Freizeit im Oberallgäu

Reise in die Steinzeit: Was Kinder in den Ferien im Naturpark Nagelfluhkette erleben können

Tobias Klöck nimmt die Kinder des Ferienprogramms des Naturparks Nagelfluhkette mit auf eine Reise in die Steinzeit. Er zeigt, wie die Menschen damals Feuer machten und welche Werkzeuge sie benutzten.

Tobias Klöck nimmt die Kinder des Ferienprogramms des Naturparks Nagelfluhkette mit auf eine Reise in die Steinzeit. Er zeigt, wie die Menschen damals Feuer machten und welche Werkzeuge sie benutzten.

Bild: Sophia Ungerland

Tobias Klöck nimmt die Kinder des Ferienprogramms des Naturparks Nagelfluhkette mit auf eine Reise in die Steinzeit. Er zeigt, wie die Menschen damals Feuer machten und welche Werkzeuge sie benutzten.

Bild: Sophia Ungerland

Die Kinder erleben im Naturpark Nagelfluhkette, wie die Menschen früher Feuer machten und Pfeilspitzen herstellten. Weitere Termine sind verfügbar.
13.08.2021 | Stand: 10:36 Uhr

Ungeduldig warten die Kinder, bis sie dran kommen. Es geht um eines der wichtigsten Dinge in der Steinzeit: das Feuer machen. Hobby-Archäologe Tobias Klöck hat einen Fiedelbohrer dabei. Mit diesem Holzwerkzeug erzeugen die Kinder Wärme durch Reibung und hoffen, ein Feuer zu entfachen. Die zwölf Oberallgäuer Mädchen und Buben nehmen an dem Kinder-Ferienprogramm des Naturparks Nagelfluhkette teil. Dieses Mal lautet das Thema „Steinzeitjäger“. Mit Ranger Florian Heinl besuchen sie das Steinzeitdorf an der Mittelstation der Hörnerbahn in Bolsterlang.

Damit die Flammen in der Feuerstelle lodern, braucht es letztlich doch die Kraft und Erfahrung von Klöck. „Das ist immer so ein magischer Moment“, sagt der Hobby-Archäologe. Die Kinder jubeln und küren den 33-Jährigen direkt zum „Häuptling“ des Steinzeitdorfs. Hauptberuflich leitet Klöck den Bereich Tourismus im Landratsamt Unterallgäu, ist aber seit seiner Kindheit von der Steinzeit fasziniert. Auch die Kinder des Ferienprogramms zeigen großes Interesse. Auf Baumstümpfen sitzen sie in einem Kreis zwischen den Steinzeit-Zelten, hören aufmerksam zu und beantworten eifrig Klöcks Fragen.

Ferienprogramm für Kinder im Naturpark Nagelfluhkette im Oberallgäu

„Vor 10. 000 Jahren haben die ersten Menschen das Allgäu bewohnt“, sagt Klöck. Mit dabei hat er allerlei Werkzeuge, die die Menschen damals nutzten. Eines der wichtigsten Gegenstände war der Feuerstein. Mit einem Hirschgeweih schlägt der 33-Jährige einige Male kräftig auf den Stein und löst mehrere, kleinere Teile heraus. Daraus stellten die Steinzeitmenschen beispielsweise Pfeilspitzen her, erklärt Klöck. „Die sind scharf wie Rasierklingen.“ Der Hobby-Archäologe mahnt zur Vorsicht, während er sie den Kindern in die Hand gibt. „Damit könntest du dich rasieren“, sagt eines der Kinder und deutet auf den bärtigen Ranger Heinl. Der nimmt es mit Humor und stimmt in das Lachen der Gruppe mit ein.

Kinder beim Bogenschießen im Ferienprogramm "Steinzeitjäger" des Naturparks Nagelfluhkette. Sie schießen auf einen vermeintlichen "Auerochsen" (eine Papiertüte).
Kinder beim Bogenschießen im Ferienprogramm "Steinzeitjäger" des Naturparks Nagelfluhkette. Sie schießen auf einen vermeintlichen "Auerochsen" (eine Papiertüte).
Bild: Sophia Ungerland

Klöck hat noch mehr im Gepäck: ein Rentierfell, Knochennadeln, Faden aus dem Darm von Schaf oder Ziege, eine knöcherne Harpune, Pfeile und das „Schweizer Taschenmesser der Steinzeit“ – eine Steinklinge, die mit Birkenpech in ein Holzstück geklebt wurde. Ein weiteres Highlight ist das Bogenschießen. Die Kinder versuchen, einen vermeintlichen „Auerochsen“ (eine Papiertüte) zu erlegen. Sie tollen umher und albern mit Ranger Heinl herum. Der führt sie abschließend auf eine Erkundungstour zum „Landschaft lesen“.

Weitere Termine im Ferienprogramm für Kinder verfügbar

Noch vier weitere Themen bietet der Naturpark Nagelfluhkette in den Ferien im Allgäu an. Sie heißen Apollo, Flussentdecker, Höhlenforscher und Fleischfresser und führen die Gruppe über Alpflächen, an der Iller entlang, durch die Sturmannshöhle und über Streuwiesen. Maximal zwölf Kinder zwischen neun und zwölf Jahren können daran teilnehmen. Zusätzlich können Kinder zwischen sechs und zehn Jahren am Dienstag, 17. August, mit einer Biologin die Lebensräume Wasser und Wiese entdecken. Bei allen Angeboten sind noch Plätze frei. Das Programm richtet sich an Einheimische und Urlauber.

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