Sterne-Resorts Sonnenalp. Hotel-Inhaber Michael Fäßler und Küchenchef Dominic Adam waren gerne bereit zu helfen. In Unternehmen wie der Firma Füß aus Immenstadt fanden sie Sponsoren, die einen Teil der Lebensmittel zur Verfügung stellen. Das Essen für die Kinder wird vorgekocht, möglichst spät erwärmt und zum Kindergarten geliefert, erklärt Küchenchef Adam. „Damit es möglichst frisch ist.“ Der Aufwand sei nicht gering, erklärt Adam. Zwei Köche seien damit beschäftigt. Aber der Küchenchef des Fünf-Sterne-Ressorts hilft gerne. Er hat selbst zwei Kinder. Im Hotel gibt es ebenfalls einen Kindergarten, für den täglich frisch gekocht wird.

Buffet auf Kinderhöhe

Weil das Buffet auf Kinderhöhe angerichtet ist, können die Kinder ihre Mahlzeiten eigenständig zusammenstellen. Das passt auch in das pädagogische Konzept der Kindertageseinrichtung, erklärt Leiterin Ute Leonhardt „Wir unterbrechen die Kinder nicht beim Spielen“, sagt Erzieherin Andrea Brutscher. „Sie können selbst entscheiden, wann sie essen wollen.“

Das neue Konzept kommt erst jetzt zum Tragen, weil die Kinder bisher Corona-bedingt gruppenweise im Speiseraum essen mussten. Umgebaut wurde der Kindergarten von April bis November 2020. Investiert wurde eine Summe von 1,3 Millionen Euro.

1,3 Millionen Euro investiert

Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei rund 800 000 Euro, was die Kommune ohne Neuverschuldung finanzieren konnte, erklärte Bürgermeister Alois Ried bei der Einweihung. Der Kita-Umbau wurde mit 350 000 Euro staatlich bezuschusst, die Schulerweiterung mit 150 000 Euro gefördert. Pfarrer Joshy Palakunnel segnete die Räume bei einer kleinen Feierstunde. Dann stürmten die Kinder ihr „Schlemmerstüble“ und bedienten sich begeistert am neuen Buffet.

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