5,5 Millionen-Projekt noch nicht ganz fertig

Digitale Anzeigetafeln für den Oberstdorfer Busbahnhof

Die alte Holzhütte, die derzeit im Busbahnhof zum Fahrkartenverkauf dient, soll in wenigen Monaten abgebaut werden.

Die alte Holzhütte, die derzeit im Busbahnhof zum Fahrkartenverkauf dient, soll in wenigen Monaten abgebaut werden.

Bild: Sabine Metzger

Die alte Holzhütte, die derzeit im Busbahnhof zum Fahrkartenverkauf dient, soll in wenigen Monaten abgebaut werden.

Bild: Sabine Metzger

Der Einbau der Informationstechnik soll der Abschluss des Millionenprojekts sein. Dann kann auch die alte Holzhütte abgebaut werden, die viele Bürger stört.
15.11.2021 | Stand: 18:33 Uhr

Seit Februar 2021 rollen die Busse durch das neue Oberstdorfer Mobilitätszentrum am Bahnhof. Doch ganz abgeschlossen ist das 5,5 Millionen-Projekt noch nicht. Denn es fehlen noch die digitalen Informationstafeln, auf denen die Fahrgäste lesen können, wann der nächste Bus kommt. Doch der Einbau der technischen Anlagen verzögert sich. Jetzt hat die Gemeinde die Förderzusage erhalten und den Auftrag ausgeschrieben, erklärte Marktbaumeister Marcus Ludwig im Gemeinderat. Er rechnet damit, dass die Anzeigetafeln in drei Monaten installiert werden können.

Die digitalen Fahrgastinformationsanzeigen wollte ursprünglich der Landkreis Oberallgäu einheitlich für mehrere Gemeinden beschaffen. Kurz vor der Fertigstellung sagte der Landkreis diese Vereinbarung jedoch ab. Der Markt Oberstdorf musste daher die Beschaffung der Anlagen kurzfristig selbst in die Hand nehmen, erklärte Bauamtsleiter Ludwig. Weil der Freistaat die digitalen Anzeigen bezuschusst, wurde im Frühjahr 2021 ein Förderantrag gestellt, der jetzt bewilligt wurde.

65-Zoll-Bildschirme und Mediensäule

Geplant sind zwei große 65-Zoll-Übersichtsbildschirme, die in die zentrale Mediensäule integriert werden. Für die Bussteige sind kleinere digitale Anzeigen vorgesehen, die die Fahrgäste über die nächsten Abfahrten informieren.

Im Zuge des Einbaus der Informationstafeln soll auch der Kassenverkauf in die zentrale Mediensäule auf Bussteig A integriert werden. Dann kann auch die provisorische Kassen-Holzhütte wieder abgebaut werden, an der sich viele Oberstdorfer stören.

Barrierefreier Zugang fehlt noch

Weiter fehlen wird ein direkter, barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen. Neben den stufenlosen Zugängen in Süden und Osten ist der Ausbau des Westzugangs als barrierefreie Verbindung zum Busbahnhof geplant, der allerdings auf der Fläche der Deutschen Bahn liegt. Man befinde sich noch in Abstimmung mit dem Unternehmen, erklärte Ludwig im Gemeinderat. Die Entwurfsplanung sei unter Beachtung verschiedener Richtlinien mit diversen Bau-Fachbereichen der Bahn abgestimmt worden. Die finale Ausarbeitung der Pläne liege derzeit zur Prüfung bei der Deutschen Bahn. Falls das Vorhaben Zustimmung findet, wird ein Gestattungsvertrag aufgesetzt, der der Gemeinde ermöglicht, das Vorhaben auf fremden Grund umzusetzen.

Bei den Kosten gibt es gute Nachrichten

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Gute Nachrichten gibt es bei den Kosten: Das Projekt könnte laut Marktbaumeister Ludwig sogar knapp unter dem veranschlagten Kostenrahmen von 5,5 Millionen Euro bleiben. Derzeit gehen die Verantwortlichen von einem Betrag von 5,37 Millionen Euro aus.

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