Bilanz bei Bürgerversammlung

Fischen: Freibad-Sanierung, Tunnel und Kindergarten

Die Sanierung des Freibads in Fischen ist inzwischen abgeschlossen. Auch die Rutsche der Freizeitanlage soll noch saniert werden.

Die Sanierung des Freibads in Fischen ist inzwischen abgeschlossen. Auch die Rutsche der Freizeitanlage soll noch saniert werden.

Bild: Günter Jansen (Archiv)

Die Sanierung des Freibads in Fischen ist inzwischen abgeschlossen. Auch die Rutsche der Freizeitanlage soll noch saniert werden.

Bild: Günter Jansen (Archiv)

Rathauschef Bruno Sauter präsentiert bei der ersten Bürgerversammlung in Fischen nach drei Jahren Pause ein Mammutprogramm mit vielen Themen.
09.05.2022 | Stand: 15:00 Uhr

Drei Jahre sind seit der letzten Bürgerversammlung in Fischen vergangen. Deshalb versuchte Bürgermeister Bruno Sauter, die kommunalen Aufgaben dieser Zeit in zwei Stunden zusammenzufassen. Der Rathauschef beließ es bei den wichtigsten Aspekten:

  • Freibad: Im Freibad ist die dringend nötige Sanierung inzwischen weitgehend abgeschlossen. Unvorhersehbare Rostschäden hätten die Maßnahme zwar teurer gemacht. Doch das machten Einsparungen bei Schönheitsausstattungen wieder wett, sagte Sauter. Fluch und Segen zugleich sei die vom Fachbüro empfohlene, aber abgesagte energetische Sanierung mit Hybridkollektoren, erklärte der Bürgermeister. Das alte System sei noch gut genug, um es zu erhalten, aber die erhoffte Energieersparnis von 40.000 Euro pro Jahr sei somit dahin. Die Rutsche soll soweit saniert werden, dass eine Neuanschaffung um etwa fünf Jahre verschoben werden kann.
  • Kurpark: Gut angenommen werde laut Sauter der äußere Kurpark mit Minigolf, Kiosk und neuer WC-Anlage. Leider gebe es wegen Personalmangels bisher keinen Betrieb nach 19 Uhr und die jährlichen Schließzeiten waren länger als gewünscht. Die Alleebäume gediehen aus verschiedenen Ursachen nicht wie erhofft und mussten alle ausgetauscht werden, was aber wegen der Kulanz der beteiligten Firmen die Gemeinde fast nichts kostete.
  • VG-Gebäude: Wie wichtig die Fortschreibung des Flächennutzungsplans ist, zeige der Bauantrag über die Aufstockung und den Bau von sechs Sozialwohnungen im VG-Gebäude. Nach dem alten, noch gültigen Recht habe das Landratsamt den baurechtlich und moralisch kritisierten Antrag noch als machbar einstufen können, sagte Sauter. Das war im Gemeinderat abgelehnt worden. Der neue Flächennutzungsplan, der ab Sommer greifen soll, schließt dank der klaren Formulierung „öffentliche Verwaltung“ solche Begehren aus.
  • Wohnungsbau: Wegen gestiegener Baupreise aufgeschoben ist die Planung für Sozialwohnungen in der Beslerstraße. Tiefgarage, Hybrid- und Holzbau und eine gute energetische Ausstattung, wie von der Gemeinde gewünscht, würden in der Rentabilitätsrechnung mit den maximal zu fordernden Mietpreisen im Sozialbau kollidieren, sagte Sauter.
  • Verkehr: Dauerbaustelle B19: Die Straßenoberfläche wird ab Mitte Mai bis Mitte Juli zwischen Fischen-Süd und dem Geigerkreisel saniert. In den Folgejahren muss jedoch auch der nördliche Abschnitt erweitert werden. Das Projekt „Entlastungstunnel und Ortsumfahrung Langenwang“ werde wieder intensiver bearbeitet. Neue Berechnungen und Planungen seien vom Straßenbauamt in naher Zukunft in Aussicht gestellt. Der innerörtliche Verkehr wird ebenfalls beobachtet. Gleich nach der Sanierung der B 19 soll die Mühlenstraße entlastet und für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Parken in Fischen wird teurer, denn die Parkplätze würden vielfach als preisgünstige Alternative für Ausflüge in Richtung Süden genutzt.
  • Kindergarten: Der Bau des Kindergartens Langenwang, der die Gemeinde rund 1,5 Millionen Euro kosten wird, hat begonnen und soll im Mai 2023 fertiggestellt sein. Bisher liegen laut Bürgermeister Sauter die eingegangenen Angebote im Wesentlichen unter den kalkulierten Kosten.
  • Tourismus: Stephan Köhl stellte sich als neuer Geschäftsführer der Tourismus Hörnerdörfer GmbH (THG) vor und erläuterte aktuelle Entwicklungen im Tourismus und Übernachtungszahlen. Fischen verliere jedes Jahr zwei Prozent an Betten und habe eine Auslastung von 50 Prozent. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liege aktuell bei 4,2 Tagen und im ersten Quartal verzeichne Fischen mit 132.626 Übernachtungen einen leichten Rückgang von knapp 0,9 Prozent gegenüber 2019. Ziel sei eine moderate Steigerung von 560.000 Übernachtungen auf 600.000.

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