Kunstrasen-Neubau

TSV Oberstaufen geht 900.000-Euro-Projekt an - Warum die Fußballer mit anpacken

Die Staufner Fußballer bauten die Pflastersteine aus, die den Kunstrasenplatz in Kalzhofen umgeben hatten.

Die Staufner Fußballer bauten die Pflastersteine aus, die den Kunstrasenplatz in Kalzhofen umgeben hatten.

Bild: Susanne Reichart

Die Staufner Fußballer bauten die Pflastersteine aus, die den Kunstrasenplatz in Kalzhofen umgeben hatten.

Bild: Susanne Reichart

Der Kunstrasen in Oberstaufen soll komplett erneuert werden. Dabei sind die TSV-Kicker mit vollem Einsatz dabei. Wann das Projekt fertig sein soll.
24.08.2022 | Stand: 09:43 Uhr

Es ist das größte Projekt des TSV Oberstaufen in den vergangenen Jahren. Seit Anfang August wird der Belag des Kunstrasenplatzes in Kalzhofen abgetragen, an seiner Stelle soll bis Mitte Oktober dieses Jahres ein moderner Kunstrasenplatz stehen. Der Baubeginn markiert einen Meilenstein in den jahrelangen Bemühungen um einen neuen Platz. Zusammen mit der Marktgemeinde und mit Unterstützung des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) ist der TSV Oberstaufen nun endgültig dabei, das Projekt zu realisieren.

Dabei packt die Fußballabteilung des TSVO auch kräftig mit an. Nachdem schon Bäume und Sträucher an der südlichen Seite von den Kreisklasse-Kickern entfernt wurden, stand nun auch beim Abbau der als Platzumrandung dienenden Pflastersteine ein intensiver Arbeitseinsatz an. Über 14.000 Steine, die für die Wiederverwendung sauber gemacht wurden, haben die Staufner an zwei Samstagen ausgebaut.

Kunstrasenplatz in Oberstaufen kostet 900.000 Euro

Auch schweres Gerät kam dabei zum Einsatz, zudem wurden die Flutlicht-Masten abgebaut. „Es war schön zu sehen, wie engagiert sich die Jungs ins Zeug gelegt haben“, sagt Abteilungsleiterin Susanne Reichart. „Wir brauchen bei diesem Projekt aber auch wirklich jede erdenkliche Hilfe.“ Der Arbeitsaufwand lohnt sich in doppeltem Sinne für die Fußball-Abteilung. Denn der TSV muss beim 900.000 Euro teuren Projekt einen Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent beisteuern. Die Arbeitsstunden der TSV-Fußballer können dabei verrechnet werden.

TSV Oberstaufen verkauft Rasenpatenschaften

Darüber hinaus ist der TSV Oberstaufen seit mehreren Wochen dabei, sogenannte Rasenpatenschaften zu verkaufen. Dabei können sich Privatpersonen, Vereine oder Firmen als „Paten“ Parzellen des neuen Kunstrasenplatzes kaufen und den Verein damit unterstützen. „Da sind wir über jeden Einzelnen dankbar, der uns hilft“, sagt Reichart. „Der Kunstrasenplatz ist inzwischen 23 Jahre alt – es war an der Zeit.“