Schwimmen

Feuertaufe für die Juwele: Immenstädter Talente bestehen bei "Bayerischer"

Ella Seidl, Jahrgang 2010, erschwamm Bronze für den TV Immenstadt bei der „Bayerischen“ über 200 Meter Schmetterling.

Ella Seidl, Jahrgang 2010, erschwamm Bronze für den TV Immenstadt bei der „Bayerischen“ über 200 Meter Schmetterling.

Bild: Hoffmann

Ella Seidl, Jahrgang 2010, erschwamm Bronze für den TV Immenstadt bei der „Bayerischen“ über 200 Meter Schmetterling.

Bild: Hoffmann

Die Talente des TV Immenstadt bestehen bei der „Bayerischen“ in Rosenheim gegen die übermächtigen Stützpunkte. Jonas Schneider erobert Doppel-Silber.
26.07.2022 | Stand: 19:31 Uhr

Es war das erste Dutzend in der Geschichte des TV Immenstadt auf einer „Bayerischen“ – und die zwölf Schwimmer des TVI, so viele wie nie zuvor, haben sich gegen die großen Namen achtbar geschlagen. 50 Starts absolvierte die Schwimmabteilung des TV 1860 Immenstadt am vergangenen Wochenende bei der bayerischen Jahrgangsmeisterschaft für die Jahrgänge 2003 bis 2012 in Rosenheim.

Am Start waren 780 Aktive aus 76 Vereinen, die zusammen unglaubliche 3490 Starts absolvierten. „Das Sagen“ hatten auf dieser „Bayerischen“ einmal mehr die großen Stützpunktvereine SG Mittelfranken mit 303 Starts, SG Stadtwerke München (275), SC Regensburg (230) und TB Erlangen (208). Dennoch gelang es den Städtlern einige Male, die „Großen“ zu ärgern und auf die vorderen Plätze zu schwimmen.

Ella Seidl legt furiosen Sprint hin

Die Erste, die sich aufs Siegerpodest drängelte, war Ella Seidl, die über 200 Meter Schmetterling ein hervorragendes Rennen zeigte und mit einem fulminanten Endspurt zu Bronze im Jahrgang 2010 schwamm. Sie unterbot zudem bei allen ihren sieben Starts ihre persönliche Bestzeit und schaffte es weitere viermal unter die Jahrgangs-Top-Ten.

Jonas Schneider, seit Wochen gesundheitlich angeschlagen und im Training nicht voll belastbar, schaffte es dennoch, sich zwei Stockerplätze zu erkämpfen: Über 50 und 100 Meter Freistil holte er sich die Silbermedaille im Jahrgang 2007. Zudem erreichte er trotz allem weitere sechs Mal Platzierungen unter den besten Acht.

Die stolze Trainerin Birgit Joas (hinten) und die Medaillengewinner (von links) Jonas Schneider, Aljoscha Schmidtke und Ella Seidl.
Die stolze Trainerin Birgit Joas (hinten) und die Medaillengewinner (von links) Jonas Schneider, Aljoscha Schmidtke und Ella Seidl.
Bild: Joas

Die vierte Oberallgäuer Medaille schließlich ging an Youngster Aljoscha Schmidtke. Der Elfjährige, der erst wenige Wettkämpfe bestritten hat, stellte sich furchtlos der bayerischen Konkurrenz. Bei sieben Starts unterbot auch er jedes Mal seine Bestzeit. Über 100 Meter Rücken mit Platz vier und 200 Meter Freistil mit Rang fünf schwamm er nah ans Siegerpodest. Über 200 Meter Rücken klappte es mit der Medaille: In grandiosen 3:00,64 gab es im Jahrgang 2011 Bronze für ihn und den TVI.

Reihenweise Bestzeiten für den TV Immenstadt

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Trotz des extrem heißen Wetters und der nicht idealen Übernachtungsbedingungen schwamm auch das restliche Team zu etlichen Bestzeiten – angeführt von Routinier Vanessa Hoffmann, die bei den Junioren der Jahrgänge 2003/2004 nach erfolgreichem Abitur befreit auftrat und alle sieben Starts in Bestzeiten verwandelte. Ihre besten Platzierungen erreichte sie über 100 und 200 Meter Brust mit Rang fünf.

Auch bei Lisanne Hoffmann, Anton und Xaver Käser, Maximilian Schnalzger, Jakob Schneider, Wanja Schmidtke und Theresa Meßmang freute sich Trainerin Birgit Joas über weitere Top-Ten Platzierungen zum Ende der Beckensaison. Die weiteren Starter waren Anton und Xaver Käser, Maximilian Schnalzger (alle 2008), Lisanne Hoffmann, Jakob Schneider (beide 2009), Wanja Schmidtke (2011) und Theresa Meßmang (2012). Gesundheitsbedingt abmelden musste leider Paul Volland (2011).

TVI-Athleten übernachten auf einem Zeltplatz

Dank des neuen Qualifikationsmodus mussten für die „Bayerische“ nicht, wie bisher, im Vorfeld festgelegte Pflichtzeiten erreicht werden. Heuer galt es, je nach Strecke, in der bayerischen Bestenliste unter den Top 16 oder 24 zu liegen. Diese Änderung durch den Verband sollte die pandemiebedingten Trainings- und Wettkampfdefizite auffangen.

Diese Idee war gut gemeint, stellte die Vereine jedoch vor immense logistische Aufgaben. So erfuhr man erst eine Woche vor der Meisterschaft, welche Meldungen tatsächlich angenommen wurden. Dadurch war es unmöglich, noch geeignete Übernachtungsmöglichkeiten zu finden. Dem TV Immenstadt schien das offenbar nichts auszumachen: Die Städtler freuten sich über die vielen zugelassenen Meldungen und quartierten sich kurzerhand auf einem Zeltplatz ein. (jo)