Sonthofen

Gericht kippt Tempo 30 in Altstädten: Bürgermeister prüft Alternativen

Noch stehen die Tempo-30-Schilder in Altstädten.

Noch stehen die Tempo-30-Schilder in Altstädten.

Bild: Benjamin Liss

Noch stehen die Tempo-30-Schilder in Altstädten.

Bild: Benjamin Liss

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das Tempo-30-Limit in Sonthofen-Altstädten gekippt. Der Bürgermeister prüft, wie die Beschränkung doch möglich ist.
22.02.2021 | Stand: 07:54 Uhr

Die Beschränkung von Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt von Altstädten muss aufgehoben werden – das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden. Die Verkehrszeichen müssen somit in den nächsten Tagen abmontiert werden. Was sagt Bürgermeister Christian Wilhelm dazu? „Überall im Landkreis sind in den Dörfern Geschwindigkeitsbeschränkungen und die große Mehrheit in Altstädten wollte diese auch für ihren Ort. Daher würde ich es auch in Altstädten befürworten“, erklärt er auf Nachfrage unserer Redaktion. Der Rathauschef ergänzt: „Aber natürlich muss so etwas auf rechtlich gesunden Füßen stehen.“ Deshalb will er nun einen anderen Weg prüfen, über den nach seinen Worten solch eine Tempo-Beschränkung möglich wäre.

Bürgermeister will Gesamtverkehrsplan und verkehrsrechtliche Anordnung

So wird es am kommenden Dienstag, 23. Februar, in der nächsten Sitzung des Stadtrates um die Fortschreibung des Gesamtverkehrsplans der Kommune gehen. Dabei sollen als Ziel verkehrsberuhigende Maßnahmen festgelegt werden in den Dörfern, die nicht mit der Kernstadt zusammengewachsen sind. Also zum Beispiel Altstädten. Wenn das erfolgt ist, erklärt Wilhelm weiter, würde die Stadt auf dieser Basis eine verkehrsrechtliche Anordnung beim Landratsamt beantragen. So könnte über Umwege doch noch eine Geschwindigkeitsbeschränkung möglich sein, sagt der Rathauschef.

Mit den verkehrsberuhigenden Maßnahmen will die Verwaltung die Lebensqualität in den Dörfern verbessern und beispielsweise den Radverkehr stärken. Das steht unter anderem in der Beschlussvorlage für den Stadtrat am Dienstag, die unserer Redaktion vorliegt.

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