Ehrentitel

Früherer Pfarrer von Immenstadt jetzt „Kaplan seiner Heiligkeit“

Monsignore

Bischof Bertram Meier (rechts) überreichte Alois Zeller die Erennungsurkunde zum „Kaplan seiner Heiligkeit“.

Bild: Johann Michael Geisenfelder

Bischof Bertram Meier (rechts) überreichte Alois Zeller die Erennungsurkunde zum „Kaplan seiner Heiligkeit“.

Bild: Johann Michael Geisenfelder

Alois Zeller, ehemals Stadtpfarrer von Immenstadt, darf sich Monsignore nennen. Bischof Bertram Meier übergibt ihm die Urkunde und sagt: „Willkommen im Club“.
15.07.2021 | Stand: 11:31 Uhr

„Willkommen im Club“, sagte Bischof Bertram Meier bei einer Feierstunde in Augsburg zu den drei Priestern des Bistums Augsburg, die von Papst Franziskus den Ehrentitel „Kaplan seiner Heiligkeit“ erhielten. Den Titel „Monsignore“, wie ein Kaplan des Papstes angesprochen wird, darf künftig auch Domvikar Alois Zeller tragen. Von 1999 bis 2004 war Zeller Stadtpfarrer in Immenstadt. Danach – von 2004 bis 2019 – war er Diözesanpräses von Kolping.

Bischof Meier spielte mit seinem „Willkommen“ darauf an, dass Domvikar Alois Zeller als Kaplan seiner Heiligkeit jetzt zur „päpstlichen Familie“ gehöre. Unter diesem Familienbegriff werden seit Alters her „alle zusammengefasst, die den Papst in der Leitung der Weltkirche unterstützen“, heißt es in der Pressemitteilung der Diözese.

Von 1999 bis 2004 in Immenstadt

Zeller wurde 1950 in Augsburg geboren und empfing 1975 die Priesterweihe. Danach war er Kaplan in Manching und Gersthofen sowie Benefiziat in Marktoberdorf, bevor er als Stadtpfarrer in Gundelfingen und von 1999 bis 2004 in Immenstadt wirkte. Schließlich war er 15 Jahre lang Kolpingpräses und habe in dieser Funktion „der Kolpingbewegung im Bistum Augsburg eine Seele gegeben“, sagte Bischof Bertram in seiner Laudatio. Unermüdlich sei Zeller unterwegs gewesen, um Einkehrtage zu halten, Wallfahrten zu begleiten „und die Kolpingbrüder und -schwestern im Glauben zu stärken und zu einem gelebten Christentum zu ermutigen“.

Auch das internationale Engagement von Zeller hob Bischof Bertram hervor. Als Vorsitzender der Kolpingstiftung Rudolf Geiselberger habe er Projekte zur Qualifizierung von Jugendlichen und zur Verbesserung der Lebenssituation in Indien, Südafrika und Litauen unterstützt. „Bis heute ist er ein Priester aus dem Volk für das Volk“, betonte Bischof Bertram, als er Zeller die Ernennungsurkunde zum Monsignore überreichte. Über seinen 70. Geburtstag hinaus ist Zeller Domvikar und unterstützt die Seelsorger an der Kathedrale in Augsburg.

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